Einstellen der Lautsprecher

Ich würde zuerst die Boxen vertauschen (TT nach außen) und den Sub zwischen die Boxen. Und wie gesagt Level am Sub runter.
 
sta_to schrieb:
Ich meinte das auch anders....
Ist das Problem auf eine bestimmte Box oder boxen zurück zuführen, damit ich nicht alles umstellen muss.
Hallo,

naja, die rechte Box steht eben in der Ecke, die linke freier. Audyssey hat dann sicherlich auch zwei unterschiedliche Korrektur-Kurven ermittelt. Ich würde das erst einmal symmetrisch aufstellen, geht das?

Das Photo aus #52 ist die "eingemessene Kurve kopiere" von welchem Kanal?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also so langsam verstehe ich den Thread hier nicht mehr.

Die Hälfte der Fragen hätte durch das Studieren der Bedienungsanleitung und Google gelöst werden können und die andere Hälfte durch neugieriges Ausprobieren, gemäß "probieren geht über studieren" - kaputt machen kann man ja eigentlich nichts.

Als ich meinen ersten AV-Receiver das erste Mal in meinem Zimmer stehen hatte, habe ich mich zwei Stunden hingesetzt, Lautsprecher angeschlossen, eingemessen, nebenbei die Bedienungsanleitung durchgelesen, alle möglichen Einstellungen mal durchprobiert und dann Pi mal Daumen so eingestellt, wie es im Rahmen der gerade gemachten Erfahrungen vorläufig am Besten klang.
Später habe ich dann immer mal an der ein oder anderen Stelle was geändert - Mal einen LS umgestellt, mal eine Trennfrequenz geändert, nochmal neu eingemessen. Aber so eine Wissenschaft habe ich nie daraus gemacht.

Ich habe hier das Gefühl, dass das eigentliche Problem eventuell anderer Natur sein könnte ?!

Wenn man so lange braucht, ohne zu einem annehmbaren Zustand zu gelangen, dann stellt sich mir doch die Frage, ob hier die Lautsprecher falsch bzw. nicht den Erwartungen entsprechend gekauft wurden. Ich meine, nur weil eine Maschine sagt, dass 63Hz auf -11,5dB eingemessen wurden, kann ich doch trotzdem die Anlage verwenden. Ich muss doch hier nicht auf Zwang solange drehen und schrauben, bis eine perfekte Kennlinie herauskommt - das ist an der Praxis doch vollkommen vorbei. Schließlich ist doch das vorläufige Ziel, dass aus den Lautsprechern was heraus kommt und nicht, dass man die ganze Zeit mit Einmessen verbringt. Meine erste Einmessung hatte auch arge Schwankungen ermittelt, was mich mit meinem Setup dann dazu geführt hat, dass ich Audassy erstmal komplett rausgenommen hatte, weil es besser klang. Ich hab in der Zeit mit dieser Anlage am Ende über einige Monate immer mal wieder rumgestellt - mal mit Audassy mit anders platzierten Lautsprechern, mal mit manuell nach Gehör eingestelltem EQ, mal komplett ohne EQ. Aber zu einem Ergebnis, was mich dauerhaft mit dieser Anlage zufrieden gestellt hat, bin ich nie wirklich gekommen.

Dann andere Lautsprecher gekauft und ich hatte das Thema seitdem nie wieder. DAC + Stereoverstärker + Standboxen + Subwoofer. Ich kann außer der Lautstärke garnichts anderes einstellen und es klingt einwandfrei. Bisher hat sich zumindest noch niemand beschwert, der bei mir gehört hat. :D

Was ich sagen möchte: Es besteht die Möglichkeit, dass hier ungünstige (schlechte?) Lautsprecher ausgewählt wurden, oder diese nicht den Erwartungen entsprechen.
Natürlich kann ein Experte von der Ferne Tipps geben und Vorschläge machen, aber sind wir doch mal ehrlich - ein brauchbares Ergebnis wird ohne Hören vor Ort dadurch auch nicht garantiert.

Es erscheint mir jedenfalls so, dass hier alles unnötig kompliziert gemacht wird, wo es eigentlich nicht kompliziert sein sollte. Ich hoffe, ich konnte mich nachvollziehbar ausdrücken.
 
