News Gesetzentwurf: Regierung will Solarförderung deutlich einschränken

mae schrieb:
warum die Vermieter es nicht schaffen
Das liegt m.M.n. an den Bürokratischen Hürden. Wobei sich dort vor kurzem auch was getan hat, soweit ich gelesen habe. nur bin ich nicht im Thema, in wie weit Mieterstrom und Nachbarstrom schon umgesetzt sind.

Bei uns kommen jetzt Häuser mit Solar, Wallbox und Flatmietmodell auf den Markt. Da scheint Win-Win für beide drin zu sein, der Vermieter spart sich Bürokratie (Nebenkostenabrechnung), der Mieter sich einiges an Unterhalt für die Wohnung.

Auch witzig: Warum wird die Förderung für diejenigen, die nur 25% oder weniger ihrer Ernte ins Netz speisen, reduziert (soll werden), aber die Großindustrie wird weiter gefördert? Obwohl diese genug Stromüberschuß hat, um in die Direktvermarktung zu gehen? Sollen die EEG Einspeisevergütungen gern weiter reduziert werden und gern auch die Höhe nach Netzsituation angepasst. Aber entfallen? Ja gut, dann werden zukünftig weitere, wie war die genannte Zahl weiter oben, ~12GW Solarleistung über Zeit aus dem Netz gehen. Wir haben genug Energie und bauen ja kräftig Gaskraftwerke, um diesen Verlust wieder zu kompensieren. Ja, dann macht die Netzplanungsstrategie durchaus Sinn.
 
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@mae
Ich will damit ausdrücken: Solarpanels lohnen sich finanziell auch ohne Förderung, nur halt nicht für Vermieter. Dieser hat unmittelbar erst einmal gar nichts davon, wenn seine Mieter günstig Energie bekommen und deshalb hat der kein Interesse, diese zu installieren.

Sollte er ein Interesse daran haben, Mietern günstig Energie anzubieten, bspw. wenn es eine Gegen betrifft, in der keine hohe Nachfrage nach Mietwohnungen/Miethäusern besteht, dann stehen ihm die bürokratischen Hürden im Weg, Stichwort "Mieterstrom": https://www.solarserver.de/2025/10/06/iw-studie-buerokratie-bremst-in-deutschland-mieterstrom-aus/
 
Capet schrieb:
Solarpanels lohnen sich finanziell auch ohne Förderung, nur halt nicht für Vermieter
Ja, sie würden nur die normale Einspeisevergütung erhalten. Dass lohnt sich natürlich nur als Privater und als große Firma. Vermieter können damit kein Geld verdienen, ist schon richtig.

Und Mieter, ja, ohne Grundbesitz fällt es schwer, die eigene Anlage aufzustellen, aber verboten ist es nicht. Es scheitert bei Mietern also einfach an fehlendem Grund und Boden, wo sie eine solche Anlage aufstellen können. Muss sich der Staat darum Gedanken machen? Inzwischen soll es sich sogar lohnen, Ackerland zu pachten, um dort PV zu betreiben. Natürlich zukünftig dann nur mit einer Anlage >25kWp. Also könnten sich viele Mieter zusammentun und eine Energiegemeinschaft gründen, um PV-Betreiber zu werden.
 
Samurai76 schrieb:
Auch witzig: Warum wird die Förderung für diejenigen, die nur 25% oder weniger ihrer Ernte ins Netz speisen, reduziert (soll werden), aber die Großindustrie wird weiter gefördert? Obwohl diese genug Stromüberschuß hat, um in die Direktvermarktung zu gehen?
Das Wirtschaftsministerium wird von der CDU geführt, was erwartest du? Je weniger Mittel irgendwer hat, desto mehr Hürden gibt es, Förderung, Steuergeschenke, geschliffene (Umwelt-)Auflagen gibt es für Große.

