Erdähnlicher Planet entdeckt: Gliese 581g

@Styx: das ist nach internationalem recht geregelt.

mich würde mal interessieren, wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, einen ähnlich "günstig" gelegenen planeten näher an der erde zu finden. 581g dürfte wohl außer reichweite der menschen liegen. wie schon einige hier sagten, liegt die eigentliche sensation darin, dass seine entdeckung die einschätzung der anzahl solcher planeten jetzt deutlich höher geschätzt wird.

die lage allein und das vorhanden sein von wasser würde ja reichen, um ihn durch menschen kolonialisieren zu können. wenn er dann eine atmosphäre bieten würde, wären die vorraussetzungen nochmal ungleich besser (ansonsten müsste man sich auf geschlossene stationen beschränken wegen luft aber auch wegen strahlung)
 
@ Lübke:

Obwohl sich mit der Entdeckung von Gliese 581g - zumindest nach Auffassung einiger Wissenschafter - die Wahrscheinlichkeit, potentiell habitable Planeten im All zu finden, drastisch erhöht hat, halte ich eine Entdeckung eines uns näher liegenden habitablen Planeten für eher unwahrscheinlich.

Denn mit lediglich 20 Lichtjahren ist Gliese quasi ein direkter Nachbar (in kosmischen Maßstäben).

Ausgeschlossen ist solch eine Entdeckung aber freilich nicht. Hoffen wir mal das Beste... .

MfG,
Dominion.
 
naja selbst bei lichtgeschwindigkeit, die nach allgemeiner meinung unserer physiker das physikalische maximum darstellen soll (ich bin davon nicht überzeugt), würde eine reise zu dem planeten damit min 20 jahre dauern (ein weg!). für reisen und güterverkehr ist das zu lang.

ich hoffe ja immernoch, dass noch zu meinen lebzeiten reisen auf andere planeten mit befestigten stationen realisiert werden. aber das erfordert eine völlig neue antriebstechnologie und vor allem kürzere distanzen, damit die wissenschaftler, die eine expedition zu dem zielplaneten starten, auch noch ihr ende miterleben ;)
 
Dominion liegt da schon ganz richtig Lübke. So riesig ist die Auswahl an erdnäheren Sternen nun wirklich nicht mehr. Was nicht bedeutet, dass durch feinere Detektionsverfahren Sensationsfunde gelingen.
 
Vielleicht sollten wir die Sache einfach von der anderen Seite betrachten.

Dadurch das es viel mehr Planeten gibt auf denen Leben möglich ist, steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit das es mehr höherentwickelte Zivilisationen auf anderen Planeten gibt. Und wenn unsere Technologie noch nicht ausreicht um dorthin zu gelangen heißt das noch lange nicht das die anderen nicht zu uns kommen könnten.

Was angeblich schon längst geschehen ist. :D
Da aber eine höher entwickelte Zivilisation es in der Regel vermeidet eine weniger entwickelte Zivilisation in ihrer Entwicklung zu stark zu beeinflussen geschieht das meist im Verborgenen.
 
Hier sind ja so viele davon überzeugt, dass sich irgendwas ganz sicher schneller als das Licht äußern kann. Komischerweise hat man bislang noch überhaupt nichts gefunden, was sich schneller als Licht bewegt oder äußert. Überlegt euch mal folgendes:
Eigentlich kann man bei der Größe des Universums davon ausgehen, dass es praktisch unendlich viele Planeten mit Leben gibt. Auch wenn Gliese 581 aller wahrscheinlichkeit nach nicht dazu gehört.
Dementsprechend gibst ganz sicher auch sehr viel weiter entwickelte Lebensformen, die sich durch zufall bereits viel früher entwickelt haben. Wenn man sich jetzt vorstellt, wieviele Lebensformen es zur Intelligenz geschafft haben, und das ganz sicher bereits Millionen oder gar Milliarden Jahre vor uns. Demnach müssten die anderen teils über unvorstellbare Technologien verfügen. Das was physikalisch machbar ist, hat also ganz sicher schon irgendeine Lebensform umgesetzt. Man betrachte nur mal die exponentiell beschleunigte Entwicklung in unserer Zivilisation.
Zurück zur Fragestellung bzgl. der Lichtgeschwindigkeit: Warum man nicht schneller als das Licht reisen kann? Weil dann längst jemand hier gewesen wäre, ist doch klar! :daumen:
 
