Eure Lieblings-TV Serien

hotzenplot schrieb:
  • das Elben keine Menschen sind
  • Elben haben spitze und blattförmige Ohren
  • Elben unterscheiden sich einzig nach Gruppen/kulturell
  • Elben haben keine Ethnie
Sind diese Aussagen Wort und Sinngemäße Übersetzungen aus Tolkiens Niederschriften?

Halt, Stop, nicht zum Schrein laufen und in der Englischen Erstausgabe nachschlagen wie der exakte Wortlaut ist und in einem gleichaltrigen Oxford dictionary nachschlagen wie man das zu interpretieren hat.

Ich will da keine Antwort darauf. Obige Frage ist lediglich die logische Fortführung dieser Diskussion. Das soll euch nur mal darauf stoßen dass man sich in dieser Diskussion auf Details verrennt die absolut nebensächlich sind. Die Ringe der Macht soll Unterhaltung sein und kein Silmarillon das selbst Fans mitunter für schwere Kost halten. Oder möchtet Ihr euch zukünftig damit auseinandersetzen, ob wenigstens die Zeichensetzung in der Elbischen Schrift korrekt wiedergegeben wurde?

Und nun, falls es euch beliebt, vierteilt mich.

An die Moderation: Wäre es nicht sinnvoll diese Diskussion in ein eigenes "Die Ringe der Macht" Thema auszulagern?
 
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Abe81 schrieb:
Aber dieses Brimborium um Rassenforschungin Mittelerde und die Besetzung von Rollen mit falscher Hautfarbe ist nun wirklich mehr als albern und man begibt sich in das Fahrwassser rassistischer Motive, aus dem man sich schleunigst hinauspaddeln sollte, wenn es einem nur um das Werk geht.
Und ich hatte fast die "Hoffnung" das in diesem Thread die Rassismuskeule stecken bleibt und damit die Vergiftung der Debatte ein wenig, weniger wird.

FrankenDoM schrieb:
Du bist, wie immer, Deiner Zeit voraus, wir sind erst bei Folge 3. Aber ja, tatsächlich. Leider hat der Hirsch dem Lennisterclown und am Besten Viserys gleich mit, nicht die Hörner in den Wannst getrieben.
Der Lauf war wieder so ein "oh man" Moment...
Also der 'Chuck Norris" Moment von Daemon war mir auch etwas...zuviel des Guten, das hätte man wirklich sinnvoller lösen können. Ansonsten ist Folge 3 eine schlichte Kontinuität mit vielen GoT Verweisen, fand ich allgemein jetzt weder besonders gut noch besonders schlecht.
 
@The_waron
Seh ich auch so. Mir macht das bisher echt Spaß. Muss sagen, dass ich bei GoT schwerer reingekommen bin. Tatsächlich haben mich die ersten Folgen damals genervt. Bin nur drangeblieben weil nahezu jeder im Bekanntenkreis gesagt hat, dass es sich lohnt.
 
Abe81 schrieb:
Ich habe gerade nochmal die Aussagen von @Serphiel über die Lore von Ringe der Macht mit den Analysen von Tolkien-Experten* abgeglichen. Man kann nach der Lektüre von Tolkien nur behaupten, dass es einfach nicht stimmt, was er hier behauptet.

Und was genau widerlegt Anhalt mit seinen Ausführungen? Auch wenn die Tonqualität absolut grottig war habe ich mir die halbe Stunde angetan. Er redet doch allgemein über die Entstehung der Werke, über die Identifizierungsmöglichkeiten der Leser, über den Einfluß von Mythen und anderen Entstehungswerken, ja sogar über den Einfluß der Religion auf das Werk.

Daher die konkrete Frage:
Was entlarvt die Aussage/n von @Serphiel (welche und wieviele eigentlich?) als falsch?

Abe81 schrieb:
das neue Fernsehen

Kannst du näher ausführen, was du damit meinst oder was das sein soll?
 
The_waron schrieb:
Und ich hatte fast die "Hoffnung" das in diesem Thread die Rassismuskeule stecken bleibt und damit die Vergiftung der Debatte ein wenig, weniger wird.

