Eigene Cloud: Pasperrry Pi mit Nextcloud

Schabing

Lieutenant
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Hallo zusammen,

ich will meine eigene Cloud auflegen. Ich habe einen Raspberry Pi 5 mit 16GB, der HAT Compact und 2230 sind unterwegs. Einleitungen und Videos habe ich mir dazu schon angesehenm jede irgendwie anders... Zuletzt sieht es aber so aus, als ob "einfach und gut" Nextcloud AIO wäre. Früher habe ich zwar Linux als einziges Betriebssystem genutzt, bin aber trotzdem einsteiger und total überfragt.

Wenn ich also eine eigene Cloud haben möchte, auf die ich auch einen Fremdzugriff von außerhalb des Hauses haben möchte und andere Familienmitglieder auch Zugriff haben sollten, bin ich dann mit Nextcloud AIO (+ eine Methode für den Fremdzugriff) auf dem richtigen Weg?

Ich habe da aktuell einfach Fragen wie:
  • nach welcher Anleitung sollte man es am besten durchführen? (weil es wird ja noch viel mehr eingerichtet und da nutzt jeder was anderes)
  • Wie mache ich das mit der SSD? Zwei Partitionen für das Betriebssystem und eine andere für Daten? Die MicroSD sollte man ja gar nicht nutzen... oder brauche ich zwei SSDs für das OS und die Daten?

Ich bin noch dabei mich besser einzuarbeiten. Aber bevor ich in die komplett falsche Richtung abbiege, kann mir vielleicht jemand etwas Starthilfe geben oder die Richtung weisen?

Vielen Dank im Voraus!
 
Einen einfachen Einstieg bietet DietPI (https://dietpi.com/), einfach aufzusetzen etc. Für den DynDNS dienst gibt es verschiedene Anbieter die kostenfrei den Zugang ermöglichen (.z.b DuckDNS). Wird aber in den HowTo von Dietpi gut erläutert.
Solange die Swap File und die Logs nicht auf die SD Karte geschrieben werden, kann man durchaus die kleine SD nutzen für das OS.
 
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Es gibt ein vorgefertigtes Image was sich NextCloudPi nennt. Einfach auf die SD-Karte/externe SSD flashen und starten.
 
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Würde drüber nachdenken den Pi5 zu verkaufen und stattdessen auf einen (Mini-)PC zu wechseln.
Aktuell bekommst du für den 16GB vermutlich einen verdammt guten Preis.

Egal ob du beim Pi bleibst oder wechselst: Das AIO Docker Image ist eine gute Wahl für Nextcloud, du brauchst noch eine Domain und einen Reverse Proxy.

Du brauchst noch ein vom Pi unabhängiges Backup-Target, das kannst du z.B. auf eine an den Router angeschlossene SSD machen... je nachdem wie viele Daten ihr da rein ballert.
 
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Ich nutze für sowas gerne eine KI, vorwiegend Claude. Wenn man die Infos klar mitteilt und sagt was das Ziel des ganzen ist, kommen da richtig gute Anleitungen bei raus.
Zumal sich die KI auf eine klare Dokumentation stützen kann bei Linux und nicht auf irgendwelche x-beliebigen Foren- und Blogposts.

Manchmal gibt's natürlich auch richtig gute Leute im Forum die einem "Einzelunterricht" geben & einem viel Zeit schenken mit Erklärungen und Hilfestellungen. Danke nochmal @Azghul0815 , obwohl es schon länger her ist! <3
 
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Was muss es dem alles können und welche Datenmengen reden wir? Einfacher wird es übrigens nicht, es steckt sich ne ganze Arbeit dahinter. Oftmals lohnt sich der Aufwand nicht (je nach Intention)
 
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Danke für eure schnellen konstruktiven Antworten!
AB´solut SiD schrieb:
Einen einfachen Einstieg bietet DietPI (https://dietpi.com/), einfach aufzusetzen etc.
Danke, schau ich mir an, ist mir bisher glaub noch nicht über den Weg gelaufen.
AB´solut SiD schrieb:
Solange die Swap File und die Logs nicht auf die SD Karte geschrieben werden, kann man durchaus die kleine SD nutzen für das OS.
Ich würde dieSD Karte gar nicht erst reinschieben. Der Raspi ist noch neu, wenn der Hat die Woche kommt würde ich diese einbauen und nur die SSD nutzen. Aber ich weiß nicht ob OS und Daten auf eine SSD sollten oder ob man auf die SSD das OS macht und die Daten auf eine Externe. Da fehlt mir die Erfahrung.
Kazuya91 schrieb:
Es gibt ein vorgefertigtes Image was sich NextCloudPi nennt.
Hatte mir erst gestern ein Video von "Daniel Klozbücher / IT-ION GmbH" dazu angesehen. Auch ein Video von "Herr Programmierer" habe ich mir dazu angesehen, welches aber komplett anders war... Allerdings war das von Daniel Klozbücher auf den ersten Blick besser, weil es eine Frontend gibt im Browser auf dem man wohl alles managen kann.

