News Gesetzentwurf: Regierung will Solarförderung deutlich einschränken

@Zimmbo
Ich will Dir Deinen Optimismus nicht nehmen aber Dein Verständnis von Ursache und Wirkung oder Zusammenhänge innerhalb eines Ökosystems ist nicht gerade deine starke Seite.
Kuhprah schrieb:
Die ganzen Förderungen sind auch schon lange wieder ausgelaufen. Wie soll man denn mit Steuern runter wenn man immer Geld anderer mit beiden Händen raus haut?
He, in der Schweiz baut man gerade auch mit Steuergeldern neue Gaskraftwerke wo fraglich ist das die jemals Strom liefern werden. Also sei mal nicht so schadenfroh :D
 
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Zimmbo schrieb:
Glaubst du nicht das in absehbarer Zeit ein adäquater Ersatzstoff für Klei zur Verfügung steht? Wir haben bisher für alles eine Lösung gefunden. Wieso sollte es dieses Mal anders sein?
Diese Lösung findet in UK schon statt, dort werden Gebiete deklariert wo der Staat keinen Küstenschutz mehr durchführt.
Zimmbo schrieb:
Ich bin halt eher optimistisch und sehe das in der Vergangenheit immer zur rechten Zeit etwas neues Erfunden wurde.
Es wurde bereits erfunden -> EE, Moore und Wald.
Zimmbo schrieb:
Wenn der Klei zu teuer wird, kommt der passende Ersatz um die Ecke. Gibt schon Tests zu METHA Material und Sand Asche Gemische als Ersatz für Klei. Das größte Problem ist wenn der Deich begrünt sein soll, das geht bisher nur mit Klei.
Dann werde mal konkret, wie hoch willst du die Deiche bauen und welche Bauwerke willst du errichten um zu verhindern das Wasser unten durchdrückt, und was soll der Spaß kosten?

BTW: Das Gras und die Bewirtschaftung vom dem Gras durch Schafe ist Bestandteil der "Statik" eines Deiches.
Ergänzung ()

Buttkiss schrieb:
Ich will Dir Deinen Optimismus nicht nehmen aber Dein Verständnis von Ursache und Wirkung oder Zusammenhänge innerhalb eines Ökosystems ist nicht gerade deine starke Seite.
Das ist typisch für Ideologen des unbegrenzten Wachstums und "Physik ordnet sich dem Markt unter Fraktion".

Und wenn man bei der Entsorgung von Fäkalien auf den Markt gesetzt hätte wären unsere Städte immer noch mit einer Schicht aus Scheiße überzogen.
 
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Buttkiss schrieb:
Ich will Dir Deinen Optimismus nicht nehmen aber Dein Verständnis von Ursache und Wirkung oder Zusammenhänge innerhalb eines Ökosystems ist nicht gerade deine starke Seite.
Anstatt mir mangelndes Verständnis vorzuwerfen, bitte mal konkret was ich nicht verstehen soll. Ich gehe bei mehr oder weniger allem mit was der IPCC rausbringt, mit Ausnahme des "Ratgeberteils".
 
Zimmbo schrieb:
bitte mal konkret was ich nicht verstehen soll.
Was soll das bringen? Das versuchen die Anderen hier schon seit wievielen Seiten Diskussion? Mal davon abgesehen das das schon lange nichts mehr mit dem Thema zu tun hat...
 
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@Buttkiss Irgendjemand muss diese "wir machen alles wie früher obwohl sich die Erde weiter dreht und die Welt sich ändert" Parteien ja wählen.

Zur Erinnerung:

 
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KitKat::new() schrieb:

Im Gegenteil, wenn es nur Verschiebungen von Resourcenverbrauch geben koennte und nie eine Reduktion, haette die Menschheit nie Zeit gefunden, um die anderen Resourcen zu erschliessen (z.B. Ackerbau), und wir waeren immer noch Jaeger und Sammlerinnen.

nein
1) Dampfmaschinen fallen nicht vom Himmel, hast also Ressourcennutzung verlagert

Auch die ineffizienten Dampfmaschinen fielen nicht vom Himmel. Wenn jemand sich statt der ineffizienten eine effizientere Dampfmaschine anschafft, hat er fuer die Dampfmaschine nicht mehr Resourcen aufgewendet (vermutlich eher weniger; wenn man sich in einem technischen Museum anschaut, wie klobig die ersten Dampfmaschinen waren; das ging spaeter schon deutlich kleiner). Also keine Resourcenverlagerung bei der Anschaffung, und dann weniger Resourcenverbrauch im Betrieb.

