Eigenheim vs Miete

Wie wäre es denn mit einer gebrauchten Immobilie? Muß ja nicht immer neu sein.
Noch besser: Zwangsversteigerungen. Da bekommt man wirklich günstig eine Immobilie.
 
Tuetensuppe schrieb:
Wie wäre es denn mit einer gebrauchten Immobilie?....

:freak: gebrauchte Immobilien?!:lol:

99% aller Immobilien sind "gebraucht". Und die Probleme sind die Selben, zumal ja Immobilien einem Wertzuwachs unterliegen und keiner Wertminderung auf Grund des "gebraucht" Status. Das sind keine Autos, sondern Häuser und Wohnungen, die auf knappem Baugrund stehen - und hier bestimmt auch die Knappheit (Lage, Ausstattung, Verfügbarkeit von Land und Wohnungen usw.) den Preis. Und Bruchbuden kosten durch ihre Sanierung oder Renovierung letztendlich auch ne Menge Kohle.

Tuetensuppe schrieb:
...Zwangsversteigerungen. ... wirklich günstig eine Immobilie.

Von echten Schnäppchen darf man auch hier nicht ausgehen, weil der Markt letztendlich immer einen Preis ermöglicht, welcher der Immobilie entspricht. Günstig heißt bei Zwangsversteigerungen vielleicht 10-15% unter Preis auf dem freien Markt, aber das ist nicht wirklich günstig, zumal immer noch die Nebenkosten hinzukommen. Und bei den Versteigerungen sitzen auch Makler und Spekulanten, welche die guten Objekte absahnen, da kann man als einfacher Wohnungssuchender selten einen guten Schnitt machen. Das ist wie mit Aktien, man greift immer die falschen ;).
 
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Fu Manchu schrieb:
:99% aller Immobilien sind "gebraucht". Und die Probleme sind die Selben, zumal ja Immobilien einem Wertzuwachs unterliegen und keiner Wertminderung auf Grund des "gebraucht" Status..

Das stimmt aber nicht.

Für eine sehr gut erhaltene gebrauchte Wohnung bezahlt man momentan ca. €1000/qm, sofern das Ding sich nicht in einer teuren Großstadt befindet, ein Neubau kostet ca. €2500/qm.

Und eine Immobilie unterliegt eben nicht einem Wertzuwachs, ein Verkauf ist immer ein Riesenverlust.
 
Tuetensuppe schrieb:
...ein Verkauf ist immer ein Riesenverlust.

Dann frage ich mich, warum Wohnungen immer teurer anstatt billiger werden. Hast du dich mal umgeschaut und erkundigt?
Eine Wohnung wird nur zum Verlustgeschäft, wenn man a) gezwungen ist übereilt zu verkaufen der b) wenn die Bude in einer schlechten Gegend liegt. Sonst sind Wohnungen immer als Anlagegut zu verstehen, die seltenst an Wert verlieren (Krisen mal ausgenommen).
 
Mein Bruder hat sich ein Haus gekauft , die folge kosten sind nicht ohne.
Ich denke viele machen den Fehler und denken wenn sie sich eine Wohnung kaufen das sie danach nichts mehr zu bezahlen hätten.
 
Das Thema möchte ich wieder hochholen. Aktuell sind die Zinsen doch noch sehr günstig (ca. 4%) und da sollte man sich wohl schon überlegen, ob man nicht ein Eigenheim kaufen möchte.

Was mich hier irritiert in dem Thread sind die vielen "falschen" Rechnungen. Es wird viel zu viel verallgemeinert. Es spielen hier eine Menge Faktoren wie Lage, Größe, Zustand und natürlich Preis eine Rolle.

Manche meinen man bekommt eine Wohnung für 800 Euro/m². Das ist für meine Region ein absoluter Witz. Wir sind eine kleine Stadt und bezahlen trotzdem ca. 2000 Euro/m².

Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich aktuell die Investition in eine Immobilie rechnet. Mit der Meinung stehe ich wohl nicht alleine dar, denn der Wohnungs/Häusermarkt ist so leer verkauft wie seit langem nicht mehr. Bei mir im 50KM Umkreis gibt es keine einzige vernünftige 3-Zimmer EG Wohnung. :(

Falls jemand es kalkulieren möchte, es gibt ein gutes Tool der Stiftung Warentest. Ist ein Excel Sheet mit dem man schön simulieren kann.

Freue mich auf Anregungen und viel. hat von euch letztens erst jemand sich ein Eigenheim gekauft und kann seine Meinung posten.

Gruß
Bookstar :)
 
niemals ne Wohnung kaufen ausser du hast gute Nerven oder genug Eigenkapital und man wohnt die nächsten Jahre am selben Ort, min. solange der Kredit läuft

was ist wenn die Nachbarschaft im selben Haus Kriege führt? und das tun sie ^^
was ist wenn die anderen Eigentümer abstimmen das Haus bekommt ein neues Dach, Wärmedämmung, Heizungsanlage etc, dann muss Kohle da sein, sonst heissts den nächsten Kredit aufnehmen oder verkaufen
 
Sowas kann man aus den Rücklagen bezahlen. Neues Dach etc. ist nicht notwendig wenn das Haus ein Neubau bzw. nicht älter als 15 Jahre ist.

Jedes Monat wo du Miete zahlst schenkst du dein Geld her. Darauf habe ich irgendwie keine Lust. Hab schon einiges durchgerechnet, mieten ist ein riesen Verlust Geschäft zu den aktuellen Konditionen.

Die instabile Finanzmarktsituation hält mich auch davon ab, mehr als 20.000 Euro auf der hohen Kante zu halten. Da ist eine Immo imho die beste Investition.
 
Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst...
Monatliche Darlehensrate + Hausgeld + Grundsteuer darf nicht mehr als Miete betragen.
ca. 7000 - 10000 Euro für die Wohnungseinrichtung sollten schon da sein nachdem man alles andere bezahlt hat.

Wenn man noch dazu eine Option auf Sondertilgung hat kommt schneller ans Ziel. Du bist dann schneller schuldenfrei und bezahlst im Endeffekt weniger Zinsen.
 
es ist zwar schon genannt worden, aber zum kaufpreis kommen dann noch:
maklergebühren, notargebühren, grunderwerbssteuer, auch die eintragung(oder übernahme) einer grundschuld (ist die sicherheit für die bank) kostet geld.


hast du dich schon über mietkauf gedanken gemacht ?
 
gibt noch andere investitionen als ein Dach, je nachdem auf was für ideen die anderen Eigentümer kommen zahslt du mit, und wenn du keine Rücklagen hast zahlst trotzdem mit, für ne größere Investition sind die Rücklagen eh nicht gedacht! Rücklagen sind nur für die Instandsetzung zu bilden nicht für die Modernisierung
 
So ist es. Und dann ziehst du da ein und die Elektroinstallation muss erneuert werden. Oder die Wasserleitungen müssen ersetzt werden. Das Dach geht fliegen oder das Fundament wird bröcklig.

Dazu kommt noch ein Punkt der hier auch verallgemeinert wird. Das ist nämlich der "sichere" Arbetsplatz. Selbst wenn man heutzutage eine sichere Arbeitsstelle hat steht man vor dem Problem dass auf einmal das kleine Unternehmen mal eben Konkurs anmeldet. Oder ein anderer Konzern kauft diesen auf, die Verträge werden geändert und und und.

Arbeitslosigkeit ist für mich einer der Knackpunkte warum ICH es nicht mache. Ich hätte keine Lust etwas 30 Jahre zurückzahlen zu müssen, um dann nach 15 Jahren arbeitslos zu werden und kein Hausgeld, die Rückzahlung als solches o.Ä. nicht zahlen zu können und DANN den Krempel für nen Appel und Ei verkaufen zu müssen (oder die Bank nimmt es sich). Dann hab ich nämlich 15 Jahre "umsonst" Geld abgezweigt, darf dann von dem Erlös ein Jahr lang leben und danach bekomme ich staatliche Hilfe wenn das ganze gesparte Geld aufgebraucht ist.

