News E-Privacy-Verordnung: EU-Parlament votiert für Tracking-Schutz

Andy

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#1
Das EU-Parlament hat heute den Entwurf für die E-Privacy-Verordnung abgesegnet, der unterem anderem einen stärkeren Schutz vor Online- und Offline-Tracking sowie ein Recht auf Verschlüsselung vorsieht. Während Datenschützer zufrieden sind, hadert die Wirtschaft.

Zur News: E-Privacy-Verordnung: EU-Parlament votiert für Tracking-Schutz
 
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#2
Wir verbieten es für unsere Konzerne während Google etc längst die Daten haben. So holt man den Vorsprung nicht auf. "Das Verarbeiten von persönlichen Daten ist nur erlaubt, wenn die Nutzer einwilligen" das läuft vollkommen ins Leere weil das einfach in die nutzungsbedingungen kommt. Man stimmt zu, wenn nicht kann man das Produkt einfach nicht nutzen.
 
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#3
Bringen wird es nicht mehr viel, das Meiste haben die großen Konzerne schon.

Was mich aber am meisten stört, ist das, wie im Vorpost schon angesprochen:

Das Verarbeiten von persönlichen Daten ist nur erlaubt, wenn die Nutzer einwilligen. Das gilt künftig auch für Messenger-Dienste wie Skype oder WhatsApp. ]
Das ist der größte Blödsinn überhaupt.
Also hat man nur die Wahl einzuwilligen oder auf den Dienst zu verzichten.


Wenn es schon einen Do-not-track für Browser gibt, dann sollte das auch auf alle Apps angewendet werden.
Also so, dass man die Datensammelei ablehnen, aber die App trotzdem voll nutzen kann.
 
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#4
... Datenschutz schadet absolut keinem Geschäftsmodell, außer denen, die es sowieso nicht geben dürfte. Das wäre als würde sich ein Lobbyverband der Einbrecher darüber beschweren, dass dieser ganze Einbruchsschutz ja deren Geschäftsmodell gefährdet und fordern, dass Bürger gefälligst Türen und Fenster jederzeit offen halten müssen. :rolleyes:
Genauso ist es, leider verstehen es nur noch wenige in einer „Ich hab nichts zu verbergen“ Gesellschaft, sind irgend wie alle weichgekocht durch die Medien.
 
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#5
Ich betreibe mehrere Webseiten die natürlich auch Tacking haben. Allerdings läuft das über Piwik und daher voll anonym und die Daten verlassen den Server nicht.

Ich finde diese Verordnung also super. Bringt jeden Weiter bis auf die Modelle die es nicht geben sollte und dürfte.

Die 180 Leute die dagegengestimmt haben sollten alle gehackt werden und ihr tiefsten Geheiminse an die öffentlichkeit kommen. Wie man gegen so etwas sein kann kann und will ich nicht verstehen...
 

Nummer_1

Lt. Junior Grade
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#7
Die 180 Leute die dagegengestimmt haben sollten alle gehackt werden und ihr tiefsten Geheiminse an die öffentlichkeit kommen. Wie man gegen so etwas sein kann kann und will ich nicht verstehen...
Das erklärt sich dadurch, dass man um jeden Preis Wirtschaftswachtum anstrebt. Hemmnisse sind Bäh! Damit kann man nicht punkten.

Was könnte denn das Ergebnis aus der Umsetzung so einer Verordnung sein? Vielleicht dass die jenigen, die ihre berechtigte Privatsphäre haben möchten dafür - sagen wir mal 1€/Jahr an WhatsApp - zahlen? Oder mehr Werbung akzeptieren? Oder wie stellt man sich das vor? Ich meine, die Konzerne leben ja von den Daten und wenn sie die nicht bekommen, müssten sie sich die Kohle anderweitig besorgen, oder nicht?
 
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#8
Leider habe auch ich die Befürchtung dass es so niemals in die Praxis gelangen wird. Außerdem könnten Seiten das so lösen wie sie es jetzt tun, die Cookie-Richtlinie mit einem Overlay einblenden mit nur der "OK" Option drauf. Ignoriert man sie bleibt sie im Bild und stört, je nach Größe könnte die Seite unbrauchbar sein, vor allem auf Smartphones.

Ich war ja beim Roaming auch skeptisch, und promt wurden Ausnahmen/Einschränkungen reingeschmuggelt, nur um 2 zu nennen:
- 3 Monate Auslandsregel
- kein Datenroaming per Vertragsklausel (z.b. bei tmobile.at, steht so auf deren Homepage für Verträge/Wertkarten ohne Bindung), ich nehme also an diese Einschränkung ist EU weit so erlaubt.
 
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#9
Zu dumm, dass das EU Parlament nichts zu sagen hat. Wenn die EU Kommision das anders sieht, dann hat der blöde Bürger eben Pech gehabt.
 