2) eine Innovation kannst nur einmal nutzen - willst das unendlich fortführen bräuchtest du jedoch unendlich viele Ausführungen daovn

Natuerlich. Inzwischen werden fuer die damaligen Verwendungen von Dampfmaschinen Elektromotoren eingesetzt, die von PV, Windkraft und Wasserkraft angetrieben werden, und, weil die CDU es will, auch noch von Gas, und es wird gar keine Kohle mehr verbraucht. Wenn das mit dem Gas endlich aufhoert, hast Du im Betrieb gar keinen Resourcenverbrauch mehr. Wenn die Preise fuer Rohstoffe hoch genug sind, wird das Material fuer die Elektromotoren, die Stromquellen, und die Netze jeweils am Ende der Lebenszeit recycelt, und es gibt auch kaum mehr Resourcenverbrauch fuer die Erzeugung dieser Investitionsgueter mehr. Dann wird's wohl immer noch Innovationen geben, um die Recyclingquote von 99% auf 99,9% zu steigern, und danach geht's dem Rest an den Kragen.

Warum sollten die Innovationen aufhoeren? Es braucht nur die richtigen Anreize, um sie zu erarbeiten und zu verwenden, und zwar mit langer Vorlaufzeit. Laut dem Gesetzesentwurf werden die Anreize weg von PV (besonders Privat-PV) gesetzt, das geht also in die andere Richtung.
 
mal wieder näher am Thema...

Gründe aus denen es schlecht ist, die Förderung erneuerbarer Energien einzuschränken: jetzt

Es wurde in den letzten paar Tagen wieder und wieder in allen Berichterstattungen gesagt, dass durch die Straße von Hormus, die jetzt dicht ist, etwa 15 bis 20% des weltweiten Öl und Gas Bedarfs gehen.
Entsprechend werden die Preise hochgehen, bzw. sollen schon teilweise direkt hochgegangen sein (ich nähere mich jetzt meinen ersten 12 Monaten ohne Auto... das ist schon geil, wenn man irgendwann feststellt, dass man nicht mehr panisch zu den Preistafeln einer jeden Tankstelle schielt), auf magische Weise, obwohl die Suppe in den Tankstellen noch aus einer der vorherigen Lieferungen stammt, die "normal" bepreist waren. Wohltuende Wunderkraft des Kapitalismus!
Aber keine Angst... zum Ausgleich wird sich der Preis extra langsam normalisieren, also auf ein höheres Niveau als zuvor, sobald die Sache vorbei ist...

Und dann ist da noch die Sache mit den Gasvorräten, die kurz vor leer sind, weil sie wohl im Letzten Jahr nicht ausreichend gefüllt wurden (so wie ich das verstanden hab, da die einen sich den Schuh der Verantwortung nicht anziehen wollten, und die anderen auf bessere Preise spekulierten, je näher der Winter kam, was ja immer so gut klappt... Allerdings gebe ich hier gerne zu, dass ich dieser Schallplatte des Jammerns noch nicht mal mehr peripher lausche, einfach weil dieser Song zu erwarten war. Entsprechend kann ich bei der Ursache auch komplett daneben lieben und es könnte echte valide Gründe geben, aus denen wir tatsächlich ein Opfer sind... Aber mal ehrlich gefragt... wie wahrscheinlich wäre sowas?)

Wir kriegen es wieder einmal von links und rechts aufs Brot geschmiert, dass wir in Sachen Energiegewinnung so unabhängig wie möglich sein müssen, dass der nationale Bedarf (und eigentlich auch auf europäischer Ebene) nach fossilen Energieträgern so gering wie möglich sein muss, so dass höchstens nur noch die verarbeitende Industrie, die auf diese Stoffe als Rohstoffquelle angewiesen sind, die dummen sind, falls sie ihren Bedarf nicht inneuropäisch decken können.
Aber nein... die konservative Politik, diejenige, die immer von sich behauptet und behaupten lässt, dass sie die Wirtschaftskompetenz gepachtet hätte, setzt wieder einmal das Gegenteil dessen um, was wirtschaftlich sinnvoll ist.
Das gab es noch nie... echt jetzt...
 
