News E-Privacy-Verordnung: Datenschutz und Versch­lüssel­ung für Messenger-Dienste

Andy

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#1
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#2
ich begrüße es ja das man da vorhat den Datenschutz zu verstärken und den User besser zu schützen ... nur Frage ich mich gerade wo da der Haken ist, den für das Volk/den User wird normalerweise sehr selten entschieden und schon gar nicht wenn solche eine finanzkräftige Lobby dagegen steht! :freak:
Da passt einfach was nicht ... alles nur Ablenkung um die Massen zu besänftigen um dann im letzten Moment doch noch nen anderes Paket auf den Weg zu bringen? Wäre schliesßlich nicht das erste mal!
 
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#4
Zitat von Susanne Dehmel:
Der heute abgestimmte Verhandlungstext ist sehr einseitig darauf ausgerichtet, Datenverarbeitung grundsätzlich zu verbieten, Ausnahmen gibt es so gut wie keine.
Die gute Frau mag sich das kaum vorstellen können, aber besteht vielleicht die klitzekleine Möglichkeit, daß das genau das ist, was der Bürger will?

Zitat von Susanne Dehmel:
Online-Angebote zu personalisieren oder leichter bedienbar zu machen
Euphemismen. Genau wie dieses unsägliche „bessere Nutzererfahrung“. Den Bitkom-Mitgliedern geht die Bedienbarkeit und Persönlichkeit ihrer Angebote doch zehn Meilen am Arsch vorbei; das einzige, was sie interessiert, ist die Datenerhebung, die sie für die Personalisierung und Bedienbarkeit als notwendig verkaufen.
 
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#5
"Was die Verbraucherschützer aber bemängeln, sind die Vorgaben für Telefonwerbung,
die soll künftig auch möglich sein, ohne dass die Betroffenen explizit eingewilligt haben."

das wäre ja eine Katastrophe, jeder darf mich dann ungefragt anrufen und volllabern!
 
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#6
@BmwM3Michi ... da hat die Fritzbox nette Möglichkeiten ;p
 
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#7
Bis man dann mal darüber nachgedacht hat, was das bedeutet. Der Generalschlüssel lässt sich ja auch so gut dann nur auf eine Gruppe beschränken, wobei selbst eine "Gruppe" wohl Buchschmerzen bedeutet, wenn überlegt, ob man wirklich vom BSI über NSA bis hin türkischen oder chinesischen Geheimdiensten so pauschal einen Generalschlüssel verteilen will. Oder soll es dann doch nur ein Geheimdienst sein, der natürlich nie und nimmer (absichtlich und unabsichtlich) den Schlüssel weitergeben würde...

Wenn du dir als Generalschlüssel für die Wohnung einen Ersatzschlüssel unter die Fußmatte legst, der nur für dich sein soll, dann ist der nur so lange "nur für dich", bis eine andere Person unter die Fußmatte schaut. ;)
 
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#8
Zitat von Klaus Müller:
Nicht akzeptabel ist hingegen, dass die bisherigen deutschen Verbraucherschutzregelungen zur telefonischen Direktwerbung deutlich geschwächt werden sollen. So sollen Werbeanrufe künftig ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung der Verbraucher möglich sein. Außerdem können Werbeunternehmen statt ihrer Telefonnummer lediglich eine Vorwahl angeben, die kenntlich macht, dass es sich um einen Werbeanruf handelt. Anhand einer solchen Vorwahl wären sie aber nicht mehr rückverfolgbar und identifizierbar. Das bleibt deutlich hinter der bisherigen Rechtslage zurück, nach der Werbeanrufe ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung komplett verboten sind.
Also wenn wir nach der Erhöhung der Strafen für Kaltakquise eines brauchen, dann ist das definitiv mehr Telephonwerbung! Endlich kümmert sich das EU-Parlament mal um die besorgten Bürger, die den Abgeordneten tausende E-Mails schrieben, in denen sie nach mehr Werbung am Telephon verlangten, am besten auch zwischen 20.00 und 06.00 Uhr und am Wochenende!
 

lalelu

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#9
Jetzt wird wieder massiv übertrieben. Verschlüsselungspflicht für Messenger Dienste.
Schon die irr*sin*nig Verschlüsselung, öffentlich zugänglicher Websites, hat genau welchen Nutzen?
Wer auf einen derartigen Messenger angewiesen ist, weil sensible Daten übermittelt werden, hat die freie Auswahl und kann diese nutzen.

"Bitte auch Fernsehübertragungen und Radio verschlüsseln, den Kassenbon beim Lidl auch. Katzenvideos dringend verschlüsseln und ganz wichtig die ganze Werbung.

