Heizungstausch in Abhängigkeit des Lebensalters?

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The_waron schrieb:
@Erkekjetter hast du auch ein reales Sachargument, außer das übliche Klimaalphabet von "Schuld und Sühne" zu Copy&Pasten? Damit erfüllt du nämlich deinen ersten Satz vollständig selbst.

Starre Altersgrenzen müssen nicht zwangsweise rechtswidrig sein, Förderungen dürfen durchaus an bestimmte, altersbedingte Bedingungen geknüpft sein, so ist etwa Bafög generell ab 45 nicht mehr Bewilligungsfähig (nur mit sehr engen Außnahmen), obwohl sich immehr mehr Menschen 45+ dafür entscheiden ein Studium nachzuholen, gleiches gilt für die Grenze der Mitversicherung in der KK bis maximal 25.

Typisches whataboutism
 
Erkekjetter schrieb:
Ich grenze weiter ein. Und zwar auf eigentümer von wohnungen/Häusern. Deren kauf/bau wohlstand vorraussetzt

1Justin schrieb:
Ich persönlich kenne genug Menschen, die sich ihre Immobilie erst hart erarbeiten mussten.

Erkekjetter schrieb:
Wohlstand ist es trotzdem, egal ob geerbt oder selbst erarbeitet.

Wenn man sich eine Immobilie hart erarbeitet, dann wird es zu Wohlstand. Du hast aber behauptet, dass der Kauf/Bau von Wohnungen/Häusern Wohlstand voraussetzt. Das ist ein himmelweiter Unterschied!
 
SW987 schrieb:
Man sollte schon darauf hinweisen und nicht vergessen, wer da am Drücker sitzt/saß. Spätestens wenn es gekracht hat.
Waren das nicht auch die Aussagen im letzten Winter, als der Regierung vorgeworfen wurde das wir das mit den Gasspeichern nicht schaffen und das es zu Blackouts kommen wird?

Wo sind denn die ganzen Blackouts geblieben, die von den ganzen Grünen bashern vorausgesagt wurden?

Jetzt geht also das nächste Bashing los und wieder wird vorausgesagt was alles passieren wird und was alles nicht geht.

Kann man sich nicht ausdenken.
 
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Nero1 schrieb:
Hast du zufällig ne Kostengegenüberstellung parat? Also was dich die WP an Strom kostet ggü. was es dich bei deinem vorherigen Energieträger kosten würde?

Zwei Beispiele von mir:

KfW 55 Haus, 150qm: Stromverbrauch der WP pro Jahr 2700 - 3000 kWh. Vor der Krise haben wir ca. 600 Euro im Jahr für Heizung und Warmwasser gezahlt. Aktuell sind das bei 40ct natürlich fast das doppelte.

Altbau, 160qm: 2500 Liter Heizölverbrauch pro Jahr. Macht 2500 Euro für Heizung und Warmwasser + 250 Euro für Schornsteinfeger und Wartung. Bei einer Umrüstung auf eine WP gehe ich von einem Stromverbrauch von 6000 kWh aus. Natürlich spart man da bei den aktuellen Strompreisen nicht viel gegenüber Heizöl. Aber das wird kein Dauerzustand sein und wie sich die Heizölpreise in der Zukunft entwickeln werden weis keiner.
 
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Ein kfw55 Haus ist natürlich eine ganz andere Hausnummer wie ein Altbau... Absolut 0 vergleichbar
 
hallo7 schrieb:
[...]Das Stromnetz kann man auch ausbauen, wir reden hier von Zeiträumen über 10 Jahre. Die Infrastruktur veraltet nunmal von Jahr zu Jahr, irgendwann muss man das eben auch erneuern und auf den neuesten Stand der Technik bringen.[...]
Man kann auch auf den Mond fliegen, alles nur eine Frage des Aufwands und der Zeit die man dafür benötigt.

Mach doch bitte mal eine Kalkulation aus der man ableiten kann, was das (z. B. anhand einer 500.000 Einwohner-Stadt) in etwa bedeutet.

