Bericht HP Dimension mit Google Beam: 3D-Videotelefonie ohne Brille wirkt im Hands-on wie Magie

Alter Hut, da haben sie einfach eine Lentikularfolie auf das Display geklebt. Das einzige was man dazu braucht ist eine recht hohe Auflösung da die einzelnen Bilder in ganz schmalen vertikalen Streifen dargestellt werden müssen passend zum Raster der Linsenfolie. Gabs früher Postkarten und Werbeartikel, ist aber recht aufwendig und teuer in der Herstellung weswegen das nur vereinzelt benutzt wird. Funktioniert auch nur in einem bestimmten Betrachtungsabstand.
 
Blaexe schrieb:
@Vigilant

Gleichzeitig ist es beschränkt auf diesen einen Anwendungsfall und dann auch nur auf ein Fenster, während Brillen tatsächliche Interaktion bieten. Und mit Gaussian Splats auch faktische Teleportation an den Ort der anderen Person.

Schlag dir das mal mit der Brille aus dem Kopf, das wird eher brauchbar am Handy sein wenn 3d Bildschirme am Handy standart werden ( unwarscheinlich)

VR/XR Brillen sind zwar nicht gescheitert aber haben auch keinen Durchbruch in den Massenmarkt geschafft und das wird die nächsten 10-20 Jahre bleiben.

3d Monitore gibts auch schon aber auch kein Massenmarkt vorhanden
Ergänzung ()

reverend_kane schrieb:
Alter Hut, da haben sie einfach eine Lentikularfolie auf das Display geklebt.


Das ist schon echtes 3d über 3d kameras und 3d Monitor
 
Sehr spannend, danke für den Bericht!

@Vitche ich denke hier ist noch ein Fehler drin:
Das bei Videotelofonie übliche Problem, dass die Pupillen des Gesprächspartners nicht auf die eigenen Augen, sondern die Kamera am Rande des Displays gerichtet sind, wird beim Rendern des 3D-Abbilds umgangen.
Die Pupillen vom Gegenüber sind eben nicht auf die Kamera, sondern auf den eigenen Bildschirm gerichtet 😉
 
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Smockil schrieb:
Schlag dir das mal mit der Brille aus dem Kopf, das wird eher brauchbar am Handy sein wenn 3d Bildschirme am Handy standart werden ( unwarscheinlich)
Google Beam erzeugt die Faszination ausschließlich weil die Person real wirkt - das schließt auch die reale Größe mit ein. Für Smartphones vollkommen unnütz.
Smockil schrieb:
VR/XR Brillen sind zwar nicht gescheitert aber haben auch keinen Durchbruch in den Massenmarkt geschafft und das wird die nächsten 10-20 Jahre bleiben.
Eine 100g Brille die dir ein perfektes Bild jederzeit und überall bietet - für soziale Teleportation, Arbeiten, Gaming, dein eigenes Kino. Natürlich wird das den Massenmarkt erreichen.
 
Azeron schrieb:
So wie:
-Computer
-Internet
-Smartphones
-Tablets
-vermutlich auch Autos und viele weitere Dinge die für uns heute selbstverständlich sind

Auch alles gescheitert weil es, zur Zeit als es noch Neuland war (echtes Neuland und nicht das Deutschland-Neuland), keiner benötigt hat, oder?
Ich nutze zwar alles, was du erwähnst, außer das Auto. Darauf würde ich extrem gerne verzichten. Urlaube sind das beste Beispiel. Da nutze ich keines davon und vermisse gar nichts! Das sind/waren die besten Zeiten meines Lebens.

Aber zu Hause bzw. im Umfeld kann man buchstäblich nichts machen, dann bin ich mit solchen „Notfallbeschäftigungen”, die du genannt hast, nur um die alltäglichen Todeslangeweile zu vermeiden.

Ich war früher ein extrem begeisterter Autofan als judenglicher und habe unter anderem sehr viel Gran Turismo 3 und 4 gespielt. Aber seitdem ich den Führerschein habe (mit 18), ist die Begeisterung für Autos fast flöten gegangen und ein Jahr später habe ich angefangen "Autofahren zu hassen". Einige Jahre später habe ich dann mein Auto verkauft.
 
Mit dem neutralen Hintergrund wirkt das ein bisschen wie ein Knastbesuch. 😅
 
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Was micht interessiert:
"Die Daten werden in einem Google-Rechenzentrum in Echtzeit verarbeitet und als synthetisches Bild neu gerendert."
Und das ja wohl sehr real.

Funktioniert das auch über eine KI?
Und dürfen wir uns dann über noch viel realistischere KI-Fakes "freuen"?
 