@Zwenner, das geht leider nicht....
ich kann dann nur noch weiter weg von den Wänden stellen oder TT nach außen..

@IntelGralFormat,
Für mich ist das meiste in der Bedienungsanleitung Fachchinesisch. Bzw. kann ich nicht zu ordnen was passiert wenn ich das und das verändern würde....
Mit dem Gedanken andre Boxen zu kaufen die ich besser stellen könnte habe ich auch schon gespielt....

Ich werde aber die Boxen erstmals so umstellen wie mir geraten wurde. TT nach außen, Sub zwischen Front uns Sub und eventuell näher zum Fernseher.
Dazu aber eine Frage, Wie viel Abstand müssen die Boxen (Frontbox und Sub) zum Fernseher, ARV und Blue Ray haben...
 
Beim Sub kommt es primär auf die Raummoden an. Ohne passendes Messequipment kannst Du da nur probieren.
Die Speaker sollten mit Dir idealerweise ein gleichseitiges Dreieck bilden, zumindest aber gleichschenklig.
Der Abstand zu den Geräten ist egal.
 
Ohne Mess Equipment: Die Optimale Position des Subwoofers ermittelst du indem du den Subwoofer dort hinstellst wo du normalerweise sitzt/hörst. Und Ja "auf" den Sitzplatz! Dann (und das hört sich nun komisch an) robbst du auf den Knien durch die Wohnung und hörst einfach. Dort wo dann der Subwoofer für dich(!) sich am Besten anhört, dort sollte er aufgestellt werden = mit dir die Position tauschen!

Der Hintergrund ist der das die tiefen Frequenzen bei dir in der Wohnung sich zu einander identisch ausbreiten werden. Sprich du findest so den optimalen Punkt wo die Raummoden in deinem Zimmer die geringsten Akustisch Negativen Auswirkungen haben.

PS: Mach dich darauf gefasst das die optimale Position nicht zwingend die unauffälligste für den Subwoofer ist = wo er am wenigsten stören würde. Hier gilt es im Zweifelsfall einen Kompromiss zu finden = alternative Position oder Möbel soweit möglich umzustellen und wieder Probe zu hören. Raumakustik ist ein Schweinehund ;)
 
Kopieren Sie die Kurve für die Flat-Korrektur, die beim Einrichten von Audyssey®-Einmessung erstellt wurde
diese Kurve habe ich kopiert.

Boxen habe ich die Audio Avanto Pro, hoffe mal das die nicht so schlecht sind...

zu meinem Subwoofer....ich habe irgendwo gelesen das ich den entfernt vom Fernseher und von der Frontbox stellen muss, deswegen steht er nicht am besten Platz.

Ich möchte eigentlich erstmals nur das strake Minus einmessen der Frequenzen 63 und 125 verbessern...
Dann wäre ich ja zufrieden wenn sich am Klang was verbessert...
 
Wenn ich mir hier die vielen Seiten und unterschiedlichen Hilfestellungen anschaue, wird es vll. auch besser sein, mit den bisher gewonnenen Erkenntnissen neu durchzustarten. Factory reset und ab vom Anfang. Die Drehregler am Subwoofer ebenfalls zurück auf die Ausgangspositionen (Lautstärke auf 9 bis 10 Uhr; Übernahmefrequenz komplett auf den oberen Anschlag - also das Maximum).

Dann via Audyssey erst einmal nur mit Einzeleinmessungen arbeiten, dort nach der ersten Einmessung abbrechen und die Ergebnisse anzeigen. Den Subwoofer über seinen Lautstärkeregler einpegeln, bis die Einmessergebnisse sich +/-3dB nähern.

Wenn die Lautstärke vom Woofer passt, diesen vorübergehend ausschalten. Einzelplatzeinmessung, schauen wir die Front eingemessen wird. Lautsprecher ggf. räumlich neu positionieren und schauen, wie sich das auf die Einmessung auswirkt (es reichen da einzelen Messungen, die ganze Zeit). Den Hochton würde ich erst einmal dabei nicht weiter beachten, zumindest nicht wenn die Korrekturen nicht zu grob ausfallen (+/- 3dB). Dazu kommen wir dann später.

