Grafikkarten übertakten, damals!

Der prozentuale Taktgewinn ist natürlich meist höher, wenn der gleiche Chip auf einer anderen KArte schon mit mehr Takt zu kaufen ist, dann sind die Chancen sehr gut, dass der Chip auch auf kleineren Modellen soviel schafft, wenn auch nicht immer:
z.B. 8800/9800GT und GS ging bis ~ 750MHz gegenüber 850 MHz auf 8800 GTS 512, 9800 GTX(+) und GTS 250, da gingen die guten Chips an die teureren Karten. Ähnlich bi der HD 5800 Reihe, die Chips der HD5870 schafften AFAIR auch mehr als die der HD5850, was auch am Boarddesign lag.

Manchmal gibt es eben auch Karten, wo ein Chip extrem niedrig getaktet ist. Oft wird dann aber der VRAM zur Bremse, wenn es z.B. billiger Speicher ist (also jeweils der 08/15 DDR, DDR2 und DDR3-RAM zu Zeiten von GDDR3 und GDDR5). Aber auch hier kann man das nicht pauschal sagen, manchmal läuft auch solcher VRAM deutlich über dem spezifizierten Maximaltakt, manchmal schafft auch teurer Speicher nichtmal den.

Was ich schade finde: Einerseits hatten wir noch nie so viele Möglichkeiten beim Graka-OCing (zig Temps auslesen, GPU-Spannung auslesen und per Software ändern, zweifaches BIOS, dynamische Übertaktung, BIOS-Sperren wie damals noch bei meiner Sapphire 9500 Pro gibt's AFAIK nichtmehr), andererseits bringt es immer weniger und wird ad absurdum geführt, wenn so späße wie PowerTarget einem einen Strich durch die Rechnung machen. Wenn schon ab Werk übertaktete Modelle der 660 (Ti) ihre Zusatzleistung nicht erreichen, weil sie ans Limit stossen, find ich das arg übertrieben.
 
Zurück
Oben