Samurai76 schrieb:
Und Mieter, ja, ohne Grundbesitz fällt es schwer, die eigene Anlage aufzustellen, aber verboten ist es nicht. Es scheitert bei Mietern also einfach an fehlendem Grund und Boden, wo sie eine solche Anlage aufstellen können. Muss sich der Staat darum Gedanken machen?
Also hier dieser Grüne da.. glaub Habeck hieß er hat für Mieter ja einfach mal gesagt 2kWp Solar, 800W einspeisen ist vorrangige Mietnutzung, und es gibt vereinfachte Anmeldung. Aber die GRÜÜÜÜÜÜNEN kann man je nicht wählen /s

Samurai76 schrieb:
Inzwischen soll es sich sogar lohnen, Ackerland zu pachten, um dort PV zu betreiben. Natürlich zukünftig dann nur mit einer Anlage >25kWp. Also könnten sich viele Mieter zusammentun und eine Energiegemeinschaft gründen, um PV-Betreiber zu werden.
Da wirst du aber blöde schauen, wenn du als kleiner Einzelpächter oder als kleine Gruppe bei der Behörde aufschlägst und das Land umgewidmet haben willst. Solang du nicht Pächter bist, wird keiner mit dir reden und selbst wenn ist alles unverbindlich. Wenn du Pächter bist, brennt dir Pacht und Verfahrenskosten ein Loch in die Tasche und der ROI rennt förmlich davon.
Da gab es auch erst eine Podcastfolge der "Lage der Nation". Kleiner Mittelstand verzweifelt an allen möglichen Auflagen, bekommt mit Ach und Krach die Genehmigung ein bestehendes Gebäude umzuwidmen, das Nachbargebäude aber nicht (und Vieles mehr): https://lagedernation.org/podcast/l...ng-bringen-wie-verwaltung-besser-werden-kann/

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Da hier Mieterstrom erwähnt wurde. Mieterstrom ist bei mir minimal günstiger als die Grundversorgung. Dabei ist das Dach vom Wohnblock voll mit Solarpanelen. Das ist ein Lose Lose Lose. Energieversorger und Genossenschaft haben Aufwände aber es Mieter nutzen es nicht, da es schlicht zu teuer ist.
 
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Buttkiss schrieb:
Da muss ich widersprechen. Bei PV-Anlagen steht sicherlich die Kostenersparnis und der Unabhängikeitsgedanke im Vordergrund, aber der Klimaschutz ist auch hier ein wichtiger Grund. Beim E-Auto (was ja oft mit der PV-Anlage zusammen angeschafft wird) sieht das dann doch anders aus. Da ist laut Umfragen der Kimaschutzu der Hauptgrund und war auch bei uns der Hauptgrund umzusteigen.

Vielen Leuten geht die Umwelt und das Klima einfach sowas von direkt am Arsch vorbei, egal wie sie sich in Umfragen und oder sonst nach außen darstellen. Es geht denen einzig und alleine um den finanziellen Vorteil durch die hier in diesem Thread thematisierte Solarenergie.

Und ich sehe nicht ein, warum sich Mieter an den Kosten beteiligen sollen, damit Eigenheimbesitzer günstig Energie beziehen können. Die Zuschüsse werden schließlich aus Steuereinnahmen eingesetzt.
Genauso wenig sehe ich es ein, dass E-Autos bezuschusst werden.

Wárum soll die Allgemeinheit dafür zahlen? Das darf sich jeder selbst erarbeiten.

@mae Lass es, meine Aussage zu verdrehen.

So, ich werd wieder an die Arbeit, damit ich für mein E-Auto sparen kann. Nächstes Jahr.
 