Ich recherchiere gerade was klüger wäre: NextCloudPi oder Nextcloud AIO Docker Image.

h00bi schrieb:
Du brauchst noch ein vom Pi unabhängiges Backup-Target,
Brauche ich das trotzdem, obwohl die Cloud nur ein Backup ist bzw. die Daten auf anderen Backup SSDs vorhanden sind?

SpiII schrieb:
Ich nutze für sowas gerne eine KI, vorwiegend Claude.
Ich komme damit nicht so klar. Da kommt oft Quatsch dabei raus und wenn man nachhakt heißt es "oh da scheint etwas nicht zu passen etc.". Aber aus Interesse teste ich es mal!

Fujiyama schrieb:
Was muss es dem alles können und welche Datenmengen reden wir? Einfacher wird es übrigens nicht, es steckt sich ne ganze Arbeit dahinter. Oftmals lohnt sich der Aufwand nicht (je nach Intention)
Erstmal geht es ums Prinzip, dass wir unsere eigene Cloud wollen. Ich will das zusätzlich auch lernen aufzusetzen. Ich habe mir das nicht so kompliziert vorgestellt, weil egal von wem man das hört... "das ist ganz einfach, das muss man machen".
Ich stellte mir vor, ich installiere die benötigten Pakete auf dem Raspi und kann dann alles im Browser einstellen wie ich will. Ähnlich wie bei einer FritzBox.

Aktuell reden wir von MB oder vielleicht 1GB. Aber ich habe eine 500GB 2230er bestellt, hätte ich halt reingesteckt und die genutzt. Wenn gleich so viel Platz vorhanden ist, kann ich auch gleich meine 16GB Bilder reinpacken.
 
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Schabing schrieb:
Brauche ich das trotzdem, obwohl die Cloud nur ein Backup ist bzw. die Daten auf anderen Backup SSDs vorhanden sind?
Die Konfig der gesamten Docker Installation einschließlich der persistenten Daten der Container würde ich schon irgendwo gesichert haben wollen.
Da reicht aber ggf. auch ein 8GB USB Stick direkt im Pi.
 
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Schönes Projekt. Vom Softwarestack solltest dich dich auf "Härtung" bzw für Updatesicherheit entscheiden. Ubuntu LTS, Docker und Traefik als Reverse Proxy
1.) Pi Image Ubuntu LTS per Rasperry Pi Image
2.) ssh aktivieren
3.) apt-get update + upgrade
4.) UFW Firewall einrichten (apt install ufw, allow 22+80+443)
5.) Fail2Ban (automatischen bannen von IP Adressen mit wiederholten Falschlogins)
6.) Docker & Docker Compose per Anleitung installieren + Docker Compose mit Maria, DB Redis, Traefik, Uptime Kuma konfiguieren
7.) Nextcloud einrichten: 2FA muss forciert werden, Brute Force Schutz aktiv, Integritätsprüfung durchführen, PHP Memory Cache auf Redis
8.) Backups über tools wie Restic oder Borgbackup einrichten (Nextcloud Ordner + Mysqldump)
9.) Security Checkup über scan.nextcloud.com
Isolation (Docker Compose), Automatisches SSL+HSTS+Header über Traefik, kein Root User,
10.) Idealerweise noch ein Backup, Auto-Update&Cleanup (Docker Compose pull, up -d image prune + Datenbankoptimierung), und Maintenance Script (Previewbilder + Dateisystem zu Datenbank abgleich) einrichten und über Cron Jobs automatisieren und Uptime Kuma so konfigurieren das dir Telegram/Discord/Emails geschickt werden wenns Probleme in Nextcoud gibt.

Du musst dir halt im klaren sein das du deinen Raspi an den 3 beliebtesten Ports gegen das Internet exponierst. Firewall, Reverse Proxy, Fail2Ban, automatisierte Updates, Backups & Maintenance sind Pflicht. Wenn du den Dateien in deiner Nextcloud nicht 100% vertrauen kannst ist ClamAV oder ähnliches auch quasi pflicht.
 
