Heimnetzwerk im Rack

fthrswtch

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Hallo,

ein sehr guter Freund möchte aktuell ein potentes und sagen wir mal etwas überdimensioniertes Heimnetzwerk für sein neues Haus aufstellen. Da er nicht locker lässt und mich täglich löchert wollte ich mal ein paar Sachen hier klarstellen da ich da nun auch nicht zu 100% bewandert bin :D

Aktuell sieht das ganze so aus (seine Liste): geizhals.de/?cat=WL-836424

Bin mir aber bei manchen Punkten etwas ungewiss ob das so überhaupt Sinn ergibt.

- Patchpanel; Gibt es da große Unterschiede oder sind die im Endeffekt nicht eh alle gleich?

- PDU mit Überspannungsschutz schön und gut aber für 300€? Tut es da nicht auch einfach eine normale Steckerleiste aus dem Baumarkt mit dem ganzen Schnickschnack die man sich so ins Rack legt?

- Fertig NAS von QPAD; kriegt man für 300-400€ nicht schon einen brauchbaren 19" Server der als NAS und gleichzeitig Server fürs Haus fungieren kann? Denke mal dass so ein dezidierter Server um einiges potenter ist und mehr Funktionen bietet als ein 08/15 NAS

- Einen Server möchte er so oder so, d.h. wäre es doch sowieso sinnvoller das Geld für den Extra Server in ein potenten 19" Server zu stecken der zeitgleich als NAS fungiert oder?

- Beim RAID bin ich mir auch nicht wirklich sicher, nimmt man da eher Raid 5 oder 6?

- Was empfiehlt sich da als Backup-Lösung? Einfache eine Externe Platte dran oder auch lieber ein etwas überdimensioniertes 1:1 Backup?

- Sicherheit; Braucht man eine Hardware Firewall oder ist das selbst für ihn übertrieben?

- Er erzählt mir auch auch noch von einem VPN-Router, das braucht man aber nun wirklich nicht oder?

Waren jetzt schon ein paar Fragen, danke schon mal :)
 
Überdimensioniert? Sehe ich nicht wirklich. Ok, ein Schrank ist etwas groß, aber wenn man im Keller Platz hat, ist wenigstens alles schön aufgeräumt.

Der Vorteil an der PDU: Du kannst sie übers Netz steuern. Wenn du deine Geräte mal hart resetten möchtest, aber keinen Bock hast in den Keller zu laufen, dann ist das schon eine feine Sache!

NAS/Server: NAS können heute viel mehr und sind eigentlich schon echte Server. Mit dem Vorteil, dass man nix selber groß Basteln muss. Und der hier bringt schon 10gbit Anschlüsse mit. Welcher Server hat das schon... dann wirds nämlich recht schnell, sehr teuer.

Hardware-Firewall/VPN-Router: Firewall macht normalerweise der Router. Und ein VPN.... machen die meisten "normalen" Router ja auch schon zusätzlich, z.B. OpenVPN bereits drauf installiert.

Patchpanel: Nicht wirklich. Gibt Unterschiede wie und was man auflegen kann.

Backup: Kommt drauf an was man sichern will und mit welcher Strategie.


