Good bye, Windows Explorer - Hallo Windows Explorer!

Bruehwuerfel schrieb:
Den von einigen so heiß geliebten Total Cammander finde ich völlig überfrachtet und optisch irgendwo Ende der 90er hängen geblieben. Scheint wohl den Fetisch nach Windows 95/98-Stil zu bedienen.
Danke, 100% Zustimmung.

Bruehwuerfel schrieb:
Eine Sache, die ich bei den Dateimanagern von Linux auch gelegentlich vermisse (falls es da mittlerweile was gibt, gerne her mit der Info)
Nautilus?
 
Bruehwuerfel schrieb:
Den von einigen so heiß geliebten Total Cammander finde ich völlig überfrachtet und optisch irgendwo Ende der 90er hängen geblieben. Scheint wohl den Fetisch nach Windows 95/98-S
Das Design ist mir ziemlich schnuppe, funktionieren soll es.
Das einzige was ich bedauere ist, dass ich niemals alle Funktionen des TC ausnutzen kann, weil es viel zu viele sind.
Aber besser als zu wenig
 
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areiland schrieb:
Bei besonders vollen Ordnern, die zudem wie der Downloadordner vom Defender besonders überwacht werden, kann es tatsächlich schon mal vorkommen, dass das öffnen des Ordners ordentlich Zeit kostet. Hat auch nichts mit der Hardware zu tun, sondern liegt am scannen des Inhaltes bei jedem Zugriff.
Der Download-Ordner (zumindest die oberste Ebene) war tatsächlich betroffen. 👍
Als ich die Dateien in in einen Unterordner verschoben habe läuft es jetzt recht fluffig. 🤷‍♂️
Man muss aber auch sagen, dass ich Bitdefender - und nicht den Microsoft Defender am Start habe. 🤔

Nur
  • Wenn Bitdefender das Problem wäre, warum nicht bei allen gefüllten Ordnern?
  • Warum tritt das Phänomen nur beim Windows Explorer auf. Bei allen von mir getesteten anderen Browsern - inkl. TC. - nicht? 🤔
Fazzo schrieb:
Wozu braucht man einen "1 Fenster Explorer"?
Weil ist es so will. Akzeptiere einfach, dass es andere Workflows gibt, als Du sie nutzt und alles ist gut.
Holzfällerhemd schrieb:
Man kann vieles an Windows kritisieren, aber den Explorer würde ich da nicht einordnen. Den finde ich eigentlich recht fix, ich vermute da eher, dass da bei dir im System irgendein Furz quer liegt.
Würde eine Möglichkeit sein, wenn das Phänomen mit den anderen Browsern auch auftreten würde.
Du merkst den Konjunktiv? 😉
 
Sebbi schrieb:
Miniaturansichten an?
Eigentlich, eigentlich sind bei mir alle Ordner standardmäßig auf Detailansicht eingestellt, was den Explorer aber nicht juckt, da er beizeiten gerne mal von selbst von ihm wohl handverlesene Ordner auf Miniaturansicht umstellt, was mich persönlich jedes Mal nervt.

Ansonsten, wie gesagt, ist mein Arbeitsrechner, da ist nicht viel drauf, bis auf das, was von Microsoft mitgeliefert wird. Firefox, GIMP, Inkscape, Scribus, Notepad++, Sumatra PDF, Krita, das war's. Nicht mal Office, OneDrive oder Sharepoint sind bei mir drauf. Letztes Jahr erst aufgesetzt. Find ich eigentlich angenehm schlank.
 
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rallyco schrieb:
Eigentlich, eigentlich sind bei mir alle Ordner standardmäßig auf Detailansicht eingestellt, was den Explorer aber nicht juckt, da er beizeiten gerne mal von selbst von ihm wohl handverlesene Ordner auf Miniaturansicht umstellt, was mich persönlich jedes Mal nervt.

dann stell Miniaturansichten mal global aus in den Ordneroptionen mit "immer Symbole statt Miniaturansichten anzeigen" - dann ist Ruhe mit den Miniaturansichten.
 
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@Sebbi Und wenn man die Miniaturansichten wieder braucht, muss man die Option wieder deaktivieren... :daumen:


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mchawk777 schrieb:
Würde eine Möglichkeit sein, wenn das Phänomen mit den anderen Browsern auch auftreten würde.
Du merkst den Konjunktiv? 😉
Nein, wenn etwas, was fester Bestandteil des Betriebssystems und so tief im System verankert ist, wo 3rd Party Software halt nicht drin hängt. Ich meine damit, dass vielleicht eine Abhängigkeit einer Abhängigkeit usw. quer schießt. Weil dein Problem haben halt sicher über 90 % der Nutzer nicht.
 