Ich habe das Thema nicht eingebracht, sondern ein Kommentator weiter oben, als er seine Einschätzung der Serie gab. Ab wann darf man denn sowas kritisieren und ab wann ist es Vergiftung einer Debatte? Ich hatte ja begründet, warum ich das für falsch und einen slippery slope halte ohne jemanden zu bezichtigen oder von der Debatte ausschließen zu wollen. Das ist dann bereits eine Keule?


strempe schrieb:
Und was genau widerlegt Anhalt mit seinen Ausführungen?
In dem verlinktem Facebookbeitrag (ich stecke den Text mal in einen Spoiler für jene, die der Seite lieber fern bleiben möchten)* wird das doch erläutert und er ist eine auf die Debatte bezogenes Kondensat der relevanten Stellen in den Videos.
Die Video-Interviews sind - soweit ich das verstanden habe - schon lange vor der Debatte entstanden aus dem Interesse, dass ein Historiker und Tolkien-Fan das Werk sozialhistorisch einordnet.
In den Werken wird das Thema "zweite Natur/Kultur formt erste Natur über tausende Jahre" nie erwähnt, es hat keine Relevanz. Es ist also auch kein Fehler, das so auszulegen oder Schindluder am Werk. Im Gegenteil kann man das kohärent begründen, ohne dem Werk Gewalt anzutun. Die Frage bleibt also, warum die Unmengen an Brechstangen-Anpassungen in den Jackson-Filmen nie zu einer solchen Debatte führten, diese Serienumsetzung aber schon. Es hat - wie weiter oben angerissen - m.E. mehr mit dem Teil der gekränkten Fans zu tun als mit schlechten Produzenten. Es ist ja nicht so, dass es auch eine Myriade Fans gäbe, die begeistert sind. Nicht zuletzt, weil sie nun auch Identifikationsfiguren besitzen. Dass die gekränkten Fans diese Figuren vor dem Shift zum "neuen Fernsehen" auch besaßen, aber dies eben nur unbewusst hinnahmen, weil es seit Anbeginn der bewegten Bilder der ihr Standard war, wird von ihnen nicht reflektiert, sondern unreflektiert als ein Bruch mit dem sakrosankten Werk wahrgenommen. Was auch eine gute Überleitung zu deiner anderen Frage ist...

strempe schrieb:
Kannst du näher ausführen, was du damit [das neue Fernsehen; Anm. Abe] meinst oder was das sein soll?

Ich dachte das wäre etwas selbstevident im Rahmen der Debatte, aber du hast Recht, das ist erklärungsbedürftig:

Ich meinte damit den Paradigmenwandel der Ausrichtung des Fernseh- und Filmmarktes an seine Konsumenten und den Bruch mit den alten Sehgewohnheiten. Von einem Produktionsstandard der sich nach - sagen wir mal willkürlich - metoo-Skandalen pinkwashen musste und mehr dazu gezwungen wurde, Frauen und Minderheiten (in Ermangelung eines besseren Begriffs) ihren Platz in der Industrie einzuräumen. So sehr ich es auch begrüße und schätze, dass nun diverse weibliche Nerds und Minderheiten sich darüber freuen, sich mehr repräsentiert zu sehen und das Spektakel sie nun dominant mehr einbezieht, so sehr ist es nicht zu leugnen, dass das natürlich nur eine simple Kalkulation von Profiten geschuldet ist. Dennoch legt es Zeugnis davon ab, dass diese Gruppen endlich eine Lobby haben. Damit wird auch ziemlich viel Mist produziert, aber m.E. nicht mehr, als zuvor auch. Der Mist fällt jetzt nur den alten, geprellten Zuschauern, die vorher gebauchpinselt wurden, auf, weil sie nicht länger im Mittelpunkt stehen. Nicht selten führt das im Fahrwasser dieser Debatten zu misogynen und rassistischen Ausfällen und Einmischungen, deswgen weiter oben meine Mahnung, man solle das ein wenig im Blick behalten, wenn man vor lauter Fanbegeisterung seine Version des Werkes Tolkiens verteidigen will...

