Entwicklungsrechner

pelumu

Cadet 2nd Year
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Jan. 2015
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Hallo,

Für meinen Job möchte ich mir einen neuen Rechner zusammenstellen. Ich benötige ihn für die Softwareentwicklung mit der Kompilierung von riesigen Projekten sowie für Analysen und Berechnungen von sehr großen Datenbanken. Je nach Situation benötige ich möglichst viel Prozessorleistung oder extrem schnelle Plattenzugriffe. Bei den Plattenzugriffen handelt es sich um das Lesen und Schreiben von jeweils kleinen Datenpaketen in und aus Datenbanken bzw. das Lesen und Schreiben von kleinen Quellcode und Objekt-Dateien. Da ich oft mit mehreren virtuellen Maschinen parallel arbeiten muss, benötige auch entsprechend Speicher. Angeschlossen sollen 2 Monitore mit einer Auflösung von 1920x1200 und DVI, VGA und DisplayPort werden.
Das Budget ist eher zweitrangig, da mir die zu erzielende Zeitersparnis und das nervige Warten auf Berechnungen wichtiger ist.
Peripherie ist komplett vorhanden und soll weiter verwendet werden.
Den Rechner würde ich wie bisher immer selbst zusammenbauen.
Aus meinem alten Rechner sollen keine Komponenten übernommen werden.
Betrieben soll der Rechner mit Windows 8.1 und später mit Windows 10 werden. Betriebssystem ist vorhanden.
Speicherplatz wird mindestens 1,5 TB benötigt. Der gesamte Speicherplatz muss möglichst schnell sein, also kein Datengrab.
Übertaktet soll der Rechner nicht werden.
Ich lege viel Wert auf einen möglichst leisen Rechner. Er sollte daher eine gute Lüftersteuerung haben. Denke ich zumindest.

Was ich mir bisher überlegt habe:
i7-4790k
Asus Maximus VII Hero
16 GB DDR3 2400
HD: Ich benötige mindestens 1,5 TB: 512 GB M.2 und 1 TB SSD oder 2 x 1 TB SSD im RAID-Verbund

Wäre schön, wenn ihr mir bei der Suche weiter helfen könntet.

Viele Grüße
Peter
 
Würde ein günstigeres Board nehmen, das ASUS ist einfach überteuert. In deinem Falle reicht auch ein H97 Board für 100€. Wenn du nicht übertakten willst brauchst du außerdem keine K-CPU. Als Prozessorkühler würde ich den bequiet DarkRock Pro3 empfehlen.

Der Rest ist in Ordnung. Beim Speicher musst du halt selbst wissen, wie viel du benötigst. Als Gehäuse würde ich das bequiet! Silent Base 800 empfehlen.

Wie viel Grafikleistung brauchst du eigentlich?
Reicht dir die Grafikeinheit des Prozessors?
 
Grafikleistung benötige ich nicht viel. Daher habe ich an ein Board mit DVI und HDMI gedacht und nutze dann nur die Onboard-Grafik.
Bezüglich Prozessor habe ich gelesen, dass der 4790k durch seinen Aufbau und die 400 MHz höhere Taktrate um einiges schneller sein soll als die Prozessoren ohne K.
Ergänzung ()

Bezüglich Mainboard bin ich bisher beim Asus gelandet, da sie die beste Lüftersteuerung haben sollen. Bei meinem jetzigen Asus funktioniert tatsächlich recht gut.
 
wäre für sowas nicht ein xeon besser?
und auf jedenfall ein H97 board nehmen .
 
Wenn du extrem viel Leistung willst bestünde auch die Möglichkeit auf den Sockel 2011-3 zu wechseln. Da gibt es dann die wirklichen High-End 6 und 8 Kern Prozessoren.
 
Hallo Peter,

klingt nach einem klassischen Fall für eine Workstation. Gerade in Firmen ist dies ggü. "Bastellösungen" vorzuziehen, aus Gründen der Stabilität, Zertifizierungen, Ersatzteilverfügbarkeit und Wartbarkeit. Gerade wenn bereits Hardware im Unternehmen vorhanden ist, sehen es viele Admins eher ungern, wenn da jemand aus der Norm fällt.

Für Dell sind das die Precision Workstations.
Für Lenovo sind es die ThinkStations.
Für HP gibt es die Z-* Workstations.
 