Erst wenn sich die Ergebnisse im Rahmen befinden, Woofer wieder aktivieren und dann die Mehrpunkteinmessung durchführen.

Kannst uns ja zwischenzeitlich mit neuen Ergebnissen (nach der Einmessung Ergbnis anzeigen) füttern.

Ggf. wäre es auch sinnvoll einen neuen Beitrag zu starten. (Das würde ich vorher mit einem der Mods jedoch abstimmen). Primär der Übersicht halber. Viel Spass und Erfolg dabei.

Edit:

Ich würde noch empfehlen, alle Lautsprecher nach der Einmessung auf "small" zu schalten. Zumindest für die Aufstellungs- und Einmessungsphase. So bekommst Du leichter raus, ob Dich Woofer oder Fronts stören,... doof wenn beides da parallel schwingt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sound-Fuzzy schrieb:
Beim Sub kommt es primär auf die Raummoden an. Ohne passendes Messequipment kannst Du da nur probieren.

Damit hast du nur teilweise recht. Mindestens genauso wichtig sind die Überlagerungen/Auslöschungen im Bassbereich durch direkte Reflektionen an den Wänden, Boden und Decke:

Lies mal hier zum Thema SBIR...

Ob es die meisten hier jetzt glauben wollen oder nicht, daraus ergibt sich dass in kleinen Räumen eine wandnahe Aufstellung von Lautsprechern die Bassanteile wiedergeben (Subwoofer/Fullrange) häufig von Vorteil(!!) ist (Siehe auch die Empfehlungen von Genelec unter dem Punkt 'I am not getting enough bass, do I have a backwall cancellation?'). IdR stehen Subwoofer oder Standlautsprecher sowieso auf dem Boden, was akustisch gesehen einer Wand gleichzusetzen ist. Natürlich wird durch die wandnahe Aufstellung prinzipiell der Bass angehoben - das aber immerhin gleichmässig, was sich per Einstellung sehr leicht ausgleichen läßt. Bei nicht wandnaher Aufstellung sorgen die direkten Reflektionen dafür, dass der Bass ungleichmässig wird - manche Frequenzen überlagern sich, andere löschen sich aus. Dagegen hilft dann kein Equalizer und keine Anhebung der Lautstärke, die Reflektion wird mit angehoben und die Auslöschung ist nach wie vor vorhanden.

Berechnen läßt sich das grob wie folgt: Auslöschungsfrequenz = Schallgeschwindigkeit / (Wandabstand*4)
Genauer müsste man die Differenzstrecke berechnen, die der Schall im Gegensatz zum direkten Weg bei der Reflektion (Einfallswinkel = Ausfallswinkel) an der Wand mehr zurücklegt.

Je nach Abstrahlverhalten des Lautsprechers kann sich durch eine wandnahe Aufstellung natürlich in den Mitten ein etwas verwascheneres Klangbild ergeben. Der SBIR wird durch den geringeren Abstand ja nach oben in den Mittenbereich verschoben und wenn die Box hier noch gerichtet abstrahlt macht das Probleme. Höhere Frequenzen lassen sich jedoch leichter durch poröse Absorber (alle möglichen weichen Materialien, auch wenn es da gewaltige Unterschiede gibt) bedämpfen. Man kann also hinter den Lautsprechern Schaumstoff, Kissen, Akustikpanele, etc. anbringen. Letztere gibts natürlich auch mehr oder weniger in stylischen Designs.

In größeren Räumen kann man die Lautsprecher natürlich mit großem Wandabstand aufstellen. Wenn man mehr als 2,20m Anstand einhalten kann verschiebt man den SBIR in den Tiefbassbereich unter 40Hz wo er nicht mehr stört.

