Fehler bei Neukonfiguration des Kernels

Woodz

Lieutenant
Dabei seit
Apr. 2009
Beiträge
548
Hallo.

Ich versuche gerade auf Debian 4.9, das auf einer virtuellen Maschine vmware workstation player 15 läuft, einen neuen Kernel auf 4.12 zu konfigurieren und erhalte nach der Installation des neuen Kernels immer die Fehlermeldung:
Code:
kernel panic not syncing vfs unable to mount root fs on unknown-block(0,0)
Es wird keine InitRD/initramfs genutzt, weil die /boot-Partition und das Wurzelverzeichnis bereits formatiert sind und durch die feste Einkompilierung der Dateisystemunterstützung keine InitRD/initramfs notwendig sein sollte.

Das habe ich bis jetzt getan:
  • zuerst ein make defconfig durchgeführt, um eine Grundkonfiguartion zu erhalten
  • ext2, ext3, ext4 und XFS Dateisysteme fest einkompiliert ("/boot" und "/" sind jeweils als ext3/ext4 formatiert, XFS nutze ich auf anderen Partitionen)
  • Fusion MPT device support fest einkompiliert zur Unterstützung und Betrieb auf virtuellen Maschinen.
Nach dem Kompilieren sowie dem Installieren es Kernels und der Module, habe ich zum Schluss folgenden Eintrag in die Datei /etc/grub.d/40_custom vorgenommen:

Code:
menuentry "Debian_4_12" {

    set root=(hd0,1)
    
    linux /Debian_4_12 root=/dev/sda3 ro

}
/boot läuft bei mir auf: /dev/sda1
/ läuft auf /dev/sda3

Nach einem update-grub starte ich den Rechner neu und er meldet mir die oben aufgeführte Fehlermeldung.

Achso, die alte .config des aktuell installierten Kernels führt dazu, dass der neue Kernel aufgrund von Speicherplatzproblemen nicht kompiliert werden kann. Ich müsste also schon über die abgespeckte Neukonfiguration des neuen Kernels gehen.

Hat jemand noch eine Idee wo das Probelm liegen kann?
 

Coolinger

Lt. Junior Grade
Dabei seit
März 2001
Beiträge
264
hast du keine initrd?
 

mensch183

Captain
Dabei seit
Jan. 2008
Beiträge
3.551
SCSI-Zeugs auch fest eingebaut? Der Kernel scheint mit dem "root=/dev/sda3" nichts anfangen zu können. Schau mal im Kernel-Output, was er denn so für Gerätschaft initialisiert, bevor er beim Mounten des root-fs scheitert. Da sollte irgendwo sda mit drin auftauchen, nicht? Der sd-Treiber muss das sda erstmal entdeckt haben, bevor von da das root-fs gemountet werden kann.

Achso, die alte .config des aktuell installierten Kernels führt dazu, dass der neue Kernel aufgrund von Speicherplatzproblemen nicht kompiliert werden kann.
Eine umfangreichere Kernelkonfig brauch nicht grundsätzlich mehr RAM beim Übersetzen als eine kleine. Es dauert nur länger. Die Größe des Compilers und die Komplexität des "größten", einzelnen source-files legen fest, wieviel Speicher man mindestens benötigt. Beim Linken dürfte der Bedarf jedoch mit umfangreicherer .config größer werden. Egal ... mit einem zusätzlichen Swapfile kannst den Speichermangel jedenfalls beheben: dd if=/dev/zero of=xxx bs=1M count=2k; chmod 600 xxx; mkswap xxx; swapon xxx .... und du hast 2 GB Plattenplatz in 2 GB virtuellen Speicher verwandelt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Top