Fazit: Ganz ehrlich, mir kommt es fast so vor, als hätte dein Kumpel mehr Ahnung von der Materie als du. Wenn ich ein neues Haus baue, würde ich ähnlich vorgehen. Alles verkabeln, Leerrohre ohne Ende und nen netten kleinen Schrank im Keller. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
- Patchpanel sollte man wenn man ein ganzes Haus verkabeln möchte schon einbauen ... Kein großer Kostenfaktor ... Umpatchen geht so relativ simpel. Da er eh alles in einem Rack unterbringen möchte eine saubere Lösung. Ich finde Unterschiede gibts in den Patchpaneln auch nicht so mega große. Ist ja nicht so als müsse da ständig in der Verkabelung was geändert werden in einem normalen Privathaus.
- PDU in diesem Ausmaß würde ich auch durch gute Steckerleiste mit Überspannungsschutz von Brennenstuhl oder ähnlich ersetzen.
- Fertig NAS von QPAD ? du meinst bestimmt QNAP ! Sind super die Teile (hab selbst ne ältere TS-809 pro zuhause) Können alles was man so braucht im Heimnetz ... (Fehler in Eurer Preisliste : Die dort aufgelistete QNAP kostet nicht 320 € sondern ca. 880 € ... das Model das da beschrieben ist auf Geizhals ist leider das kleine Standalonegerät... Die Rackbasierte Enterprise-Lösung kostet leider mehr.)
- Raid 5 reicht im Normalfall ... Gute 24/7 Platten verwenden (Von WD zum Beispiel die Red Pro). Die Hitachi's sind nicht für NAS zu empfehlen. (Keine Eignung für 24/7 Betrieb)
- Backup in diesen TB Dimensionen sollte wenn es wichtige Daten sind 1:1 auf ein zweites NAS zum Beispiel sein.
- Hardware Firewall für Privat halte ich für übertrieben. (Viele Firewallfunktionen übernimmt ja meist schon der Router)
- VPN - Router halt dann wenn man von extern so im Heimnetz werkeln will als wenn man zuhause am Rechner sitzt.

Ach ja und wie weiter unten auch Empfohlen setze ich bei Access Points auch am liebsten auf Ubiquiti Unifi Geräte.
Super easy zu verwalten...sehr gute Reichweite...keine WLAN Aussetzer oder Abstürze ... einfach klasse die Dinger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was sind denn die Anforderungen? Was will er machen?
Jedes der von dir aufgezählten Komponenten kann seine Berechtigung haben, je nachdem was er machen will.
Beispiel VPN Router, wenn er sich von extern auf die Geräte verbinden will, kann das durchaus Sinn machen.
Patchfeld würd ich sagen sind für den heimgebrauch alle gleich, so oft wird da nicht wieder neu gepatcht oder umgesteckt.
Restliche Für die restlichen Fragen benötigt man die anwendungsfälle, außer ein günstiges 19" fertig nas, wäre mir nicht bekannt.
Ist er selbstständig und macht viel von zuhause o.ä kann auch ne Firewall Sinn machen......
Pauschal kann man das nicht sagen.
 
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Hi,

die Box ist zwar nett, aber die QNAP passt da trotzdem nicht rein (Tiefe 400 vs. 499mm).

Viele Grüße

Sebastian
 
Ich versuche mal die Fragen zu beantworten soweit ich es weiß.
Aber generell kann man schon mal sagen, das ganze ist etwas übertrieben, aber wenn er die Anschaffung + Strom bezahlen will, dann soll er das gerne tun.

fthrswtch schrieb:
- Patchpanel; Gibt es da große Unterschiede oder sind die im Endeffekt nicht eh alle gleich?
Große Unterschiede gibt es da eigentlich nicht, höchstens wie die Kabel aufgelegt werden. CAT6A passt soweit

fthrswtch schrieb:
- PDU mit Überspannungsschutz schön und gut aber für 300€? Tut es da nicht auch einfach eine normale Steckerleiste aus dem Baumarkt mit dem ganzen Schnickschnack die man sich so ins Rack legt?
Für das Geld würde ich mich eher nach einer USV umschauen, diese haben in der Regel auch einen Überspannungsschutz


fthrswtch schrieb:
- Fertig NAS von QPAD; kriegt man für 300-400€ nicht schon einen brauchbaren 19" Server der als NAS und gleichzeitig Server fürs Haus fungieren kann? Denke mal dass so ein dezidierter Server um einiges potenter ist und mehr Funktionen bietet als ein 08/15 NAS

- Einen Server möchte er so oder so, d.h. wäre es doch sowieso sinnvoller das Geld für den Extra Server in ein potenten 19" Server zu stecken der zeitgleich als NAS fungiert oder?