Ich selber habe meine Genelec 1031A jeweils mit Wandabständen (nicht Boden/Decke) von 1,50 - 2,00m aufgestellt. Sie sind aber bei 85Hz abgetrennt, wodurch die resultierenden Auslöschungen nicht mehr relevant sind. Unter 85Hz übernimmt dann der Sub, der wiederum an der hinteren Wand (180° phasengedreht) aber nicht auf dem Boden steht. Das ganze in einem Raum in dem u.A. die Raummoden mit Superchunks bedämpft sind.
Selbst ohne Optimierung der Raumakustik kann man meist durch geschickte Wahl der Subwoofer-Position eine für @home-Verhältnisse ordentliche Basswiedergabe erreichen. Ausgewogen und präzise wird es aber ohne Raumakustik nie klingen, wobei aber auch Möbel (z.B. Couch/Bett) schon einiges bringen können.

Der SBIR findet an jeder Wand statt, auch an Boden und Decke. Überlagert wird das ganze in akustisch nicht optimierten Räumen durch die Raummoden. Manchmal nimmt man den SBIR deswegen fast nicht wahr, weil eine Raummode an der Abhörposition bei der ausgelöschten Frequenz nachschwingt und so das Frequenzloch des SBIR auffüllt - auch wenn das zeitlich evtl. erst 50-200ms später passiert. Der Bass ist dann zwar nicht überhöht aber unpräzise.

Was sich in der Theorie noch leicht anhört ist in der Praxis allein schon dadurch schwieriger, dass ein Raum Türen und Fenster hat, sich Einrichtungsgegenstände im Raum befinden, Wände evtl. in Leicht- oder Trockenbauweise ausgeführt sind, usw. usw. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass die berechnete Grundtendenz sich sowohl in den Messungen als auch im Klangbild zeigt. Zuhause ist man oft gut beraten die Positionen einfach durchzuprobieren und dabei die Theorie trotzdem im Hinterkopf zu behalten. Eine gute Position für den Sub läßt sich z.B. so finden indem man den Sub erstmal am Hörplatz aufstellt und an den in Frage kommenden späteren Aufstellplätzen darauf achtet, ob dort der Bass rund und gefällig klingt. Dort kommt dann der Sub hin.

An der Stelle vom TE würde ich so vorgehen:

1. Die Frontlautsprecher nicht weiter als 50cm von der Wand entfernt aufstellen und diese mal im 2.0 Betrieb testen wobei der AVR völlig neutral eingestellt sein muß. Was fällt bzgl. der Basswiedergabe auf wenn du die Wandabstände veränderst? Merkst du, dass das Klangbild schwammig wird und der Bass stärker wenn du nah an die Wand kommst? Achte erstmal nicht auf den Tiefbass sondern finde eine Position für die beiden Lautsprecher in der das Stereodreieck am Abhörplatz stimmt sowie die höheren Bässe >100Hz und die Mitten für dich ausgewogen klingen. Letztlich sind natürlich durch die Position des TVs Grenzen gestezt. Du kannst die Lautsprecher prinzipiell auch mit einem Wandabstand >1,50m aufstellen (da ja später der Sub dazukommt), allerdings schätze ich, dass das bei deiner Raumgröße schwierig wird wenn der Raum noch anderweitig genutzt werden soll. Zwischen 0,5m und 1,5m Wandabstand solltest du versuchen zu vermeiden.

2. Schliess den Sub zusätzlich an, lass alle Einstellungen bis auf die Trennfrequenz neutral. Falls sich Einstellmöglichkeiten zur Flankensteilheit des Crossoverfilters finden, versuche dich nach den Emfehlungen für den Sub zu richten sofern es welche gibt. Wichtig ist wie gesagt, dass Pegel und EQ am AVR erstmal neutral bleiben. Die Trennfrequenz würde ich zwischen 60 und 100Hz setzen. Tiefer al 60Hz würde ich nicht gehen, dann entlastet er die Standlautsprecher nicht genug und diese bauen evtl ab. Ausserdem wirst du bei der Aufstellung der Standlautsprecher unflexibler wenn du den Sub tiefer abtrennst. Höher als 100Hz würde ich auch nicht ab trennen, dann wird der Subwoofer irgendwann ortbar. Es ist ja nicht so, dass der Sub und das Crossover filter bei 100Hz plötzlich dicht machen, sondern das ist fliessend (abhängig von der Flankensteilheit). Es kann sogar sein dass du deswegen ein gutes Stück unter 100Hz bleiben mußt - das mußt du aber durch probieren rausfinden bzw. jemand der den Sub und den AVR kennt kann dir Empfehlungen geben. Tendenziell gilt: Je tiefer du den Sub abtrennst, umso weiter kannst du ihn von den Wänden entfernt aufstellen. Willst du den Sub mehr als 1m entfernt zu den Wänden aufstellen, sollte er eher bei 60Hz abgetrennt sein als darüber, weil er sonst in den SBIR (1m Abstand entspr. 85Hz) reinrutscht. Ab 2,20-2,50m Abstand spielt es dann wieder keine Rolle mehr (SBIR <40Hz).
Was letztlich Sinn macht musst du probieren: Finde den für dich besten Kompromiss aus Klangqualität und Aufstellungsplatz. Nach Möglichkeit dreidimensional denken/probieren was die Aufstellung des Subs angeht. Meiner steht zb. in 90cm Höhe. Das Probieren mit oben genannter Methode sollte dir die Suche erleichtern.