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mae schrieb:
Auch die ineffizienten Dampfmaschinen fielen nicht vom Himmel. Wenn jemand sich statt der ineffizienten eine effizientere Dampfmaschine anschafft, hat er fuer die Dampfmaschine nicht mehr Resourcen aufgewendet (vermutlich eher weniger; wenn man sich in einem technischen Museum anschaut, wie klobig die ersten Dampfmaschinen waren; das ging spaeter schon deutlich kleiner). Also keine Resourcenverlagerung bei der Anschaffung, und dann weniger Resourcenverbrauch im Betrieb.
Die Effizienz (Wirkungsgrad) von Wärmekraftmaschinen wurde bereits 1824 physikalisch beschrieben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Wirkungsgrad
catch 22 schrieb:
Und dann ist da noch die Sache mit den Gasvorräten, die kurz vor leer sind, weil sie wohl im Letzten Jahr nicht ausreichend gefüllt wurden (so wie ich das verstanden hab, da die einen sich den Schuh der Verantwortung nicht anziehen wollten, und die anderen auf bessere Preise spekulierten, je näher der Winter kam, was ja immer so gut klappt...
Nennen wir das Kind doch einfach beim Namen: Das ist ein klassischer Fall von Marktversagen.
 
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foofoobar schrieb:
Das ist ein klassischer Fall von Marktversagen.
ich weiß es nicht... da wurde ja irgendwann ein Gesetz erlassen, dass zum Stichtag X (November oder Oktober, die Speicher zum Prozentsatz X gefüllt sein müssen, irgendwie aber wohl nicht klar geregelt ist, wer dafür wirklich verantwortlich ist, der Staat es von den Betreibern erwartet, aber falls die dem nicht nachkommen, nichts weiter passiert...
Oder so?
Daher tendiere ich zu "Marktversagen mit vorhergehendem Politik / Verwaltungsversagen"?

und nun der gespielte Witz...
Reiches Perlen der Weisheit
 
foofoobar schrieb:
Diese Lösung findet in UK schon statt, dort werden Gebiete deklariert wo der Staat keinen Küstenschutz mehr durchführt.
Okay, und das sagt jetzt was aus genau?
foofoobar schrieb:
Dann werde mal konkret, wie hoch willst du die Deiche bauen und welche Bauwerke willst du errichten um zu verhindern das Wasser unten durchdrückt, und was soll der Spaß kosten?

BTW: Das Gras und die Bewirtschaftung vom dem Gras durch Schafe ist Bestandteil der "Statik" eines Deiches

Im Mittel zwei bis drei Meter, über zwei Jahrhunderte wohlgemerkt, wenn's besonders übel wird bis zu 6 Meter. Was das kostet, keine Ahnung. Allerdings wie man an den Niederlanden sehen kann, kann man es sich durchaus leisten.

Ja, ist dasselbe Prinzip wie bei Dünen oder bewaldeten Hängen, ist sehr wichtig für den Erosionsschutz. Wobei Asphalt wohl auch geht als Schutzschicht, sieht halt Scheiße aus, und bietet keinen Raum für Flora und Fauna, so bisschen wie bei Windkraftanlagen, da wird auch Lokal teilweiße entwaldet und mehr oder weniger auf das Landschaftsbild gepfiffen.
 
Zimmbo schrieb:
Allerdings wie man an den Niederlanden sehen kann, kann man es sich durchaus leisten.
"...eine umfassende Erhöhung/Verstärkung kostet im Schnitt zwischen 3 und 10 Millionen Euro pro Kilometer."
Darin sind laufende Kosten für die permanten Instandhaltungen, Wasserbehörden, Pumpwerke nicht mit einberechnet. Jetzt kannst Du spasseshalber noch die Küstenlänge von Holland und Deutschland in Relation setzen und dann auch spasseshalber noch drüber nachdenken wo die 800 Millionen Flüchtlinge hin sollen, aus Ländern die es sich eben nicht leisten können. Lass mich raten, nicht zu uns.
 
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catch 22 schrieb:
ich nähere mich jetzt meinen ersten 12 Monaten ohne Auto... das ist schon geil, wenn man irgendwann feststellt, dass man nicht mehr panisch zu den Preistafeln einer jeden Tankstelle schielt
Ich hab das schon vor ein paar Jahren durchgemacht. Am meisten ist mir aufgefallen, wie viel mehr Geld am Ende des Monats übrig geblieben ist. Fand ich top! ^^
Heute radel ich immer in die Stadt. Kofferraum habe ich in Form von Seitentaschen genug und brauche ich mal mehr, dann hole ich den Fahrradanhänger raus. Das Wetter bestimmt bei mir nur, welche Kleidung ich anziehe, ansonsten ist es mir egal.
Viele verstehen nicht, das man den Alltag so problemlos bestreiten kann. Ich höre immer nur Ausreden*, warum das bei denen nicht geht. Ich sehe Omas, die das genauso problemlos bewältigen wie ich. Und wenn die das schaffen, dann schaffen das alle anderen Leute erst recht.