Blaexe schrieb:
Google Beam erzeugt die Faszination ausschließlich weil die Person real wirkt - das schließt auch die reale Größe mit ein. Für Smartphones vollkommen unnütz.

Eine 100g Brille die dir ein perfektes Bild jederzeit und überall bietet - für soziale Teleportation, Arbeiten, Gaming, dein eigenes Kino. Natürlich wird das den Massenmarkt erreichen.

Nö, das 3d weil es nicht gewohnt ist, in einen Videocall. Ist es unerheblich, ob der gegenüber 3d ist und wie groß es geht, eher ums Sehen als ums „ wow cool, du bist ja 3d

Nö, weil keiner sich eine Brille aufsetzen will, um das zu machen. Außerdem wollen die meisten ihre Umwelt während des Essens wahrnehmen, was in unserer Natur liegt, und eine Brille macht dann quasi einen Blind.



Das wird ein Nischenmarkt bleiben.
Ergänzung ()

MichaW schrieb:
Was micht interessiert:


Sprich sie leiten es auf ihre Server klauen deine Daten für Werbung und schicken es an den Chatpartner
 
Calid schrieb:
ja und die meisten tun es unfreiwillig! also mir wärs ca. eine SEXTILLIONEN mal lieber ich bräuchte keine Brille zum Autofahren, Bildschirm, Lesen...

Mit Kontaktlinsen und den verschiedensten Laserbehandlungen gibt es ja durchaus Alternativen.

Zum Thema: Ich finde die Technik cool, aber sehe da auch nicht die riesige Zukunft. Es fehlt einfach der echte Mehrwert in meinen Augen. Das meiste geht in einem einfachen Videomeeting und bei wirklich wichtigen Themen ersetzt es auch nicht wirklich ein persönliches Gespräch, da dort häufug auch weitere soziale Interaktion dahintersteht. Die mögliche Nische ist in meinen Augen damit ziemlich klein.

Azeron schrieb:
So wie:
-Computer
-Internet
-Smartphones
-Tablets
-vermutlich auch Autos und viele weitere Dinge die für uns heute selbstverständlich sind

Auch alles gescheitert weil es, zur Zeit als es noch Neuland war (echtes Neuland und nicht das Deutschland-Neuland), keiner benötigt hat, oder?

Hier sehe ich schon einen riesigen Unterschied. Denn die von dir genannten Geräte haben völlig neue Möglichkeiten ermöglicht. Vielleicht bis auf die Ausnahme der Tablets, wobei die von den genannten Produkten auch das sind, was am wenigsten relevant von der Liste ist. Das problem was ich hier sehe, es löst kein echtes Problem und ermöglicht nichts dramatisch neues. Es macht etwas bekanntes besser, aber ob das dafür den Aufwand wert ist, ist zweifelhaft.
 
@Smockil
Wenn die Daten mal geleakt sind, könnten dadurch durchaus Sachen von Firmen abgegriffen werden.
Der Chef meldet sich per ViKo und macht Anweisungen.
Bisher klappt das ja manchmal auch schon per Telefon oder E-Mail.
 
MichaW schrieb:
@Smockil
Wenn die Daten mal geleakt sind, könnten dadurch durchaus Sachen von Firmen abgegriffen werden.
Der Chef meldet sich per ViKo und macht Anweisungen.
Bisher klappt das ja manchmal auch schon per Telefon oder E-Mail.

Es war eher darauf bezogen das Google damit meint sie verwerten die Daten
 
Blaexe schrieb:
Milliarden Menschen tragen Brillen. Viele davon freiwillig.

Kenn ich jetzt keinen der es wirklich freiwillig macht. Auch ne Sonnenbrille hat ja nen Zweck und sei es um "cool" zu wirken.

Gab auch mal nen Autohersteller der ne AR Brille im Auto seinen Kunden aufsetzen wollte weil halt damit viel möglich war.
Wurde eingestellt, weil die Tester das Aufsetzten als zu nervig empfanden.
 
Es gibt zwei Seiten, die man bei der Technik betrachten muss, einerseits ist das die Möglichkeit in 3D ein Gegenüber sehen zu können und umgekehrt und andererseits die Technik dahinter.

Bei ersterem ist vor allem der Vorteil gegenüber den 3D-Brillen, dass man eine solche eben nicht tragen muss, nicht wegen des Komforts, sondern weil einen der andere auch "brillenlos" sehen kann. Für Filme oder Filmchen mögen die Brillen ja toll sein aber für Live-Kommunkation bringen die nichts.

Die Technik mag aktuell noch recht teuer und komplex sein aber grundsätzlich ist das ja nichts, was man nicht auch lokal erreichen könnte. Also "mein Rechner" erzeugt anfangs ein 3D-Bild inklusive Texturen und muss nachher nur noch die Geometrie erkennen und versenden und der Rechner beim Gegenüber rendert das dann mit allen Texturen. Das spart enorm Bandbreite und ersetzt die Berechnung auf Google Hardware irgendwann komplett.