Sobald eine Nutzungsveränderung in z.B. eine Freiflächenanlage ansteht muss ja erst einmal ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Und das daurt schon mal Jahre. Außer du verfügst über privilegierte Flächen entlang von Autobahnen oder Bahnstrecken. Da gibt aktuell einige Versuche auch bei Ackerflächen mit bestimmten Bodenwert ein vereinfachtes Verfahren einzuführen, da stehen sich die Stadtverwaltungen aber noch selbst auf den Füssen.
Was hier teilw. gemacht wird ist die Einwohner in einem bestimmten Umkreis zu beteiligen. Die Bürger können sich finanziell beteiligen und bekommen dafür sehr attraktive Strompreise. Das hat die Akzeptanz massiv gesteigert.
Chrissssss schrieb:
Vielen Leuten geht die Umwelt und das Klima einfach sowas von direkt am Arsch vorbei, egal wie sie sich in Umfragen und oder sonst nach außen darstellen.
Meine persönliche Erfahrung ist halt eine Andere.
Chrissssss schrieb:
Und ich sehe nicht ein, warum sich Mieter an den Kosten beteiligen sollen, damit Eigenheimbesitzer günstig Energie beziehen können. Die Zuschüsse werden schließlich aus Steuereinnahmen eingesetzt.
Genauso wenig sehe ich es ein, dass E-Autos bezuschusst werden.
Wie schon gesagt sehe ich jegliche Förderung eh kritisch aber prinzipiell senken private PV Anlagen auch deine Stromkosten und je mehr E-Autos auf den Strassen fahren sinkt der Preis für Fahrzeuge insgesamt und Folgekosten für Umweltschäden. Langfristig werden die Kosten dadurch gesenkt.
Da fallen mir eher tausend andere Dinge ein die ich zahle, aber selbst nichts davon habe...
 
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Buttkiss schrieb:
Meine persönliche Erfahrung ist halt eine Andere.

Wie schon gesagt sehe ich jegliche Förderung eh kritisch aber prinzipiell senken private PV Anlagen auch deine Stromkosten und je mehr E-Autos auf den Strassen fahren sinkt der Preis für Fahrzeuge insgesamt und Folgekosten für Umweltschäden. Langfristig werden die Kosten dadurch gesenkt.
Da fallen mir eher tausend andere Dinge ein die ich zahle, aber selbst nichts davon habe...

Deine gefühlte persönliche Erfahrung in deiner Bubble, in der du dich bewegst, hat nunmal keine Allgemeingültigkeit. Unsere Gesellschaft ist halt nicht die Ponyhof-Welt, wie du sie gerne hättest.
 
@Chrissssss
Ich denke eher nicht das ich Dir einen Grund geliefert habe hier persönlich zu werden.
In meiner Ponyhof Bubble darf man durchaus unterschiedlicher Meinung sein.
 
Zimmbo schrieb:
Deutschland ist tot reguliert, Guck dir die Schweiz an, da läuft der Hase richtig.
Ich bin raus.
Die Schweiz hat das gleiche Wirtschaftssystem wie wir und auch da gibt es jede Menge Regeln.
 
foofoobar schrieb:
Die Olle hat ja schon beim Altmaier ihr Unwesen getrieben, hier die Auswirkungen auf Arbeitsplätze von damals:

Sehr geile Präsentation 👍
 
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Blowfly schrieb:
Die Schweiz hat das gleiche Wirtschaftssystem wie wir und auch da gibt es jede Menge Regeln.
Deutschland lagert und verwaltet die Kohle von Potentaten und Verbrechern?
Und gegen den immer wieder auftretenden Aufwertungsdruck vorzugehen wird sich die Schweiz auf Dauer auch nicht leisten können.
 
mae schrieb:
Deutschland lagert und verwaltet die Kohle von Potentaten und Verbrechern?
Geschäftsmodell ungleich Wirtschaftssystem.
Deutschland ist ja auch vorrangig Maschinenbau-Land. Die USA z.B. vorrangig IT-Dienstleister. China vorranging Massenproduktion. Und ja - Schweiz ist vor allem "Vermögensverwaltung" (haha - ich kann soooo diplomatisch sein).
England ist vorwiegend London somit vorwiegend "FInanzdienstleistung".
Und dennoch haben alle genannten Länder MIlliarden an andere Geschäftsmodellen und in vielen Bereichen Überschneiden/Ergänzen sich die Länder.