Ich gebe Die eine kleine Starthilfe:

  • Die Stromkreislänge in einer Großstadt enspricht ca. 1 km Netz pro 100 Einwohner
  • Die technische Nutzdungsdauer eines Kabels beträgt 65 - 80 Jahre
  • Durchschnittsalter beträgt ca. 30 Jahre
  • In Ausblick auf die Wärmepumpen und E-Fahrzeuge werden Gebiete, in denen jetzt noch mit Gas und Öl geheizt wird, über 95 % einen Stromnetzengpass auf

Wenn Du jetzt bitte die prozentual höhere Bauleistung (die in allen Städten anfallen wird) ermittelt hast und man sich dann die bisher vorhandenen Kapazitäten (bitte auch Planung, Material, etc. berücksichtigen) anschaut, dann kann jeder sich ein Bild darüber machen was eine Aussage wie...

Das Stromnetz kann man auch ausbauen, wir reden hier von Zeiträumen über 10 Jahre.

Sinn ergibt oder nicht.

Dann bitte noch die "natürlichen" Kosten benennen und wer genau diese trägt und wer genau profitiert.

Dann kann man faktenbasiert weiterdiskutieren.
Ergänzung ()

marcodj schrieb:
Waren das nicht auch die Aussagen im letzten Winter, als der Regierung vorgeworfen wurde das wir das mit den Gasspeichern nicht schaffen und das es zu Blackouts kommen wird?[...]
Die Übertragungsnetzbetreiber haben im zweiten Streßtest dargelegt, dass bei Abschaltung der AKWs und einem sehr kalten Winter Unterdeckungen drohen.
marcodj schrieb:
Wo sind denn die ganzen Blackouts geblieben, die von den ganzen Grünen bashern vorausgesagt wurden?[...]
Ingenieure sind keine Wahrsager oder Hellseher, dass überlassen sie anderen Fakultäten.
Es war ein milder Winter, die AKWs sind durchgelaufen und zig Kohlekraftwerke kamen zurück ans Netz.
Es war das Wetter und die klassische Technik, die uns den (sorry) "Arsch gerettet hat".

Jetzt werden die AKWs abgeschaltet, die Reserve schmilzt dahin. Kommt dann ein sehr kalter Winter hinzu kann es sehr eng werden. Dann kann man nur hoffen, dass die LNG-Terminals alle laufen und genügend LNG-Tanker anlanden, damit uns die klassische Technik wieder den Allerwertesten retten kann.
marcodj schrieb:
Jetzt geht also das nächste Bashing los und wieder wird vorausgesagt was alles passieren wird und was alles nicht geht.[...]
Auf reale Probleme hinweisen und diese mit Fakten belegen ist kein Bashing.
marcodj schrieb:
Kann man sich nicht ausdenken.
Ein Lebensalter von 80 Jahren mit der Erneuerung einer Heizung zu verknüpfen?

Tatsächlich nicht, das ist Realsatire.
 
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Asznee schrieb:
Ein kfw55 Haus ist natürlich eine ganz andere Hausnummer wie ein Altbau... Absolut 0 vergleichbar
Der Altbau wird aber mit WP auf Dauer trotzdem günstiger sein als mit der alten Ölheizung. Für 2500 Liter Heizöl wird man 2025 schon alleine 375 Euro CO2 Steuer zahlen müssen. Und das wird nicht das Ende sein.
 
wenn wir die künstlich herbeigeführten Abgaben auf "CO2" nicht hätten, würde es ganz anders aussehen
leider hält sich wohl nur die EU an "CO2" Zertifikate, die echte Umwelt-Wirkung der Zertifikate ist fraglich

aber zum Thema:
die einfachste Lösung wäre eigentlich ein günstiger Strompreis, bspw. auf US Niveau, grob 10ct/kWh
das wäre ein echtes Argument für eine WP, da damit Heizkosten erheblich günstiger wären, und nicht teurer bei schlecht isolierten Häusern
anstatt die künstliche Preiserhöhung der anderen Energiequellen und Verbote, würde man einfach mit dem Strompreis, gerne Spezialtarife für WP/E-Autos und Industrie, werben
 
