Glasfaser Dt. Glasfaser stoppt Ausbau im Landkreis Karlsruhe

RMS_der_Zweite schrieb:
Vodafone Kabel. Weiß nicht wie sich das aktuell bei VDSL verhält, aber ich würde vermuten das 320 brutto schon noch 300 netto ergeben.
DOCSIS ist hier nicht vergleichbar mit DSL
Bei DOCSIS wird auch nicht gesynct sondern im CMTS sind feste Profile hinterlegt.
 
RMS_der_Zweite schrieb:
Der Abstand zwischen netto und brutto ist doch ziemlich gering seit das nicht mehr in ATM-Zellen verpackt wird?
Naja, mit PPPoE hat man bei IPv6 ziemlich genau 1432 Bytes an TCP-Payload pro Ethernet-Frame, das wiederum 1522 Byte lang ist. Wenn man die Präambel mitzählt sind es nochmal 8 Byte, also insgesamt 1530 Byte. Das ergibt gut 93.5% an TCP-Nutzlast.
Insofern, wenn man wirklich 320 Mbit/s an Ethernet-Paketen übertragen bekommt, dann wären wohl knapp 300 Mbit/s drin. Über IPv4 sollte man das sogar knapp überschreiten.

Dr. Chaos schrieb:
Diese 350Mbits Brutto teilen sich dann auf in 300 Down und 50 Up das ergibt dann 250 Mbits Down und 40 Mbits Up an realen Daten die genutzt werden können.
Die Rechnung verstehe ich aber auch nicht. Aus 400 Mbit/s bidirektionaler Spektrum-Bandbreite werden aufgrund der "Guards" dann 350 Mbit/s bidirektionale brutto-Datenbandbreite, und das soll netto dann 290 Mbit/s bidirektional ergeben. Dann verliert man also 110 Mbit/s an die Guards und den Overhead, also 27.5%. Das ist schon massiv. Stehen die 350 Mbit/s im Standard? Habe das auf die Schnelle nicht gefunden.

Bei 17a sind es 150 Mbit/s bidirektionale Bandbreite auf dem gesamten Spektrum, und am Ende kommt man bei 140 Mbit/s netto heraus, also verliert man hier nur mickrige 6.6% an Guards + Overhead?
 
Web-Schecki schrieb:
Bei 17a sind es 150 Mbit/s bidirektionale Bandbreite auf dem gesamten Spektrum, und am Ende kommt man bei 140 Mbit/s netto heraus, also verliert man hier nur mickrige 6.6% an Guards + Overhead?
Das ist recht einfach erklärt.

Dämpfung und Crosstalk: Höhere Frequenzen (über 17 MHz) werden auf Kupferadern viel stärker gedämpft. Um diese Frequenzen stabil nutzbar zu machen, muss das Vectoring bei 35b wesentlich präziser arbeiten. Der Rechenaufwand für die Fehlerkorrektur und die Verwaltung der Koeffizienten steigt quadratisch zur Anzahl der Träger.
Bei 35b müssen daher mehr Redundanz Bits übertragen werden. Das reduziert die Netto Datenrate im Verhältnis zur Brutto Rate stärker als bei 17a.

Das Schutzintervall (Cyclic Prefix) muss perfekt auf die Leitungslänge und das Profil abgestimmt sein, um die Stabilität gegen Rauschen zu gewährleisten.
 
@Dr. Chaos
So genau verstehe ich deinen Rechenweg trotzdem nicht. Die 150 Mbit/s brutto bei 17a wären extrem konservativ geschätzt und werden selbst im TCP-Netto in der Praxis regelmäßig erreicht. Und bei 35b sollen die 350 Mbit/s brutto eine absolut theoretische Wunschvorstellung sein? Dass die höheren Träger stärker dämpfen und man einen höheren Vectoring-Aufwand hat ist sicherlich im Standard (in den 400 Mbit/s) schon (zumindest zum Teil) eingepreist. Sonst hätte man bei grob doppeltem Spektrum und grob doppelter Sendeleistung wohl eher grob eine vierfach höhere Brutto-Datenrate, und nicht nur Faktor 2.66...

