druckluft
Bei der Trennung in Bezug auf die seitlichen Bässe geben ich dir Recht. Allerdings möchte ich auch (ich werfe jetzt nicht mit Zahlen herum) signalisieren, dass ich parallel auch diese Erfahrungen gemacht habe: Das verschieben, umstellen, einwickeln der Lautsprecher, kann durchaus einiges bringen, auch bei verhältnismäßig kleinen Veränderungen. Daher stimme ich Sound-Fuzzy nicht in seiner kompletten Ausführen zu, aber bei diesem Punkt: Umstellen ausprobieren.
Audyssey MultEQ XT und auch das MultEQ XT32 funktionieren in aller Regel recht gut. Selbsterklären werden die besten Ergebnisse nur mit einer günstigen Aufstellung und einer richtig durchgeführten Messung erzielt.
Die gravierendste Schwachstelle (aus meiner Sicht) habe ich bereits benannt. Bei Audyssey MultEQ XT kann man so gut wie nichts anpassen und auch was genau verändert wurde, ist nur sehr primitiv dargestellt, dass hat Mickey Mouse umschrieben.
Hier gilt es also sich auf Audyssey zu verlassen, eventuell noch eine andere Zielkurve testen, dann war´s das. Mein Bruder hat den Denon AVR-X2000 und unter seinen Bedingungen funktioniert das echt gut. Ich arbeite mit Acourate und das Werkzeug ist der Hammer.
Auch unter der Verwendung von MultEQ XT, lässt sich die Übertragungskurve durchaus linearisieren. Ziel des Raumkorrektursystems ist es, in tragbaren Aufstellungsszenarien den negativen Raumeinflüssen entgegenzuwirken. Eine elektronische Raumkorrektur ist kein Ersatz für eine gute Raumakustik, das ist richtig! Daher gilt ja erst eine günstige, die beste Position der LS zu finden, vor der Korrektur, dass wurde hier auch mehrfach aufgezeigt.
Aus dem bisherigen Kontext geht auch nicht hervor wo genau das Problem liegt. Ist der TE grundsätzlich unzufrieden, ist die Unzufriedenheit auf die Lautsprecher, die Aufstellung oder Audyssey zurückzuführen?
Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Hauptproblem:
Ohne Subwoofer hatte er Bass, mit Subwoofer keinen, einen unzureichenden. Phasenfehler am Hörplatz?
Fragen kostet nichts: sta_to wo steht am Subwoofer der Schalter für die Phase?
0 oder 180? bringt es was (am Hörplatz) wenn du diese Einstellung am Sub änderst?
Die Frontlautsprecher sind richtig angeschlossen? Polung überprüfen. (Fragen kostet nichts!)
Nochmal kurz zur einfachen erklären:
Ich nehme die reine Stereowiedergabe als Beispiel, der Einfachheit halber.
Wenn du jetzt keinen Subwoofer verwendest, sollten die Frontlautsprecher auf LARGE stehen.
Das bedeutet sie bekommen die komplette Bandbreite des Signals und geben genau das wieder was der Durchbruchsbereich eben hergibt. Es findet keine Bassumleitung statt.
Hast du jetzt einen Subwoofer, dann sollten die Frontlautsprecher auf SMALL stehen. SMALL heißt nun, das der komplette Bass unterhalb der gesetzten Trennfrequenz zum Subwoofer umgeleitet wird.
Ergo die Frontlautsprecher werden elektronisch vom Bass befreit, diese geben unterhalb der Trennfrequenz die Bässe nur sehr schwach bis gar nicht wieder. Die komplette Basswiedergabe übernimmt der Subwoofer.
Jetzt eine Basswiedergaben über die Frontlautsprecher zu erzwingen, ist nicht empfehlenswert! Wenn man beispielsweise bei 80Hz trennt, bekommt der Subwoofer alles unter 80Hz. 80Hz bedeuten hier für die Frontlautsprecher, dass sie elektronisch schon mit -3dB bei 80Hz begrenzt werden. Dann greift der entsprechende Filter mit 12dB/Oktave, dass heißt elektronisch -12dB bei 40Hz.
Beim Subwoofer ist das jetzt anders herum: Hier greift i.d.R. auch ein Filter aber meist mit 24dB/Oktave. Heißt also elektronisch -3dB bei 80Hz und -24dB bei 160Hz.
Die Frontlautsprecher bekommen eine(n) Hochpassfilter (Tiefensperre) - Englisch: low-cut oder high-pass filter
(Umgangssprachliche meist abgekürzt mit HPF und i.d.R meist nach Butterworth mit 12dB/Oktave ausgeführt.)
Der Subwoofer bekommt eine(n) Tiefpassfilter (Höhensperre) - Englisch: high-cut filter, low-pass-filter
(Umgangssprachliche meist abgekürzt mit LPF und i.d.R als L-R-Filter mit 24dB/Oktave ausgeführt.)
Ganz einfach aus der Theorie heruntergebrochen:
-3dB einspricht der halben Leistung, -12dB entspricht 1/16 der Leistung.
+3dB entspricht der doppelten Leistung, +12dB entspricht der 16-fachen Leistung.
Bei einer Trennung von 80Hz (12dB/Oktave) sehen die Tieftöner in deinen Boxen also 1/16 der Leistung, als-wie ohne Filter, bei 40Hz. Beispiel 10W bei 40Hz ohne Filter, 0,625W (10 durch 16) mit Filter.
24dB entsprechen rund der 250-fachen Leistung, beziehungsweise andersherum 1/250.
xHZ / xdB / Oktave
Frequenz / Pegelabfall in dB / pro Oktave = verdopplung oder Halbierung der Frequenz.
20Hz bis 20kHz = 10 Oktaven, nicht 20.