File und WTSserver Zusammenstellung

Benni222

Cadet 1st Year
Registriert
Dez. 2008
Beiträge
9
Hallo.
Meine Vater braucht 2 neue Server. Wie schon der Titel sagt, ist es ein Fileserver und ein WTSserver.
Zunächst beginne ich mit dem Fileserver:

Er hat mir ein Angebot von einer Firma gegeben, damit ich ungefähr weis, was rein soll. Das fass ich jetzt einfach mal kurz zusammen:
- HQ ServerMiditower 850 Watt
- Supermicro Server Board
- 2x Intel Xeon E5540 (2,53GHZ)
- 24GB DDR 3 1333 ECC
- ICP Controller 8x Sata/SAS (0,1,5,6,10) PCIe
- 5x Sata Platte mit 500GB
- DVD Brenner
- ICP Battery Pack
- 8x Backplane SATA/SAS HotSwap Rahmen

Dann hab ich mal bei Geizhals geguckt und das ganze mal ähnlich nachgebaut:
http://geizhals.at/deutschland/?cat=WL-85500

So jetzt wollt ich mal wissen, was ihr von meiner Zusammenstellung haltet?!
Bei dem Netzteil binich mir noch nicht sicher, obs wirklich ein redundantes sein muss.
Ein Battery Pack hab ich auch noch nicht gefunden, bzw da ich mich bei Servern nicht so gut auskenn, weis ich auch gar nicht so genau für was das macht...
Bedeutet der letzte Punkt bei der Auflistung, dass es hinten am Slotblech ein 8x Sata/Sas Anschluss gibt den man im laufenden Betrieb wechseln kann?
Sind 850 Watt nicht etwas übertrieben? Die beiden CPUs verbrauchen ja nicht sooo viel Strom.... Was meint ihr?
Was haltet ihr von dem Gehäuse, das ich ausgesucht habe? Oder welches ist für ein Server zu empfehlen?



Nun zum WTS-Server:
Die Auflistung:
- HQ ServerMidiTower 850Watt
- Intel ServerBoard
- Intel i5 750 (2,66GHZ)
- ICP Controller 4x Sata/SAS
- 2x 500GB Raid Platter (24x7)
- ICP Battery Pack
- DVD Brenner
- 12GB DDR3 1333

Auch hier hab ich mal bei Geizhals geguckt:
http://geizhals.at/deutschland/?cat=WL-85512

Auch hier fehlt noch das Battery Pack (aus oben genannten Gründen)
850 Watt finde ich hier total übertrieben...
Bei dem Gehäuse bin ich mir wieder nicht ganz sicher... Da es nur ein ATx Board ist, würde es auch in ein normalen Midi Tower passen...
Sind die Festplatten für einen Dauerbetrieb zu empfehlen? Ich habe extra darauf geachtet, dass es zumindest in den Herstellerangaben steht.
Was meint ihr ansonsten zu diesem Server?

Noch ein paar abschließende Infos über mich: Ich hatte vor die Server selber zusammenzubauen. Ich habe schon viele normale PCs zusammengebaut, jedoch noch keine Server. Deshalb kenn ich mich in dem speziellen Bereich(wie zB dem BatteryPack) nicht so gut aus. Der reine Zusammenbau sollte jedoch kein Problem darstellen.

Vielen Dank für eure Antworten
 
Wieviele Clients sind denn zu bedienen?
Die Ausmaße (24 GB Ram und 8 Cores) halte ich für einen Fileserver schon sehr potent, dafür dann nur 5x500 GB? Könntest du vielleicht noch mehr Informationen liefern?

Edit: Bei mir aufer Arbeit hatten sowohl File- als auch WTS-Server eine einzelne USV. Bin kein Spezialist was so etwas angeht aber ich denke dass eine große USV mehr Sinn macht als 2 getrennte.

Edit2: Redundante Netzteile sind beim Fileserver pflicht, so bist du gegen jede Art von Stromausfall vor Datenverlust geschützt, ich würde auch dem WTS redundante Netzteile zur Verfügung stellen. Stell dir nur mal vor, 20 Leute arbeiten auf dem Server und das einzige Netzteil geht hopps...