Wenn er sowieso noch einen Server will, ist ein extra NAS eigentlich nicht notwendig.
Es sei denn, er hat so sensibele Daten da drauf, dass er sie von seinem Server auf das NAS Syncen will. (Sollte dann natürlich nicht im gleichen Raum stehen)

fthrswtch schrieb:
- Beim RAID bin ich mir auch nicht wirklich sicher, nimmt man da eher Raid 5 oder 6?

Kenn ich mich nicht so gut aus, aber ich würde mal behaupten Raid 5 ist am gänigsten

fthrswtch schrieb:
- Was empfiehlt sich da als Backup-Lösung? Einfache eine Externe Platte dran oder auch lieber ein etwas überdimensioniertes 1:1 Backup?
Hier wäre eine Externe festplatte als Backup okay.
Überdimensioniert wäre dann das extra NAS was in einem anderen Raum oder gar Gebäude steht, falls es brennen sollte.

fthrswtch schrieb:
- Sicherheit; Braucht man eine Hardware Firewall oder ist das selbst für ihn übertrieben?
Wäre völligst übertrieben.
Normal hat jeder Homerouter eine Firewall integriert.
Wenn er sich wirklich tiefer mit Firewalls auseinander setzen will, würde ich eher eine VM auf dem Server laufen lassen. Z.B. eine Sophos UTM, da bekommt man für den Heimgebrauch auch eine kostenlose Lizenz.
Aber das führt dann teilweise zu einem hohen Administrativen Aufwand, würde ich mir zwei mal überlegen.

fthrswtch schrieb:
- Er erzählt mir auch auch noch von einem VPN-Router, das braucht man aber nun wirklich nicht oder?
Könnte man auch über z.B. eine Fritzbox lösen oder über die erwähnte Software Firewall

Als Accesspoint würde ich mir eher die Ubiquiti Modelle ansehen.
https://geizhals.de/ubiquiti-unifi-ap-ac-pro-uap-ac-pro-a1325749.html

Dort gibt es einen virtuellen WLAN Controller, den kann er auf dem Server aufsetzen und dann kann er darüber sehen wie viel Traffic etc. über die APs laufen.
Generell würde ich dann auch auf einen Switch von Ubiquiti setzen, da dieser ebenfalls über den Controller gesteuert werden kann und eben Statistiken zeigt.

Guckt euch am besten mal die Videos von iDomix an, das sieht man ganz gut wie das alles funktioniert.
Klick
 
Loopman schrieb:
Der Vorteil an der PDU: Du kannst sie übers Netz steuern. Wenn du deine Geräte mal hart resetten möchtest, aber keinen Bock hast in den Keller zu laufen, dann ist das schon eine feine Sache!

Das klingt schon mal super, find ich gut :)

Loopman schrieb:
NAS/Server: NAS können heute viel mehr und sind eigentlich schon echte Server. Mit dem Vorteil, dass man nix selber groß Basteln muss. Und der hier bringt schon 10gbit Anschlüsse mit. Welcher Server hat das schon... dann wirds nämlich recht schnell, sehr teuer.

Das dachte ich mir eben auch und SO viel möchte er vom Server nun auch nicht dass ein NAS das nicht auch bewältigen sollte (in der Preisklasse) meiner Meinung nach[/QUOTE]


Loopman schrieb:
Backup: Kommt drauf an was man sichern will und mit welcher Strategie.

Gedacht war dass der ganzen Medienkram und co. nicht so wichtig ist und nicht zwanghaft mit aufs Backup muss aber es soll wohl über eine Ordnerstruktur mit sehr wichtigen Daten gelöst werden, die unbedingt gesichert werden müssen. Dafür würde doch eine Externe Platte eigentlich reichen oder?