*)
Hat sich schon jemand über die spitzen Ohren der Filmelben aufgeregt, obwohl Tolkien das in seinen Geschichten nie erwähnt.

Friedhelm Schneidewind hat sich mit mir einmal intensiv über vermeintliche oder tatsächliche rassistische Stereotypen in Tolkiens Werk unterhalten. Und da werde ich jetzt gerne nerdig, wenn es angeblich darum geht, sich bei Hautfarben unbedingt an das Original halten zu müssen - meist von Leute, die bei Elben an Legolas bei Peter Jackson denken und das Silmarillion nie gelesen haben.

Der Herr der Ringe ist eine Geschichte im Dritten Zeitalter. Das Silmarillion umfasst die Jahrtausende zuvor. Die Charaktere und Völker sind im Herrn der Ringe wesentlich stereotyper und massentauglicher dargestellt als in der umfassenden und nicht einfach zu lesenden Gesamtgeschichte.

Die Elben im Silmarillion sind keineswegs nur "gut". Nicht wenige unter ihnen sind machtgierig, brutal, arrogant, eitel und, nun ja, rassistisch. Ihre Schattenseiten werden zum Beispiel deutlich, als Thingol sich dagegen stemmt, dass seine Tochter Luthien den Menschen Beren zum Mann nimmt. Deswegen schickt er Beren los und verspricht ihm die Hand Luthiens, wenn er ihm einen Silmaril aus Melkors Eisenkrone nimmt. Er selbst möchte sich die Hände nicht dreckig machen, geht aber davon aus, dass Beren dieses Himmelfahrtskommando nicht überlebt.

Bei den Hobbits ist "Ringe der Macht" näher an Tolkien als Peter Jackson. Unter den drei Gruppen der Hobbits sind nur die Falbhäute hellhäutig. Sie leben in Steinhäusern, sind größer als die anderen, haben einen Flaumbart und werden oft mit Menschenkindern verwechselt. Sie sind die kleinste der Gruppen. Die Haarfüße, und das sind die Hobbits in "Ringe der Macht", sind kleiner und haben eine dunklere Haut. Dazu zählen die meisten Hobbits. Die Starren sind eine Mischung aus den beiden anderen, oft untersetzt und mit lockigen Haaren. Ihre Haut ist mal heller, mal dunkler.

Bei den Elben gibt es viel Spielraum für Interpretation. Die drei Urelbenvölker sind zwar hellhäutig und hellhaarig (Vanyar), hellhäutig und dunkelhaarig (Noldor) und zumindest manchmal silberhaarig (Teleri). In der großen Wanderung und späteren Wanderungen enstanden aber diverse Gruppen der Elben, die sich kulturell unterschieden und wiederum in diverse Untergruppen aufspalteten (Meerelben, Grauelben, Küstenvolk, Grünelben, Waldelben, Verlassene, Nandor, Avari, Windan, Hwenti, Kinn-La etc, etc, etc.).
Jetzt ein Gedankenspiel. Auch eine fantastische Welt darf bisweilen logisch sein. Die Gondorianer nennen bei Tolkien die Menschen aus dem Süden in Weit-Harad Swertings (Schwärzlinge), weil diese eine wesentlich dunklere Haut haben als sie selbst.

Hauttypen sind eine Anpassung an die Aufnahme von Vitamin D. Helle Haut entwickelte sich primär dort, wo durch lange dunkle Winter ein Vitamin D Mangel besteht (Hauttyp I-III), durchgehend dunkle Haut in den Tropen, wo die Sonneneinstrahlung über das Jahr hinweg gleich bleibt (Hauttyp VI). In Regionen mit trockenen sonnenreichen Sommern und ausgeprägten Jahreszeiten mit trüben Wintern bildete sich der mediterrane Hauttyp IV (nicht nur in der Mediterranis, sondern auch in klimatisch ähnlichen Regionen wie Südafrika): Eine helle bis hellbraune / olivfarbene Haut, die im Sommer schnell gleichmäßig durchbräunt, oft verbunden mit dunklen Haaren.