Solange du die 16 GB aus 2x8 bildest isses okay, sonst würde mir die Möglichkeit fehlen auf 32 GB hoch zu gehen was bei Virtualisierung durchaus interessant werden kann.

Je nachdem wieviele Systeme du laufen hast kannst du auch über ein 2011er Board nachdenken und dann den i7 Hexa oder einen Xeon :)

Die Datenanforderung ist ordentlich, da bleiben dir wirklich nur 1 TB SSDs, je nach Datenwichtigkeit dann sogar im Raid 10 (also 4 Platten :D), Raid 0 is halt son bissel all-in :evillol:

Kühler geben sich die großen Brocken nicht viel und sind alle lautlos, ich nehm immer den aktuellen Mugen, das wäre dann mittlerweile der 4er

Gehäuse das Fractal Define R4 und dann hast du auch keine Probleme mit Lautstärke, vor allem ohne GPU hörst du den tagsüber gar nicht und nachts nur wenn keine Autos fahren :)

Update:
Zu langsam getippt, ist ziemlich alles schon gesagt worden :)
 
Wenns ein Arbeits Pc handelt wurde ich zwecks Support ein fertigen PC von Dell, HP, Fujitsu nehmen .

Wenn es doch ein selbstzusammengebauter Pc sein soll:

Warum ein überteuertes Pseudo Gaming Schrott Board? Für ein paar weniger gibts sogar bessere Boards.
Übertakten würde ich zwecks Stabilität nicht durchführen, statt den i7 nimmst du besser ein Xeon 1231v3.

P.s: der i7 ist mit den 400 MHz kaum schneller als ein standard i7, auf die 5 % Mehrleistung kann man verzichten.
 
zum gehäuse; R4 ist ok aber warum nicht gleich zum R5?
 
Grundsätzlich hast du noch die Möglichkeiten, auf eine Dual oder gar Quad-CPU Workstation hochzugehen. Sofern die Prozesse gut Parallelisieren, bringt das nochmal massive Leistungsgewinne.

Die Frage ist, ob das a) finanziell möglich ist und b) deine Software das kann. Ach, und c) auf das Lizenzmodell der Software achten. Am Ende lizensieren die pro Sockel und du zahlst plötzlich 4x soviel an Lizenzgebühren.
 
pelumu schrieb:
Ergänzung ()

Bezüglich Mainboard bin ich bisher beim Asus gelandet, da sie die beste Lüftersteuerung haben sollen. Bei meinem jetzigen Asus funktioniert tatsächlich recht gut.

Wenn die Displays DVI und DisplayPort haben, würde ich mir auch ein Board mit der Ausstattung holen. DP hätte außerdem den Vorteil, dass man ev. später auch ein Display mit UHD-Auflösung betreiben könnte.
 
pupsi11 schrieb:
zum gehäuse; R4 ist ok aber warum nicht gleich zum R5?

Mein Fehler, dachte das R4 wäre das neuste - ich muss mal wieder nen schönen PC bauen :D

Ich meinte das aktuellste, letztens erst hier die Review gelesen und freu mich jedesmal wie Dinge verbessert wurden die mich am Vorgänger etwas geärgert haben.
 
Beim Gehäuse dachte ich die Entscheidung wäre leicht und ich nehme das R5. Nun musste ich aber feststellen, dass es so breit ist, dass in dem Schrank, in den es rein muss rechts und links jeweils nur 7 mm Platz bleiben. Meint ihr das reicht aus?

Bezüglich Prozessor und Board bin ich auf das Asus Z97 Deluxe gestoßen, das gleich zwei DisplayPorts an Bord hat. Da meine bisherigen Monitore auch DisplayPort unterstützen würde ich mir in Zukunft den Wechsel auf 4K-Monitore ohne jegliche Änderung am Rechner offen halten. Das hätte zur Folge, dass der Xeon an dieser Stelle ausscheiden würde, was ich nicht als dramatisch ansehe.

Was meint ihr dazu? Habe ich vergessen irgend etwas zu bedenken? Kostet mir die Nutzung der GPU des i7 viel sonstige Rechenleistung?
 
Hallo und willkommen im Forum.

Sag' uns doch mal, welche Software (Kompiler, Datenbanken, VM Software...) zum Einsatz kommen.