Loopman schrieb:
Fazit: Ganz ehrlich, mir kommt es fast so vor, als hätte dein Kumpel mehr Ahnung von der Materie als du. Wenn ich ein neues Haus baue, würde ich ähnlich vorgehen. Alles verkabeln, Leerrohre ohne Ende und nen netten kleinen Schrank im Keller. :)

Naja das meiste kommt eh von mir, er zahlt eigentlich nur :P wollte aber noch mal auf Nummer sicher gehen bevor ich ihm da für 3000€ Müll andrehe



Joachim Braun schrieb:
- Patchpanel sollte man wenn man ein ganzes Haus verkabeln möchte schon einbauen ... Kein großer Kostenfaktor ... Umpatchen geht so relativ simpel. Da er eh alles in einem Rack unterbringen möchte eine saubere Lösung. Ich finde Unterschiede gibts in den Patchpaneln auch nicht so mega große. Ist ja nicht so als müsse da ständig in der Verkabelung was geändert werden in einem normalen Privathaus.

Da hast du mich wohl falsch verstanden, Patchpanel müssen natürlich sein :) War nur die Frage ob es da qualitativ einen großen Unterschied gibt da die preislich alle schon sehr ähnlich sind

Joachim Braun schrieb:
- Fertig NAS von QPAD ? du meinst bestimmt QNAP ! Sind super die Teile (hab selbst ne ältere TS-809 pro zuhause) Können alles was man so braucht im Heimnetz ... (Fehler in Eurer Preisliste : Die dort aufgelistete QNAP kostet nicht 320 € sondern ca. 880 € ... das Model das da beschrieben ist auf Geizhals ist leider das kleine Standalonegerät... Die Rackbasierte Enterprise-Lösung kostet leider mehr.)

Dachte ich mir schon aber gut, das ist nun auch nicht weiter schlimm :) Packt so ein ARM Basiertes NAS denn auch mehrere PLEX/Kodi Nutzer gleichzeitig oder sollte man da eher richtig x86 gehen?[/QUOTE]

Joachim Braun schrieb:
Ach ja und wie weiter unten auch Empfohlen setze ich bei Access Points auch am liebsten auf Ubiquiti Unifi Geräte.
Super easy zu verwalten...sehr gute Reichweite...keine WLAN Aussetzer oder Abstürze ... einfach klasse die Dinger.

Top, kannte die Marke noch gar nicht aber sehen sehr gut aus! Vielen Dank für den Tipp



Moe.Joe schrieb:
Was sind denn die Anforderungen? Was will er machen?

Eigentlich nicht so viel afaik, ist ein 4 Personenhaushalt ->

- Daten sollen immer und überall erreichbar sein
- Eigene Cloud
- VPN
- PLEX/Kodi und co. mit mehreren Nutzern gleichzeitig
- Printserver
- Automatisierte Backups
- Web- und Git-Server flexibel gestaltbar

waren jetzt die Punkte die er eben genannt hat


MetalForLive schrieb:
Wenn er sowieso noch einen Server will, ist ein extra NAS eigentlich nicht notwendig.
Es sei denn, er hat so sensibele Daten da drauf, dass er sie von seinem Server auf das NAS Syncen will. (Sollte dann natürlich nicht im gleichen Raum stehen)

Ist halt die Frage ob so ein NAS nicht schon alles erledigen kann was er möchte, kenne mich bis jetzt nur mit so kleinen 100€ NAS Teilen aus, die sind ja jetzt nicht die schnellsten

MetalForLive schrieb:
Wäre völligst übertrieben.
Normal hat jeder Homerouter eine Firewall integriert.
Wenn er sich wirklich tiefer mit Firewalls auseinander setzen will, würde ich eher eine VM auf dem Server laufen lassen. Z.B. eine Sophos UTM, da bekommt man für den Heimgebrauch auch eine kostenlose Lizenz.
Aber das führt dann teilweise zu einem hohen Administrativen Aufwand, würde ich mir zwei mal überlegen.

