News Elektronische Patientenakte: Akzeptanz auch nach einem Jahr weiterhin gering

Stanzlinger schrieb:
Grundidee war gut, Umsetzung grottenschlecht - mit katastrophaler Kommunikation. Am Ende wird es nicht genutzt und verursacht nur Kosten . Daher einstampfen und in 5 Jahren neu probieren.
Nein, einfach lassen, solange der CCC nicht zu 100% die Entscheidungshoheit hat. Die hat uns Millionen Geldgeschenke gekostet und dient lediglich dem Weiterverkauf der Daten. Das muss man nicht "neu probieren" das kann nur schief gehen, wenn Unkündbare daran beteiligt sind.
 
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Ja, was eine Schande!
Da hängen die meisten Menschen Stundenlang am Handy und da kann doch bitte erwarten das man mind. 5 Stunden täglich seine Patientenakte anschaut.

Also mal ehrlich, was haben die erwartet?
Also ich habe kein Bedürfnis dazu und kenne auch niemanden der das hätte.
Wozu auch?
 
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Selbst wenn alles perfekt funktionieren würde und datenschutz-konform wäre, würden sich die Ärzte heutzutage eh keine Zeit nehmen die Akte durchzulesen :(
 
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Beschi schrieb:
Gabe Newell zu sagen (Inhaltsgemäß): Es ist ein Serviceproblem. Macht ein Produkt das die Leute gerne nutzen möchten.
Der Gabe, der physische Kopien gekillt hat und alle die CS und DoD weiter spielen wollte auf Steam gezwungen hat? Dieser Gabe?
 
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Ich habe bei meiner KK aktiv der ePA widersprochen.
Btw. arbeite ich bei einer Versicherung und bin mit im Team für die ePA Einführung mit IBM. Ich darf nicht viel sagen, aber der Spruch: I(ch) B(in) M(üll) trifft bei der verwendeten Software mehr als zu. Was da abgeht kann sich selbst der beste Comedian nicht ausdenken.
Da laufen Dienste bei AWS mit dynamischen IPs... Verklicker das mal den Firewall Kollegen...
Noch viel schlimmer ist, das es sich um Windows Software handelt.
 
Ich wollte damals im wesentlichen nur Lauterbach einen schlechten Start gönnen. Grundsätzlich finde ich die Idee der ePA gut. Da wir aktuell kerngesund bin und sehr selten zum Arzt gehe, bringt sie mir momentan ohnehin nichts. Da kann ich auch ein paar Jahre warten bis alle Probleme gelöst sind.
 
Kobe schrieb:
Als chronisch Kranker fand ich es eigentlich gut.
Ehrlich gesagt ist das der Grund für mich, in selbiger Ausgangslage die EPA zu verweigern. Wenn man einmal mit erlebt hat, was Ärzte sich so als Diagnosen ausdenken und in Berichte schreiben, dann will ich den Quatsch weder digital haben, noch sonst wie die Kontrolle über die Verbreitung abgeben.

Da schleppe ich lieber weiterhin zu jedem Termin eine ausgewählte Anzahl an Vorbefunden mit und kann selbst entscheiden, wer was über mich weiß 😬
 
Probleme müssen irgendwie regional begründet liegen.
Ich und meine ziemlich betagten Eltern haben dem zugestimmt.
Bei uns läuft das, auch hinsichtlich der Informationsweitergabe unter den Ärzten, ziemlich reibungsfrei … und wir hatten im vergangenen Jahr leider einige Runden durch Fachärzte rotiert und somit zu bewältigen.

Das Thema der Informationssicherheit indes weiß ich momentan dennoch zu beanstanden. Das sollte noch nachgebessert werden.
 
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mischaef schrieb:
Die Gründe für die hohe Ablehnung sind unterschiedlich gelagert: 75 Prozent der Befragten haben sich bislang noch nicht näher mit der ePA beschäftigt.
Typisch Deutschland. Keine Ahnung von der Thematik haben, aber trotzdem eine Meinung. Solche Ergebnisse sagen irgendwie mehr über die Befragten aus, als über die ePA.
Muss die Aussage zurückziehen. Die 75% sind tatsächlich laut Primärquelle keine Ablehnung, sondern einfach Nichtnutzung wegen fehlender Auseinandersetzung. Daher finde ich den Satz im Artikel mindestens irreführend.
 
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In anderen Ländern gibt's die EPA seit fast 10 Jahren, wer die EPA ablehnt soll sich bitte nicht über steigende Beiträge wundern, die Ärzte haben besseres zu tun als stundenlang auf analoger Form die Patientenakte anzufordern.

Auch dumm für z.B. Patienten mit Allergien, die im Notfall aufgrund fehlender EPA einen allergischen Schock erleiden, da sie auf Medikamente reagieren.