Bei 17a hat man DSLAM-Max-Datenraten von 116/46, wenn ich mich nicht irre, also man übertrifft das Brutto aus dem Standard auch hier schon recht deutlich. Warum sollte das bei 35b, auf dementsprechend kürzeren Leitungen, unmöglich sein? Einfach DSLAM-Max-Datenraten von 320/55 eintragen und schauen, was die Modem und Linecard aushandeln...
 
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Hate to be that guy, aber schaut mal, was im Ausland für max. Datenraten mit 35b gefahren werden. 350 kann ja dann nicht ganz stimmen.
 
DLMttH schrieb:
Hate to be that guy, aber schaut mal, was im Ausland für max. Datenraten mit 35b gefahren werden. 350 kann ja dann nicht ganz stimmen.
Ich sehe da nichts außergewöhnliches

Web-Schecki schrieb:
So genau verstehe ich deinen Rechenweg trotzdem nicht.
Lese doch bitte einfach den Standard den ich weiter oben verlinkt habe da steht doch alles drin.
Das hier ist doch kein Informatik Studium
 
Dr. Chaos schrieb:
Ich sehe da nichts außergewöhnliches
DSLAM-Datenrate max. 344864/31744 kbit/s.

A1 vermarktet DSL mit 300 Mbit/s, daher die deutlich höhere erlaubte Syncrate, die deiner Theorie widerspricht. Einen Screenshot mit ausreichender Leitungskapazität, um die Werte tatsächlich zu erreichen, hab ich nicht gefunden, tut aber ja eigentlich nichts zur Sache.
 
DLMttH schrieb:
DSLAM-Datenrate max. 344864/31744 kbit/s.

Einen Screenshot mit ausreichender Leitungskapazität, um die Werte tatsächlich zu erreichen, hab ich nicht gefunden, tut aber ja eigentlich nichts zur Sache.
Doch tut es, vermarkten kann ich viel wenn der Tag lang ist aber wenn die Geschwindigkeit nicht ankommt...
Außerdem ist das auch nicht meine Theorie sondern der Standard zu B35 ist eindeutig und lässt da keine Theorien oder Vermutungen zu.
Kann ja jeder selbst nachlesen, verlinkt habe ich Ihn bereits.
 
Dr. Chaos schrieb:
Lese doch bitte einfach den Standard den ich weiter oben verlinkt habe da steht doch alles drin.
Zitiere doch mal bitte genauer, auf welche Passagen dieses 442-Seiten-Dokuments du dich beziehst.
Selbst die ominösen 350 Mbit/s Brutto-Bandbreite, die du hier postuliert hast, habe ich dort nämlich nicht gefunden. Im Gegenteil, das Dokument widerspricht deinen Aussagen hier sogar deutlich:
Die "Minimum bidirectional net data rate capability" (MBDC) beträgt nämlich 400 Mbit/s bei 35b, siehe Seite 393. Net Data Rate. Netto. Nicht Brutto.

Das sind sicherlich optimale Bedingungen, genau wie die 150 Mbit/s MBDC bei 17a. Mit dem Unterschied, dass die optimalen Bedingungen bei 35b in der Praxis sicherlich regelmäßig schon bei <100m Leitungslänge vorbei sind, während bei 17a die genannten 150 Mbit/s bidirektionale Netto-Datenrate auch noch bei 300m Leitungslänge erreicht werden können.
 
Wie gesagt im Dokument steht alles drin, ich musste es auch lesen, ich selbst erstell aber keine Profile und arbeite auch nicht im klassischen Bereich Festnetz sondern im Mobilfunk.
Ich kann also auch nur das sagen was dort drin steht und das ist eindeutig und lässt eigentlich keine Zweifel zu.

Ob jetzt irgendwelche Netzbetreiber 300Mbits Tarife oder 250Mbits Tarife verkaufen trotzdem aber beide nur 270Mbits im besten Fall liefern weiß ich nicht. Vielleicht sind die Kupferkabel in Österreich auch von einer höheren Qualität, was weniger Fehlerkorrektur und Schutzabstände zulässt?