3. Schliess die restlichen Lautsprecher an und stell sie in etwa so auf wie auf dem Foto. Viele andere Möglichkeiten einen guten Surround Sweetspot zu erzeugen wirst du wegen der Rückwand nicht haben. Die Aufstellung ist hier auch lange nicht so wichtig wie bei den Frontspeakern.

4. Versuche deine Anlage am AVR klanglich zu optimieren, sei es durch Automatik oder durch manuelle Korrekturen. Beachte dabei die Standards was LFE usw. angeht. Ich bin jetzt nicht der Surround Spezialist, aber dazu wurde hier ja schon einiges geschrieben. Eventuell kannst du, bzw. macht es Sinn unterschiedliche Abstimmungen für Musik und für Surround zu erstellen. Beim Film muss es z.B. nicht unbedingt so ausgewogen sein, dafür mehr rummsen - ist iwie auch Geschmacksache. Leider kann ich dir konkret mit dem AVR nicht helfen, aber die Möglichkeiten um die von mir genannten grundlegenden Prinzipien umzusetzen sollte er eigentlich bieten.


Da (nicht nur) in diesem Thread eine Menge Halbwissen steht was die Aufstellung von Speakern in Bezug auf die Raumakustik angeht, fühlte ich mich verpflichtet da mal paar Sachen zu berichtigen ;) Leider kann es sein, dass ich nach wie vor nicht dazu komme zeitnah zu antworten. Musikprojekte mit Deadline und so... Beste Grüsse
 
druckluft schrieb:
Bei nicht wandnaher Aufstellung sorgen die direkten Reflektionen dafür, dass der Bass ungleichmässig wird - manche Frequenzen überlagern sich, andere löschen sich aus. Dagegen hilft dann kein Equalizer und keine Anhebung der Lautstärke, die Reflektion wird mit angehoben und die Auslöschung ist nach wie vor vorhanden.
Natürlich lässt sich das mit einem EQ beheben, es ist nur nicht mehr mit einem Kuhschwanzfilter getan.
 
Und man sollte auch nicht vergessen, dass einige Aktiv-Lautsprecher dann doch über Orts-/Desktop-Filter verfügen... sicherlich nicht ohne Grund. Ob man jetzt immer einen Kerbfilter oder Glockenfilter für eine Korrekturfunktion benötigt, lassen wir mal offen. Die Genelec-Software ist aber sicherlich hier und da durchaus brauchbar - auf der anderen Seite gibt es da noch die Kiesler'sche Bassniere.

Was ich aber gut finde, ist der Hinweis zur höheren Trennung, sollte man immer mal probieren.

Sound-Fuzzy schrieb:
Beim Sub kommt es primär auf die Raummoden an.
Ohne passendes Messequipment kannst Du da nur probieren.
Audyssey korrigiert auch (nicht nur im Pegel) den Subwoofer.

MultEQ XT32 ist teils so gut, dass manche auf ihren Anti-Mode verzichten.
Eine nachträgliche Messung dient m.M.n. mehr zu Kontrolle als zur "richtigen" Klanganpassung.

Eine Messung (an sich) zeigt eben erst mal nur die Defizite auf.
Hilft mir jetzt nicht wirklich weiter, wenn ich diese nicht ausmerzen kann, mit Messequipment (an sich).