Bevor man sich über die Datensicherheit bzgl. EPA echauffiert sollte man sich fragen, warum man sich von Google und Apple komplett tracken und über WhatsApp alle Gespräche mitschneiden lässt. 🤣
 
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"doch weshalb auch die Sprechstundenhilfe des eigenen Zahnarztes auf eben diese Daten zugreifen kann, ist für viele nicht nachvollziehbar. 68 Prozent der Befragten wünschen sich daher, genau festlegen zu können, wer Zugriff auf die Daten erhält."

Und aus den anderen hier beschriebenen Gründen wohl zum Scheitern verurteilt.
Wie in vielen anderen Fällen auch verfügen die Entscheidungsträger nicht über die notwendige Kompetenz
für derartige Projekte.

Wäre doch spannend, wenn das mal jemand vom CCC übernehmen würde, und zunächst einmal die Voraussetzungen definieren würden, die eine ePA möglich machen könnten.
Bei uns in DE wird zuerst das Elektroauto entwickelt, bevor klar ist, wie man diese Autos betankt.
Auch so eine Erfolgsgeschichte.
 
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Die EPA ist aus Sicht der Politiker und der Wirtschaft ein voller Erfolg denn 91% der Bürger haben nicht widersprochen, insofern bekommt die Wirtschaft/Datenkraken die Daten von fast allen (91%) Bürgern ("Daten sind die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts" wie Merkel schon sagte [1]).

Ob die Bürger selbst davon einen Nutzen haben oder nicht ist Nebensache, darum ging es primär gar nicht.

[1] https://www.heise.de/news/Merkel-Daten-sind-Rohstoffe-des-21-Jahrhunderts-2867735.html
 
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aspro schrieb:
Typisch Deutschland
Ich hatte gestern in den Radionachrichten (ich glaube auf 90s90s), dass der Großteil (die ca. 70%) es zu kompliziert findet sich dort anzumelden und deshalb die Nutzung zu gering ist.

Jetzt haben wir hier schon drei verschiedene Varianten, warum der Großteil ablehnt. Bei meinem Beispiel saß ich im Auto und hatte plötzlich gemerkt, dass ich einen total trockenen Mund hatte, weil er vor Erstaunen offen stand.

Ich hab der Akte leider ebenfalls widersprochen, obwohl ich sie gerne nutzen würde.


craxity schrieb:
Was hat denn eine Smartwatch mit
Er spielt wohl darauf an, dass ja jeder Nutzer eh seine Daten in den Äther brüllt und man sich ja dann darüber nicht aufregen sollte.
 
Kein Wunder bei der Komplexität und den technischen Problemen, bis die ePA tatsächlich mal aktiviert ist und funktioniert. 3 Apps, 2 Ausweise und 2 postialische Freischaltpins und man hat es mit evtl. Glück geschafft, in die ePA zu kommen. Meist Abbruch wegen irgendwelcher technischer Probleme und tagelange Versuche, bis es irgendwann klappt. Alle paar Monate dann das Spiel von vorne. Ausweise Scannen, neue Pins festlegen, Identität muss neu festgestellt werden ... wieder zu 90% Abbruch mit Fehlern.

Bis hierhin sind schon mind. 75% der Leute überfordert. Hat man diese Hürden alle genommen, muss man auch erst mal wissen, jede Praxis dauerhaft manuell suchen und freischalten zu müssen. Kein Arzt oder MFA spricht einen darauf an.

Hat man auch diese Hürde genommen, bräuchte es dann auch noch eine Praxis, welche die Daten tatsächlich auch übermittelt. Auch das ist eher selten bis gar nicht der Fall, zumindest bei mir. Dass dies soweit ich weiß seit Oktober Pflicht ist, interessiert nicht wirklich jemanden.
 
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Spiczek schrieb:
seine Daten in den Äther brüllt
Aber die Daten sind doch nicht annähernd deckungsgleich. Ich verstehe nicht, wie man das gleichsetzen kann. Ich kann ja auch nicht sagen: "Du hast doch ein Profilbild bei LinkedIn, da kannst du doch auch Nacktbilder von dir veröffentlichen."
 
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Restart001 schrieb:
Gut informiert zu sein. Werde es weiterhin ablehnen.
Genau... Offensichtlich Online (vermutlich mit Windows PC), vermutlich auch Handy und andere Social-Media aktivitäten, evtl noch netflix-amazon-ebay-disney+-paramount...
Da muss die epa UNBEDINGT abgelehnt werden! >>>Datenschutz rules<<< :lol:
 
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aspro schrieb:
Typisch Deutschland. Keine Ahnung von der Thematik haben, aber trotzdem eine Meinung. Solche Ergebnisse sagen irgendwie mehr über die Befragten aus, als über die ePA.
Die Meinung holt man sich doch aus der Bild. Wofür braucht es da noch Kenntnis über irgendeine Thematik?
 
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