Alles klar, er hatte eben etwas Angst um seine Daten aber wenn das übertrieben ist versteht er das sicher :)


MetalForLive schrieb:
Als Accesspoint würde ich mir eher die Ubiquiti Modelle ansehen. Dort gibt es einen virtuellen WLAN Controller, den kann er auf dem Server aufsetzen und dann kann er darüber sehen wie viel Traffic etc. über die APs laufen.
Generell würde ich dann auch auf einen Switch von Ubiquiti setzen, da dieser ebenfalls über den Controller gesteuert werden kann und eben Statistiken zeigt.

Wie weiter oben schon gesagt, top und vielen dank :)
 
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Als Firewall würde ich eine Sophos UTM Home Edition einsetzen. Diese kann er auf einem einfachen Rechner installieren und in den Schrank legen. Sehr viel Aufwand ist dies auch nicht.
Habe selber so etwas daheim.
 
Wo soll es den wirklich hingehen?

@OliverL87: ne firewall machste einfach über debian per iptables. Eine Firewall ist nie das Problem. Nur die Handhabung.

Deshalb: Was soll das werden? Nur ein Spaß für die ganze Familie, oder die nächste Firma? (Oder der Spaß für das ganze Dorf???)
 
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Aus meiner Sicht (vorallem bei den Preisen) ist die Zusammenstellung ziemlicher Käse.

Brauchbare Switches mit mehreren 10GBit Ethernet-Ports werden bezahlbar, CAT6A Kabel reichen dafür aus (besser CAT7).

Es reicht natürlich vorerst, den Server/NAS mit 10Gibt an den Switch zu hängen. Dann können sie dich x-Clients die 10Gbit teilen die den Server anbinden.

Und ein NAS würde ich nicht kaufen. Wenn ich lese wie viele Exploits, 0-Days, Crypto Viren etc. auch auf Linux-Systemen schon gefunden wurden (SMB Lücken) - wenn der NAS-Hersteller nur noch stiefmütterlich patcht (kann passieren) hat man das "Geschenk".

Ein Server ist viel flexibler - vorallem kann er dann alles vereinen (Firewall, NAS, Mail-Server, AdBlocker usw.).
Sophos UTM ist dazu kein schlechter Ansatz.

Kann man gleich einen Server als Host für Virtuelle Maschinen und Docker-Container bauen.

Und warum ne geschützte Stromschiene >300€ ist verstehe ich auch nicht.
Da gibts ne gute USV, da kann er ne beliebige Stromschiene dran machen und hat mehr Schutz.
 
Beim Patchpanel gibt es durchaus Unterschiede. Ich bin gerade ebenfalls beim Umbau und nehme nur noch KeyStone Module (Dosen in der Wand + Patchpanel).

Ich würde einen Schrank mit größerer Tiefe nehmen (50 oder gar 60 cm). Auch 9 HE kann schnell knapp werden und man möchte sich auch nicht unbedingt die Finger brechen wenn man da herum hantiert weil es alles so eng ist.
Ich würde hier zumindest noch mal nachdenken, ob nicht ggf. ein größeres Modell sinnvoller ist.

Eine Hardware Firewall nutzt am Ende auch nur "Software". Ich habe hier einen richtigen Fujitu Server auf der VMware ESXi läuft (mit Hardware RAID Kontroller,...). Da läuft jetzt noch pfSense als Firewall aber das ist definitiv für Fortgeschrittene. Ich würde zunächst einfach keinen Zugriff auf das interne System (NAS) zulassen. Falls doch dann ggf. nur SFTP für bestimmte Benutzer.
Die erste Hürd ist ansonsten erst einmal der Router (FritzBox?). Dann kann man, falls der Zugriff auf das NAS von außen erfolgen soll noch die QNAP Firewall aktivieren (ist ggf. per Default "an"). Dort sollte es auch noch eine Einstellung zur "automatischen Blockierung" (Blacklisting) bei x Fehlversuchen beim Login geben. Diese wäre auch einzuschalten (max 5 Fehlversuche --> IP blockieren).