Noch ein Hinweis an den TE.

Du findest hier viele gute Tipps. Experimentiere noch ein bisschen mit den Auf- und Einstellungen herum... bleibst du unzufrieden, stellt sich ein Hörgenuss nicht wirklich ein - brauchst du wohl andere Lautsprecher. Dein MultEQ XT (Raumkorrektur) funktioniert schon recht gut, es baut dir aber keine anderen LS, dass muss einleuchten.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ druckluft
Der Sub wird ohnehin i.d.R. bodennah aufgestellt, somit ist der Boost durch den Boden immer einbezogen. Nur die Wand/Ecke kommt dann noch dazu und kann in manchen Fällen eben zu viel sein (wenn es unglücklich mit den Moden "passt").
Hier ging es darum, dass die Pegel bei 63Hz und 125Hz viel zu hoch waren. Das kann div. Gründe haben. Einer davon sind eben Raummoden, außerdem eine Überlagerung von den TT der Fronts und dem Sub.
Um dies einzugrenzen oder die ideale Position für den Sub zu finden, muss man halt probieren, indem man mit einem Tausch der Fronts anfängt und für den Sub der Anleitung von FooFighter folgt, die ohne Messequipment wohl die besten Erfolge bringt.



Zwenner schrieb:
Audyssey korrigiert auch (nicht nur im Pegel) den Subwoofer.

Aber genau das will der TE ja nicht in dem Maß, wie es passiert ist! ;)
Insofern erstmal Pegel am Sub korrigieren, neu einmessen, Sub evtl. anders stellen und nochmal messen...
 
gintoki schrieb:
Natürlich lässt sich das mit einem EQ beheben, es ist nur nicht mehr mit einem Kuhschwanzfilter getan.

Nein läßt es sich eben nicht. Wenn du die entsprechende Frequenz der Auslöschung anhebst, verstärkt sich in gleichem Maße die Reflektion und die dadurch verursachte Auslöschung ist genauso stark wie vorher. Solche Kerben im Frequenzgang machen schnall mal 50dB und mehr aus. Der Bereich könnte nur durch eine zweite Schallquelle kompensiert werden die andere Abstände hat. Thema zweiter Subwoofer und so, ist deswegen aber nicht leichter aufzustellen.

Sound-Fuzzy schrieb:
@ druckluft
Der Sub wird ohnehin i.d.R. bodennah aufgestellt, somit ist der Boost durch den Boden immer einbezogen. Nur die Wand/Ecke kommt dann noch dazu und kann in manchen Fällen eben zu viel sein (wenn es unglücklich mit den Moden "passt").
Hier ging es darum, dass die Pegel bei 63Hz und 125Hz viel zu hoch waren. Das kann div. Gründe haben. Einer davon sind eben Raummoden, außerdem eine Überlagerung von den TT der Fronts und dem Sub.

Ja soweit natrürlich richtig dass es viele Gründe haben kann. Nur die Reflektionen zur Wand gehören genauso mit bedacht wie die beiden anderen von dir genannten Faktoren. Die kopierten Messwerte vom EQ sind auch ziemlich nichtssagend und entsprechen so wie auf dem Bild gezeigt einfach einer normalen, breitbandigen Bassabsenkung. Mit so einem Oktavband EQ läßt sich prinzipiell auch nichts anderes machen. Was der AVR mit seiner Klangoptimierung aus der Messung berechnet wird damit nicht viel zu tun haben. Intern arbeiten solche Systeme mit einer Impulsantwort für jeden Speaker, das kann man nicht mit 9 Frequenzbändern abbilden. Insofern: Reset auf neutrale Einstellung und dann eine gute Aufstellung finden, dann ggf. mit dem AVR nachoptimieren.
Wie ich oben geschrieben habe gibt es je nach Crossover Frequenz Abstandsbereiche mit denen man auf der sicheren Seite ist. in diesen Bereichen kann man nach guten Positionen suchen an denen sich die Raummoden möglichst nicht soo ungünstig auswirken. Die sich ggf ergebenden Auslöschungen zwischen Sub und den Speakern im Bereich der Übernahmefrequenz kann man mit dem Delay für den Subwoofer-Ausgang, das der AVR bietet gut in den Griff bekommen.