Da hat dann der, der 15 Jahre lang zur Miete gewohnt hat, geraucht , gesoffen und gehurt hat (entschuldigt meine unverfrohrenheit direkt zu sein), der bekommt seine Miete bezahlt und seine Nebenkosten. Dafür hatte er aber auch einen gewissen Luxus in der Zeit.

Das ist natürlich kein KO Argument, das ist aber auch errechenbar. Wenn man mal wieder mit theoretischen Werten anfängt und sagt: 50qm Wohnung, 50 000€ Kaufpreis (einfache Rechenwerte). Kaufnebenkosten ca. 10% = 55.000€. Monatliche Belastung sagen wir mal 150€ mit allem. Die Miete wäre bei 350€ anzusehen.
Dann hat man 200€ im Monat reine Mietausgaben/Mieteinkünfte.
Nehmen wir ferner an, derjenige hat zwar Geld, aber auch nur um sich einzurichten.

Dann kommt man auf Zinsen im Jahr von 2200€ welche sich abbauen. Das sind im Monat schon 184€ Zinsen. Darauf kommen jetzt die 150€. Dann sind wir bei 334€. Um jetzt also die Schulden weniger werden zu lassen, könnten wir zum einen eine feste Summe wie z.B. 200€ im Monat festlegen. Dann sind wir im ersten Jahr PRO MONAT bei 534€. Nach 24 Jahren wäre diese Wohnung dann Schuldenfrei, wenn sich die 150€ nicht noch erhöhen. Ansonsten eher länger.

Auf der anderen Seite könnten wir den monatlichen Betrag fix auf 500€ stellen und nur soviel abzahlen um auf diese 500 zu kommen. Wenn wir das machen kommen wir auf ca. 20 Jahre für den Fall dass sich nichts ändert.

Die Zinsen im ersten Fall belaufen sich auf 26304€. Die Zinsen im zweiten Fall bei 24444€. Die Mehrbelastung pro Monat wäre 150€, die muss man erstmal haben, und das auch 20 Jahre lang im günstigsten Fall.

Von daher kann man sich abschminken mit NICHTS anzufangen. Wie schon beschrieben, kommt dann in diesen 20 Jahren irgendwo die Arbeitslosigkeit siehts sehr bitter aus.
 
Wie risikoavers einige Leute sind und direkt immer die schwärzesten Szenarios ausmalen.

Im guten Fall und seien wir ehrlich.. die meisten Leute die eine Immobilie kaufen gehören dazu, hast du nach 30 Jahren ein Haus/Wohnung mit Wert, während derjenige, der mietet sein Leben lang Miete zahlen darf. Das Haus kann man dann gegebenenfalls verkaufen oder vererben oder vermieten.
Ihr tut ja immer so, als seien alle Leute in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder müssen jeden Tag befürhten, das ihr AG pleite macht.

Betrachten wir es als Lotterie. Haste verloren, stehste dumm da, haste gewonnen, hast du den Mehrgewinn. Ihr spielt Onlinepoker, kauft Aktien und Fonds, aber bei Immobilien kann man nichtmal dieses kleine Risiko eingehen? O_o
 
Hahaha, das kleine Risiko betrifft aber wenn du wenig verdient dein Leben. Das sind nicht mal eben Geldreserven die man über hat, sondern Gelder die man sich ausleiht.

Und das ist keine schwarzmalerei. Früher konnte man sich den Arbeitgeber aussuchen, daher war der Hausbau, ich sag jetzt nicht leichter, aber angenehmer. Weil du das auch für dich behalten durftest. Heute dürftest du als Einzelperson bei Arbeislosigkeit doch gar keine Wohnung über 60qm haben. Ansich sinds ja 45qm, aber bei Eigenheim denke ich mal geht auch mehr.

Außerdem fehlen in meiner Kalkulation die Folgekosten. Dir geht die Heizung kaputt, das Haus muss neu verputzt werden, neuen Hausmeister und und und.

