Fujitsu Siemens AMILO Xa 2528 Tod?

Soulfly999

Lt. Commander
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.993
Grüße euch,

habe hier mal wieder ein Problemkind von Freunden. Ein Fujitsu Siemens AMILO Xa 2528 Notebook.

Das Problem:
-Startet nicht mehr also nur noch schwarzes Bild und Lüfter dreht auf Hochtouren.
-Kein Piepton oder ähnliches zu hören. Festplatte läuft ganz normal an.

Was habe ich versucht:
-Stromlos und Akku raus
-Gehäuse geöffnet Ram komplett rausgenommen
-Festplatte entfernt
-zuletzt Bios Batterie (fest verbaut/verklebt) Kabel abgenommen und wieder eingesetzt.

Zuletzt wurde ein Wlan-Treiber für eine Fritzbox o.ä. installiert.

Ich prophezeie ja das wohl die GPU hin ist aber vielleicht hat einer von euch ja noch eine Idee!?

Gruß
 

Anhänge

Zuletzt bearbeitet:

drunken.panda

Captain
Dabei seit
Juli 2008
Beiträge
3.626
Ne zu 99% die GPU, hatte auch nen XA 2528 mit ner Geforce 8600m GS, die Graka hatte einen Serienfehler, der nach 2-3 Jahren zum Ausfall der GPU führte. Auslöser ist billiges Lot leider hat Fujitsu Siemens damals nicht die Betroffenen entschädigt bzw Nvidia wie es bei anderen Notebook Herstellern der Fall war.
Meines ging sogar direkt nach 2,5 Jahren defekt, obwohl es nur 1x die Woche genutzt wurde.

Übrigens sind folgende GPUs von dem Serienfehler betroffen: http://ht4u.net/news/2294_neue_hinweise_auf_serienfehler_in_nvidia_grafikprozessoren/

Daher beim Gebrauchtkauf auf die GPU achten !
 
Zuletzt bearbeitet:

Soulfly999

Lt. Commander
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.993
Danke für deine Antwort.

Habe auch schon sowas gelesen gerade. Schade drum aber kann man nix machen.

Gibt auf YouTube so ein Video, wo einer mit einem Heißluftfön die GPU bearbeitet. Danach sprang es wieder an aber keine Ahnung ob das was bringt?
 

drunken.panda

Captain
Dabei seit
Juli 2008
Beiträge
3.626
Falls es was bringt, dann nur kurzzeitig weil das Lot durch wiederholtes erwärmen und abkühlen wieder brüchig wird und den Kontakt zur GPU nicht sicherstellen kann. Probieren kannst es.

Ist im Endeffekt das selbe wie Grakas in den Ofen stecken, da steckt das selbe dahinter ;). Hält auch meist nur kurzzeitig.
 
Zuletzt bearbeitet:

JanR

Ensign
Dabei seit
Nov. 2011
Beiträge
162
Hi,

Ist im Endeffekt das selbe wie Grakas in den Ofen stecken, da steckt das selbe dahinter . Hält auch meist nur kurzzeitig.
Es sei denn, man macht es richtig. 90% der Beschreibungen im Netz sind Bloedsinn und koennen nicht funktionieren. Wenn man es so macht, dass das Lot tatsaechlich schmelzen kann (das braucht um die 200 Grad und ein paar Minuten Einwirkzeit), dann funktioniert es wirklich. Ich habe das bei einem HP-Notebook mit ausbaubarer Grafikkarte im Dezember 2008 gemacht - geht heute noch und hatte seitdem auch kein Problem mehr.

Das klappt aber nur unter guenstigen Umstaenden und mit entsprechender Sachkenntnis um das Durchfuehren solcher Loetvorgaenge. Einem Laien wuerde ich davon abraten - bei einem ganzen Notebookboard ohnehin.

Wenn gewuenscht, kann ich dazu gerne mehr schreiben, aber ich wuerde erstmal alles andere ausschliessen.

Viele Gruesse,

Jan
 

drunken.panda

Captain
Dabei seit
Juli 2008
Beiträge
3.626
Ja aber da haste dann nicht unbedingt noch das Problem,dass das Lot schnell brüchig wird, weils einfach nicht geeignet ist. Das kommt ja verschärfend dazu.
 

Soulfly999

Lt. Commander
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.993
Ich würde sagen alles andere ist schon ausgeschlossen ausser das Board selbst.

Tja große Investitionen ist es auch nicht Wert aber mit kleinen Mitteln vielleicht.