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whtjimbo schrieb:
wenn wir die künstlich herbeigeführten Abgaben auf "CO2" nicht hätten, würde es ganz anders aussehen
leider hält sich wohl nur die EU an "CO2" Zertifikate, die echte Umwelt-Wirkung der Zertifikate ist fraglich
Dann müsste man aber auch die Kosten für alle anderen Energieträger, incl. Entsorgungskosten des AKW Mülls, einberechnen. Eine Übersicht gibt es zB hier: https://www.bundestag.de/resource/b...883a81adcf2697313c7d/WD-5-090-21-pdf-data.pdf

Ich will Atomkraft nicht pauschal schlecht reden, aber die oft vertretene Meinung, dass die Fossiblen Energieträger viel günstiger sind, stimmt nicht. Bei Atomstrom ebenso nicht, wobei da nicht mal genau absehbar ist, wie hoch die Folgekosten sein werden.

whtjimbo schrieb:
anstatt die künstliche Preiserhöhung der anderen Energiequellen und Verbote, würde man einfach mit dem Strompreis, gerne Spezialtarife für WP/E-Autos und Industrie, werben
Da gebe ich dir allerdings absolut recht. Allerdings spiegel das dann nicht die realen Kosten wieder, und dieses Geld muss irgendwo her kommen. Im Steuertopf ist dafür nicht genug, fehlt ja jetzt schon überall Geld.

Erkekjetter schrieb:
Sorgen macht mir die AfD. Von 2021mit 10% zu aktuell 16%. 16% unterstützen Rechtsradikale und Faschisten (oder sind es es selbst...), aber klar, wir haben in DE kein rechtes Problem. Das Problem sind Klima-RAF und Linke...
Ist halt einfach die Wutreaktion, wenn die anderen Parteien alle nur Murks machen. Keine der aktuellen Parteien ist für mich wählbar. Die AfD auch nicht. Aber die AfD ist die einzige "nicht etablierte", die zwar selbst Korrupt ist, aber auch dabei hilft, durch gute Anfragen an den Bundestag viele Geldvernichtungsanlagen + Korruption aufzudecken.
Ich sag es mal so: Ich unterstütze die AfD nicht, aber ich verstehe schon, warum es Menschen gibt, die diese Partei trotzdem wählen. Und wer glaubt, dass wir wirklich auch nur ansatzweise 16% Rechtsradikale in DE haben, ist nicht zu retten.
 
@SW987 Ich hoffe mal das man in Städten auf Fernwärme Anbindung wo immer es möglich ist setzen wird. Dann hat man das "Problem" schonmal zentralisiert und kann das auch leichter steuern, da nur ein Großverbraucher.
Dann gibt es technische Lösungen, z.B. Speicher in den Trafostationen, womöglich auch in größeren Hausanschlüssen bzw. Ladestationen um das Netz stabiler zu machen.
Die Speicher werden immer leistungsfähiger und damit kleiner und günstiger.

Das Stromnetz auszubauen heißt ja nicht jedes Kabel erneuern zu müssen...
 
In Wohngebieten mit EFH/ZFH wird niemals Fernwärme hinkommen, das Netz und die Anschlüsse wären bei der geringen Wärmemenge unbezahlbar. In derartigen Wohngebieten wird es, wenn man kein Holz oder Pellets will, nur auf Gas (Synthesegas oder H2) oder halt Strom hinauslaufen. Wenn die Häuder irgendwann mal alle gut gedämmt sind, dann wird bei der überschaubaren Leistung irgendeine Doppelnetzstruktur keinen wirtschaftlichen Sinn mehr ergeben., d. h. es bleibt nur Strom, denn den wird man immer benötigen.

In Trafostationen ist kein Platz für Speicher, zudem wären es allenfalls Kurzzeitspeicher. Der Trafo muss trotzdem für die Dunkelflaute ausgelegt werden, wenn wir bei einer rund um die Uhr Versorgung bleiben wollen.

Diese Zielnetze wird man aber niemals in 10 Jahren gebaut haben, deshalb auch das Festlegungsverfahren der BNetzA zum Abregeln von bestimmten Verbrauchern (Wallboxen, Wärmepumpen, etc.)... link
 
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Kassenwart schrieb:
Natürlich spart man da bei den aktuellen Strompreisen nicht viel gegenüber Heizöl. Aber das wird kein Dauerzustand sein und wie sich die Heizölpreise in der Zukunft entwickeln werden weis keiner.
Wie sich die Strompreise entwickeln weiß man aber?

