hum - Was macht ihr gegen Trauer?

marcelcedric

Commodore
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Mai 2003
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Hallo Forum.

Ich habe vor einigen Stunden erfahren, dass mein Opa verstorben ist. Nun ist das der 4. Tod innerhalb zwei Jahren, da vorletztes Jahr meine Tante verstarb, letztes Jahr meine Oma und diesen Fruehjahr mein bester Freund, er war 16.

Hum, nu will ich mal gerne Wissen, was ihr gegen die Trauer macht oder damit umgeht. Mit jemanden sprechen kann ich nicht, da ich keine wirklichen RealFriends mehr hab, jedenfalls gute.

Hum, Gute Nacht
 
Oh, das tut mir leid. :(
Das beste ist aber sicher wenn man sich jemandem anvertraut, und mal so richtig alles rausläst, am besten immer wieder mal wenn man meint dass was raus muss. Ich denke selbst nicht so nahe Freunde werden ein offenes Ohr haben in so einer Situation, oder? Was ist z.B. mit deinen Eltern?
 
Hum, mit denen will ich nicht so gerne darueber reden... Ich habe in ICQ eine sehr gute Freundin, die leider in letzter Zeit kaum Online ist, da sie umzieht und eine Ausbildung macht, aber damit will ich sie auch nicht belasten.
 
Mein Beileid!
Also eigendlich ist es immer ratsam mit engen Verwandten und/oder Freunden darüber zu reden. Den Schmerz und die Trauer in sich hineinfressen ist nicht gut, von daher auf jedenfall mit jemandem reden.

PS: Hab per Mail, PN, ICQ oder MSN auch immer ein offenes Ohr. ;)
 
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Ach was, mach das mal ruhig, dafür sind doch gute Freunde da. Wenn sie das wüsste wäre sie vielleicht sogar verunsichert (Ich wäre auf jeden Fall geknickt wenn ich wüsste dass ein guter Freund in so einer Situation steckt, und sich nicht bei mir meldet).
Ich denke da braucht man keinen Hehl draus zu machen, solche Situationen erreichen jeden mal, und ich finde auch nicht dass man jemanden "belastet", wenn man sich mal ausheult.
Versetz dich mal in ihre Lage, würdest du nicht gerne mal ein offenes Ohr haben wenn sie mit sowas bei dir anklopfen würde?
Ich kenne leider kein Geheim- oder Patentrezept für solche Situationen, außer sehen dass man alles raus lässt. Man muss dafür sicherlich nicht unbedingt jemanden haben zum ausweinen, Spaziergänge an der Frischen Luft in einem ruhigen Wäldchen sind vielleicht auch nicht verkehrt (mache ich sehr gern). Dabei kann man die Gedanken eher mal wieder ordnen als z.B. wenn man drin hockt.
Sport, wo man sich so richtig ausbluten lassen kann kann auch hilfreich sein. Z.B. Batmindton oder Fussball usw. was dir halt Spass macht. Eben alles wo man sich die Seele aus dem Leib rennt.
Was bei mir nix bringt ist wenn ich meine dass ich das aussitzen kann, also mich verkrieche. Dann bleibt man häufig länger in dem Zustand als unbedingt nötig, und kommt da nicht so schnell wieder raus. Aber das ist sicherlich auch bei jedem anders.
 
Auch mein beileid.. :(

..meine unmittelbare reaktion in situationen wie einer solchen ist sport zu treiben. ich laufe viel.. gerade beim laufen kann man gut abschalten und die seele einfach mal baumeln lassen. und immer wieder fallen einem dabei auch gute wege ein gewisse probleme zu lösen..

versuch's doch einfach mal! vielleicht fällt dir dabei ja jemand ein, mit dem du über die situation gerne reden würdest, oder du hast vielleicht andere gute ideen, die dich ein wenig ablenken..

greetz, gogoland2002
 
Ich schließe mich Green Mamba an. Ich denke ein PAtentrezept gibt es nicht. Aber was er gesagt hat, sind auch die Dinge die ich tue. Und wenn jemand verstorben ist, muss man früher oder später darüber reden, wenn es eine zu sehr belastet. Dann lieber früher, sonst trägst du es die ganze Zeit nur "unnötig" rum.

Und eines musst du dir merken. Mit so etwas bist du nie wirklich allein. Wir alle hier draussen haben so etwas schon hinter uns. Und wir sind alle irgendwie mit klargekommen. Und du schaffst das auch.

Alles gute.
 
hm.. man kann gegen die trauer nichts machen.. hab schon meine halbe familie verloren.. genauer genommen sogar schon über die hälfte.. leute ausm bekannten kreis von früher.. durch krebs.. selbstmorde.. und all sowas..

man kann nichts dagegen machen.. nur lernen irgendwie damit umzugehen.. damit zu leben... das es einen fertig macht is kein wunder und antriebslosigkeit und das einem alles egal wird ist auch keine seltenheit... aber es hat auch sein positiven aspekt wenn man gelernt hat damit zu leben.. es wird einem bewußt wie wenig zeit man eigentlich hat.. und das man seinen träumen und wünschen nachgehen sollte bevor man selbst irgendwann vielleicht keine zeit mehr dazu hat..

ich kann nicht behaupten das drüber reden hilft.. denn es nimmt einem nicht die trauer... für den einen oder anderen mag es vielleicht erleichternd sein zu hören das man in dem moment nicht allein mit solchen schmerzen da steht.. aber sie werden einem dadurch ja auch nicht genommen.. und wenn man jemanden verliert der einem sehr viel bedeutet wie vielleicht familie oder beste freunde, bleiben die narben die man von dem schmerz erhält für immer..
es klingt so geschrieben negativ.. aber es hat auch seine guten seiten.. immerhin erinnert man sich auch dann an die schönen momente... und man erinnert sich immer wieder mal an die personen...

