News Gesichtserkennung: Datenschützer fordern Stopp des öffentlichen Tests in Berlin

Andy

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#1
Am Berliner Bahnhof Südkreuz testet die Bundespolizei aktuell den Einsatz automatisierter Gesichtserkennungssysteme. Freiwillige wurden dafür mit Transpondern ausgestattet, um die Kameras zu prüfen. Weil die Geräte aber mehr Daten liefern, als eigentlich angekündigt wurde, fordern Datenschützer einen Abbruch des Projekts.

Zur News: Gesichtserkennung: Datenschützer fordern Stopp des öffentlichen Tests in Berlin
 
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#2
Die Misere kann ich nicht ernst nehmen. Der hat wahrscheinlich in der Schule 1984 gelesen und geadcht das wäre ne Utopie und dafür ne 6 kassiert und dass nicht versteanden. nun will er das umsetzen.
So nen blödsin unterstütze ich nicht. genauso wie deie Maut ist das ne absolute Fehlinvestition.
Mehr Polizei ist besser.
 

Gojira

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#3
Naja, es wurde nirgends festgelegt, dass ein RFID Chip verwendet wird.
Zudem werden die Chips doch eh nur im Test verwendet um zu schauen wie gut die Gesichtserkennung arbeitet.
Später hat man das Problem eh nicht. Und die Tester machen es ja freiwillig mit.
Über die iBeacon-Funktion können übrigens so große Daten wie die Beschleunigungswerte nicht übertragen werden...
Zusätzlich handelt es sich nicht wirklich um die volle Apple iBeacon Unterstützung. Die ID ist nicht von Apple lizenziert.

Prinzipiell ist die Gesichtserkennung kritisch zu sehen, und es ist gut wenn man es genau unter die Lupe nimmt. Aber dann bitte mit relevanten und technisch korrekten Argumenten...
 

v_ossi

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#4
Man muss mMn nicht einmal zur Aluhut Träger Fraktion gehören um eine Aussage wie
„Innerhalb von Sekunden wird nur abgeglichen, ob sie in einer Fahndungsdatei stehen. Und nur in einem Trefferfall wird die Person gespeichert und dann hoffentlich verhaftet“
kritisch zu hinterfragen. Spätestens seit Snowden sollte jedem mündigen Bürger klar sein, dass solche Daten auch ganz schnell abgegriffen, anderweitig gespeichert und dann ausgewertet werden können.

Bei der aktuellen Problematik mit dem Versuch sehe ich aber kein so großes Dilemma. Die Probanten haben ja explizit zugestimmt an dem Test mitzumachen und ich denke nicht, dass jetzt Viele abspringen, weil sich ein technisches Detail ändert.
 

Merle

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#5
Ich finde das schon bedenklich. Aus: "mit dem Transponder können Sie am Ort x identifiziert werden." wird in der Einwilligung: "konstant werden Daten via Bluetooth gesendet, die eine Identifikation potentiell zulassen." Ob nun anonymisiert oder nicht. Das ist nicht das, wozu die Personen zugestimmt haben.

Ob das nun Datenschutztechnisch relevante Informationen sind ist imo sekundär.
 
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#6
@v_ossi

Für mich macht es das "hoffentlich". Das zeigt welches Vertrauen der Staat in sich selber hat...

Ich bin eh gegen Videoüberwachnung die bringt am Ende vom Tag eh nichts vor allem bei einem möglich Terroranschlag wo der Terrorist sich eh selber umlegt. Aber auch kleinere Straftaten werden zu 99% eh nie aufgeklärt von daher weg mit der Videoüberwachung, welches Ausmaß das Ganze annimmt sieht man im UK wo gefühlt fünf Kameras auf eine Person kommen.
 

tough.stalker

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#7
Gäbe es dieses System schon in der Zeit von den Geschwistern Scholl , hätten die wohl nicht lange ihre Flugblätter verteilen können.

Bald ist es sobweit, alle Staats Kritiker werden verschwinden.

Wir werden es noch besser machen als Erdogan, wir werden sie ALLE finden , diese Staats Feinde die meinen sich für Demokratie und Freiheit einsetzen zu müssen.

Finis germania.
 

SSJ

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#8
Ich finde es gut was passiert.

Typisch Deutsche, rummaulen, aber die verantwortlichen Politiker selbst gewählt zu haben.
 