So muss das sein, auch wenn ich parallel alles an Google, Facebook und Microsoft und weitere große Werbeanbieter, den Tracking spezialisten, übermittel. "

Ok, lassen wir das.
:freaky:
 
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#10
Wenn man Milliarden damit macht Daten der User ungefragt zu verwerten geht man schonmal die Wände hoch wenn sich auch nur andeutet dass sich dies ändern könnte...:freak:

Es ist schon lange überfällig dass der gute Ton des "nett fragens", also opt-in, auch den Weg ins Netz findet, gehört für mich zu einer zivilisierten Gesellschaft.

Auch Verschlüsselung hat seinen Nutzen, wenn das Internet als DIE Kommunikationsplattform der Zukunft erhalten bleiben soll muss das Vertrauen in sie erhalten bleiben, und außerhalb der Spaßplattformen ist da viel verloren gegangen.
 
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nyster

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#11
Schon die irr*sin*nig Verschlüsselung, öffentlich zugänglicher Websites, hat genau welchen Nutzen?
1. „Grundrauschen“ wird erhöht, wenn selbst triviale Inhalte verschlüsselt werden, können wertvolle Daten nicht allein anhand der Tatsache, dass sie verschlüsselt werden, erkannt werden.
2. Skaleneffekte - je öfter und vielseitiger Verschlüsselungstechnologien zum Einsatz kommen, desto widerstandsfähiger werden sie, weil sich Forschung und Entwicklung für beide Seiten (Angreifer und Verteidiger) lohnt. Dass sieht man an der gefühlten Lawine an bekannt gewordenen Sicherheitsproblemen in weit verbreiteten Bibliotheken und Protokollen, zuletzt WPA2. Das Resultat: Verschlüsselung wird zuverlässiger und effizienter. Durch die schnellere Entwicklung werden neue Angriffstechniken schneller bekannt und die durchschnittliche Nützlichkeitsdauer von Angriffen reduziert. Sensible Anwendungen sind plötzlich nicht mehr über ein Jahrzehnt lang einem bestimmten Angriffen ausgesetzt, sondern nur noch wenige Jahre, weil auch die Adaptionsrate steigt. Man sehe sich nur die Entwicklung von SSL3 über TLS1 zu TLS1.2 und zukünftig TLS1.3 an. Vor POODLE dachte ich, wir werden das beschissene und mit 15 Jahren hoffnungslos veraltete Protokoll dank des Widerstands unserer *Geschäftskunden* nie mehr los. Mittlerweile gibt’s genügend Projekte, die TLS1.2 zwingend vorschreiben und nach Erscheinen von TLS1.3 (das besser TLS2 heißen sollte) wohl schnell dorthin migrieren werden.
3. Software und Administratoren beherrschen den Umgang mit Verschlüsselung besser. Vorgänge werden automatisiert (Let’s Encrypt), was Fehlerquellen reduziert und die Verbreitung weiter erhöht. Sensible Daten haben ein viel geringeres Risiko, versehentlich exponiert zu werden, einfach, weil selbst „unwichtige“ Verbindungen verschlüsselt sind.

Apropos, nur weil DU keine sensiblen Daten über einen Messenger schickst, gilt das nicht für andere. Z.B. habe ich schon selbst gesehen, dass Firmen anbieten, mit ihren Kunden über Whatsapp zu kommunizieren. Und da gehen dann sehr schnell sensible Daten wie z.B. Ausweisnummern, Kontodaten, etc. über die Leitung.

Der Nachteil? Eine etwas aufwändigere Administration, die durch die besseren Werkzeuge und einhergehende Automatisierung immer vernachlässigbarer wird (siehe 3.) und eine irrelevante Mehrbelastung der Server (<1%), die durch Protokolloptimierungen (siehe 2.) noch weiter minimiert wird.

Kurzum: Es gibt gute Gründe, Verschlüsselung immer und überall einzusetzen und keinen (guten) Grund, das *nicht* zu tun.
 
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#12

projectneo

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#14
Ich frage mich immer was die Politiker damit erreichen wollen? Privacy by Default hört sich gut an, auch ich muss einwilligen damit meine Daten erfasst werden. Nur, was ändert sich denn dann? Heute stimmt man auch schon AGBs und Datenschutzbestimmungen zu.

Ich habe also nach wie vor die Möglichkeit eine Anwendung/App zu laden und die Bestimmungen zu zustimmen und diese zu nutzen.
Stimme ich nicht zu, kann ich die App nicht nutzen. Worin besteht nun der Vorteil für den Verbraucher? Die Industrie hat so doch auch gewonnen und echauffiert sich nur um in den Medien einen Buhmann zu finden weil es jetzt einen gesetzlichen Rahmen für die bisherige Praxis gibt.

So lange ich die Anwendungen/Apps nicht nutzen kann, wenn ich die Datenverarbeitungsbestimmungen nicht akzeptiere, macht das keinen Sinn. Erst dann sind solche Gesetze wirklich von Nutzen für den Verbraucher.
 
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