Hallo Community,
ich bin langjähriger Linux-Nutzer und beruflich Lehrer und Mitglied des IT-Teams einer Schule. Anlässlich des Support-Endes von Win10 haben ich und mein Kollege vom IT-Team ~20 Rechner in unserem Computerraum auf Debian 13 KDE umgezogen. Die Initiative ging von mir aus, der Kollege, selbst kein Linux-Nutzer, hat mich aber wirklich sehr toll unterstützt und sogar das Klonen eines von mir vorbereiteten Muster-Systems auf die anderen Maschinen größtenteils selbst gestemmt.
Nun häufen sich aber kleinere und größere Problemchen mit den Maschinen, sodass der Kollege, der einen großen Teil seiner Stunden im Computerraum Informatik unterrichtet, verständlicherweise etwas genervt ist. Und auch ich bin nun am Hadern, ob denn die Wahl von Distro und DE eine gute war. Ich selbst nutze privat Arch und Manjaro jeweils mit Xfce (aufgehübscht durch Compiz und Cairo-Dock, bin also kein Purist), es kann also sein, dass ich die Probleme hätte besser lösen können, wenn ich selbst mehr Erfahrung mit Debian und KDE hätte.
Konkret sind folgende Probleme aufgetaucht:
Im Moment scheinen die Probleme soweit gelöst zu sein, aber ich bin schon etwas überrascht, wie viele Probleme es am Ende waren, und das auf einem frisch installierten und konfigurierten System. Die Wahl fiel auf Debian, gerade weil ich mir erhoffte, im weiteren Verlauf keine Probleme mit den Rechnern zu haben. Nun habe ich aber den Eindruck, dass mein Arch-PC gefühlt unproblematischer ist als Debian 13, obwohl Arch ja immer als super instabil und kompliziert geschimpft wird.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Vergleich nicht deshalb hinkt, weil ich hier KDE mit Xfce vergleiche, vielleicht wäre ein Debian mit Xfce ja deutlich unproblematischer. Die Wahl fiel auf KDE, da es Windows am ähnlichsten aussieht und in der Standard-Konfig besser aussieht als ein Xfce, ich fühle mich aber unter KDE nicht wirklich zu Hause.
Der CachyOS-PC, den ich testweise aufgesetzt habe, lächelt mich nun echt an und ich muss der Versuchung widerstehen, ihn wie für den Computerraum nötig zu konfigurieren und auf die ganze Flotte auszurollen. Andererseits klingt der Gedanke, ein archbasiertes System einzusetzen, wo es wirklich darauf ankommt, dass die Maschinen mit 100%-iger Sicherheit laufen, total wild. Der Kollege hat als weitere Alternative Ubuntu ins Spiel gebracht, aber das wär aus meiner Sicht das schlechteste beider Welten.
Wie seht ihr das, welche Erfahrungen habt ihr mit Debian KDE? Wie würdet ihr in der Situation vorgehen?
Bin gespannt auf eure Gedanken zu dem Thema!
Viele Grüße
Photon
ich bin langjähriger Linux-Nutzer und beruflich Lehrer und Mitglied des IT-Teams einer Schule. Anlässlich des Support-Endes von Win10 haben ich und mein Kollege vom IT-Team ~20 Rechner in unserem Computerraum auf Debian 13 KDE umgezogen. Die Initiative ging von mir aus, der Kollege, selbst kein Linux-Nutzer, hat mich aber wirklich sehr toll unterstützt und sogar das Klonen eines von mir vorbereiteten Muster-Systems auf die anderen Maschinen größtenteils selbst gestemmt.
Nun häufen sich aber kleinere und größere Problemchen mit den Maschinen, sodass der Kollege, der einen großen Teil seiner Stunden im Computerraum Informatik unterrichtet, verständlicherweise etwas genervt ist. Und auch ich bin nun am Hadern, ob denn die Wahl von Distro und DE eine gute war. Ich selbst nutze privat Arch und Manjaro jeweils mit Xfce (aufgehübscht durch Compiz und Cairo-Dock, bin also kein Purist), es kann also sein, dass ich die Probleme hätte besser lösen können, wenn ich selbst mehr Erfahrung mit Debian und KDE hätte.