Der Strompreis steigt langfristig doch automatisch bei höherer Nachfrage.
Gibt's echt Leute die glauben das der Strompreis wieder sinkt? ^^

Öl wird noch länger günstig bleiben/werden aber irgendwann kommt der Punkt wo die Nachfrage sehr gering ist und das Angebot sich dem entsprechend anpasst und dann wird Öl irgendwann teuer.

Wird aber noch dauern, gibt die nächsten Jahre noch genug die mit Öl heizen werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
snickii schrieb:
Gibt's echt Leute die glauben das der Strompreis wieder sinkt? ^^
Sogar, wenn 100% der Menschen jetzt sofort davon abrücken würden, jeden Mist mit "Strom" erledigen zu lassen, würde ich nicht davon ausgehen, das die Strompreise wieder sinken.

Momentan sehe ich eher, dass die Nachfrage nach Strom gegen unendlich gehen wird ... allein schon, weil die Leute tatsächlich glauben, dass das irgendwie effizienter wäre, als simple Mechanik ... damit das effizient arbeitet, MUSS es Energie verbrauchen ... und sei es nur für einen Chip nebst Elektromotor, der die Mechanik steuert, die dann die Heizung rauf oder runter dreht.
"Tausche Bewegung gegen Energieverbrauch" ist die Devise der meisten.

Wir brauchen die Kernfusion ... dringend ... denn nur mit unendlicher Energiequelle ist unser aktueller Lebensstil langfristig aufrecht zu erhalten.
Billiger wird der Strom aber auch dann nicht, wenn es ein unendliches Angebot davon gibt. Der Grund ist einfach ... auch die Wartungstechniker der Netzbetreiber und die Kraftwerksmitarbeiter müssen mit ihrem Gehalt ein Leben in Deutschland finanzieren können ... und das wird eben immer teurer und teurer, weswegen die Gehälter steigen müssen, wodurch wiederum alles teurer werden muss, weil das Geld ja irgendwo her kommen muss.
Man könnte es einen Teufelskreis nennen.

Durchbrochen werden, kann dieser nur durch eine endlose Energiequelle ... oder durch den Verzicht auf die Elektrifizierung und Digitalisierung jeden Krafteinsatzes.
Zurück zur guten alten Mechanik, die man notfalls auch mit Muskelkraft betreiben kann (also nicht eAuto oder eBike, sondern das ganz normale rein mechanische Fahrrad für die Mobilität).
Alles andere lässt den Strombedarf nur exponentiell weiter steigen.
Leider bräuchte man dafür Menschen, die eben nicht zu faul sind, den Arsch vom Sofa zu erheben, wenn sie die Heizung höher drehen wollen. Momentan sieht das ziemlich düster aus.
 
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@DerOlf

Deswegen finde ich es auch falsch, sich auf eine Technologie zum Heizen einzuschränken. Wärmepumpen laufen nur mit Strom ... und da wir auch die Verbrennermotoren abschaffen wollen, haben wir in den nächsten 10-15 Jahren ein deutlichen Anstieg am Stromverbrauch, da sowohl Wohnen als auch Mobilität elektrifiziert wird.

Und wenn der Staat weiß, dass wir mehr Strom brauchen, dann sollte man auch hier entsprechend steuernd eingreifen. Mir fehlt hier immer noch ein deutlicher Ausbau, dass jeder der Strom verbraucht auch gleichzeitig Strom produziert. Auf jedes Eigenheim gehört eine PV Anlage - steuerlich gefördert durch 100% Ansatz der kompletten Handwerkerrechnung. Auf jedes Mehrfamilienhaus gehört eine PV Anlage - der Vermieter soll dann auch den Mietern günstig den Strom weiterverkaufen dürfen - ohne dass der Vermieter behandelt wird wie ein "Kohlekraftwerks-Besitzer". Jeder Gewerbebetrieb braucht PV Anlagen und die sollen am Ende auch ohne viel Bürokratie den Mehr-Strom einspeisen dürfen.

Dann braucht man am Ende deutlich weniger neue Strom-Trassen die durch die komplette Republik gebaut werden müssen um vom Stromproduzent zum Stromverbraucher eine Verbindung herzustellen.
 