In einem fantastischen Realismus wäre es geradezu albern, wenn die zersplitterten Elbengruppen, die sich über ganz Mittelerde ausbreiteten, keine (!) Unterschiede im Phänotyp entwickelt hätten. Gerade da, wo Tolkien keine diesbezüglichen Aussagen macht, gibt es einen erheblichen Raum für Diversität.
Mythen und Epen Nordwesteuropas in ihrer frühmittelalterlichen Erzählform waren zwar für Tolkien als Linguisten lesbar, für die allermeisten von uns aber auch in Übersetzung in moderne Sprache unlesbar. Sein großes Verdienst bestand gerade darin, diese Quellen in eine im 20. Jahrhundert verständliche Form zu übertragen. László Matthias Simon schreibt zu Recht: Ein Mythos, der nicht an die Zeit angepasst wird, ist kein Mythos. Das gilt auch für Tolkien selbst.
 
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Abe81 schrieb:
Die Video-Interviews sind - soweit ich das verstanden habe - schon lange vor der Debatte entstanden aus dem Interesse, dass ein Historiker und Tolkien-Fan das Werk sozialhistorisch einordnet.

Aber @Abe81, du führst die Videos Anhalts als Argument ein, dass @Serphiel in allem falsch lag. Ich persönlich verstehe nicht (und scheinbar er und andere ebenfalls) was der sozialhistorische Abriss mit den Aussagen Serphiels zu tun hat. Ich komme da nicht aufs Pferd rauf.

Die Debatte, dass Tolkien ein Rassisit gewesen sei ist so alt wie seine Werke. Was das bedeutet kann jeder für sich selbst ausmachen.

Wenn also die nächste Verfilmung oder Serie ansteht, welche den Mythos um, sagen wir mal, König Artus behandelt, wäre es absolut legitim wenn Artus als homosexueller, behinderter, schwarzer Transmann (quasi die Pyramidenspitze des Opferabos) dargestellt wird weil: 1. der Mythos sich an die Zeit anpassen lassen muss (passiv, nicht aktiv), 2. das neue Fernsehn das so widerspiegeln muss und 3. nirgendwo steht, das er es nicht gewesen ist. Klingt absurd, absolut absurd...
 
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strempe schrieb:
Aber @Abe81, du führst die Videos Anhalts als Argument ein, dass @Serphiel in allem falsch lag.

Ähm, nein…
Abe81 schrieb:
Aber werk-immanent hat @Serphiel Unrecht in Bezug auf folgende Passagen seiner Aussagen (nicht auf den Beitrag in toto):…
(Hervorh. nachträglich durch mich)

—-
Deine anderen Ausführungen sind sehr seltsam überspitzt. Ich vermute dahinter ein interessiertes Missverständnis.

Niemand hat behauptet, dass Tolkien ein Rassist sei. Ebenso schreibt oder sagt niemand, dass alles angepasst werden muss. Es wird die gesellschaftliche Entwicklung hin zu diesem Status Quo erläutert. Das ist Analyse, keine normative Forderung.

Und natürlich gehört es zur künstlerischen Freiheit, Arthur - als mystische Gestalt - darzustellen, wie es dem Künstler beliebt. Ob das dann ein gutes Kunstwerk ist, wäre dann zu diskutieren. Aber „Authentizität“ oder „Werktreue“ sind eben die falschen Kategorien, um das zu beurteilen. Wie es auch bei Tolkien die falschen Kategorien sind… zugespitzt formuliert: man kann Tolkien so auslegen, wie es einem beliebt; du darfst dich darüber aufregen, wie es dir beliebt und in letzter Konsequenz abschalten. Du „darfst“ aber nicht behaupten, dass sei nicht der „wahre Tolkien“, denn - wie mehrmals erläutert - ist das denn im Rahmen der aktuelle Debatte um die neue Serie bigott und falsch. Wenn es einem nur um Ressentiment geht, „darf“ man in letzter Instanz natürlich auch wider besseren Wissens etwas Falsches verteidigen. Nur was will man damit erreichen? Es ist ja jenseits des diskursiven Miteinanders.