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#10
Zitat von Bitkom:
Die eingeschränkte Datenverarbeitung würde es erschweren, „Online-Angebote ... leichter bedienbar zu machen
:volllol::volllol::volllol::volllol::volllol::volllol::volllol::volllol::volllol:
Mehr kann man dazu imho nicht sagen.

Imho fehlt bei der ganzen Sache noch eine Klausel, dass man die Nutzung eines Dienstes nicht davon abhängig machen darf, dass der User das Tracking freigibt (damit meine ich nicht nur "Klicke hier oder geh" sondern selbst "Hinweise", dass man es aktivieren möge).
 
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#11
Also auf Werbung verzichte ich gern. Bin davon schon mehr als übersättigt und Werbung bringt mich eher dazu, ein Produkt nicht zu kaufen.

Sehr gute Entscheidung zum Tracking. Finde das ist mal ein guter Schritt in die richtige Richtung.
 
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#12
„Online-Angebote zu personalisieren oder leichter bedienbar zu machen“

Ist den Betreibern schonmal aufgefallen, dass das gar keiner will? Es ist doch schon zu leicht - man klickt etwas weg, und schon hat man ein teures Abo am Hals.

CoolMaster,
bevor du in die Privatssphäre von Leuten eindringst, solltest du mal lernen, was ein Komma ist. Daten von Privatleuten gehen niemanden was an, auch nicht deine Server.
 
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#13
Browser und Smartphones sollen künftig eine „Do-Not-Track“-Option erhalten, sodass Nutzer leichter entscheiden können, ob sie dem Tracking zustimmen oder nicht.
Gibt es bereits in Firefox: Do Not Track. Die integrierte Tracking Protection (Schutz vor Aktivitätenverfolgung im Privaten Modus) verwendet die Liste, die von Disconnect.me bereitgestellt wird. Die Tracking Protection lässt sich auch für den normalen Modus bei der Release-Version aktivieren, falls sie noch nicht aktiviert ist:

  1. Konfigurationseditor (about:config) öffnen
  2. Nach privacy.trackingprotection.ui.enabled suchen und aktivieren (true)
  3. Firefox neu starten
  4. Im Reiter "about:preferences#privacy" bei
    "Schutz vor Aktivitätenverfolgung verwenden" auf "immer" stellen.
20170530_firefox_trackingprotection_preferences.jpg

Verzichte teilweise gerne auf den Tracking-Schutz und Adblocker, allerdings nur unter den Bedingungen, dass die Seite nicht mit Werbung überladen ist, keine selbst startenden Videos enthält, nicht auf andere Seiten weitergeleitet wird, usw. Das wichtigste ist aber, dass der Besitzer/Betreiber des Servers bzw. der Seiten, wenn darüber Schadsoftware verteilt wird, jegliche Haftung und entstehende Kosten übernimmt.
 
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#14
@Ycon

Das kann in der Tat sein :(

@Nummer_1

Ja das stimmt, im Prinzip läuft alles auf ein Abo Modell hinaus.

@MSSaar

Dann sollen sie nicht meine Seiten und Dienste nutzen. Ich habe schön ein Cookiehinweis inkl. Datenschutzhinweis. Wenn jemand Do Not Track an hat wird auch nichts getrackt. Mehr kann ich nicht machen und im Gegensatz zu anderen Webseitenbetreibern stehen meine Server in Deutschland und die Daten verlassen niemals Deutschland. Ich respektiere also sogar die Privatsspähre von Leuten. Dazu kommt was kann ich großartig über Leute raus bekommen? Richtig, nichts.

Ich sehe nur von wo der Besucher gekommen ist, was er auf meinen Seiten gemacht hat und wie Lange. Dazu kommt das OS, Browser und die Version der beiden. IPs sehen so aus 85.84.xxx.xxx die werden also gefiltert. Alles andere juckt mich auch nicht da es keine Relevanz hat. Werbung ist schon 5 mal nicht geschaltet brauch ich alles nicht da ich genug verdiene das ich mir die Server leisten kann.
 
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#15
@Cool Master
Geht ja auch in Ordnung wenn darauf hingewiesen wird, welche Daten erhoben und wie verarbeitet werden.

Auf den meisten Seiten, wie auch auf ComputerBase, sind doch die Google-Dienste (Analytics, Ads, doubleclick.net, ...) und co aktiv.

Die großen Versender machen es doch auch nicht anders, die verwenden die Daten um passende Artikel zu bewerben. Manchmal interessant was da angeboten wird. Oder zu bemerken, wie durch mich 'Das könnte dir auch gefallen' verändert wird.
 

lalelu

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#16
......
Was könnte denn das Ergebnis aus der Umsetzung so einer Verordnung sein? Vielleicht dass die jenigen, die ihre berechtigte Privatsphäre haben möchten dafür - sagen wir mal 1€/Jahr an WhatsApp - zahlen? Oder mehr Werbung akzeptieren? Oder wie stellt man sich das vor? Ich meine, die Konzerne leben ja von den Daten und wenn sie die nicht bekommen, müssten sie sich die Kohle anderweitig besorgen, oder nicht?
Richtig, die Angebote müssen finanziert werden. Diese Angebote existieren heute schon und jeder kann sich informieren, welche Kosten mit diesem Alternativangebot, welches sich nicht über Nutzerdaten oder Werbung finanziert, verbunden sind. Je nach Qualität der Datensätze können hier schon einige Euro pro User zusammenkommen.

