Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Ah, ok. So wird schon eher ein Schuh draus, ja.
Ich meine...wenn's stimmt, ok. Dann hat's halt overall weniger Emissionen. Aber wer kauft das dann schon? 🤪
Schon etwas cringe.
 
knoxxi schrieb:
Greenwashing kommt mir da eher in den Sinn. Groß mit mindestens 25% CO2 Einsparung werben und gaaannz klein auf die Produktion beschränken.
Bei Verbrennern wird es immer darauf hinauslaufen, dass der Ausstoß am Auto nicht groß beeinflusst werden kann, sondern nur durch Zumischung von Treibstoff, der bei der Herstellung CO2 bindet.

Das ist ja bei E5 und E10 auch schon die Idee, nur eine schreckliche Umsetzung, weil Energiepflanzen für Biogas oder eben Biosprit unglaublich ineffizient sind pro Fläche. Mit Solar auf der gleichen Fläche erzeugt man viel mehr Energie (auch in Deutschland) und könnte Kohlestrom ersetzen.

Energie aus Biomasse macht nur mit Bioabfällen Sinn. Extra dafür anzubauen ist ineffizient.

Die Frage ist jetzt, was Aral da beimischt.
 
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Solange nicht ersichtlich ist was genau hier als Maßstab genommen wird, im Vergleich zu was? Theoretisch sollte eine Reduktion des CO2 während der Produktion dem Konzern bereits Kosten reduzieren.
Evtl. sind die die CO2 Reduktionen auch nur durch Zertifikatskäufe entstanden.

Zu E5 und E10 meine ich mich zu erinnern das da ein Anteil von bis zu.... % Ethanol enthalten sein kann. Wieviel tatsächlich enthalten ist oder ob das einfach klassisches Super ist....
 
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Autokiller677 schrieb:
Bei Verbrennern wird es immer darauf hinauslaufen, dass der Ausstoß am Auto nicht groß beeinflusst werden kann, sondern nur durch Zumischung von Treibstoff, der bei der Herstellung CO2 bindet
Das ist mir bewusst. In einem Liter Benzin stecken halt nun Mal rund 2,3kg Co2 und ohne Abscheider/Binder kommen die halt hinten raus. Mir ging es darum das die den Werbeaufdruck mit den -25% hätten ehrlicher designen können.

Daten die ich gefunden habe, geben als Wert für WTT (Well to Tank) mit rund 700g CO2/L Benzin aus. Der Wert bis ins Auto (Aral gibt Well to Wheel an) wird etwas höher sein. Jede Einsparung ist hier sehr willkommen, das wollte ich auch gar nicht kritisieren.
Ergänzung ()

Buttkiss schrieb:
Theoretisch sollte eine Reduktion des CO2 während der Produktion dem Konzern bereits Kosten reduzieren.
In der Regel sind die dreckigsten Varianten die günstigsten.
 
Autokiller677 schrieb:
Mit Solar auf der gleichen Fläche erzeugt man viel mehr Energie
Und könnte darunter auch noch was anbauen (Agri-PV).
 
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Das habe ich mir gestern im Futurium in Berlin angeguckt 😁

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Mann müsste ja nicht alles zupflastern, aber so könnten die Flächen doppelt genutzt werden die sonnst nur Solar sind oder nur Anbau.

Finde die Technik auch nicht verkehrt wenn das über Autobahnen gebaut wird, ich glaube da gibt es noch viel ungenutze Möglichkeiten.
 
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Auch dieses Jahr werden wieder Kapazitäten in Höhe von 10.000MW Windenergie durch die Bundesnetzagentur ausgeschrieben, die erste Ausschreibung endet am 01.02.2024. Die Ausschreibungen im vergangenen Jahr waren ja nun mehr als erfolgreich, dementsprechend bin ich mal gespannt wie es dieses Jahr laufen wird. Darüber hinaus ist die BNetzA gesetzlich dazu berechtigt das Ausschreibungsvolumen um bis zu 30% zu erhöhen - wäre natürlich fantastisch.

Alleine in NRW sind rund 500 WKA in Planung bzw. Genehmigung, die in Wäldern entstehen sollen. Besonders interessant finde ich die dortige Herangehensweise. Durch das Waldsterben und den Klimawandel sind gigantische Flächen zerstört wurden und müssen nun dringend neu aufgeforstet werden. Mit den, durch die Windkraftanlagen erzielten Einnahmen, wollen die Waldbauern die Wiederaufforstung dieser Flächen finanzieren.

Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass die Ausbauziele der Photovoltaik auch dieses Jahr wieder massiv überschritten werden.
Eine schöne Aufbereitung der aktuellen Statistiken zum Ausbau von Windkraft und Photovoltaik bietet übrigens der NDR, sowie selbstverständlich die BNetzA.
 
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DJMadMax schrieb:

Allgemein:
Ich habe die exakten Hintergründe nicht genau verfolgt, möchte aber kurz meinen Eindruck dazu zusammenfassen:
  • Die Landwirte bekommen eine Auflage, mindestens 4% der Feldfläche (jeder Feldtyp?) als Grünstreifen bzw. Blumenstreifen einzurichten. Hierdurch entsteht bereits ein wirtschaftliches Einbußen von 4% im Jahresumsatz der Felderwirtschaft sowie zusätzliche Kosten für das Instandhalten und Pflegen des Grünstreifens.

hast du da ne Quelle?

Dauergrünland kenne ich anders:
https://www.agrarheute.com/pflanze/...enland-2023-bringen-altgrasstreifen-co-601458

@Mods:
sorry, hat sich wohl mit eurer Versenkung ins Aquarium überschnitten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Interessant, dass die Bauernproteste hier aus dem Thread herausgehalten werden sollen, weil sie, ich zitiere: "nur indirekt mit dem Klimawandel zu tun" haben sollen.

Ist euch klar, warum heute demonstriert wird? Unter anderem verzichten Landwirte mit Felderwirtschaft in Zukunft auf 4% Feldfläche / Feldertrag (EDIT: zzgl. geringe Subventionierung), weil diese mit Grünstreifen bzw. als Blumenstreifen bewirtschaftet werden müssen. KÖNNTE das eventuell einen klimatischen Hintergrund haben?
 
Zuletzt bearbeitet:
DJMadMax schrieb:
KÖNNTE das eventuell einen klimatischen Hintergrund haben?
Nicht wirklich. Der Klimawandel würde nicht diesen Verlust an Insekten mit sich bringen. Das liegt eher an Pestiziden und vor allem an fehlenden Wiesen mit Artenreichtum, was einerseits daran liegt, dass wir Menschen einfach sehr viel Fläche benötigen und andererseits die vorhandenen "Freiflächen" trotzdem bewirtschaften, indem z.B. Heu produziert wird.

Wenn ich eine Wildwiese ständig mähe, wachsen da auch keine tollen Wildblumen mehr drauf.

Der Klimawandel allein würde dennoch für Artenvielfalt sorgen. Dann eben andere Arten, die an das wärmere Klima angepasst sind.
 
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DJMadMax schrieb:
KÖNNTE das eventuell einen klimatischen Hintergrund haben?
Nein, denn Historisch betrachtet waren diese Grünflächen früher reichlich um die Felder verteilt. Erst in den letzten Jahren wurden diese Flächen so stark reduziert, dass sie nun wieder gesetzlich geregelt vergrößert werden sollen.

Gibt da ja 2 Möglichkeiten. Die Bauern (oder die Bewirtschafter) können aus wirtschaftlichen Gründen auch heute schon die Felder mit Grün und Baumstreifen auflockern, um so die Auswirkungen des Wandels abzumildern. Aber nein, lieber auf Vorschriuften warten, evtl kann man dann noch Schadenersatz/Ernteausfall mitnehmen.
 
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DJMadMax schrieb:
st euch klar, warum heute demonstriert wird? Unter anderem verzichten Landwirte mit Felderwirtschaft in Zukunft auf 4% Feldfläche / Feldertrag,
Das ist halt Unfug. Genau dafür bekommen sie spezielle subventionen/Entschädigungen.

Es ist sehr offensichtlich, dass du bei der Thematik kein fundiertes Wissen besitzt.
 
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Jede:r nimmt halt, was zu holen ist. Rein wirtschaftlich. Das ist - um den Bogen zur Energiewende zu bekommen - wie mit den Wärmepumpen. "Uralte" Technik, die schon seit langer Zeit hätte genutzt werden können. Aber da sie teurer war (bezogen auf Anschaffung) und niemand was zu verschenken hat, muss eben ein GEG her, was aber dann leider immer nur torpediert wird.