Holzfällerhemd schrieb:
Nein, wenn etwas, was fester Bestandteil des Betriebssystems und so tief im System verankert ist, wo 3rd Party Software halt nicht drin hängt. Ich meine damit, dass vielleicht eine Abhängigkeit einer Abhängigkeit usw. quer schießt. Weil dein Problem haben halt sicher über 90 % der Nutzer nicht.
Das ist - mit Verlauf - Scheißegal.
Es läuft (z. T.) etwas nicht performant, was insg. 5(!) von mit getestete Konkurrenzprodukte hinbekommen.
Damit wäre das zwar eine Erklärung (die mich als Nutzer ehrlich gesagt nicht interessiert!) aber keinesfalls eine Rechtfertigung . 🤷‍♂️

Der Punkt, dass mit einem jetzt leeren Download-Root-Ordner jetzt alles wieder fluppt - aber mit einem nicht mal mit 100 Dateien gefüllten Ordner bei mir nicht - und zwar ausschließlich beim Windows Explorer - lässt sich für mich nicht weg diskutieren - und die Tatsache, dass Microsoft selbst die Performance des Windows-Explorers auf die ToDo-Liste gesetzt hat spricht ebenfalls für sich.

Ich lasse das mal von gemini pro erklären - nicht rechtfertigen:

Das Problem mit dem Windows Explorer ist im Grunde, dass er über die Jahre von einem reinen Dateiverwalter zu einer eierlegenden Wollmilchsau aufgebläht wurde, die tief mit dem gesamten Betriebssystem verzahnt ist.

Hier sind die Kernpunkte, warum er oft so träge reagiert:


1. Die "Webifizierung" der Oberfläche

Microsoft hat große Teile der Benutzeroberfläche auf modernere, webbasierte Frameworks (wie WinUI 3 und XAML) umgestellt. Während das schick aussieht, verbrauchen diese Schichten deutlich mehr Ressourcen als die alten, nativen Win32-Schnittstellen. Das führt oft zu dieser spürbaren Gedenksekunde beim Öffnen von Ordnern oder dem Rendern von Symbolen.

2. Überladene Hintergrundprozesse

Der Explorer ist nicht nur ein Fenster für Dateien, sondern verwaltet auch die Taskleiste, den Desktop und die Suche. Jedes Mal, wenn du einen Ordner öffnest, rüttelt das System an verschiedenen Ketten:
  • Vorschaubilder (Thumbnails): Der Explorer versucht oft, für jede Datei eine Vorschau zu generieren, was bei großen Verzeichnissen oder langsamen Datenträgern den gesamten Prozess blockiert.
  • Metadaten-Indexierung: Im Hintergrund scannt Windows ständig nach Dateiänderungen für den Suchindex.
  • Cloud-Integration: Die tiefe Verzahnung mit OneDrive sorgt oft für Verzögerungen, da der Explorer den Status von Dateien online abgleicht, bevor er sie anzeigt.

3. Die Shell-Extensions (Dritthersteller-Ballast)

Viele Programme (Virenscanner, Packprogramme wie 7-Zip oder Cloud-Dienste) nisten sich in das Kontextmenü ein. Wenn du rechtsklickst oder einen Ordner lädst, müssen all diese Erweiterungen initialisiert werden. Ein einziger schlecht geschriebener Eintrag kann den gesamten Explorer-Prozess in eine Warteschleife schicken.

4. Altlasten und Kompatibilität

Da Microsoft sicherstellen muss, dass der Explorer auch mit Software von vor 20 Jahren funktioniert, schleppt er massiven "Legacy-Code" mit sich herum. Diese Altlasten verhindern oft eine effiziente Nutzung moderner Mehrkern-Prozessoren, da viele Vorgänge immer noch seriell (nacheinander) abgearbeitet werden, statt parallel.

Im Vergleich zu spezialisierten Tools wie dem Total Commander fehlt dem Explorer die klare Trennung zwischen Benutzeroberfläche und Dateioperation. Während Drittanbieter-Tools oft direkt mit dem Dateisystem kommunizieren, muss der Explorer immer den Umweg über die gesamte Windows-Shell nehmen.

  • (1) WTF überhaupt? Lassen da mal wieder Leute die Programmierer frei rumspielen ohne sie zu bremsen?
    Die merken häufig nicht, dass "Features ungleich Nutzen" ist.
  • (2) ...und das bei Multicore-Systemen und SSDs heutzutage? Come on! 🤷‍♂️
  • (3) Wenn die Shell-Extentions bremsen sollen, das müsste ja bei der Konkurrenz identisch sein. 🤷‍♂️
    Es dürfte wohl eher die "neue" Shell-Extention sein, die hakt.
  • (4) Warum Microsoft da keine klare Trennung zwischen GUI und Dateioperation hinzubekommen scheint ist mir schleierhaft.
 
Zuletzt bearbeitet: (Satzzeichen korrigiert. Irgendwas ist immer. 😉)
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