Welchen Anreiz hätte eine so hoch entwickelte Zivilisation uns Primitivlinge zu besuchen?
Wenn man über das Wissen verfügt, dass es im Weltraum nur so von Leben wimmelt, warum sollte man solche Strecken zurücklegen um "Affen" zu beobachten (die es demnach oft genug auch woanders gibt)? Würden wir doch auch nicht tun, außer es sind die ersten, die man entdeckt.

Man hat zwar noch nichts entdeckt, was schneller als das Licht ist, man weiss aber auch nicht ob Tachyonen nicht existieren.
 
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hier sind ja eher nicht so die physiker :D
e=mc², deswegen kann man nicht schneller als Licht sein.
die Masse wird mehr und somit müsste auch mehr energie umgesetzt werden, aber man hat keine unendliche Energiequelle.

Dennoch ist es möglich etwas annähernd mit Lichtgeschwindigkeit zu bewegen, die Teilchen in Cern bewegen sich mit 99,995% Lichtgeschwindigkeit.
Irgendwann sind wir in der lage nicht nur kleinste Teilchen so schnell zu beschleunigen, sondern auch größere Körper, das ist keine Frage. Denket mal an die Anfänge in der Elektrizität und wie weit wir heute sind. Ausprobieren und im Großen Maßstab umsetzen ist meiner Meinung nach die beste Idee. (Soll jetzt nicht heißen dass wir uns schon mal alle Raumanzüge kaufen sollen ;) )
MfG
Damon

@Styx: Selbst diese "Über-Wesen" müssen mal auf unserem Niveau gewesen sein. Mit Erklärungen dafür welche Gründe diese Wesen hätten könnte ich dutzende Bücher Füllen :D
 
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Um LG zu realisieren muss es erst gelingen die Integrität komplexer Strukturen zu stabilisieren.
Die Idee eines Kraftfeldes dessen Inhalt einen eigenen Kosmos bildet find ich ganz gut.
Wir werden bestimmt schon lange beobachtet.

(könnt den Finger in der Nase lassen, die sehen das schon die ganze Zeit :D )
 
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Naja, diese sichtweise finde ich aber zu negativ.
Die Menschheit immer nur als "Affen" darzustellen wird ihr nicht gerecht. Vorallem, weil dass nur aus unserer gewohnten Sichtweise stattfindet. Für andere Zivilisationen sind wir sicher genauso interessant wie sie für uns.

Und ob etwas nun primitiv war oder nicht hat unser Interesse daran ja auch nie geschmälert.
 
warum noch keiner hier war (nein in area 51 gibt es keine aliens :D) ist imho leicht zu erklären:
ich hab ja schon geschrieben, dass die atmosphärischen verhältnisse auf der erde die denkbar ungünstigsten für leben sind. demnach wären sicher deutlich über 99% aller lebensformen nicht in der lage, auf der erde zu überleben und keiner würde so einen lebensfeindlichen planeten suchen.

des weiteren kommt die tatsache hinzu, dass alles in der "nähe" unserer galaxis auch ähnlich alt ist. selbst wenn das universum unendlich wäre (ist es vermutlich nicht, gibt diverse größenschätzungen und nach urknalltheorie wäre es auch physikalisch unmöglich, da es sich erst nach unendlicher zeit auch unendlich ausgebreitet haben könnte ;) ). wären in den galaxien dieses teils des universums keine sehr viel älteren lebensformen vorhanden.
und wie ich ja schon geschrieben habe, bewegen und entwickeln wir uns durch den energielieferant sauerstoff mit sicherheit um ein vielfaches schneller als andere lebensformen. zudem kommt durch unsere extrem kurze lebensspanne ein enormer evolutionsfortschritt. ich denke, dass selbst 1000 mal ältere lebensformen nicht unseren entwicklungsstand erreicht haben können, außer sie beruhen auch auf einer sauerstoff-lebensform.