Beim RAID würde ich RAID 10 empfehlen (https://de.wikipedia.org/wiki/RAID#RAID_10), aber man verliert hier natürlich Speicherplatz.
VPN sollte doch die QNAP doch anbieten können (OpenVPN auf der Kiste...Spezifikation bitte selber prüfen).
Ich würde noch ein NAS für das Backup des QNAP NAS nehmen, das würde ich aber möglichst noch an einer anderen Stelle im Haus positionieren. Nach dem Motto, wenn es im Keller steht und dieser "absäuft" ist alles weg. Noch besser wäre natürlich extern, aber man kann ja wöchentlich/monatlich noch mal ein Backup des Backups auf eine Platte ziehen und diese z.B. bei den Eltern lagern oder halt im Bankschließfach.
Wichtig ist es das alles zu "automatisieren", denn ohne Automatisierung ist das mit dem Backup zum scheitern verurteilt (vergessen, keine Zeit dafür,...). Das gilt sowohl für ein automatisches Backup der PC (PC zu NAS - z. B. mit DriveSnapshot) wie auch für das NAS1 auf NAS2 Backup und das ggf. zusätzliche NAS2 zu externer Platte.
Das alles fertig zu machen dauert!

Nachtrag zum Kommentar "Wer einen Server hat braucht kein NAS":
Das ist meiner Meinung nach falsch, denn auch der Server muss zusätzlich ein Backup erhalten. Bei mir werden z.B. alle VMs des VMware ESXi vSphere täglich nachts um 1 Uhr auf eine Synology DS416 gesichert (mit 3 täglichen Backups der vorherigen Tage). Auf der DS416 landen auch die Backups von 2 Desktop PCs und einem Notebook, plus Sonderbackups (SVN Repositories, ODROID/Raspberry Linux Images,...).
Ein weiteres NAS nimmt hier dann noch einmal das Backup der DS416 auf. Das ist bisher eine DS213+ aber ich habe letztes WE meine rumliegende DS216+II von 1 GB auf 8 GB RAM ausgestattet und die übernimmt einen Teil der Aufgaben der DS213+.
 
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Noch als Anmerkung:
Der Switch hat keinen SFP+ Port. Sollte das NAS mit SFP+ Anschluss verwendet werden, wird aus 10Gbit nix.
SFP ist - soweit mir bekannt - nicht 10Gbit fähig.
 
Gohst schrieb:
Brauchbare Switches mit mehreren 10GBit Ethernet-Ports werden bezahlbar, CAT6A Kabel reichen dafür aus (besser CAT7).

Ja und?
Er hat doch jetzt nen Switch mit der Option auf 2x 10gbit. Dazu POE+ und 19''. Der HP ist eigentlich ein ziemlich geiler Switch.
Richtige 10gbit Switche kosten noch unsummen. Er braucht aber jetzt einen Switch und nicht irgendwann einen, wenn die anderen mal wirklich bezahlbar werden.



Und ein NAS würde ich nicht kaufen. Wenn ich lese wie viele Exploits, 0-Days, Crypto Viren etc. auch auf Linux-Systemen schon gefunden wurden (SMB Lücken) - wenn der NAS-Hersteller nur noch stiefmütterlich patcht (kann passieren) hat man das "Geschenk".

Was ist das denn für eine Argumentation?
1. wenn man einen der bekannten Marken nimmt, bekommt man auf Jahre hinaus updates.
2. will das Ding auch niemand direkt ans Internet hängen, dafür ist ja VPN geplant.


Ein Server ist viel flexibler - vorallem kann er dann alles vereinen (Firewall, NAS, Mail-Server, AdBlocker usw.).
Sophos UTM ist dazu kein schlechter Ansatz.