Je länger ich mich durch deinen Beitrag und deine Zusammenstellung lese^^ Passt dein Netzteil überhaupt in das Gehäuse? Passt das Mainboard überhaupt in das Gehäuse?
Es handelt sich dabei um spezialformate (SSI-EEB passt nicht in E-ATX) und das Netzteil dürfte auch überhaupt nicht passen.

Bei den Prozessordimensionen und bei der geringen Festplattenkapazität 5x500 GB = 2000GB im Raid 5 kannst du bald auf einen Hardwareraidcontrolelr verzichten und ein Softwareraid aufsetzen^^

Fileserver mit normalen Sata 7200er Platten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorab, die Battery Packs werden zur Pufferung des Raidcontrollers genutzt, so dass Daten, die im Cache liegen, nicht verloren gehen und Inkonsistenzen entstehen. Die Backplanes haben Hotswap Einschübe, damit defekte Platten im laufenden Betrieb entnommen und gewechselt werden können. Allerdings bedarf es dazu spezieller Modelle.

Zu den Zusammenstellungen. Ich vermute, dass der Fileserver nicht der mit dem Dualsockel ist, sondern der WTS. Nur dann ergibt die Ausstattung Sinn. Beide Systeme sind nur mit SATA Platten bestückt.

Rechenleistung in Form von Speicher und CPU ist genug vorhanden, bei einem WTS zählt aber ebenso stark, wie hoch die I/O-Performance ist, will heißen, wie schnell können die Platten Daten liefern. Stell dir einfach vor, 15 Sessions gleichzeitig rödeln auf dem System rum. CPU und Speicher kratzt das nicht, die langweilen sich, aber die Platten können das gar nicht bewältigen. Entweder ist also die CPU/Speicher-Schiene hoffnungslos überdimensioniert oder aber das Festplattensubsystem total unterdimensioniert. Bei fünf Platten vermute ich ein RAID 10 nebst Spare, was der Zugriffszeit auch nicht entgegen kommt. Hier kommt nur SAS in Frage.

Der i5 mit normalem RAID scheint mir auch sehr enthusiastisch konfiguriert, sprich massig Speicher bei wenig Plattenperformance. Auch das passt nicht.

Allgemein sind die Netzteile überdimensioniert, was aber auch an Barebones liegen kann, die die Dinger einfach dabei haben. Statt Dualsockel würde ich lieber auf einen potenten Quad nebst SAS-RAID setzen. Ob dann noch 24GB RAM notwendig sind, bezweifle ich. Da ist es wichtig zu erfahren, wie viele User auf dem WTS arbeiten und was die da machen. Viele meiner Kunden haben preiswerte Quads nebst 8-12GB RAM und darauf werkeln bis zu 15 User. Ein WTS ist auch gar nicht so prozessorabhängig wie manchmal getan wird.

Der Fileserver kann je nach Art der Anbindung und Benutzeranzahl ebenfalls drastisch reduziert werden, vor allem beim Speicher. Da sind SAS Systeme ebenfalls besser.

Im ganzen etwas unausgewogen die Zusammenstellung, ohne den Einsatzzweck genau zu kennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube es sind so 10-15 Clients. Allerdings hab ich mir ja nicht ausgedacht, dass man für 10-15 Clients die Hardware braucht, sondern des sind die Vorgaben die der Server erfüllen sollte. Also Prozessorleistung und Ram sind eig schon sicher die. Mich interessieren mehr die Fragen die ich zu jedem System geschrieben habe. Bei den USV Sachen kenn ich mich nicht so sehr aus. Ok dann plane ich auf jedenfall die redundanten Netzteil ein. Kann man die Leistung so errechnen indem man die Einzelleistungen gerade addiert? D.h. bei 3x 300 Watt ==> 900 Watt. Bei 1 Ausfall sollte es dann noch keine Probleme geben. Bei 2 Ausfällen wird das schon kritischer. Ist das richtig so?

@venc: Ich habe das bisher nur so grob zusammengestellt. Ich muss zugeben, dass ich noch nicht ganz genau darauf geachtet habe was wo reinpasst usw. Also das Mainboard passt auf jeden Fall in das Gehäuse in beiden Fällen. Bei edn Netzteilen hab ich noch nicht geguckt.