Allerding sah die Marktsituation für bezahlte Dienste in Deutschland schon immer etwas düster aus. Hier belegte Deutschland im europäischen Vergleich die letzten Plätze. In Frankreich ist man eher bereit für entsprechende Dienstleistungen zu bezahlen.
In Deutschland schien das Wort "Internetzugang" das neue Synonym für "kostenlos" zu werden.

Veränderungen sind erkennbar soweit diese Anwendungen den Zusatz "App" tragen und auf dem Smartphone laufen. Hier sind Nutzer bereit Geld auszugeben, jedoch interessanterweise auch nur im sehr reduzierten Bereich. Die Qualitätssicherung ist ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor und es ist aufgrund der geringe Investitionsfreude zu erkennen, das die Qualitätssicherung aus diesen Gründen an den Kunden ausgelagert wurde.
Der Durchschnitt der Qualität dieser "Apps" wird als klassische Anwendung oder Dienstleistung im Netz nicht akzeptiert.

Wie sieht es z.B. mit dem in DE so beliebten FB aus? In 2016 wurde der Verdienst an einem europäischen User auf etwa 17 Euro pro Jahr beziffert. Den Mehrwert des Angebots kann jeder selbst beurteilen. Wer ist bereit, hierfür 17 Euro Jahregebühr zu bezahlen?

(Und da wir schon beim "Bashing" sind ;) ) Da die Öffentlich-rechtlichen, GEZ finanzierten Sender, eine interaktive Teilnahme zu sehr großen Teilen nur noch über FB ermöglichen und damit entsprechenden Content an FB übertragen, könnte man von einer Subventionierung von FB durch GEZ Gebühren sprechen. Die geschenkte Werbung für FB jetzt mal nicht betrachtet.

...ach lassen wir das :freak:
 

tek9

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#17
Genauso ist es, leider verstehen es nur noch wenige in einer „Ich hab nichts zu verbergen“ Gesellschaft, sind irgend wie alle weichgekocht durch die Medien.
Die Leute wurden nicht durch die Medien "weichgekocht". Ich kann mich nicht erinnern das es Kampagnen gab um die Leute dazu zu bewegen sich nicht für Datenschutz zu interessieren.

Die Ursache liegt darin das "kostenlose" Dienste sehr attraktiv sind und es für viele nicht greifbar ist was es bedeutet wenn ihre Daten durch Dritte verarbeitet werden.

Wenn jeder seinen Datensatz bei Google oder Facebook ausgedruckt nach Hause geschickt bekommen, wäre das Verständnis dafür deutlich besser.
 
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#18
Imho fehlt bei der ganzen Sache noch eine Klausel, dass man die Nutzung eines Dienstes nicht davon abhängig machen darf, dass der User das Tracking freigibt (

Je nach Gesinnung soll das mit rein...oder nicht.

2. Koppelungsverbot („Cookie-Walls“)

Grüne/EFA und Sozialdemokraten wollen festschreiben, dass Online-Dienste unabhängig davon genutzt werden dürfen, ob die Nutzerinnen und Nutzer Datensammlungen durch Cookies zustimmen oder nicht („Cookie-Walls“). Die Konservativen blockieren einen starken Datenschutz, indem sie Nutzerinnen und Nutzer von Diensten ausschließen wollen, wenn diese der Datensammlung nicht zustimmen.


https://www.janalbrecht.eu/themen/d...-12-eprivacy-verordnung-fragen-antworten.html


Leider wählen 20% SPD 23% CDU, ganz Bayern die CSU und damit die "Konservativen" in Europa die den 50.000 Lobbyisten am Liebsten nichtmal einen Kieselstein in den weg legen.
 
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#19
Das ist der größte Blödsinn überhaupt.
Also hat man nur die Wahl einzuwilligen oder auf den Dienst zu verzichten.
Aus Wikipedia:
Dienstleistung (englisch service, französisch service) ist in der Umgangssprache und in der Wirtschaftswissenschaft ein immaterielles Gut, das entsteht, wenn ein Wirtschaftssubjekt für ein anderes eine entgeltliche Tätigkeit ausübt.
Kein Geld, keine Dienstleistung.
 
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#20
Es ist nicht verboten eine Paywall einzuführen. Man verbietet nur eine Praxis bei der der eher unbedarfte Nutzer nicht sieht womit er bezahlt, oder er mit dem scheinbar Kostenlosen Angebot geködert wird.

Noch schlimmer find ich "Native Advertising" also Werbung die sich in Stil und Aufmachung nicht von den Redaktionellen Inhalten unterscheidet.
 
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