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steirerblut schrieb:
Traefik als Reverse Proxy

Oder Nginx Proxy Manager. Finde ich übersichtlicher.

steirerblut schrieb:
1.) Pi Image Ubuntu LTS per Rasperry Pi Image

Oder Fedora wäre auch eine Option.

steirerblut schrieb:
2.) ssh aktivieren

ssh auf key only umstellen, wenn das Teil aus dem Internet erreichbar sein sollte.


steirerblut schrieb:
Du musst dir halt im klaren sein das du deinen Raspi an den 3 beliebtesten Ports gegen das Internet exponierst.


Welcher Port außer 443 sollte man nach außen noch offen haben? ;-)

btw man muss auch nicht unbedingt "das gesamte Internet" auf Port 443 drauf lassen. Wenn es Freunde, Bekannte sind, dann halt nur für deren Provider den Port 443 öffnen.


Schabing schrieb:
Wenn ich also eine eigene Cloud haben möchte, auf die ich auch einen Fremdzugriff von außerhalb des Hauses haben möchte und andere Familienmitglieder auch Zugriff haben sollten

Das klingt stark nach VPN via Wireguard. Und dann auf den Raspberry auch noch gleich ein z.B. piHole mit drauf.
Dann sind gar keine Ports außer Wireguard offen. Idealerweise läuft das direkt auf dem Router welcher eh automatische Updates offen hat.

@steirerblut Ansonsten gute Anleitung :-)
 
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Für 5€/Monat gibt es bei Hetzner eine Nextcloud mit 1TB. Hetzner sichert auch die Daten. Ich würde davon abraten es selbst zu hosten. Es sei du verstehst alles und sicherst die Umgebung korrekt ab.
 
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Ich sehe schon, dass das alles wieder in abartiger Arbeit ausartet... kann ich den Raspi in den Müll kloppen, sinnfrei. Du hast recht. Danke.
Werde noch mit meinem anderen Raspi was probieren, wenn das auch scheitert, hat sich bei Linux nicht viel getan, leider.
 
Lass dich nicht entmutigen. Versuche es mit DietPI, da hast du alles in autoinstall und die Einrichtung nimmt dich an der Hand. Du kannst dann weitere Dienste wie PiHole & unbound etc installieren. 30-60 min alles fertig inkl. externem Zugang über https (ich würde wireguard vorziehen, auch direkt in der Softwareliste auswählbar)
 
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Schabing schrieb:
Ich sehe schon, dass das alles wieder in abartiger Arbeit ausartet... kann ich den Raspi in den Müll kloppen, sinnfrei. Du hast recht. Danke.
Werde noch mit meinem anderen Raspi was probieren, wenn das auch scheitert, hat sich bei Linux nicht viel getan, leider.
Du kannst dir auch deinen Lieblings KI Assistenten schnappen und das Schritt für Schritt durchgehen. Die beschriebenen Schritte mit Firewall, Reverse Proxy, Docker Compose, Scripte, etc sind Mehraufwand ja, können dir viele Kopfschmerzen ersparen. Sind eben best practices.

Oder wie die der Typ im Video erklärt, "Linux was designed to be composable, transparent, minimal, scaleable and reusable in millions of environments..." "but not to be secure?" :D

 
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too much too much too much. Der Kollege möchte doch nur einen Nextcloud? Warum mit Containern rumkraxeln wenn einfach tut?
 
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Schabing schrieb:
Ich sehe schon, dass das alles wieder in abartiger Arbeit ausartet...

Werde noch mit meinem anderen Raspi was probieren, wenn das auch scheitert, hat sich bei Linux nicht viel getan, leider.
Warum nicht den Raspi für andere Sachen (z.B. Experimente, Zusatzaufgaben, PiHole o.ä.) nutzen?

@AB´solut SiD
Guter Einwand. Ich wollte ja auch nur vor Docker warnen, wenn es doch auch Podman gibt.

@Schabing
Weniger ist besser. Erstmal Stück für Stück probieren, herausfinden, was alles benötigt wird & was nicht.
Dann die Sicherheit mit einbeziehen ... und schließlich das Ganze ein Weile (ohne wichtige Daten) testen. 😊 👍
 
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Schabing schrieb:
Werde noch mit meinem anderen Raspi was probieren, wenn das auch scheitert, hat sich bei Linux nicht viel getan, leider.
Auf meinem Raspi läuft als Backup Syncthing. Es werden die Daten aller Android Geräte und PCs gesichert. Syncthing ist eins der besten Sicherungstools neben Duplicati. Weiterhin läuft auf dem Raspi Pihole.
 
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