Larnak schrieb:
das gute Feedback kam eben gerade nicht NUR von internen Testern.
Also ich hab das so verstanden dass sie intern getestet haben, vermutlich Freunden, Bekannten und gegebenfalls auch Kollegen der Branche. Das hatte ich mit "internen" Tests gemeint weil es gab ja so weder eine closed noch ne open Beta.
Er schrieb:
internal feedback on Highguard was "very positive," and criticism was "constructive and applicable." The team believed they had a potential hit on their hands.
Also wenn es da intern wirklich niemanden gab der gesagt hat dass das vermutlich nichts wird weil solche Art Spiele mittlerweile nicht mehr gut ankommen bei der Spielerschaft, dann war das Feedback meiner Meinung nach nicht ehrlich oder selbst die internen Tester waren komplett verblendet.
Ich arbeite nicht in der Videospielbranche aber hätte denen sofort sagen können wie das endet. Da muss man wirklich nicht für studiert haben und ne Glaskugel braucht man dafür auch nicht.
Larnak schrieb:
und dass jede Kritik als Hate aufgefasst würde, ist absolut nicht korrekt
Jede Kritik nicht aber man liest bei vermehrter negativer Kritik trotzdem sehr oft "dann spiel es halt nicht" oder dass es nur hate ist, selbst wenn man konstruktiv negativ kritisiert.
Larnak schrieb:
Ich weiß auch nicht, woher du das ableitest
Ich leb halt einfach nicht unter nem Stein, daher leite ich das ab. Ich bekomm das ja mit bei Spielen, Filmen und Serien die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht gut ankommen und vermehrt kritisiert werden. Dann kommen sofort die ganzen Weißritter aus ihren Löchern und verteidigen alles. Ja selbst die Produzenten fangen dann nicht selten mit sowas an. Es wären alles nur Hasser, Rassisten, transphobe, Frauenhasser und dergleichen (je nachdem was kritisiert wird).
Der Begriff "toxic positivity" kommt ja nicht von irgendwoher. Das ist in den letzten Jahren eben modern geworden. Entweder man lobt oder hält den Mund und wer doch kritisiert, ganz gleich wie konstruktiv, ist halt ein Hater. Ich hab in den letzten Jahren kaum von irgendwelchen Produzenten von schlechten Produkten gelesen dass die eingesehen haben dass deren Produkt vielleicht wirklich nicht gut war und man hier und da was hätte besser machen können. Selbstreflektion existiert da nicht, lieber alles auf die ganzen Hater im Internet schieben.
Dass es aber auch anders geht, haben in den letzten Jahren sowas wie Baldurs Gate 3 oder Claire Obscure gezeigt. Da gabs komischerweise keine krasse Kritik. Wenn das alles nur Hater sind die alles haten, wie kommts dann dass einige Produkte das nicht trifft? Vielleicht weil die halt einfach besser sind? Die Frage will man sich als Produzent eines schlechten Produkts halt nicht stellen weil dann müsste man einsehen dass man nicht ordentlich abgeliefert hat und die Schuld bei sich suchen und das geht natürlich gar nicht. Man kann ja unmöglich Schuld sein dass das eigene Produkt nicht ankommt weil man hat ja so hart dafür gearbeitet und wenn man hart für was arbeitet, kann das nicht schlecht sein, niemals, es muss an den anderen liegen.
Der Twitter-Beitrag vom Entwickler bestätigt halt genau das. Wem wird die Schuld gegeben? Allen anderen weil die einfach nur haten nur man selber ist nicht schuld.