Ein wenig vermute ich aber, du willst oder kannst das nicht verstehen, schlicht weil der Zeitgeist dir nicht gefällt. Na ja, immerhin weiß ich nun, dass eine Diskussion darüber nicht sehr ergiebig ist.
 
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Ach @Abe81, es steht dir frei, wie auch sonst üblicherweise von Dir praktiziert, die Leute nach deinem Gusto abzukanzeln. Sei es durch Unterstellung von schlechtem Geschmack oder seichtem Verstand bei Wohlgefallen von Serie Y, X oder Z. Oder nun wie bei mir durch Unterstellen von mangelndem Willen oder dem Absprechen von Fähigkeit. Nehme ich dir gar nicht krumm, ist aber typisch für dich und zeigt mir allerdings auch nur, dass du dich zurückziehen willst. Die Motive sind dabei völlig egal und dir überlassen.

Natürlich war das ausgedachte Beispiel des Artus bewusst und gewollt absolut überspitzt übertrieben von mir formuliert - gut erkannt! Da bin ich aber auch von ausgegangen.

Warum sollte Authentizität keine geeignete Kategorie sein um ein Werk zu beurteilen? Wenn die Zeitlinien falsch oder sagen wir besser anders zusammenlaufen ist es doch eine andere Geschichte als der Autor niedergeschrieben hat. Ich verstehe dich, wenn du sagst, dass das Kunstwerk als gesamtes in sich dennoch ein gutes sein kann - und dagegen begehre ich gar nicht auf - entspricht aber nicht meinem Verständnis einer Nachbildung und lässt mich wie auch andere hier mit einem Stirnrunzeln zurück. Von daher kann es nur eine Mogelpackung sein egal wie sehr Fantasy die Möglichkeit zur Variation bietet. Auf Musks girl bossing will ich gar nicht eingehen, denn so etwas stört mich nicht.

Tolkien wird immer wieder (versucht), auch aktuell noch, latenter bis offener Rassismus nachzusagen. Ebenso gibt es Werke die sich mit der gegenteiligen Auslegung beschäftigen:

als Beispiele:

https://www.incantatio.de/rass.pdf
https://www.academia.edu/10338955/Rassismus_bei_Tolkien
https://www.tolkiengesellschaft.de/j-r-r-tolkien/buecher-zu-tolkien/rassismus-sexismus/

Die Sache mit dem Zeitgeist oder auch dem neuen Fernsehen ist ein zweischneidiges Schwert. In gewissen Dosen durchaus mitgehbar bis amüsant bei auffällig bis übertrieben (jemand schilderte mal eine Art Leuchtreklame mit: Seht her wie sehr wir dem Zeitgeist/neuem Fernsehen entsprechen!!!) einfach nervig und das fließt halt in die persönliche Benotung eines Werkes ein. Insgesamt jedoch nichts was ich unbedingt zum Überleben benötige. Meine Welt und die Welt von einer Myriade Anderer war reichhaltig genug bisher.
 
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Wie passt eigentlich die Existenz von Halbelben, also Kindern von Elben und Menschen mit der von Tolkien beschriebenen Nichtmenschlichkeit - er sagt glaube ich "aus licht geboren" - zusammen?

Ich finde wenn Elben und Menschen Kinder zeugen können, dann wird sowas wie eine Hautfarbenvarianz bei einem Waldelben auch noch drin sein, oder?
 
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Tolkien ist davon ab ein Kind seiner Zeit, natürlich hat sein Werk rassistische und kolonialistische Züge bzw bewegt sich innerhalb dieser Narrative - wie eben jedes Werk aus dieser Zeit.
Das ist eben wie bei Karl May oder fast jedem anderen Autor aus der Kolonialzeit.

In ihrer Zeit waren beide dennoch fortschrittlich und humanistisch - also absolut positiv.
 