Ein Haus oder eine Wohnung sind nicht so einfach wie es einige haben wollen. Natürlich ist das die "dunkle Seite der Macht", es gibt ja auch Leute die 3000 im Monat verdienen. Die können sich dieses Risiko auch eher leisten als der Pfennigpfuchser der auch wenig zur Verfügung hat.
 
Eigentum muß man sich leisten können. Man muß Geld übrig haben, um: entweder um es zu sparen und wohnt zur Miete, hat man nach 30 Jahren halt paar 100t€ oder man kauft und zahlt, hat nachher aber die Immobilie.
Wer nicht genug Geld hat, sollte die Finger vom Kauf lassen.
 
Natürlich muss man genug EK haben. Sonst fressen einen die Zinsen auf, ohne dass man Tilgung hat.

Die Sache ist doch aber so. Wer genug EK hat, einen unbefristeten Arbeitsvertrag und nicht gerade einen Arbeitgeber, der kurz vor der Insolvenz steht. Warum sollte er nicht bauen oder kaufen?
Bei einigen Posts hier hat man ja direkt den Eindruck, solche Personen sollten auch NIEMALS ein Haus kaufen, da sie ja nicht wissen können, ob sie ihren Job auch in 10 Jahren noch haben.
Das ist meiner Meinung nach einfach zu pessismistisches Denken.
 
Ja ich sehe das ähnlich wie Jace. Ich finde eine Immobilie die auch selbst genutzt wird eine sehr gute sichere Geldanlage.

Die Prämissen mit sicherem Job und gutem Gehalt müssen natürlich erfüllt sein, sonst würde ich es nicht machen.

Aber ist doch bestimmt ein schönes Gefühl wenn man nach ca. 10 Jahren sich eine Wohnung für 150.000 Euro abgespart hat. Da hat man doch wirklich viel geschafft. Und mit einem guten Netto Einkommen geht das sogar ohne groß auf etwas zu verzichten.
 
Hi, also ich würde mit einem sicheren, angemessen hohen Einkommen immer dahin gehen die Wohnung/Haus zu kaufen und das aus folgendem einfachen Grund: Ja, du musst bei Eigentum mehr investieren, ABER, was bekommst du dafür? Einen Besitz im Werte von sagen wir mal 100000 Euro, mit etwas Glück sogar im Wert steigend.

Was bekommst du bei Miete? Nichts. Du hast hinterher nichts in der Hand und nur unnötig Geld "verschwendet", was du sonst zur Finanzierung hättest nutzen können.

Ein wichtiger Faktor ist dann aber noch, wie schnell du den kredit für die Wohnung abbezahlen kannst, das sollte nämlich so schnell, wie möglich sein, um nicht allzu unflexibel zu werden.
 
#37
Das schöne Gefühl einmal mit Zahlen untersetzt:
15% EK zum Zeitpunkt Erwerb = 22.500 € (ohne das wohl keine Finanzierung)
Kredit 127.500 € zu 4,13% mit 10 Jahre Zinsbindungsfrist bedeutet rd. 8,3% Tilgung = rd. 1320 €/Monat

Zu den 1320€ je Monat kommen noch die Verwaltungskosten WEG (rd.20-25€), die Instandhaltungsrücklage/Reparaturen (evtl. 35€-65€) und natürlich die Betriebskosten der Wohnung wie bei der Mietvariante.

Jetzt alle einmal den Arm heben, die sich das monatlich leisten können und wollen, um nach 10 Jahren das schöne Gefühl genießen zu können!
 
Man muß ja nicht in 10Jahren abzahlen.

und 15% EK ist einfach zuwenig, dann lieber warten und sparen. Idealerweise wer bau/kauf vorhat sollte jetzt n Bausparvertrag abschließen, hat dadurch Zeit zum sparen, und hat nach Zuteilung die niedrigen Zinsen von heute!

Wobei ich von Wohungen nichts halte. Wenn man da scheiß Nachbarn hat, hat man die ein Leben lang
 
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