Geräte nachts ohne Strom ?

@areiland
Ich glaube das Problem tritt vor bzw. während des Boot-Vorgangs auf, insofern sollten Windows-Treiber noch kein Problem darstellen.
@daspossum
Hast du einen Beeper? Macht der ungewöhnlich viele Beeps? RAM oder CPU übertaktet? BIOS Version?
Mein Board braucht wenige Sekunden bis zum ersten und einzigem Beep, dann wenige Sekunden für den POST, danach startet Windows.
RAM und CPU sind bei mir identisch.
 
WoFNuLL schrieb:
Wie schon jemand sagte: Asus Feature:
Mein Ryzen Server mit nem Hero VI als auch mein z270 Strix und das z370 Strix meiner Ex haben exakt dieses Verhalten an den Tag gelegt ... vergleichbare Boards von Gigabyte oder MSI haben diesen Spaß soweit ich das gesehen hab nicht gemacht.

it's not a Bug it's a feature, ein Problem das sich "kaltstart Bug" nennt kenne das auch von anderen Asus Mainboards.
 
SE. schrieb:
@areilandIch glaube das Problem tritt vor bzw. während des Boot-Vorgangs auf, insofern sollten Windows-Treiber noch kein Problem darstellen.
Der Schnellstart ist ein reduzierter Ruhezustand und läd eine gespeicherte Systemsituation. Das heisst, er wirkt sich direkt ab Bootlader aus. Wenn Windows beim Herunterfahren den Schnellstartpuffer schreibt, dann schreibt es die aktuellen Konfigurationsdaten der Hardware rein. Durch unpassende Treiber veranlasste Daten können dabei dazu führen, dass einzelne Geräte nicht ohne Neuinitialisierung in Betrieb genommen werden können und dann kommt es dazu, dass der Bootmanager einen Kaltstart veranlassen muss - was eben dieses zweimalige ansetzen zum Start verursacht.

Meist erkennt man solche Probleme erst dann, wenn man den Rechner an einer abschaltbaren Steckerleiste betreibt, weil der Rechner ohne diese Leiste immer mit Strom versorgt bleibt und die Geräte ihre Konfigurationsdaten über längere Zeit behalten. Dann funktioniert der Schnellstart oft einwandfrei, weil die Konfigurationsdaten der Geräte mit den gepufferten übereinstimmen. War der Rechner aber mal komplett aus, ändert sich sein Startverhalten sofort.
 
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SE. schrieb:
Wäre es ein Feature, hätte ich das Problem auch. Der TE hat scheinbar das gleiche Board wie ich.

Hast du ein BeQuiet Netzteil? Habe den Verdacht, dass dieses Verhalten bei ASUS Boards in Verbindung mit BeQuiet Netzteilen auftritt.

@areiland
Dieser zwei Startversuche beim Kaltstart passieren sofort nach dem Start und auch ohne angeschlossener Festplatte / SSD.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das "Problem" besteht auch bei nicht BeQuiet Netzteilen. Jeder der ein Asus Board hat, und den Strom komplett wegnimmt (Kaltstart) und dann startet an dieses An-Aus-An "Feature". Das gibt es schon seit über 10 Jahren btw ^^. Abgesehen davon, schalte ich meine Geräte nie mit einer Steckerleiste aus, weil sie quasi eh nichts verbrauchen, wenn sie aus sind.
 
BeQuiet Netzteil und ASUS Board, die Kiste startet durch wenn der Strom weg war. Kein On-Off-On Verhalten. Kommt also nicht bei allen ASUS Boards vor.
 
DriveByFM schrieb:
Jeder der ein Asus Board hat,(...)
Deine Aussage stimmt nicht. Oder ich bin der Einzige, der das Problem nicht hat.

edit: mein PC steht auch mal tagelang ohne Strom rum, Probleme hatte ich noch nie.
 
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Bei meinem alten Board mit dem 2600k von 2011 gabs mal das Feature aber die Asus Boards danach hatten das nicht mehr hier^^
 
SE. schrieb:
Wäre es ein Feature, hätte ich das Problem auch. Der TE hat scheinbar das gleiche Board wie ich.

