Web-Schecki schrieb:
Die "Minimum bidirectional net data rate capability" (MBDC) beträgt nämlich 400 Mbit/s bei 35b, siehe Seite 393. Net Data Rate. Netto. Nicht Brutto.
Wobei das "netto" aus Sicht dieser Spezifikation nicht das ist, was im Speedtest herauskommen kann, sondern was der nächsten Protokollschicht zur Verfügung steht, typischerweise PTM.
Und mit "minimum" ist das Designziel der Spezifikation gemeint, nicht eine auf einer bestimmten Leitung erreichbare Datenrate.
Rein mathematisch stehen maximal 8190 Träger zu Verfügung, die maximal 15 Bits pro Symbol übertragen können, bei einer Symbolrate von 4000 * 255 / 256 Baud (alle 255 Symbole muss ein Sync-Symbol eingeschoben werden).
Damit kommt man auf eine maximale Rohdatenrate von 489Mbit/s, die aber noch nicht "net" ist, weil noch die Fehlerkorrektur anfällt, die m.W. mit mindestens 16 Bytes pro 239 Bytes zu Buche schlägt, also Faktor 239 / 255.
Macht "net" 458 Mbit/s, damit ist das Designziel "minimum 400 Mbit/s" knapp erreicht. Profil 17a ergibt übrigens genau die Hälfte, also 229 Mbit/s. Da hat man das gesetzte Ziel von 150 Mbit/s also deutlicher übertroffen. Man hätte auch 200 Mbit/s nennen können.
Aufteilen in Up/Down tut sich diese Kapazität bei der Telekom in ca. 68/390 Mbit/s.
Da die Telekom m.W. mit 16,8% überprovisioniert, wäre der rechnerisch maximal mögliche Tarif 333/58 Mbit/s. Fürs Labor vielleicht.
Praktisch geht die Telekom beim Downstream sogar noch näher an dieses theoretische Limit als beim Upstream, obwohl beim Downstream erschwerend hinzu kommt, dass der Bereich ab 30 MHz (also 1/7 der Kapazität) nur mit reduzierter Leistung bespielt werden dürfen.
Insgesamt denke ich, dass mit 250/40 Mbit/s das Profil 35b schon ziemlich ausgeknautscht ist.