Bin jetzt kein Lötspezi aber technisch versiert. Also das Video sah eigentlich recht professionell aus. Hat alles andere bis auf den Auschnitt mit Alufolie ausgelegt und dann halt mit dem Fön bearbeitet. Aber wenn man es sonst eh in Müll schmeißt ist es ein Versuch Wert oder?!
 

tomate67

Lt. Commander
Dabei seit
Okt. 2012
Beiträge
1.544
Hey,
falsches Lot war nicht die Ursache, sondern ein falsches Underfill zwischen DIE und Träger. Dies wurde mit der Zeit mürbe und ließ Spannungen bei Temperaturschwankungen zu. Als Folge dessen reißen dann die Lötstellen. Solange der Chip nicht stablisiert wird, bleibt die Belastung nach einem Reflow zu hoch und die Kontakte der Lötkugeln reißen immer wieder.
Einzige richtige Lösung ist der Wechsel des Grafikchips. Das wollen aber viele nicht investieren. Deshalb mal ein link, was man probieren könnte:
http://www.amilo-forum.de/topic,30368,45,-Amilo-Laptop-Grafikkarte-Reparieren.html

Ich habe die dort beschriebene Prozedur vor ca einem Jahr bei insgesamt sieben Rechnern gemacht(1xToshiba P100, kaum Nutzung, 2x DV6000 geringe Nutzung, 4x One C3400/C5600, sehr starke Nutzung, 2-3 Stunden am Tag). Zwei Karten haben nicht gehalten, der Rest, und darunter sehr intensiv genutzte Rechner, läuft noch.

MfG
Thomas

P.S. Bei der 9xxx NVDIA hat diese Prozedur nichts gebracht, nur bei der 8xxxm und 7xxxgo Serie.
 
Zuletzt bearbeitet:

Soulfly999

Lt. Commander
Ersteller dieses Themas
Dabei seit
Mai 2007
Beiträge
1.993
Wow Danke für die sachliche Info.
Dann ist es ja doch eher aussichtslos.

Ich würde da keine 50€ mehr rein stecken. Muss ich mal mit Ihm bequatschen.

Danke euch.
 

drunken.panda

Captain
Dabei seit
Juli 2008
Beiträge
3.626
Jau das mag so sein. Der Aufwand ist halt schon recht hoch für nen altes AMD Notebook.
 

JanR

Ensign
Dabei seit
Nov. 2011
Beiträge
162
Hi,

Foen bzw. Heissluftpistole hilft nicht wirklich auf Dauer. Der Punkt ist, dass das Lot schmelzen muss, damit die fehlenden Verbindungen sich wieder verloeten, sonst erzeugt man nur thermische Verspannungen, die kurz auch helfen koennen. Selbst wenn man diese Hitze kontrolliert auf den Chip bekaeme, so muss man bedenken, dass im fraglichen Moment dieser Chip und alle anderen "lose" sind. Der starke Luftzug der Heissluftpistole weht sie also einfach weg (genau das ist bei meinem Uebungsschrottboard passiert, als ich die richtige Temperatur hatte).

Ein Umluftbackofen auf 200 Grad ist da die bessere Loesung. Wirklich gut vorheizen, dann das Board rein auf einer geeigneten Traegerkonstruktion (vorher ALLES brennbare wie Aufkleber usw entfernen, sicherstellen, dass die richtige Seite oben ist, also die Chips auf der Unterseite auch bei der Herstellung unten waren und somit geklebt sind, sonst fallen die naemlich ab) und dann fuer etwa 5 Minuten bei laufendem Umluftofen bei 200 Grad drinlassen. Danach Ofen aus, Tuer auf und WARTEN. Auf keinen Fall das Board rausnehmen oder auch nur anfassen, die Erschuetterungen wuerden die auf dem geschmolzenen Zinn liegenden Teile verrutschen lassen. Ich habe es dann so nach 10 oder 15 Minuten rausgenommen, weiter abkuehlen lassen und dann ausprobiert - ging sofort und tut das auch jetzt noch, ueber vier Jahre spaeter.

So hat es bei mir funktioniert und das ist auch eine echte Loetung, nicht bloss das Erzeugen von Verspannungen durch Erhitzung. Als Traegerkonstruktion hatte ich diese Bolzen, die man in das Gehaeuse schraubt, um da das Mainboard drauf zu verschrauben, an vier Stellen so an die Grafikkarte geschraubt, dass sie da genau waagerecht drauf stehen konnte. Backpapier drunter und dann auf das Blech...

Oberhitze/Unterhitze sind ungeeignet, weil der Ofen da nicht gleichmaessig genug warm wird und es Bereiche gibt, die zu kalt sind, waehrend andere gefaehrlich heiss werden. Heissluftpistole kann nicht gehen, es sei denn, man kann sicherstellen, dass man 200 Grad genau trifft und dabei Board und Chip auf diese Temperatur bringt, ohne irgendwas wegzuwehen oder anzubrennen.

Nachtrag: In meinem Fall war es ein alter Radeon-Chip in einem HP-Notebook von 2004, bei dem tatsaechlich das Lot bzw. die unzureichende Loetung das Problem war. Bei den nVidia-Chips scheint nach dem oben geposteten Link das Problem ja woanders zu liegen - da waere meine Prozedur eher nur aufschiebend oder ganz nutzlos. Bei Chips, bei denen die Loetung das Problem ist, geht das hingegen wirklich.

Viele Gruesse,

Jan
 
Zuletzt bearbeitet:
Top