Axxid

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#9
In einem Rechtsstaat, müsste man den Versuch zumindest so lange pausieren, bis korrigierte Erklärungen der Probanden vorliegen.
Aber im Kampf gegen der Terror muss man halt Ausnahmen machen.. :rolleyes:
 

Lilz

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#10
@SSJ: Wie soll man das verstehen? Die meisten haben diese Politiker eben nicht gewählt, also darf man getrost auch Bedenken und Kritik äußern. Aber auch die Leute die sie gewählt haben dürfen über Entscheidungen diskutieren die im nachhinein getroffen werden. Oder war das was gerade passiert ganz groß Teil des damaligen Wahlprogramms? Kannst mir ja mal Wahlplakate von damals zeigen als sie groß damit geworben haben das sie flächendeckende Videoüberwachung, weitreichende Zensur, die flutung des Landes mit illegalen Flüchtlingen, die PKW Maut usw beworben haben...
 

calluna

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#11
Zitat von CoolMaster:
Ich bin eh gegen Videoüberwachnung die bringt am Ende vom Tag eh nichts vor allem bei einem möglich...
Ich muss viel mit dem Zug fahren und fühle mich dank Videoüberwachung in Zügen und Bahnhöfen etwas sicherer. Es verhindert zwar nicht gänzlich Straftaten, aber ich kann mir vorstellen, dass es die Hemmschwelle anhebt. Außerdem ist es so möglich Straftaten besser zu verfolgen.
 
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#12
Das Problem ist nur: Das Transponder kann mehr, als er eigentlich soll.
Datenschützer fordern Stopp des Projekts
Ich habe kurz etwas zur Einwilligungserklärung gesucht, aber nichts gefunden.
Ist auch egal.
Die Schnüffler müssen an der Wurzel überall gepackt werden, wo sie mehr Daten abgreifen, als versprochen,
das ist einfach eine stumpfe Auslegung eines Vertrages, egal ob es "NUR" ein Test ist.
Bis es die Schnüffler/Politiker :freak: endlich mal lernen die Wahrheit zu sagen.

Nachtrag:
Und wenn es den Steuerzahler mehr kostet, dann ist dieses Geld bedeutend besser angelegt, als in Stümperprojekte, wo dann genau das Geld fehlt.
 
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#14
@calluna

Rede dir das ruhig ein... Videoüberwachung verhindert überhaupt keine Kriminalität. Wenn jemnad etwas klauen will tut er das. Wenn es eine Videoüberwachung gibt wird versucht diese aktiv zu umgehen.

Gerade am Bahnhof ist es in 99% der Fälle Bandenkriminalität. Die Leute welche da gefasst werden sind eh schon zu 100% Polizeibekannt aber was passiert? NICHTS! Die bekommen ein klaps auf die Hände und das wars.

Der einzige Sinnvolle Weg Kriminalität zu verhindern ist mehr Polizei alles andere spielt keine Rolle. Vor allem für Banden die durch ganz Deutschland ziehen.
 
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#15
Bislang hat noch keine Videoüberwachung der Welt, auch nicht die unseres anscheinenden Vorbildes England, irgend einen Terroranschlag verhindert. Hier geht es doch nur noch um die gezielte Überwachung des eigenen Volkes. Die Stasi wäre echt Stolz über die erfolgreiche Umsetzung.
 

Cr4y

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#16
Ich muss viel mit dem Zug fahren und fühle mich dank Videoüberwachung in Zügen und Bahnhöfen etwas sicherer. Es verhindert zwar nicht gänzlich Straftaten, aber ich kann mir vorstellen, dass es die Hemmschwelle anhebt. Außerdem ist es so möglich Straftaten besser zu verfolgen.
Aber ist das dann noch verhältnismäßig? Für ein besseres Gefühl, alle Menschen dauerhaft per Video zu verfolgen?
Wie schon gesagt, vor allem islamischen Terror wird man damit nicht aufhalten können. Denn diesen Leuten ist der Tod lieber als das Leben. So könnte man höchstens die Laufwege perfekt rekonstruieren...
Und für alltägliche Gewalt/Verbrechen Massenüberwachung? Sollte man nicht lieber Geld und Zeit darin investieren, herauszufinden welche Gruppen solche Verbrechen maßgeblich verüben, und etwas dagegen tun!? Vielleicht mit mehr Polizisten, Staatsanwälten und Richtern?
Und was ist, wenn du irgendwann auf dieser Video-Verfolgungsliste stehst, weil du im Internet eine Meinung geäußert hast, die zu diesem Zeitpunkt als "Hate-Speech" zählt? Soooo weit sind unsere Linken Ideologen (Grüne, SPD, Linke) nicht mehr von konkreten Forderungen zur Einführung der Gessinungspolizei entfernt...