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DerOlf schrieb:
Durchbrochen werden, kann dieser nur durch eine endlose Energiequelle ... oder durch den Verzicht auf die Elektrifizierung und Digitalisierung jeden Krafteinsatzes.
die beste Lösung ist: grosses Angebot und extreme Effizienz
dafür braucht man insb. Erfinder, Wissenschaftler und Ingenieure aus den entsprechenden Fachbereichen, zumindest seit gut 100 Jahren ist es die einzige Gruppe, die die Menschheit in diesen Dingen nach vorne gebracht hat, Politiker und Aktivisten haben für sie nicht passende Lösungen nur verhindert
 
Nero1 schrieb:
Hast du zufällig ne Kostengegenüberstellung parat? Also was dich die WP an Strom kostet ggü. was es dich bei deinem vorherigen Energieträger kosten würde? Effizienz heißt ja nicht kostengünstig, sondern nur potenziell günstiger als die Alternativen. Daher wären hier belastbare Zahlen durchaus mal interessant.
Leider nicht, da es ein Neubau mit WP+Warmwasserspeicher+Gasunterstützung ist. Mehr wie wild spekulieren kann ich also nicht, und mich dabei jedes Jahr über die m.M.n. exorbitanten Stromkosten für die Heizung wundern.

Gemäß der letzen Nebenkostenabrechnung von 2021 (für das gesamte Doppelhaus mit 20 Wohneinheiten):
Kosten Heizung:
Erdgas: 1995 € (= 38773 kWh)
Strom Wärmepumpe: 10560 €
Verbrauch laut Wärmezähler: 101.11 MWh

Darin ist natürlich auch Warmwasser enthalten. Nun fehlt mir u.A. komplett der zusätzliche Stromanteil der PV. Der Strom der PV fließt entweder in die WP oder wird dem Stromversorger geschenkt, weil niemand Lust hat, für die paar Euro/Jahr den Zusatzaufwand bei der Steuer zu treiben.

Rechne ich aber (mit Sicherheit völlig falsch) einfach dreist die Stromkosten auf Erdgaskosten um (damals 5,1 Ct/kWh), dann wären das 205000 kWh Gas oder zusammen mit dem realen Gasverbrauch 243 MWh Heizleistung.

Selbst bei einer Fehlerrate von Faktor 2 (und unter Ignorierung jeglichen PV Stroms) also 140 kWh spekulierte Heizleistung nur mit Gas, oder bis Ende 2021 ca. 30-40% Mehrkosten durch die WP. Die Kosten für die Wartung/Reparatur sind da ebenso unbetrachtet wie die Mehrkosten bei der Anschaffung der Heizungsanlage.

Ob meine Rechnung noch schwachsinniger ist wie angenommen, ob die Hausgeldabrechnung seit 5 Jahren falsch ist oder ob uns doch bisher die WP auch im reinen Verbrauch schlicht erheblich teurer kommt, weiß ich nicht. Da ich auch nichts dran ändern kann, mein persönlicher Verbrauch zu 80% aus Festkosten (Umlage nach Wohnfläche) besteht und das bisher keine 200€ pro Jahr waren, ist es mir auch ziemlich egal.

Incanus schrieb:
Nicht mal günstiger ist streng genommen das Kriterium, sondern mit besserer Energie- oder Ökobilanz.
Da es zu fossilem Erdgas weltweit keine Alternative gibt und auch keine geben wird, passt das natürlich. Für mich ist das wie die Umstellung beim PKW vom Verbrenner auf Durazell-Akkus. Umweltkosten für Produktion und Verschrottung des Austauschequipments, obwohl es noch technisch und wirtschaftlich nutzbar wäre, werden schlicht ignoriert.