Und macht VIEL mehr Arbeit. Vor allem macht man eine Firewall nicht auf den Server, sondern davor :freak:
Und sich selber nen Mailserver Zuhause hinstellen, will man auch nicht unbedingt machen. Die Verantwortung dafür hat man dann nämlich auch noch.



Kann man gleich einen Server als Host für Virtuelle Maschinen und Docker-Container bauen.

Und hast du die Anforderung dafür hier irgendwo gelesen?


Und warum ne geschützte Stromschiene >300€ ist verstehe ich auch nicht.
Da gibts ne gute USV, da kann er ne beliebige Stromschiene dran machen und hat mehr Schutz.

Scheinbar hast du überhaupt keine Ahnung, was dass für ein Ding ist.
U.a. kann man damit gezielt einzelne Anschlüsse an- und ausschalten. Sehr nützlich wenn man z.B. aus der Ferne Geräte resetten will.
Ergänzung ()

Gohst schrieb:
Macht meiner Meinung viel mehr Sinn als ein ARM Basiertes (wenn auch schnelles) QNAP NAS das sonst kaum was kann.

Äh meister, den Switch den du da rausgesucht hast, hat kein POE+. Wie willst du die APs dann mit Strom versorgen?

Und es ging auch nicht darum, einen Server haarklein zu basteln. Wie oben schon geschrieben, VIEL mehr Aufwand für Dinge, die eventuell gar nicht gewünscht sind. Moderne NAS bringen die meisten Features schon alle mit!
 
Loopman schrieb:
Jau nd?
Er hat doch jetzt nen Switch mit der Option auf 2x 10gbit. Dazu POE+ und 19''. Der HP ist eigentlich ein ziemlich geiler Switch.
Richtige 10gbit Switche kosten noch unsummen. Er braucht aber jetzt einen Switch und nicht irgendwann einen, wenn die anderen mal wirklich bezahlbar werden.

HP Switch?
Da war ein Ubiquiti ohne SFP+ drin für mehr Geld als mein vorgeschlagener.

POE wird im Heimbereich überbewertet, kann man für die APs an ner geeigneten Stelle auch einspeisen ohne dass der Switch das kann.
Adapter dazu liegen doch bei?

Loopman schrieb:
Was ist das denn für eine Argumentation?
1. wenn man einen der bekannten Marken nimmt, bekommt man auf Jahre hinaus updates.
2. will das Ding auch niemand direkt ans Internet hängen, dafür ist ja VPN geplant.

Ja wenn, aber, vielleicht.... Wenn QNAP denn will... Alles unsichere Theorie. Ein richtiger PC/Server ist halt flexibler.

Gab immer wieder Hersteller die beliebte Produkte gedroppt haben oder für ältere Geräte den Support vernachlässigen. So lange man nicht selber ein OS installieren kann, ist man nie sicher. Und das NAS hat eine noch eher Exotische CPU...

Loopman schrieb:
Und macht VIEL mehr Arbeit. Vor allem macht man eine Firewall nicht auf den Server, sondern davor :freak:
Und sich selber nen Mailserver Zuhause hinstellen, will man auch nicht unbedingt machen. Die Verantwortung dafür hat man dann nämlich auch noch.

Mann will doch nicht... Sehr gute Argumentation du allwissender Profi.

Aufwand macht ein Server je nach OS.
Gibt NAS Distributionen die man nur auf den Stick packt und bootet.
Kannst aber auch Gentoo Linux nehmen und selber kompilieren etc. Jeder nach seinem Gusto.

Loopman schrieb:
Und hast du die Anforderung dafür hier irgendwo gelesen?

Ja, die weiss der TE ja auch nur Grob...