Das hätte zur Folge, dass der Xeon an dieser Stelle ausscheiden würde,

Du kannst einen Xeon auch auf einem Z97 Board betreiben, schau mal in die Kompatibilitätsliste und die Xeons mit 5 oder 6 am Ende haben auch eine iGPU. Preislich ist der Abstand zum 4790K eher gering, aber je nach Software kann ein Xeon doch Vorteile haben.
 
Als Standardsoftware kommen die verschiedensten Versionen von MS Visual Studio, VisualFoxPro, MS-SQL-Server, Oracle SQL-Server, verschiedene Eigenentwicklungen in C++ und C# die exzessiv mit den genannten Datenbanken arbeiten, MS Office und AmiBroker mit komplexen, zu berechnenden Handelssystemen. Virtualisierer ist derzeit VMware 11 und künftig ggf. auch Hyper-V.

Das mit der iGPU im Xeon wusste ich nicht. Vielen Dank für die Info.

Wie ist das mit der iGPU im Prozessor. Kostet die viel CPU-Leistung im Vergleich zu der Variante, dass man Grafikkarten auf dem Mainboard verwendet? Vermutlich bremst nur die Speichernutzung der iGPU. Oder?
 
In der Theorie ja, aber in der praxis merkt man den Leistungsschwund wohl kaum.

Entweder du gehst auf 1150 mit einem Xeon oder auf 2011-E3 sofern du die extra zwei Kerne für VM's und Software brauchen kannst.

Hier mal ein Vorschlag für brachiale Leistung und Schreibgeschwindigkeit:
http://geizhals.de/eu/?cat=WL-510734

Die 850 Pro ist die wohl die beste SSD auf dem Markt, Modern, Schnell, 10 Jahre garantie und hat MLC-Speicher.
Im Raid 0 fliegen dir die Dinger davon. Falls günstiger eventuell die Crucial 550 oder MX/BX-Serie mit MLC-Flash nehmen.

Die Konfig ist, wie ich zugeben muss, auf Luxus, Leistung und Qualität getrimmt.
Einsparen ließe sich hier und da immer etwas.

Der 5820K ist unwesentlich teurer als der 4790k, hat allerdings 6Kerne und ist in Anwendungen (sofern diese 6kerne/12Threads unterstützt) deutlich schneller.

Grafikkarte ist die günstigste von 2014 gelistete Grafikkarte mit zwei Display Ports.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Rechnervorschlag ist richtig Spitze. Jedoch mache ich mir Gedanken, ob das nicht teilweise doch zu hoch gegriffen ist und ich mit dem Geld doch etwas anderes mache. (Obwohl, wir sollen ja die Wirtschaft ankurbeln :-) )

Bevor ich weiter entscheide, möchte ich erst mal die Flaschenhälse in meinem jetzigen System erkunden. Könnt ihr mit ein Tool empfehlen, mit dem ich das am besten heraus finden kann. Reicht das der PerfMon? Sehe ich da auch, ob z.B. der Speicher ein Flaschenhals ist?
 
Taskmanager ?

für

CPU Leistung / RAM
Ergänzung ()

sieht dann so aus :
 

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  • RAM im IDLE mit Win 7.PNG
    RAM im IDLE mit Win 7.PNG
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Taskmanager ist schon richtig für die CPU -Auslastung und den Speicherverbrauch.
Was mich aber auch interessiert ist z.B. Wenn ein Programm läuft und die CPU nicht voll auslastet an was es liegt. Bremst der Speicher oder die Platte.
 
Bevor ich weiter entscheide, möchte ich erst mal die Flaschenhälse in meinem jetzigen System erkunden.

Das ist eine sehr weise Entscheidung. Kannst du uns dein jetziges System einmal posten auch wenn du nichts übernehmen möchtest. Dann bekommen wir einen besseren Einblick, was du so im Alltag brauchst.

Taskmanager ist schon richtig für die CPU -Auslastung

Geh' bitte im Taskmanager auf den Reiter Leistung und klick auf den Resourcenmanager. Dort siehst du jeden einzelnen Thread, vielleicht benutzen deine Programme ja nur einen, dann brauchst du für die neue eine hohe MHz-Zahl.

Bremst der Speicher oder die Platte.

Zugriffszeiten für RAM misst man in Nanosekunden, für Festplatten in Millisekunden, also immer die HDD.

Datenbanken leben von hohen IOPS-Zugriffen, ich habe hier etwas gefunden, wo mit du das messen kannst, habe es aber selber noch nie getestet.

SSDs werden dir hier einen großen Performanceschub geben.
 
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