Ich teile die Meinung des Autors zu 100%. Auch ich bin enttäuscht, dass das Remake nun niemals kommen wird.
Es ist ein absolutes Armutszeugnis, dass Ubisoft es nicht geschafft hat, ein im Prinzip bereits vollständig vorhandenes und konzeptioniertes Spiel in einer modernen Engine nachzubauen. Es zeigt sich deutlich, welches Level an personellem, finanziellem und organisatorischem Missmanagement mittlerweile im Konzern vorherrschen muss, wenn nicht einmal mehr das möglich ist.
Creeping.Death schrieb:
Das ist halt eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Ich z.B. liebe große Open Worlds. Die typischen "Schlauch-Level"-Games packen mich in der Regel nicht so sehr. Bei KCD2, Elden Ring, ...usw. stört sich auch niemand an der "großen Open World".
GaaS bedeutet auch nicht zwingend, dass man da nach dem Initialkauf Kohle nachschieben muss. Valhalla hat ewig Content/Events bekommen und lange Spaß gemacht, ohne dass ich auch nur ein Cent nach dem Kauf investieren musste.
Prinzipiell hast du recht. Geschmack bleibt Geschmack.
Ubisoft ist aber nun einmal berüchtigt dafür, seine Open-World-Formel, die zum Start sicherlich auch ihre innovativen Seiten hatte und sich in Teilen auch heute noch gut spielt - so viel will ich gar nicht bestreiten - auf jedes einzelne verkaufsstarke Franchise übertragen und dann sehr lange kaum weiterentwickelt zu haben. Lange Zeit waren Far Cry, AC und co. auf dieser Basis die reinsten Gelddruckmaschinen. Dass sowas aber nicht zwangsläufig ewig funktioniert und Stagnation als der Normalzustand hingenommen wird, ist auch vorhersehbar.
Du nennst KCD2 und Elden Ring als Beispiele für gute Open-World-Titel, auch damit hast du durchaus recht, aber beide heben sich von der Formelhaftigkeit der Ubi-Titel doch mindestens in Sachen Gestaltung und Art Design deutlich ab. Elden Ring merkt man allerdings trotzdem an, dass sei Budget für einen Titel dieser Tragweite relativ begrenzt war, denn sich wiederholende Gegner und sonstige recycelte Versatzstücke ebenso wie eine ansonsten ziemlich leere Spielwelt, die weitgehend ohne neutrale NPCs oder Siedlungen auskommt, sind schon durchaus Lücken, die eher wie aus Not gelassen wirken - oder wenigstens ging das mir so.
Wie dem auch sei, die besten Titel, die in jüngeren Jahren aus dem Hause Ubisoft kamen, waren m.E. jedenfalls keine Open-World-Titel. Ironischerweise sind zwei davon auch Prince of Persia-Titel mit jeweils begrenztem Erfolg, aber ziemlich hoher Qualität: The Lost Crown und The Rogue Prince of Persia.