Sound-Fuzzy schrieb:
Um dies einzugrenzen oder die ideale Position für den Sub zu finden, muss man halt probieren, indem man mit einem Tausch der Fronts anfängt und für den Sub der Anleitung von FooFighter folgt, die ohne Messequipment wohl die besten Erfolge bringt.

Die Front Speaker zu tauschen wird nicht viel bringen, die Position der Bassabstrahlung des jeweiligen Lautsprechers verändert sich nur um wenige cm (ca. die Breite der LS), die Richtung ist komplett egal da sich der Schall in dem Frequenzbereich eh kugelförmig ausbreitet. Nur die Phasenlage der Basslautsprecher wird im Verhältnis zum Subwoofer um 180° gedreht - von vorne gesehen erfolgt der Membranhub ja nun nach links wo er bei gleichem Signalimpuls vorher nach rechts erfolgt ist. Die resultierene Phasendrehung kann man aber mit der entsprechenden Einstellung am AVR oder direkt am Sub einfacher haben. Wie gesagt ich würde mit einer neutralen Einstellung und reiner 2.1 Musikwiedergabe beginnen um eine gute Aufstellung zu finden. Was du bei der Aufstellung verkackst, läßt sich mit der Anpassung bzw Messautomatik des AVR nur schlecht bis gar nicht korrigieren. Wenn du die Aufstellung gut triffst, wird das Ergebnis der automatischen Einmessung hingegen mehr bringen. Falls die Einmessung dann den Klang verschlechtert, läßt du das ganze einfach weg oder versuchst dich am manuellen Setzen bestimmter Parameter.

Btw. noch ne Frage an den TE die hier durchaus wichtig wäre: Wie sind eigentlich die Raummaße? Die Dachschräge verkompliziert das ganze, ist unter akustischen Gesichtspunkten aber oft keine schlechte Sache. Die Raummodenverteilung ist evtl ausgweogener und vor allem in kleinen Räumen frequenzmässig nicht so tief. Und aus welchem Material ist die Dachschräge?
 
Guten Morgen,
Der Raum ist ca. 22 Quadratmeter groß
Die Schräge ist eine Holzverkleidung
 
Bischen genauer wäre nice. Also Länge, Breite, Höhe, Beginn der Dachshräge überm Boden und wie weit sie in die Decke rein reicht.
Ist die Decke massiv oder ebenfalls aus Holz oder Trockenbau?
 
der Raum ist Rechteckig
Die Seite wo der Fernseher steht ist 5 Meter lang , gegenüberliegend auch, an dieser Seite steht direkt an der Wand das Bett
und bei 3 Metern ist eine Türe

Die andren Seiten sind ca 4 Meter lang...

Die Schräge fängt bei 1,1 Meter (vom Boden aus) an und reicht ungefähr in ein Drittel des Raumes
Soweit ich weis, ist alles aus Holz.
 
druckluft schrieb:
die Phasenlage der Basslautsprecher wird im Verhältnis zum Subwoofer um 180° gedreht

Stimmt. Und das kann sich schon bemerkbar machen, wenn es nicht angepasst wird/ist.


druckluft schrieb:
Die Front Speaker zu tauschen wird nicht viel bringen, die Position der Bassabstrahlung des jeweiligen Lautsprechers verändert sich nur um wenige cm (ca. die Breite der LS), die Richtung ist komplett egal da sich der Schall in dem Frequenzbereich eh kugelförmig ausbreitet.

Da kann ich leider nicht zustimmen, aus zweierlei Gründen:
1. Das sind keine Subwoofer, sondern Tieftöner, es wird also auch ein Teil des Bereiches seitlich abgestrahlt, der gerichtet wirkt.
2. Ein reines Vertauschen der Speaker führt zu einer Abstandsvergrößerung von ca. 35-40cm, das ist nicht unerheblich. Hinzu kommt, dass die TT dann ca. 20cm näher an der Wand sind, was ebenfalls Auswirkungen hat.
Es ist also keineswegs egal, in welche Richtung die TT abstrahlen! ;)
 
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