Und nicht vergessen: Wenn "demnächst" Menschen zum Mars fliegen sollen, ist unter Anderem eine solche Technik vielleicht der Schlüssel nicht irre zu werden, wenn man die geliebten Menschen zuhause lassen muss.
 
Es gab schon immer negative Stimmen zu neuen Technologien.
https://www.srf.ch/wissen/wissen/14...chick-ermoeglichte-das-erste-telefongespraech
Der Philosoph Walter Benjamin bezeichnete das Telefon als «gewaltsames Eindringen in die Privatsphäre». Weil
https://www.textlog.de/benjamin/kleine-prosa/berliner-kindheit/das-telephon

Der erste Erfinder war eigentlich 1861 Philipp Reis, lange vor Bell (der lediglich so schlau war, es 1876 patentieren lies)
https://www.stuttgarter-zeitung.de/...rei.fbece304-3dba-495e-9f8b-e1b8701f0566.html
Hinzu kam, dass die ehrwürdigen Herren der Physikalischen Gesellschaft offenbar keinen allzu großen Gefallen an dem Vortrag des einfachen Lehrers gefunden hatten. Zumindest einer der anwesenden "Platzhirsche", ein Professor namens Johann Christian Poggendorf, lehnte das Telefon in Bausch und Bogen als Kinderei ab - und nahm auch das von Reis eingereichte Manuskript nicht zur Veröffentlichung in einer physikalischen Fachzeitschrift an. Wie bei anderen Erfindungen war die Zeit für das Telefon offensichtlich noch nicht reif - und so verschwand der Reis'sche Sprechapparat in der Versenkung.
Unsere Nachfahren werden die jetzt vorgestellte Technik bestimmt irgendwann so selbstverständlich nutzen wie wir heute Smartphones und Videocalls.
 

Von der Kamera zum gerenderten Gegenüber​

Technisch handelt es sich gar nicht um ein klassisches Video, erfahre ich im Anschluss, sondern um eine mehrstufige Rekonstruktion. Sieben Kameras und ein Beamforming-Array bestehend aus zwölf Mikrofonen, allesamt verteilt im Rahmen des 65-Zoll-Panels mit 8K-Auflösung, sowie zwei weitere Mikrofone auf dem Tisch erfassen die Person aus unterschiedlichen Winkeln. Die Daten werden in einem Google-Rechenzentrum in Echtzeit verarbeitet und als synthetisches Bild neu gerendert.

Ich sitze also gar keinem Videostream im klassischen Sinne gegenüber, sondern einem generierten – aber hyperrealistischen – 3D-Abbild, das kontinuierlich an Perspektive und Blickrichtung angepasst wird. Wie Google erklärt, kommt dabei ein speziell trainiertes KI-Modell für volumetrische Videoinhalte zum Einsatz.
Es ist mal wieder ein Paradebeispiel dafür das man den Leuten irgendwann einfach alles aufschwatzen kann was man will. Letzte Woche ist NVidia fast pleite gegangen weil alle DLSS5 gehatet haben.
Aber kaum bringt Google 3D-KI-Pr0n-Geräte ist wieder geil. Klar für ein paar Spielerein ist es bestimmt toll.

Doch das einzige was ich interessant an dieser Entwicklung finde, ist das nicht nur Bilder & Videos immer mehr zu grundsätzlich korrumpierten Medien gezählt werden müssen, sondern in Zukunft dann auch JEDER Livestream der über ne Cloud läuft!
 
Smockil schrieb:
Wird scheitern, wird keiner benötigen. Ist jetzt keine Anwendung, wo man täglich nutzt. Man probiert es mal aus und das war es.
„Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“
- Henry Ford
 
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@FrAGgi Sag mir schlauer mensch wo ist hier die Innovation? Henry Ford hatte eine, du und die Entwickler von dem Ding haben keine.
 
FrAGgi schrieb:
„Wenn ich meine Kunden gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt: schnellere Pferde.“
- Henry Ford
Äpfel und Birnen.

Das Auto war disruptiv und hat viele Probleme gelöst. 3D Telefonie ist nicht disruptiv, sondern einfach nur eine inkrementelle Verbesserung bestehender Technologie. Ausserdem ist nicht klar, welches Problem hier eigentlich gelöst wird.
 
@Smockil @cor1
Ich empfehle euch an eurer Transferleistung zu arbeiten.
Es geht um die Kernbotschaft des Zitats und nicht um den 1:1 Vergleich von Auto vs. "3D-Telefonie".
 
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