Muss nicht zwangsläufig auftreten, ist trotzdem ein bekanntes ASUS Verhalten. Und wird vom Support wohl als Feature verkauft. Soweit ich mich dunkel erinnere tritt es vermehrt bei starkem CPU/RAM OC auf.

Ist bei meinem C6H auch Standard.

Vielleicht ist es auch das Memory Training, wenn das nicht sogar die gleiche Funktion ist.
 
Kurzes Anlaufen bei Strom an und gleich wieder aus (ohne dass man auf den Einschaltknopf drückt) machen übrigens diverse Großserien-PC-Linien (DELL, Acer hier bei uns)
 
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Nur für Leute, die wissen was sie tun:

Grundsätzlich habe ich in allen PCs einen Hauptschalter eingebaut.
Von der Kaltgerätebuchse des Netzteils auf einen 2-poligen Schalter an der Front und wieder zum NT.
Mit ihm wird das NT sowie auch die eingebaute Steckdose für die Monitore an der Rückwand geschaltet.
Ist zwar nicht "ATX-konform", enspricht aber den gängigen VDE-Bestimmungen.

Nach herunterfahren des OS wird dann der Schalter betätigt. Alles ist dann spannungslos.

Wenn ich dann den PWR-On-Taster drücke habe ich den selben Efekt wie es puri beschreibt.
(Die Restladung der Kondensatoren werden abgebaut).
Damit der/die Rechner wieder hochfahren nach Betätigen der Hauptschalters hane ich im BIOS "Power on nach Stromausfall", oder ähnlich, eingestellt.

Doppeltes Starten wie beim TE habe ich bei noch keinem PC/Board ob ASUS oder andere erlebt.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung)
smuper schrieb:
Soweit ich mich dunkel erinnere tritt es vermehrt bei starkem CPU/RAM OC auf.

Ist bei mir bei allen ASUS Boards auch ohne OC und default BIOS Einstellungen aufgetreten.

Ist ja ein bekanntes Problem und auch der ASUS Support bestätigt das Verhalten. Als Antwort erhält man, dass dies so gewollt ist. Dadurch müsste es eigentlich auch bei jedem auftreten, vielleicht bekommt man den kurzen Moment nur nicht mit. Ich merke es auch nur am Bedienfeld von der externen Wassekühlung. Sonst sieht man das nur, wenn der PC offen ist und die Lüfter beobachtet, die mit dem Board verbunden sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
@areiland
Danke für deine Ausführungen.
So wie ich die Schnellstart-Funktion (fast startup) verstehe wird eine hiberfil.sys-Datei erstellt, genauso wie von dir beschrieben, allerdings ohne die user-spezifischen Daten (offene Programme, etc.) sondern nur mit geräte-spezifischen (Treiber, etc.). Diese hiberfil.sys wird nach dem POST* geladen um Windows 8/10 schneller zu starten. Scheinbar liegen diese Daten auf nichtflüchtigem Speicher, also SSD oder HDD (usw.), und nicht im (flüchtigem) RAM. Wären die Daten im RAM wären diese natürlich weg durch längere Unterbrechung der Stromzufuhr, klar.
Ich habe die Fragestellung so verstanden, dass Computer des TE mehrfach am POST* scheitert und Windows erst später bootet als erhofft.

*Power On Self Test
 
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@SE.
So ist es! Es werden ein Teil des Systemkerns und geladene Treiber gepuffert, um die Initialisierung des Systems und der grundlegenden Geräte zu vermeiden. Schreibt das UEFI während des POST von der gespeicherten Konfiguration abweichende Daten ins ROM eines oder mehrerer Geräte, kommt es im Betrieb zu Gerätefehlern, bei grundlegenden Geräten wird dann direkt ein Neustart ohne den Schnellstartpuffer veranlasst.

Da dieser Neustart vom Windows Bootmanager veranlasst wird, ist es meist schwer zu unterscheiden, ob er vom Bootmanager oder vom Mainboard kommt.
 
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Danke für die vielen Antworten.
Ich lese jedenfalls da raus, dass es keiner Komponente schadet, wenn der Strom weggenommen wird. Somit kann ich zumindest immer wenn ich 3-4 Tage nicht daheim bin, den Schalter umlegen.
 
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