Zimmbo schrieb:
Meine Antwort, der Mensch wird sich anpassen müssen.
Und wieso nicht unser Wirtschaftssystem anpassen und sogar BESSER machen? Es geht nach wie vor Milliarden von Menschen nicht gerade gut. In Deutschland krappsen 10-20 Mio Menschen an der Armutsgrenze herum und haben Ende des Monats nichts mehr zu essen. Statt, dass wir immer weniger arbeiten wegen der unfassbaren Produktivitätssteigerungen der letzten Jahrzehnte, sollen wir mehr arbeiten. Gleichzeitig nimmt die Zentrierung des absurden Reichtums immer mehr zu - und übrigens haben Überreiche gar kein besseres Leben dadurch, dass die Zahl ihres Reichtums grösser wird!
Und zum Thema:
Statt dass wir seit Jahrzehnten, dezentrale und kommunale Energieversorgung in den Mittelpunkt rücken, haben wir Konzernmonster, die sich für uns als MENSCHEN nicht interessieren, weil die Konzernmechaniken dies gar nicht vorsehen. Konzerne sind soziale Maschinen, die dazu dienen, virtuelle Buchhaltungssysteme zu erfüllen, um Zahlen zu liefern. Alles andere, wie gute Produkte, zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter ist schlicht niederrangig.
Energiekonzerne wollen nicht eine "bessere" Energieversorgung. Das Produkt ist nur Mittel zum Zweck. Wenn wir die Chance haben, Energiewirtschaft stärker zu dezentralisieren... wieso wird wohl soviel dagegen argumentiert? Woran könnte das wohl liegen?
Können wir das alles wirklich nicht besser? WOLLEN wir das wirklich nicht besser? Können wir unsere EIGENEN sozialen (und damit wirtschaftlichen und technologischen) Systeme nicht "anpassen"? Obwohl Du genau das forderst?
Edit: Der von Dir erwähnte Lomberg ist aus meiner Sicht ein Konzern-Vertreter. Er behauptet, das BSP würde die wichtigste Zahl sein um zu beschreiben, wie es ALLEN MENSCHEN geht. Und genau das ist Quatsch. Ist auch stochastisch sehr leicht nachweisbar. Es geht ja eben Milliarden von Menschen nicht gut, TROTZ des weltweit hohen BSP. China hat pro Kopf ein BSP ähnlich hoch, wie Argentinien. Hmmmmmm... was verrät uns das über das BSP?
Dass es ganz sicher nicht ansatzweise ausreicht, um zu beschreiben, wie gut es Menschen in einem Land geht.
Statt dass sich Leute, wie Lomberg, also dafür interessieren, wie wir unser Wirtschaftssytem BESSER machen können, ist er daran interessiert, das bestehende Systeme aufrecht zu erhalten bzw. sogar Argumente zu liefern, wieso Konzerne ihre zum Teil unmenschliche Ausbeutung vorantreiben sollten.