Ich hatte so einen ähnlichen Fall allerdings mit einem Auto, dass ich als Bastlerfahrzeug verkauft hatte. Das ganze ging dann dank Rechtschutz bis zum Anwalt und war auch kurz vorm Gericht, nur da bin ich der guten Frau so auf die Nüsse gegangen, dass die mir das Auto für nen Appel und nen Ei verkaufte.
Das lief wie folgt ab:
Ich hatte mein Winterauto für knapp 500€ verkauft. Da ich ausversehen die falsche Abgasnorm reingeschrieben hatte, erließ ich der Frau noch 50€ war ja mein Fehler. Man muss dazu sagen ich bin mit dem Auto davor täglich 70km gefahren ohne Murren und Knurren, somit verkaufte ich es zwar als Bastlerfahrzeug für Schrauber, weil ich kein Risiko eingehen wollte. Ich hatte die Bremsen mal zwischenzeitlich erneuert und das auch rein geschrieben. Angeblich waren die Bremsen nach einem Tag kaputt, da hatte ich die Furie schon am Telefon.
Sie wollte das in der Werkstatt machen lassen und ich sollte das bezahlen. Kostenpunkt war bei über 500€ also mehr als der Verkaufspreis. Da ich die Bremse ja erst neu gemacht hatte, wusste ich dass diese ok ist und falls nicht, dass die Teile keinesfalls auch nur annähernd so viel kosten und die Arbeitszeit ist mit einer Stunde erledigt. Ich hatte ihr dann angeboten die Teile zu kaufen, zu ihr zu fahren und diese zu wechseln, oder ihr diese zuzusenden und sie könne diese ja selbst wechseln, da es als Auto für Bastler verkauft wurde.
Aber das wollte die alles nicht. Also bekam ich eine Anzeige wegen Betrugs und darauf hin bin ich direkt zum Anwalt. Der war dann auch meiner Meinung, dass dies doch ein kulantes Angebot war. Nachdem sie dann auch beim Anwalt war, kam dann raus das ich ein Recht auf Nachbesserung habe und ich bekam Bilder der Bremse geschickt, wo ein wenig Flugrost dran war. Es war wirklich minimal. Naja ich hab dann gesagt ok ich komm das Auto mit einem Hänger auf meine Kosten abholen und bessere nach obwohl ich laut meinem Anwalt dies hätte nicht machen müssen, habe ich es von mir aus angeboten. Gesagt getan. Ich wollte das Auto abholen, da stands dann plötzlich 50km weiter bei einer Freundin, wo sie angeblich mit diesem total kaputten auto liegen geblieben wäre. Auf grund dieser Aussage kam ich mit nem Autohänger das Auto holen. Es war natürlich niemand da, außer der Mann von der Freundin, der mir dann erstmal sagte, dass die Frau einen an der Waffel hätte. Ich hab mich mit dem echt gut verstanden und unterhalten
Naja gut dann gings ans aufladen und er meinte vorsicht wenn sie da den Wagen runter fahren die bremsen sind kaputt und der springt auch nciht mehr an. Ich setz mich rein, dreh den schlüssel rumm auto an... ich fahr da runter bremse, bremse funktioniert. Bin dann auf den Hänger drauf gefahren und da war der Typ ziemlich verdutzt. Ich hab den Wagen dann mit heim genommen und abgeladen. Zufälligerweise schaute ich auf den Tacho und ich hatte den Kilometerstand in der Auktion angegeben und es waren plötzlich 5000km mehr drauf. Da kam ich mir doch ziemlich verarscht vor. Wie kann man denn 5000km mit einer angeblich kaputten Bremse zurück legen?
Ich hab dann die Schnauze voll gehabt, den Anwalt angerufen, der direkt nen Schreiben auf gesetzt und ich hatte keine Lust mehr auf die ganze Sache, wodurch ich einen Rückkauf abzüglich Verschleiss etc. abzog. Naja ende vom Lied ich habs für 250€ dann wiederbekommen und einem Kumpel geschenkt als Winterauto der gerade eins brauchte.
Die Ironie an dem ganzen ist, dass der Wagen bei ihm heute noch läuft und er damit täglich zur Arbeit fährt.
Das alles hat mich jedenfalls zu dem Entschluss gebracht, dass Sachen die mehr als 100€ Wert sind bei ebay nicht mehr verkauft werden, da sich da seit ein paar Jahren sehr viel Pack rummtreibt ich könnt hier noch so einige Storys erzählen.