und dann kommt dazu, dass es schlicht unmöglich ist, von einer kugel ausgehend jede richtung im universum flächendeckend beobachten zu können. zwei strahlen, die auf der erdoberfläche innerhalb eines millimeters liegen, sind in der nachbar milchstraße schon tausende von lichtjahren auseinander. alles was dazwischen liegen würde, würde dem sensor oder was auch immer entgehen. und das wären ganze sonnensysteme... von einzelnen planeten mal ganz zu schweigen^^
 
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Naja indem wir nicht so naiv und arrogant sind uns selbst als vollkommen zu heißen, zeigen wir in gewisser Weise ja auch Intelligenz, wir haben uns gedanken über unser Dasein im Universum gemacht, sind uns unserer Lage bewusst etc pp, allerdings den "Modernen Menschen" (nein nicht der der mit PDA auf Facebook surft und Starbucks-Kaffee trinkt, sondern ein Mensch unseres Zeitalters) als "Affen" hinzustellen finde ich auch ziemlich überzogen. Wir sind schon was bedeutendes, ich bin sicher es gab im Universum schon Zivilisationen die haben es nicht so weit geschafft wie wir :D (erinnere mich grad an "Per Anhalter durch die Galaxis", die Bevölkerung die das Deo noch vor dem Rad erfand :D )
Ist denke ich auch meistens nicht so gemeint uns als "primitive" Affen dazustellen, aber es hat sich irgendwie so eingebürgert (Zivilisation die zu uns reisen kann -> besser als wir im Moment -> Wir = Affen :P )

So schnell kann sich ein Wissenschaftlicher Thread zum Thema Philosophie bewegen

MfG
Damon
 
du kannst unseren entwicklungsstand gar nicht einschätzen, weil du gar keinen maaßstab hast ;)

vllt gibt es viel höhere entwicklungsstufen, nur wir können sie uns nicht vorstellen, da wir nichts dergleichen kennen. psi-kräfte und göttlichkeit vllt noch, aber das wars dann auch schon.
wie gesagt, ende des 18. jahrhunderts (glaub mit erfindung der dampfmaschine) meinte eine wichtige person, dass alles, was erfunden werden kann, schon erfunden wurde und es nicht mehr zu erfinden gibt. heute wissen wir, die waren technisch näher an den höhlenmenschen als an uns. :D
 
Nossi schrieb:
Naja, diese sichtweise finde ich aber zu negativ.
Die Menschheit immer nur als "Affen" darzustellen wird ihr nicht gerecht. Vorallem, weil dass nur aus unserer gewohnten Sichtweise stattfindet. Für andere Zivilisationen sind wir sicher genauso interessant wie sie für uns.

Und ob etwas nun primitiv war oder nicht hat unser Interesse daran ja auch nie geschmälert.

Vergleicht man die "Über-Wesen", wie DaMoN1993 sie genannt hat, mit uns dann kann man denke ich schon sagen, dass ihr technischer Forstschritt verglichen mit unserem im selben Verhältnis steht wie unser technischer Stand verglichen mit dem der Affen (oder meinetwegen Steinzeitmenschen). Ich will den Menschen mit dem Begriff "Affen" nicht als dumm darstellen (Affen sind meiner Meinung nach sogar sehr intelligent), ich bezog mich auf den technischen Stand. Wir sind quasi nichts Besonderes - unter der Voraussetzung das Leben was ganz "normales" ist im Universum.

Wenn man weiss, was sich so alles im Weltraum befindet, wird es denke ich mal irgendwann langweilig wegen einem Planeten unter Millionen ähnlicher Planeten so einen Aufwand zu betreiben. Was wird da schon zu holen sein? Neues Wissen? Wohl kaum.
 