@Bueller: Mich hat diese Ausstattung auch gewundert. Jedoch sind das die Ausstattungen die der EDV-Mensch von meinem Vater vorgeschlagen hat. Deshalb habe ich gedacht, dass das durchaus iwo Sinn macht, den ich nur nicht sehe.

Auf dem Server soll mal DATEV laufen. Vllt kennt das jemand von euch und hat eine gute Idee welcher Server passt.

Alternativ können wir auch (wenn ich mehr Infos geholt habe) eine neue Zusammenstellung machen (die sich nicht an den angaben vom EDV Mensch orientiert) und diese dann Vorschlagen...

Kann man diese Battery Packs an jeden Controller hängen oder braucht man dafür spezielle Controller die das unterstützen??



Ich schreibe hier mal noch rein, was DATEV für die jeweiligen Server empfielt:

File/SQL-server:
2x Xeon E55xx
8GB aufrüstbar/16GB SBS2008 (was glaub ich auch drauf soll)
SAS/Sata Raid 10 (Kapazität nach Anforderung)
1Gbit Netzwerk
Windows Server 2008 x64 (Bei Einsatz des Windows Small Business Servers 2008 werden 16 GB RAM empfohlen)


WTS Server:
2x Xeon E55xx
16GB Ram aufrüstbar
mindestens 147 GB SAS oder mindestens 160 GB SATA II (Windows Systempartition: ca. 40 GB) Spiegelung RAIDLevel 1 wird empfohlen
Windows Server 2008 64bit
Image Lösung


Wenn ich mir die Empfehlungen so anschaue, und das was der EDV Mensch vorschlägt, geht das schon teilweiße sehr auseinander....
 
Zuletzt bearbeitet:
DATEV? Der gute Mann scherzt wohl.

Diese Konfiguration ist für DATEV völlig überdimensioniert. Ich habe einige Jahre lang DATEV supportet und selbst ältere Xeons auf P4-Basis langweilen sich heute noch. Rüstet man die Geräte auf, pendelt sich die CPU-Last bei modernen Quads gerne mal bei 5-8% ein.

Was der IT-Dienstleister da vorschlägt, ist überspitzt formuliert ein Alienware Crossfire Geschoss zum Tetris spielen.

Vorschlag meinerseits:

WTS:
1x irgendein Quad Xeon
12GB RAM
2x SAS im RAID 1, 1x SAS Spare
1x SATA intern zur Sicherung, dazu Bandsicherung oder USB-Platten als externe Sicherung
Intel Barebone Server

Fileserver:
1x irgendein Dualcore Xeon
4GB RAM
2x SAS im RAID 1, 1x SAS Spare
1x SATA intern zur Sicherung, dazu Bandsicherung oder USB-Platten als externe Sicherung
Intel Barebone Server

Edit: zu den DATEV Empfehlungen

Die sind ebenfalls völlig überdimensioniert. DATEV möchte natürlich, dass die Systeme schnell und stabil laufen und deshalb wird immer das Feinste vom Feinen empfohlen. Ich halte das für Geldmacherei und nichts anderes. Ähnlich sind die artverwandten Firmen wie AnnoText oder RAmicro, die auch gerne mal eine 3-Mann Kanzlei mit einem Dualsockel System ausstatten würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hm deine Zusammenstelltung stimmt ungefähr mit der überein DATEV Minimalempfehlung überein. Wenn das wirklich so ist, frage ich mein Vater nochmal nach seinem alten Serversystem und vllt tuts des auch noch ein Jahr länger oder so.
Kennst du dich mit DATEV wirklich gut aus? Also hast du Erfahrung? Die hab ich nämlich nicht aber ich denk auch dass die Firmen immer Geld machen wollen auch wenns nicht unbedingt nötig ist...

Edit: Die Server sollen aber zukunftssicher sein und die nächsten paar Jahre durchhalten...
 