Konkret sind folgende Probleme aufgetaucht:
- Kein Video-Signal nach dem Booten, falls der Monitor zu spät eingeschaltet wird, siehe auch https://www.computerbase.de/forum/t...-zu-spaet-an-bei-pc-mit-intel-grafik.2266715/ Habe ich so weit beheben können, dass nun der Login-Greeter zumindest mit reduzierter Auflösung angezeigt wird und das System benutzbar ist, der kosmetische Fehler der geringen Auflösung im Greeter ist aber weiterhin da.
- Sporadisch schaltet sich die AutoRepeat-Option der Tastatur ab, d.h. wenn man z.B. Taste A lange drückt, wird nur einmal Buchstabe A getippt statt mehrfach. Ist bei Buchstaben nicht so wichtig, aber es betrifft auch die Pfeiltasten, sodass man den Kursor nicht "laufen lassen" kann sondern für jedem Schritt eine Pfeiltaste drücken muss. Habe ich nach mehreren mehrstündigen KI-"Besprechungen" so weit beheben können, dass ein Watchdog-Skript läuft, der die AutoRepeat-Einstellung alle fünf Sekunden auf "On" setzt und dabei auch noch den Log vollspammt (ohne Witz, das Log-Spammen ist Teil seiner Funktionsweise...).
- Auf dem Lehrer-Gerät sind immer mal wieder nach dem Login Desktop-Wallpaper und Desktop-Icons weg, stattdessen ein schwarzer Hintergrund. Habe jetzt eine KI-Empfehlung befolgt und eine Konfig-Datei im Benutzer-Ordner gelöscht, mal sehen, ob das Problem sich wiederholen wird.
- Der Screen-Locker akzeptiert manchmal keine Passwort-Bestätigung (beim Drücken der Enter-Taste nach Passworteingabe passiert nichts). Offenbar gab es einen Konflikt zwischen kscreenlocker6 und light-locker, wobei light-locker einen core-dump verursachte und aus irgendeinem Grund auch kscreenlocker6, der eigentlich verwendet wird, außer Funktion setzte. Habe nun den light-locker deinstalliert und hoffe, dass das Problem damit behoben ist. Ggf. hab ich den light-locker selbst nachinstalliert, bin also selbst schuld, aber es müsste doch eigentlich möglich sein, zwei Screen-Locker installiert zu haben, ohne dass einer den anderen abschießt...
- Kein Riesenproblem, aber die Rechner fühlen sich stellenweise etwas träge an. Ich habe spaßeshalber auf einem der Geräte CachyOS installiert, das für seinen Geschwindigkeitszuwachs gegenüber anderen Distros gepriesen wird. War vorher skeptisch und dachte, dass der Unterschied eher messbar als fühlbar sein wird. In Wahrheit war der Login-Vorgang mit 3s gegen 8s bei Debian merklich schneller, im Umkehrschluss Debian also merklich langsamer.
Im Moment scheinen die Probleme soweit gelöst zu sein, aber ich bin schon etwas überrascht, wie viele Probleme es am Ende waren, und das auf einem frisch installierten und konfigurierten System. Die Wahl fiel auf Debian, gerade weil ich mir erhoffte, im weiteren Verlauf keine Probleme mit den Rechnern zu haben. Nun habe ich aber den Eindruck, dass mein Arch-PC gefühlt unproblematischer ist als Debian 13, obwohl Arch ja immer als super instabil und kompliziert geschimpft wird.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Vergleich nicht deshalb hinkt, weil ich hier KDE mit Xfce vergleiche, vielleicht wäre ein Debian mit Xfce ja deutlich unproblematischer. Die Wahl fiel auf KDE, da es Windows am ähnlichsten aussieht und in der Standard-Konfig besser aussieht als ein Xfce, ich fühle mich aber unter KDE nicht wirklich zu Hause.
Der CachyOS-PC, den ich testweise aufgesetzt habe, lächelt mich nun echt an und ich muss der Versuchung widerstehen, ihn wie für den Computerraum nötig zu konfigurieren und auf die ganze Flotte auszurollen. Andererseits klingt der Gedanke, ein archbasiertes System einzusetzen, wo es wirklich darauf ankommt, dass die Maschinen mit 100%-iger Sicherheit laufen, total wild. Der Kollege hat als weitere Alternative Ubuntu ins Spiel gebracht, aber das wär aus meiner Sicht das schlechteste beider Welten.
Wie seht ihr das, welche Erfahrungen habt ihr mit Debian KDE? Wie würdet ihr in der Situation vorgehen?
Bin gespannt auf eure Gedanken zu dem Thema!
Viele Grüße
Photon
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