Aber was solls, wenn das so kommt wie jetzt vermutet und die Regierung bei ihrer Ablehnung von alternativen Energieträgern jeglicher Art bleibt (natürlich nur für Gebäude), ist auch mit Gas 2035 Schluss. Außer, man stellt sich zusätzlich einen Gastank in die Wohnung, den man mit nicht fossilem Gas befüllen lässt.

https://www.merkur.de/wirtschaft/ro...fdp-gesetz-entwurf-paragraf-71k-92196612.html

So langsam fragte ich mich, warum gerade vor Borkum eine neue Erdgas-Bohrinsel gebaut wird (Stahl- und Glasindustrie haben wohl eine sehr gute Lobby) und alleine in der Nordsee noch bis zu 100 neue Bohrungen geplant sind:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/100-neue-bohrungen-in-der-nordsee-18374186.html

Tomislav2007 schrieb:
Ganz tolle Idee.
Wir haben uns von der Abhängigkeit von Putins Gas gelöst und begeben uns in die nächste Abhängigkeit mit unzuverlässigen politisch fragwürdigen Ländern.
Dann pflastern wir halt erst einmal die verödeten Regionen in Europa damit zu. Irgendwann wird es für die Plastik-Gemüsewüste in Spanien hoffentlich kein Wasser mehr geben, Teile vom Braunkohle-Tagebau könnte mna auch damit beglücken anstatt noch ein paar Seenlandschaften zu machen. Genauso kann man die ökologisch kaputten Regionen nutzen, in denen vormals Öl gefördert wurde. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass diese Länder keine neuen Einnahmen generieren wollen, wenn sie ihr Öl+Gas nicht mehr verkaufen können.

Energie muss nicht zwingend mit dem Energieträger "Strom" oder "Wasserstoff" zu uns kommen. Ist der Strom im Erzeugerland billig genug (was er jetzt schon als PV+Wind wäre), kann man auch die Verluste für den Energieträger in Kauf nehmen.

_killy_ schrieb:
Auf jedes Mehrfamilienhaus gehört eine PV Anlage
Bis dann wieder jemand mit dem Stadtklima ankommt und doch lieber eine Dachbegrünung hätte, da man die PKW ja nicht, wie teils im Ausland, aus den Städten verbannen will, um die Straßen und Parkplätze in Grünanlagen umzubauen.

Was wir bei 100% Ökostrom mit all dem Strom machen, wenn doch mal die Sonne scheint und Wind weht, ist mir nicht wirklich klar. Batteriespeicher im großen Massstab sind für mich keine Alternative, Pumpspeicherkraftwerke will keiner bauen. Bliebe also die Umwandlung in Wasserstoff und Nachfolgeprodukte und wir können das bisher noch vorhandene Erdgasnetz mit diesen Produkten weiter nutzen, müssten die Gasheizungen nicht sinnlos verschrotten usw. Aber für mehr wie die Industrie und den Flugverkehr ist sowas ja nicht angedacht, das wäre vermutlich zu wenig Wirtschaftsförderung.
 
gymfan schrieb:
Aber für mehr wie die Industrie und den Flugverkehr ist sowas ja nicht angedacht,
hmm vielleicht weil man darauf nicht verzichten kann/will, gleichzeitig dort keine Alternative vorhanden ist UND es selbst dort nicht reichen wird?

gymfan schrieb:
Aber was solls, wenn das so kommt wie jetzt vermutet und die Regierung bei ihrer Ablehnung von alternativen Energieträgern jeglicher Art bleibt (natürlich nur für Gebäude), ist auch mit Gas 2035 Schluss. Außer, man stellt sich zusätzlich einen Gastank in die Wohnung, den man mit nicht fossilem Gas befüllen lässt.

https://www.merkur.de/wirtschaft/ro...fdp-gesetz-entwurf-paragraf-71k-92196612.html
welche Ablehnung von alternativen Energieträgern? Das steht doch dort gar nicht.
Es steht dort, dass das Gas, das verfeuert wird, mit einem gewissen Anteil erneuerbar produziert worden muss.
 
Kassenwart schrieb:
das ist aber nur eine temporäre Anpassung, bezahlt wieder aus Steuergeldern, letztendlich sieht man dass "Sonne und Wind" sehr wohl eine Stromrechnung verlangen die genuso hoch wie Gas/Kohle/Atom ist
solange Merit-Order nicht geändert wird und der Strom weiterhin nur in den nationalen und regionalen Märkten geliefert wird, wird sich nichts ändern, der Strom geht in die gleiche Richtung wie alles andere: nach oben
 
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