Das unterschiedliche Verhältnis zwischen Upload und Download war bzw. ist eine logische Konsequenz aus insgesamt begrenzter Bandbreite der Anschlußleitung. Am einfachsten erklärt anhand ADSL (das A steht für asymetrisch, genau das ist damit gemeint). ADSL hat man konzipiert für Frequenzen bis 2 MHz. Vollduplex, also Senden und Empfangen auf der gleichen Frequenz, war technisch zu anspruchsvoll und daher nicht realisierbar, also musste man das vorhandene Frequenzband auf Download (vom Internet) und Upload (zum Internet) aufteilen. Nun waren und sind aber die wenigsten Kunden besonders daran interessiert der Welt etwas zu geben, die meisten sind vom Stamme "Nimm" und wollen einfach nur saugen bis der Arzt kommt. Das behaupten zumindest die Telkos, die damals die Standards gemacht haben. Diese Telkos haben ihrerseits allerdings auch GeschäftsKunden mit echtem Bedarf an symetrischen Leitungen, die sie sich traditionell in goldgepresstem Latinum aufwiegen ließen. Aus Sicht der Telkos also Win-Win, einerseits kriegen die Privatkunden hohe Downloadraten ohne dass ihnen der geringe Upload wirklich weh tut, andererseits behalten die Telkos die Notwendigkeit eigener Tiefgaragenzufahrten für die Geldtransporter die die monatlichen Entgelte ihrer Großkunden heran karren.
Mit steigender gesamter Bitrate wurde das Verhältnis im Lauf der Zeit immer wieder mal variiert. Exemplarisch die Werte bei Telekom, andere Anbieter haben andere Werte
TDSL 768/128 Kbit (6/1)
ADSL2 16/1 Mbit (16/1)
ADSL2 AnnexJ 16/2.2 (7.x/1)
VDSL 25/5 ; 50/10 ; 100/40 ; 250/40 (5:1 ; 2,5/1 ; 6,25/1)
Beim Kabel (DOCSIS) ist das Verhältnis meist noch schlechter, das liegt daran das die BK-Netze und Hausinstallationen schon da waren als Internet zum Geschäft wurde. Da BK grundsätzlich als Baum ausgelegt war mussten alle aktiven und passiven Elemente die jeweiligen Frequenzen beherschen und der kleinste gemeinsame Nenner...war sehr sehr klein.
Im Glasfasernetz ist die Bandbreite der Faser stark vereinfach mit "fast unendlich" zu beschreiben. Hier kommen wieder die aktiven und passiven Elemente ins Spiel, die Splitter, Sender, Empfänger,...je schneller Sender und Empfänger arbeiten, desto höher ihr Energieverbrauch und desto geringer die Toleranzen mit denen sie arbeiten, was beides wiederum die Kosten erhöht.
Wieder haben die Netzbetreiber die Standards gemacht, wieder war der Gedanke beim auch von Telekom verwendeten GPON der, das die Kunden eher empfangen denn senden. Allerdings mit einem Verhältnis von 2:1.
Nachfolgesysteme wie XGPON2 gehen afair wieder auf 4:1.