Das Geld wäre anders definitiv besser ausgegeben.

Im Endeffekt ähneln die Gesetze, Anordnungen und Projekte der westlichen, demokratischen Staaten immer mehr denen von totalitären Staaten. Totale Überwachung, Einengung der Meinungsfreiheit, Vorgaben darüber, wie man noch denken und handeln darf.
 
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#17
Mal davon abgesehen, dass die hier kritisierte von Teilnehmern dieses Tests kritisierte Technologie (die Bluetooth-Ortung) bei einem richtigen Einsetz der Gesichtserkennung eh nicht mehr verwendet würde und nur dazu dient um den Test zu optimieren:

Verstehe ich das richtig, dass hier iBeacon-Technologie genau andersrum genutzt wird als eigentlich gedacht?

Bei einem regulären Einsatz von iBeacons wird ein Ort - beispielsweise ein Museum - mit vielen iBeacons gepflastert, deren Funkabdeckung sich überlappen muss.
Nun kann ein Besucher des Museums eine App auf sein Smartphone installieren, die anhand der iBeacons vor Ort seine Position bestimmen kann, vergleichbar mit der Trilateration durch den Empfang mehrerer GPS-Signale gleichzeitig.

Das Smartphone verhält sich dabei aber erstmal völlig passiv und kann allein durch den Empfang der iBeacon-Signale seine Position bestimmen, senden muss es dazu nicht.
Überhaupt etwas senden tut das Smartphone dabei höchstens, wenn die App Internetzugang verlangt, beispielsweise damit die App Infos zu aktuellen Ausstellungen des Museums nachladen kann. Dabei könnte theoretisch auch die Position die das Smartphone durch den Empfang der iBeacons ermittelt hat an den Server weitergegeben werden. Das ist aber optional und nicht notwendig für die Funktion von iBeacons.

So werden iBeacons eigentlich regulär verwendet.

Hier scheint es aber genau andersrum zu sein, die Testpersonen haben Sender (iBeacons) bekommen und am Bahnhof sind mehrere Empfangsantennen installiert, die durch Trilateration dann die Position der Beacons bestimmen.
Dass die umhergetragenen Beacons sich aber nicht deaktivieren sobald man den Bahnhofsbereich verlässt und damit auch im Privatbereich weiter senden und Testpersonen damit prinzipiell getrackt/identifiziert werden könnten ist aber klar und wenn das übersehen wurde ist das schon ein verdammt dummer Faux-Pas.

Diese Art der Umsetzung war wohl billiger und nicht von den Smartphones der Testpersonen abhängig (die ja jedesmal am Bahnhof dem Überwachungssystem mitteilen müssten, dass die Testperson vor Ort ist und wo genau sie sich befindet), trotzdem hätte man wohl einen anderen Weg finden sollen, beispielsweise mit für den Test zur Verfügung gestellten Smartphones.
 
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#18

calluna

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#19
@Cr4y

Automatisierte Fabriken; selbstfahrende Autos; Expertensysteme in der medizinischen Diagnostik; ... bestimmte öffentliche Räume von Algorithmen überwachsen zu lassen ist da nur konsequent. ;) Du konstruierst irgendwelche Argumente, um die Videoüberwachung pauschal ablehnen zu können, aber letztendlich ist die Frage nach der Regulierung, den Bedingungen der Überwachung und dem Ausmaß entscheidend.

Und die Sache mit dem "Hate-Speech" ... vielen Menschen wissen nicht einmal, was eine Meinung ist.

@Hägar Horrible

Oh... ist das etwa das Argument über persönliche Betroffenheit? Meistens kommen die Menschen mit diesem Argument, wenn es um den Umgang mit psychisch kranken Sexualstraftätern in zivilisierten Gesellschaften geht: "Würdest du auch noch so reden, wenn es dein Kind gewesen wäre?"

Aber ja, ich kann soweit von mir selbst abstrahieren, dass ich auch noch einen Nutzen darin erkenne, wenn ich selbst blutend oder gar tot auf den Gleisen liege.
 
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Sly123

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#20
„Innerhalb von Sekunden wird nur abgeglichen, ob sie in einer Fahndungsdatei stehen. Und nur in einem Trefferfall wird die Person gespeichert und dann hoffentlich verhaftet“

Wer's glaubt wird selig.
Da wird früher oder später ordentlich archiviert. Wer soll denn das kontrollieren??
 
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