Ich habe auch keine Lust mehr auf diese unnötige Diskussion, Grundlage war die Aussage das VDSL angeblich 400Mbits Download liefern könnte, aber die Deutschen Netzbetreiber den Markt gerne künstlich begrenzen würden.
Ich habe das mittlerweile eindeutig widerlegt und habe ansonsten nur das zitiert was der Standard vorgibt.
 
Web-Schecki schrieb:
Die "Minimum bidirectional net data rate capability" (MBDC) beträgt nämlich 400 Mbit/s bei 35b, siehe Seite 393. Net Data Rate. Netto. Nicht Brutto.
Wobei das "netto" aus Sicht dieser Spezifikation nicht das ist, was im Speedtest herauskommen kann, sondern was der nächsten Protokollschicht zur Verfügung steht, typischerweise PTM.

Und mit "minimum" ist das Designziel der Spezifikation gemeint, nicht eine auf einer bestimmten Leitung erreichbare Datenrate.

Rein mathematisch stehen maximal 8190 Träger zu Verfügung, die maximal 15 Bits pro Symbol übertragen können, bei einer Symbolrate von 4000 * 255 / 256 Baud (alle 255 Symbole muss ein Sync-Symbol eingeschoben werden).

Damit kommt man auf eine maximale Rohdatenrate von 489Mbit/s, die aber noch nicht "net" ist, weil noch die Fehlerkorrektur anfällt, die m.W. mit mindestens 16 Bytes pro 239 Bytes zu Buche schlägt, also Faktor 239 / 255.

Macht "net" 458 Mbit/s, damit ist das Designziel "minimum 400 Mbit/s" knapp erreicht. Profil 17a ergibt übrigens genau die Hälfte, also 229 Mbit/s. Da hat man das gesetzte Ziel von 150 Mbit/s also deutlicher übertroffen. Man hätte auch 200 Mbit/s nennen können.

Aufteilen in Up/Down tut sich diese Kapazität bei der Telekom in ca. 68/390 Mbit/s.

Da die Telekom m.W. mit 16,8% überprovisioniert, wäre der rechnerisch maximal mögliche Tarif 333/58 Mbit/s. Fürs Labor vielleicht.

Praktisch geht die Telekom beim Downstream sogar noch näher an dieses theoretische Limit als beim Upstream, obwohl beim Downstream erschwerend hinzu kommt, dass der Bereich ab 30 MHz (also 1/7 der Kapazität) nur mit reduzierter Leistung bespielt werden dürfen.

Insgesamt denke ich, dass mit 250/40 Mbit/s das Profil 35b schon ziemlich ausgeknautscht ist.
 
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robert_s schrieb:
Wobei das "netto" aus Sicht dieser Spezifikation nicht das ist, was im Speedtest herauskommen kann, sondern was der nächsten Protokollschicht zur Verfügung steht, typischerweise PTM.
Was ist PTM?
Dass damit nicht das TCP-Netto gemeint ist, verstehe ich schon. Nur Fehlerkorrektur auf DSL-Ebene sollte da meines Erachtens halt schon eingepreist sein, sonst wäre es wohl eher nicht als netto zu bezeichnen.

Dass diese 400 Mbit/s dennoch auch auf DSL-Ebene praxisfern sind, bezweifle ich ebenfalls nicht. Errechnete Leitungskapazitäten weit jenseits der 300 Mbit/s im downstream sieht man ja selten. Und dass der 250/40-Tarif ein sinnvoller Kompromiss ist, den dann auch signifikant viele Kunden nutzen können, ist auch vollkommen klar. Immerhin braucht man ja trotzdem noch den 175er-Fallback für längere TAL, die durchaus üblich sind bei FTTC...
 
Fragger911 schrieb:
Die Telekom will nicht einspringen, zumal sie schon das DSL-Monopol haben. Alle hoffen auf ein klares Signal des hiesigen Energieversorgers, aber da kommen nur Halbsätze.
telekom baut auch glasfaser obwohl dsl von denen überall liegt, selbst wenn dsl250 verfügbar ist
 
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