Loopman schrieb:
Scheinbar hast du überhaupt keine Ahnung, was dass für ein Ding ist.
U.a. kann man damit gezielt einzelne Anschlüsse an- und ausschalten. Sehr nützlich wenn man z.B. aus der Ferne Geräte resetten will.

Das ist eher so Bild-Zeitung Argumentations-Niveau wie du versuchst dich zu profilieren

Weiss ich wohl. Du hast scheinbar keine Ahnung dass einige USVs das auch direkt können oder gewiss billigere Lösungen existieren...

Übrigens, Anforderungen an so komplexe Heimnetze ändern ständig.

Ne Firewall und AdBlocker sollen her?
Kann ein Server als VM Host schnell bereitstellen!

Oder man möchte die Netzkomponente überwachen? Installier mal Nagios/MRTG/PRTG/Syslog auf nem NAS...

Ein NAS ist eher ne Sackgasse und viele Modelle sind einfach nur überteuert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ob NAS oder Server hängt meiner Meinung nach massiv vom KnowHow des Admins ab. Wenn man nicht mal wirklich weiß was man mit dem Ding anfangen soll, ist ein NAS ausreichend. Wenn man gar nicht weiß wie man einen Server überhaupt einrichtet, sollte man ebenfalls beim NAS bleiben.

Ein NAS ist eben mehr oder weniger anschließen, Wizard starten, Daten einhacken, fertig.

Bei einem Server geht es dann erstmal um Betriebssystem (nacktes Linux, NAS-Distribution, etc) oder gar um ein VM-System. Dann geht es zwar in Teilen ähnlich weiter wie bei einem NAS, aber das Mehr an Möglichkeiten bei einem Server führt auch zu einem deutlichen Mehr an Aufwand. Einem Laien würde ich das nicht wirklich empfehlen. Auch sind Überwachungsmechanismen jedweder Art nur dann wirklich sinnvoll, wenn auch jemand zur Hand ist, der damit umgehen kann. Statistiken, o.ä. hin oder her, wenn man sie nicht interpretieren kann, sind sie auch nicht wirklich hilfreich.

Vermutlich ist es sinnvoller, mit einem NAS zu beginnen und wenn man dann wirklich weiß was man an Diensten jenseits von Synology und QNAP haben will, kann man immer noch über einen Server nachdenken. Das NAS könnte man dann zB als Backup-System weiternutzen, wenn man später den Server als Zentrale nachrüstet.

Viel wichtiger als die Frage NAS/Server ist in meinen Augen das Netzwerk an sich. Server und NAS sind prinzipiell nur Endgeräte im weitesten Sinne. Patchpanel, Switch(es), VLANs, Routing, etc. sind dagegen das Rückgrat des Netzwerks. Letztendlich entscheidet nämlich diese Infrastruktur welche Möglichkeiten sich im Netzwerk überhaupt bieten (zB Gast- bzw Bürp-LAN oder dergleichen). Ist das ordentlich geplant, kann man NAS und Server jederzeit austauschen bzw. nachrüsten. Es wäre schließlich ärgerlich, wenn man zB das Büro-LAN per VLAN abtrennen will und nicht alle beteiligten Switches können VLANs.

@TE:
Für mich klingt die ganze Planung noch ziemlich sinnfrei. Damit meine ich nicht, dass es nicht sinnvoll ist, das Netzwerk so aufzubauen, sondern eher, dass man "einfach nur so" ein dickes Netzwerk installieren will, ohne wirklich einen Plan zu haben warum und wieso. Du sprichst ja selbst von "überdimensioniert". Ein Technikraum nebst Patchpanel, Switch und Server/NAS ist zwar mitnichten überdimensioniert, aber man sollte schon wissen warum man das eigentlich will... Schließlich "will ich auch" ein SUV mit viel Power damit ich einen großen Anhänger ziehen kann - ich hab aber keinen Anhänger und plane auch keinen Kauf eines solchen.. Ergo: Ich kaufe mir kein SUV ;)
 
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