* Es geht mir hier nicht um zu weite Strecken zur Arbeit. >15 km Anfahrt wären mir auch zu weit. Aber z. Einkaufen geht mit dem Rad. Man braucht da kein Auto.

catch 22 schrieb:
Wir kriegen es wieder einmal von links und rechts aufs Brot geschmiert, dass wir in Sachen Energiegewinnung so unabhängig wie möglich sein müssen, dass der nationale Bedarf (und eigentlich auch auf europäischer Ebene) nach fossilen Energieträgern so gering wie möglich sein muss, so dass höchstens nur noch die verarbeitende Industrie, die auf diese Stoffe als Rohstoffquelle angewiesen sind, die dummen sind, falls sie ihren Bedarf nicht inneuropäisch decken können.
👆 This!
Autarkie ist eine schöne Sache. Es nimmt einem direkt ein paar Sorgen ab. Leider wird das viel zu wenig gefördert.

Zimmbo schrieb:
Was das kostet, keine Ahnung.
Sehr viel. Erdarbeiten sind meist die teuersten Arbeiten auf einer Baustelle, weil das viel Arbeitskraft und schwere Maschinerie erfordert.

Zimmbo schrieb:
Allerdings wie man an den Niederlanden kann man es sich durchaus leisten.
Der Bau der Deltawerke began mit dem Einsatz einer Kommission 1953 und endete 1997 mit der Inbetriebnahme des letzten Dammes. Man hatte anfänglich 20% des damaligen niederländischen GDPs für die Kosten vorgesehen. Es kostete hinterher allerdings drei Mal so viel. Die Werke sind für den Anstieg des Meeresspiegels um 40 cm ausgelegt.
Aktuell entwerfen sie Pläne, um einen Anstieg um 1,30 m bis 2100 zu bewältigen. Das soll 100 Mrd. € kosten, ca. 1/12 des GDPs. Ob die Kosten sich wieder vervielfachen werden, kann man jetzt natürlich noch nicht absehen.
Sie gehen davon aus, dass der Meeresspiegel bis 2200 um 4 Meter steigen wird.

Und darauf wollte ich mit meinen Posts hinaus. Der Klimawandel ist keine Kleinigkeit und einfach nichts, was man vor sich herschieben kann. Und billig ist er auch nicht, im Gegenteil: Er ist extrem teuer. Nur, wenn man den Preis heute nicht zahlt, zahlt man in ein paar Dekaden das Vielfache davon.
 
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Zimmbo schrieb:
Im Mittel zwei bis drei Meter, über zwei Jahrhunderte wohlgemerkt, wenn's besonders übel wird bis zu 6 Meter. Was das kostet, keine Ahnung. Allerdings wie man an den Niederlanden sehen kann, kann man es sich durchaus leisten.
Die Deiche sind jetzt schon höher.
Zimmbo schrieb:
Wobei Asphalt wohl auch geht als Schutzschicht
Quelle?
 
@Buttkiss
Also ganz ehrlich, wenn das Wirtschaftswachstum von 3% so weiter geht insbesondere in den Schwellenländern, dann können die das selber. Der Anstieg läuft über zwei Jahrhunderte, nicht über 20 Jahre. In hundert Jahren hat sich das globale GDP ca. Verzwanzigfacht. Ich denke der Deich stellt da finanziell nicht mehr ein Problem dar.
@Krik
Ich habe nie behauptet das der Klimawandel kein Geld kostet, noch das dieser im gesamten nicht negativ zu bewerten ist. Mein Standpunkt ist lediglich der, das wir als Menschheit gut damit klar kommen werden. Ich glaube an die Innovationskraft der Menschheit und an die wundersame Welt der Technik. Dazu zähle ich im übrigen auch PV, Windkraft und insbesondere die Wärmepumpe. Uns fehlt momentan nur noch Zeit für die Adaption, bessere Speichertechnik, und was für den Winter a la Nuklear oder Fusion. Problem gelöst. Das wir Deiche bauen müssen ist aber unumgänglich, selbst wenn wir morgen mit Treibhausgasen aufhören würden.
 
@Zimmbo
Du hast bestimmt Recht, mit einem Lächeln und einem fröhlichen Lied auf den Lippen geht es auf in eine strahlende Zukunft. Everything is awesome - beneidenswert.
Zimmbo schrieb:
Mein Standpunkt ist lediglich der, das wir als Menschheit gut damit klar kommen werden.
Die Flora und Fauna jedenfalls nicht, was dummerweise impliziert das es wir Menschen auch nicht werden.
Aber hey....
Zimmbo schrieb:
Bissle Flora und Fauna geht verloren? Who cares?
 