Worum gehts? Ach ja - Schweiz soviel besser als Deutschland, weil angeblich keine Regularien. Ist natürlich Quatsch.

Was mich aber gerade bei mittelständischen Unternehmern so unfassbar ankotzt, ist deren Verweigerung zu sehen, dass Konzernhilfen keine Mittelstandshilfen sind! Kann durchaus mal sein, aber oft nicht.
Und gerade die CDU aber auch FDP sind wirklich Konzernhur... äääähhhhh... Konzernvertreter geworden (da war beinahe die Diplomatie wieder weg).

Ich verstehe nicht, wieso dermassen viele Mittelständler denken, es gäbe "die Wirtschaft". Und dass viele Vertreter z.B. von "Familienunternehmen" was mit Mittelstand zu tun hätten - die sehen ja sogar Quandts gern als "Familienunternehmer". Absurd. Mittelstand übrigens ungleich Mittelschicht!
Mittelständische aber auch Kleinunternehmen bräuchten eine EIGENE Lobby! Deren Ziele aber auch Anforderungen sind deutlich andere, als von Großkonzernen!
Die CDU schafft es seit Jahrzehnten den Kleinunternehmern einzureden, die würden sich für ihre Interessen einsetzen. Wieso das so gut wie nie thematisiert wird... keine Ahnung.

Und das wird auch gerade in der aktuellen Energiegesetz-Debatte wieder klar. Die CDU scheisst auf Kleinunternehmer. Insbesondere solche, die gar nicht vermögend sind, sondern eigentlich kaum mehr als ein gutes Durchschnitts-Angestellten-Gehalt einsacken können (halt so 40k-60k sodas nach Abzügen 25k-40k netto über bleiben).

Wenn ständig davon gefaselt wird, es gäbe "zuviel" Regularien ... wird direkt wieder davon abgelenkt, worum es eigentlich geht: GUTE Regulatien vs SCHLECHTE Regularien.
Und dazu ist es nunmal wichtig, die Ziele klar zu erkläten und auch die Nachteile zu benennen.
Genau DAS tun viele Politiker nicht. Gerade in der CDU, aber auch SPD (aber ganz sicher auch nicht FDP und AfD) - die tun immer so, als würden sie "für alle" Gesetze machen wollen. BULLCRAP!
Die Grünen sind teilweise noch immer so dumm, über Nachteile der eigenen Vorschläge zu reden, statt einfach alles arrogant-schmnierig wegzubügeln.
Die Linken sind ja noch irrer und sagen sogar explizit, dass sie den Überreichen was wegnehmen wollen - und wegnehmen ist ja Raubtier-Sozialismus. Böse Leute diese Linken. Quasi Diebe.
 
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DriveByFM schrieb:
Tja willkommen in Deutschland, aber die Wähler wollen es ja anscheinend so
Es trifft immer den mit dem es sich machen lässt. Selbst schuld.
So auch jetzt wieder perfekt am Spritpreis zu sehen. Die Preissteigerung ist Betrug, aber die meisten glauben es ist der Krieg schuld.
 
@Manegarm Oke - man kann also falsch liegen bzgl der eigentlichen Ursache von Dingen. Das ist dann sicher nicht gut. Aber was genau kann jemand mit sich NICHT "machen lassen", wenn man die richtigen Ursachen sieht? Wir alle müssen die hohen Spritkosten zahlen, oder? Gut - ausser diejenigen, die kein Auto haben.
Und ich bin wirklich dafür, dass Menschen sich mehr Mühe geben, die Zusammenhänge akkurat zu sehen. Aber "selbst schuld" passt irgendwie nicht so ganz dahin. Oder?
 
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