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Morgen kommt die neue Cobra Kai Staffel, ich hab Bock :jumpin:
 
Moin,
im moment bekommt man als Neukunde Disney+ für 1,99€
Passt gut, wollte ich eh haben, da bock auf Star Wars.

Star Wars: Visions
Ist eine interessante Mischung aus Anime und Star Wars.
 
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Agent Carter wurde aber nie weiter gedreht oder? also letzte Staffel so vor 5 Jahren erschienen..
Fand es auch echt gut :(
 
Der allwissende Youtube-Algorithmus hat mir was entfernt verwandtes zu den letzten zwei Seiten empfohlen und ich dachte das Link ich hier einfach mal:


Ja da wird mir wieder klar wieso ich das nicht weit geschafft habe zu lesen. 😆

P.S.: Die dritte Staffel zu Star Trek: Lower Decks läuft grad.
Obwohl ich die Serien der 90iger liebe (TNG, DS9, Voyager) kann ich mit Nu Trek absolut rein gar nichts anfangen. Discovery und Picard sind einfach nur grässlich und abscheulich. Lower Decks find ich aber ganz unterhaltsam. Ich nehme die Serie aber nicht als Star Trek wahr sondern als Spoof. Gibt ja im Grunde genug worüber man sich in Star Trek lustig machen kann. Demnach kann ich das ganz gut von "echtem" Star Trek trennen und demnach auch genießen.
 
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Aus gegebenen Anlass sollte ich wohl mal in The Crown reinschauen.
 
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Ich habe Montag zum ersten mal Disney+ für 1,99€ gebucht. Man, die Serien sind echt starker Tobak. Bis auf M.A.S.H und Terra Nova gibt es da eigentlich nichts für mich. Dafür ist die Serie Terra Nova
echt klasse und ich bedaure es bis heute, dass nur eine Staffel abgedreht wurde. Zwei Dinge sprechen aber zurzeit eigentlich doch für Disney+, die vielen tollen SF-Filme und die super Videoqualität.
Und M.A.S.H hatte ich bisher noch nirgends in 16:9 gesehen und das Bild ist auch echt der Hammer! :D
 
Discovery_1 schrieb:
Dafür ist die Serie Terra Nova echt klasse und ich bedaure es bis heute, dass nur eine Staffel abgedreht wurde.
Bin ich voll bei dir. Habe ich damals auch nicht verstanden. Aber ist halt wohl nicht beim Publikum angekommen. Ich hab Disney+ grade erst mal wieder gekündigt. Abo läuft aber noch bis Oktober. Ich schau dort aktuell zu wenig. Also warte ich erst mal ab, wann da wieder paar Serien/Filme am Start sind, wo es sich für mich lohnt.
 
strempe schrieb:
Natürlich war das ausgedachte Beispiel des Artus bewusst und gewollt absolut überspitzt übertrieben von mir formuliert - gut erkannt! Da bin ich aber auch von ausgegangen.
Dein Beispiel lässt missen, was diese Überspitzung gesagt sein soll. Diese Melange an Aufzählungen fasst du zu "Opfer" zusammen. Was mehr darüber aussagt, wie du das wahrnimmst, als darüber, worum es in der Debatte geht: Es geht nicht darum, dass man gefälligst Schwarze oder Frauen in Ringe der Macht darstellen solle, weil sie Opfer seien, sondern - wie bereits mehrfach oben erläutert - weil sie einen riesen Anteil der Fans ausmachen. Das ist natürlich ein Profit-Kalkül und verärget dich persönlich, aber auf dich kann man - aus Sicht der Produzenten, die sowas in Auftrag geben - verzichten. Dann fängt wieder diese komische Diskussion um wahre Fans an und nur, wer den Silmaridingenskirchen komplett rezitieren kann, sei auch ein wahrer Fan (no true scotsman).