Gerade im Bereich Steuerberater/Anwälte/Notare sind Installationen sehr langlebig, weil die Hardwareanforderungen recht bescheiden sind. Ich kenne einige Anwälte, die noch mit alten Eurostar Installationen von AnnoText arbeiten und zufrieden sind. Diese Systeme haben das zehnte Jahr bald hinter sich. Hier macht sich bezahlt, dass Firmen wie DATEV und andere Branchenhäuser Software sehr lange supporten. Updates gibt es quasi bis zum Verrecken.

Worauf will ich hinaus? Nun, bei einer Neuanschaffung ist zu prüfen, warum man überhaupt eine neue Anlage kauft. Ist die Hardware nicht mehr zuverlässig genug, begrenzt die Rechenleistung die Produktivität oder will man neue Software nutzen, die auf lange Sicht angeschafft werden soll, was eine neue Anlage ebenso rechtfertigt?

Das ist hier die erste Frage. Gibt es auch neue Software? Wenn nein, muss die neue Anlage nicht um Größenordnungen schnellere Hardware haben als die alte, denn mit der kam man ja anscheinend bisher aus. Gibt es neue Software, so ist zu prüfen, was sich genau ändert.

DATEV schlägt immer einen separaten File- oder Datenbankserver vor, da dies die Standardvorgehensweise ist. Das macht man eben so, sagt der geschulte Admin. Muss man aber nicht, denn es kommt darauf an, wie groß die Anforderungen überhaupt sind. Diese werden vom Softwarehersteller bewusst hoch angesetzt, denn der will ja, dass seine Software auf jeden Fall gut läuft. Da darf es gerne etwas mehr sein, denn der Kunde zahlt ja.

Das wäre dann Frage zwei. Habt ihr bisher auch mehrere Server? Wenn ja, schau dir dort die Auslastung und Geschwindigkeit an. Was sind das für Systeme?

DATEV ist dann anspruchsvoll, wenn man gigabyteweise SQL-Datenbanken ab 50 Usern aufwärts verwaltet. Da ergeben diese Vorgaben Sinn. Bei 15 Usern hingegen darf es eine Nummer kleiner sein. Der WTS braucht RAM und schnelle Platten, aber sicher keinen Dualsockel Quad. Der File- und SQL-Server ebenso. Läuft eine Datenbank, würde ich doch besser zu 8GB RAM greifen. Ansonsten sind die Platten wichtiger.

Solch ein System kann man zwischen 3-5 Jahre nutzen, mit etwas Glück auch ein Jährchen mehr. Kaufst du hier aber Rechenleistung auf Vorrat, ist der Server eventuell schon hinüber, bevor du überhaupt auch nur die Kiste ausreizen konntest. Das ist unwirtschaftlich.

Warum Systemhäuser so etwas trotzdem empfehlen? Weil Server nach wie vor Profit bedeuten. Ich kenne kein Systemhaus, dass bei solch selbstgebauten Kisten nicht mindestens 50% aufschlägt, damit man auch ordentlich verdient. Das ist eben so. Wichtig ist aber auch, dass ein Systemhaus sich gerne an die Empfehlungen des Hersteller hält. Dualsockel gewünscht? Dann rein damit. Schließlich will man nicht der Dumme sein, wenn es nachher zu langsam ist. Dann aber SATA Platten einzubauen, geht gar nicht.
 
Vielen Dank für deine Antwort. Ich werd da mal mit meinem Vater drüber reden und hier dann die Ergebnisse posten. Je nachdem wies ausfällt, können wir ja die Server darauf abstimmen.
 
Wie wärs denn mit Virtualisierung? Kauft lieber nur einen Server und stattet den redundant und mit ein paar mehr Platten aus. Durch die 8 Kerne und die 24 GB RAM kannst du darauf locker mehrere virtuelle Maschinen betreiben und so die Dienste von einander trennen.
Das spart sowohl Kosten bei der Anschaffung als auch beim Betrieb (weniger Stromverbrauch, weniger Kühlleistung nötig). Die virtuellen Maschinen sind recht einfach komplett zu sichern und im Notfall auch auf völlig fremder Hardware wieder startbar.

Jenachdem was ihr an Softwarelizenzen besitzt käme hier der integrierte Hyper-V von Server 2008 oder ein VMware Server zum Einsatz.
 
Zurück
Oben