Hausgemachtes Problem aller Menschen. Da zähle ich mich selbst auch rein.
 
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@DJMadMax
ah ok das kannte ich noch nicht.
Wer aber sowieso diese Grünlandstreifen hatte kann die anrechnen lassen.
Das brachliegen lassen von Fläche wurde bisher freiwillig gemacht und gefördert.

Hintergrund ist eben das zwischen den Monokulturen auch Insekten noch irgendwo leben können - was dem Acker letztendlich zugute kommt. Ebenso muss nicht soviel gedüngt werden und der Boden erholt sich.

Das die wegen dieser einen Regelung protestieren glaube ich allerdings nicht. Seit diesem Jahr gibt es z.b. auch wieder höhere Förderungen für die ersten X Hektar fläche, also etwas was speziell die kleineren Betriebe besser stellt.
 
Samurai76 schrieb:
können aus wirtschaftlichen Gründen auch heute schon die Felder mit Grün und Baumstreifen auflockern,
Oder eine grüne Wiese kann durchaus beim unterbrechen der Fruchtfolge hilfreich sein, die man sich ans Bein gebunden hat. Es hilft der Natur und rekultiviert den Acker.
 
Erkekjetter schrieb:
Das ist halt Unfug. Genau dafür bekommen sie spezielle subventionen/Entschädigungen.

Es ist sehr offensichtlich, dass du bei der Thematik kein fundiertes Wissen besitzt.
Bitte sachlich bleiben.
Diese Prämie wird bis maximal 60 ha gewährt, für die ersten 40 ha liegt die Prämie bei 70 €/ha, für die folgenden 20 ha werden noch 40 €/ha gewährt.
Du kannst ja selbst mal ausrechnen, wie viel Geld du (netto, nach Lohn/Arbeitsmittelabzug) pro Hektar Bewirtschaftung bekommst. Auch davon wirst du zwar nicht reich, aber ich würde jede Wette eingehen, dass es deutlich mehr als 70 € oder gar nur 40 € sind. Ein Hektar sind 10.000 Quadratmeter, nur mal zur Info.

EDIT:
ca. 43 Tonnen Kartoffeln pro Hektar
ca. 8,4 Tonnen Mais pro Hektar
ca. 7,5 Tonnen Weizen pro Hektar
ca. 5,3 Tonnen Roggen pro Hektar
ca. 4 Tonnen Raps pro Hektar
 
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Deine aussage war aber 4% Fläche = 4% weniger Einnahmen. Das ist ganz klar falsch. Und natürlich bekommt man erheblich weniger pro Hektar als wenn du es bewirtschaften würdest. Es steht aber 0 Arbeit, 0 Ausfallrisiko und 0 Mitteleinsatz dahinter. Du kannst nicht einfach den 70€ den Umsatz dieser Fläche gegenüberstellen. Das ist sprichwörtlich Geld fürs nichts tun.

Lass es doch bitte einfach. Falscher Thread und dein Wissen ist für eine fundierte Diskussion schlicht nicht tragfähig genug. Das ist eine völlig sachliche, weil belegte, Aussage…
 
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Erkekjetter schrieb:
Falscher Thread und dein Wissen ist für eine fundierte Diskussion schlicht nicht tragfähig genug.
Ich wusste lediglich nicht, dass der Flächenausfall subventioniert wird - wenngleich mit einem lächerlich niedrigen Betrag. Die Aussage korrigiere ich daher gerne (EDIT: Gerade weiter oben getan, Info hinzugefügt). Man kann übrigens nicht zu jedem Sachverhalt alles wissen, schon dreimal nicht, wenn man nicht im Kern in diesem Thema unterwegs ist (sei es beruflich oder privat) - das trifft auch auf dich zu.

Dies jedoch als Grund zu nehmen, um Leute aus Diskussionen auszusperren, zeugt auch von einer gewissen Inkompetenz, um den Ball mal zurückzugeben. Man kann sich auch gegenseitig mit Wissen anreichern, auch innerhalb einer Diskussion.

Aber ja, scheinbar ist das der falsche Thread - ich bin raus.
 
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