Deine Eindordnung legt also - wie auch bereits oben dargelegt - beredt davon Zeugnis ab, dass du es genau so erlebst, wie ich es für den durchschnittlich geprellten Fan behauptet habe: Es werde einem das Fernsehen von den neuen 'nicht authentischen' Fans vermiest, weil es jetzt für sie produziert wird. Diese banale Tatsache wird aber dadurch übertrieben, dass man das nicht so formuliert, sondern sich an einer Authentizität festklammert, d.i. die Behauptung der alten Fans: Der wahre Tolkien, das ist der aus meiner Rezeptionserfahrung! So wie ich ihn interpretiert habe! Und wie er in den Filmen und Serien dargestellt wird, die auf mich als Zuschauer zugeschnitten sind!

strempe schrieb:
Warum sollte Authentizität keine geeignete Kategorie sein um ein Werk zu beurteilen? [...] ist es doch eine andere Geschichte als der Autor niedergeschrieben hat. [...] einer Nachbildung [...] Von daher kann es nur eine Mogelpackung sein egal wie sehr Fantasy die Möglichkeit zur Variation bietet.

Die eine Seite nimmt das Werk als kanonisch wahr. Dann sollte man auch davon Abstand nehmen, sich primär an den Hautfarben zu stören und erstmal Peter Jackson für seine völlig falsche Darstellung der verschiedenen Rassen schelten und für die zig anderen Dinge, die nicht orginalgetreu "nachgebildet" (Zitat strempe) wurden, bevor man die Regisseure der neuen Serie kritisiert. Sonst wäre das ja ein Doppelstandard. Das Kanonische hat etwas von Religion und so benehmen sich auch die 'wahren Fans': Wie Gläubige. Sie wollen nicht die Geschichte und ihre Zeitlinien verhunzt sehen. Sie wollen die spannenden Geschichten ihrer Jugend als Erwachsene endlich in 4k nacherzählt sehen. Da diese aber sakral versiegelt sind, darf da bloß nichts verändert werden!

Oder man nimmt es Darstellung des Werkes auf Höhe seiner Zeit und kann Authentizität nur als eine Form von Hermeneutik reflektieren: Was war die Absicht des Autors? Was wollte er darstellen? Und Tolkien wird ja - auch hier in der Diskussion - dafür gepriesen, dass er ein tollter Humanist sei und sein Werk ein Beitrag zur Befriedung der Erde. Dann ist es doch höchst 'authentisch', das durch die Form der Darstellungauf Höhe der Zeit zum Ausdruck zu bringen.

strempe schrieb:
Tolkien wird immer wieder (versucht), auch aktuell noch, latenter bis offener Rassismus nachzusagen. Ebenso gibt es Werke die sich mit der gegenteiligen Auslegung beschäftigen:
Der Einwurf zum Rassismus bezog sich offensichtlich nicht auf einen in Tolkiens Werk, das wäre eine ganz andere Diskussion und vermutlich eine unergiebige. Das überlasse ich den Fans. Wie es aber auch oben deutlich da steht, sollte man aufpassen, worüber man sich genau aufregt und sich fragen, warum man jetzt so eine Exegese der falschen Interpretation in Ringe der Macht betreibt und nicht schon bei Jackson. Und dabei geht es mir nicht um das Durcheinanderwerfen der Zeitlinien, sondern diese nervige Diskussion um physiognomische Eigenschaften. Man gerät in ein gewisses Fahrwasser von Leuten, die sich per se nur an der Existenz von bestimmten Eigenschaften in Kulturprodukten stören (Hautfarbe, Geschlecht, sexuelle Ausrichtung) und nicht darum, wie diese ins Werk passen: ob es narrativ Sinn ergibt, ob es schnuppe ist, welche Hautfarbe und welches Geschlecht, ob es gar die Geschichte oder das Werk entwertet, weil es nur Profik-Token einer in marktförmige Prduktionen inkorporierte Identitätspolitik sind. Da sollte man, will man aus guten Gründen nicht rassistische Stereotype reproduzieren, etwas vorsichtig sein. Und ich verstehe wirklich diesen Trotz nicht, mit dem man das so nonchalant übergeht, nur weil einem das Fernsehen vermiest wird.
 
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