Die Idee, man müsste die Deiche nur hoch genug bauen, halte ich für absurd. Der Anstieg des Meeresspiegels wird dazu führen, das weltweit Küstenregionen unbewohnbar werden. Dann gibt es keine Anpassungsmöglichkeiten mehr. Wie schnell das geht, wissen wir nicht, denn das ist keine lineare Entwicklung, Stichwort Kipp-Punkte.
 
Zimmbo schrieb:
Meine Antwort, der Mensch wird sich anpassen müssen.
Und wieso nicht unser Wirtschaftssystem anpassen und sogar BESSER machen? Es geht nach wie vor Milliarden von Menschen nicht gerade gut. In Deutschland krappsen 10-20 Mio Menschen an der Armutsgrenze herum und haben Ende des Monats nichts mehr zu essen. Statt, dass wir immer weniger arbeiten wegen der unfassbaren Produktivitätssteigerungen der letzten Jahrzehnte, sollen wir mehr arbeiten. Gleichzeitig nimmt die Zentrierung des absurden Reichtums immer mehr zu - und übrigens haben Überreiche gar kein besseres Leben dadurch, dass die Zahl ihres Reichtums grösser wird!

Und zum Thema:
Statt dass wir seit Jahrzehnten, dezentrale und kommunale Energieversorgung in den Mittelpunkt rücken, haben wir Konzernmonster, die sich für uns als MENSCHEN nicht interessieren, weil die Konzernmechaniken dies gar nicht vorsehen. Konzerne sind soziale Maschinen, die dazu dienen, virtuelle Buchhaltungssysteme zu erfüllen, um Zahlen zu liefern. Alles andere, wie gute Produkte, zufriedene Kunden, zufriedene Mitarbeiter ist schlicht niederrangig.
Energiekonzerne wollen nicht eine "bessere" Energieversorgung. Das Produkt ist nur Mittel zum Zweck. Wenn wir die Chance haben, Energiewirtschaft stärker zu dezentralisieren... wieso wird wohl soviel dagegen argumentiert? Woran könnte das wohl liegen?

Können wir das alles wirklich nicht besser? WOLLEN wir das wirklich nicht besser? Können wir unsere EIGENEN sozialen (und damit wirtschaftlichen und technologischen) Systeme nicht "anpassen"? Obwohl Du genau das forderst?

Edit: Der von Dir erwähnte Lomberg ist aus meiner Sicht ein Konzern-Vertreter. Er behauptet, das BSP würde die wichtigste Zahl sein um zu beschreiben, wie es ALLEN MENSCHEN geht. Und genau das ist Quatsch. Ist auch stochastisch sehr leicht nachweisbar. Es geht ja eben Milliarden von Menschen nicht gut, TROTZ des weltweit hohen BSP. China hat pro Kopf ein BSP ähnlich hoch, wie Argentinien. Hmmmmmm... was verrät uns das über das BSP?
Dass es ganz sicher nicht ansatzweise ausreicht, um zu beschreiben, wie gut es Menschen in einem Land geht.
Statt dass sich Leute, wie Lomberg, also dafür interessieren, wie wir unser Wirtschaftssytem BESSER machen können, ist er daran interessiert, das bestehende Systeme aufrecht zu erhalten bzw. sogar Argumente zu liefern, wieso Konzerne ihre zum Teil unmenschliche Ausbeutung vorantreiben sollten.
 
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Zimmbo schrieb:
In hundert Jahren hat sich das globale GDP ca. Verzwanzigfacht. Ich denke der Deich stellt da finanziell nicht mehr ein Problem dar.
so wie das BIP (GDP) in Deutschland in den letzten Jahrzehnten gestiegen ist und daher nun Projekte wie Stuttgart21, Glasfasernetze, Stromtrassen, Autobahninstandhaltung, ... nun für 'nen Appel und ein Ei zu haben sind, nicht wahr.

Ich würde ja gerne den Vorwurf in den Raum stellen, dass du dich auch immer wieder selber mit dem Überrascht, was du hier von dir gibst... aber das würde erfordern, dass du deine Beiträge noch mal reflektierst, zumindest einfach nur durchliest, was aber beides garantiert nicht der Fall ist.
 
Mir wird's zu blöd. Das jetzige Wirtschaftssystem ist das beste was wir haben. Dann erfindet doch das Rad neu. Ihr wisst es wahrscheinlich besser wie ungefähr fast alle Wirtschaftsökonomen der Welt. Die anderen Wirtschaftssysteme haben ja auch so gut funktioniert. Entweder wir haben einen mehr oder weniger freien Markt, oder wir haben Sozialismus, was anderes hat noch keiner ausprobiert. Deutschland ist tot reguliert, Guck dir die Schweiz an, da läuft der Hase richtig.
Ich bin raus.
 
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