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@ DaMoN1993:

Glaubt man der Theorie der Raumkrümmung, dann ist das Erreichen von Überlichtgeschwindigkeit gar nicht nötig, um im Ergebnis mit Überlichtgeschwindigkeit zu reisen. Ich darf mich ausnahmsweise mal selbst zitieren ;):

[...] Rein theoretisch könnte die Physik dennoch "ausgetrickst" werden: Durch die Verkürzung der Strecke. Also die Technologie, den Raum zu krümmen.

Oder plastisch formuliert: Man zeichnet auf ein 2-dimensionales DinA4-Blatt zwei Punkte ein, einen (A) links und einen (B) rechts auf dem Blatt. Was ist die kürzeste Strecke, um von (A) nach (B) zu gelangen?
Genau, nicht die Gerade, sondern wenn man das Blatt Papier so klappt, dass Punkt (A) und Punkt (B) nahezu auf einem Punkt liegen. Dazwischen kann man das Blatt Papier theoretisch unendlich oft hin- und herfalten. Das ist das Prinzip temporärer Raumkrümmung. [...]


Noch genialer wäre freilich die Erfindung eines Subraumantriebes (sofern es denn so etwas wie den Subraum überhaupt gibt), mit welchem man theoretisch unendliche Strecken quasi ohne jeden Zeitverlust zurücklegen könnte, da man sich effektiv nur wenige Meter fortbewegt. Auch hier wäre ein Erreichen von Lichtgeschwindigkeit nicht vonnöten.


MfG,
Dominion.
 
dann ist der Begriff "mit Überlichtgeschwindigkeit Reisen" aber etwas sehr gedehnt finde ich, für mich wäre das "Reisen mit Relativer Überlichtgeschwindigkeit zwischen 2 Absoluten Punkten"... Überlichtgeschwindigkeit erreicht man ja nicht, man nutzt "nur" die Raumkrümmung um eine "Abkürzung" zu nehmen.

Unseren Wissensstand kann ich schon beurteilen, nur nicht in Abhängigkeit zu Wissensständen anderer Lebensformen im All.
Ich weiß zum beispiel dass wir um einiges weiter sind als bei der Entdeckung der Elektrizität, weiter als im Mittelalter (wobei es unfair ist sich mit dieser Epoche zu vergleichen, die durften schlichtweg nicht über den Tellerrand schauen), und wir werden stetig neue Dinge Erfinden oder Entdecken, kosmisch gesehen gibt es die Menschen auch noch nicht sehr lange nehme ich an (leider habe ich jetzt kein Durchscnittsmaß wie lang so eine Zivilisation existiert :D ), aber wenn heute ein "Alien" hier landen würde, wüssten wir 100% dass sie "weiter" sind als wir, wir haben einfach noch keinen realisierbaren Weg so weit zu reisen. Und da liegt der Zusammenhang nahe dass sie auch intelligenter sind / mehr wissen.

wie gesagt da können ganze bücher mit bruchteilen so einer Überlegung gefüllt werden :D

MfG
Damon
 
Lübke schrieb:
... bei lichtgeschwindigkeit, die nach allgemeiner meinung unserer physiker das physikalische maximum darstellen soll (ich bin davon nicht überzeugt)...

grenzen sind zum überwinden da, definitionen werde tagtäglich erneuert, wir werden beizeiten in einem StarTrek leben. mit sicherheit :D

http://www.helmut-hille.de/lt7.html

Eine (Ionen-)Rakete mit genügend langer Brenndauer kann, einmal auf die Umlaufbahn gebracht, selbst bei geringer Beschleunigung im Laufe der Zeit jede Geschwindigkeit erreichen. Auch eine vielfache Lichtgeschwindigkeit, weil die Geschwindigkeit nicht für die Rakete sondern nur für den Beobachter existiert, indem er eine Beziehung zwischen der Rakete und einem von ihm als solchen angesehenen Nullpunkt herstellt. Der heutige Mensch ist für die Weltraumfahrt geistig nicht gerüstet, weil er jede Aktion und Geschwindigkeit nur in Bezug auf sich bzw. die Erde zu denken vermag. Das ist ein trauriges Beispiel dafür, wie schwer es Menschen fällt, über sich hinaus zu denken und losgelöst von ihrer irdischen Situation zu argumentieren.
 
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