ich könnt ne menge schreiben dazu, aber ich denke der kern der aussage bleibt dabei der selbe, darum verkneif ich mir das ''vermeintliche spammen'' und die leser mit mehr zuzulabern...

im grunde bleibt eigentlich nur eins.. halt den kopf hoch.. wie ging der spruch noch:
egal wie oft du fällst, es is keine schande zu fallen, aber es ist eine schande nicht zu versuchen wieder aufzustehen...

in diesem sinne..
keep ya head up
 
Mein herzliches Beileid für all Deine schmerzlichen Verluste... :(

Ich weiß nicht, was für ein Typ Mensch Du bist, ob "hart" oder "zart", aber in jedem Fall empfehle ich Dir, so komisch es klingen mag, setz' Dich hin und weine - aber so richtig.

Du ahnst gar nicht wie befreiend, ja sogar gesund (hab' ich in 'ner Frauenzeitschrift gelesen, da kann man viel lernen ;) ), das sein kann, wenn man einfach mal alles raus lässt. Glaub' mir, ich spreche aus Erfahrung, denn mit 26 Jahren habe auch ich so einiges hinter mir. Immer wenn mir etwas weh tat oder es mir anderweitig mies ging habe ich es voll rausgelassen. Scheiß auf das ganze Machogehabe, von wegen Männer dürften nicht weinen. "Aussen hart und innen ganz weich..." hat schon der Herbert gesungen.

Scheu Dich nicht davor, es kann echt befreiend sein und danach sieht man meist klarer.
 
Mein Beileid.

BlackSavage hat schon recht. ICh kann mich gut erinnern, vor ca. 2 Jahren ist meine Oma gestorben, war halt nicht so toll weil die immer gut drauf war und überhaupt ganz cool. Naja irgendwie habe ich das nur in mich hinengefressen und hatte schlechte Laune und überhaupt kein Bock zu nichts. Naja irgendwie kam das dann, dass ich zufällig mit meinen Eltern drüber gesprochen habe und es tatsächlich geholfen. Dachte früher immer reden bringt nix aber ich wurde vom Gegenteil überzeugt. Rede mal mit deinen Eltern oder guten Freunden die schon lange kennst darüber. Nach der Geschichte sag ich es ja immer wieder: "Reden hilft". Hoffe ich konnt dir ein wenig Mut machen. :(

mfG
EvilMoe

PS: Auch wenn es etwas hard klingt, die Zeit heilt alle Wunden.
 
Ich bin zwar eigentlich nicht der richtige, um auf so einen Thread zu antworten, aber keine Minute, nachdem ich den Thread geöffnet hatte, schreibt mich meine Ex im MSN an, zu der ich ein halbes Jahr keinen Kontakt hatte und schreibt mir, dass ihr Opa heut vormittag gestorben ist. Treppe runter gefallen und Genick gebrochen meinte sie...

Also wichtig is, dass du drüber redest und nix in dich rein frisst. Wenn du heulen kannst tu es. Ich kan nes nämlich ned und das treibt mich manchmal so sehr in den wahnsinn, dass mein Doc mich zum Psychologen shcicken will. Außerdem ist es total befreiend.

Du musst das ganze halt verarbeiten, auch wenn es schwer ist und ich denke jeder, dem du etwas bedeutest, würde gerne für dich da sein in so einem Moment.

Wenn es geht, red auch viel mit deiner Familie drüber. Ich denke für die anderen ist es auch nicht leichter als für dich. Besonders für das Elternteil, dass da seinen Dad verloren hat.
Und bitte vergrab dich ned. Ich weiss ned, wie nah er dir stand, aber jetzt in tiefe Agonie zu verfallen und am Sinn des Lebens zu zweifeln bringt dich ned voran.

Ich mein, uch wenn das jetzt in gewisser Weise gemein ist, aber du hattest doch bestimtm ne Menge gute Zeit mit ihm, oder? Versuch dich, daran zu erinnern und sei dankbar dafür :)

Sorry, wenn ich ned soo hilfreich bin, aber ich hab nie Trauer oder so empfunden ,wenn eine Person gestorben ist, die mir nah stand. Frag mich nicht warum, aber ich hab in dem Moment einfach gewusst, dass ich nichts dran ändern kann und es auch so weitergehen muss.
 
Mein Beileid. :(

Trauer ist nix schlimmes, man sollte sie zunächst zulassen. Ob Mann oder nicht - weinen reinigt die Seele. :)
Nur man darf sich nicht von der Trauer zerfressen lassen. Nach einer gewissen Zeit muss der Punkt kommen, wo man die letzten Tränen wegwischt und nach vorne schaut.

Das Leben geht weiter. Der Schmerz sitzt am Anfang tief und er wird durch Erinnerungen immer wieder ein wenig stechen - am Anfang mehr, später weniger.
Den Verlust muss man aktzeptieren - die Erinnerung aber behält man immer, und das ist auch gut so.

Ob man darüber mit jemandem Reden möchte, muss jeder selbst entscheiden. Es gibt Leute, die trauern lieber alleine - andere öffnen sich mehr gegenüber vertrauten Personen.
Jeder muss sehen, wie er am besten klarkommt.

mfg Simon
 
Bei mir in den engeren kreisen gabs in den letzten jahren auch viele todesfälle. doch der tod ist ein bestandteil unserer existenz, genau wie das leben. Ist jetzt natürlich einstellungssache. Ich hatte vor 15 jahre nierenkrebs und hirnhautentzündung. Ich war so gut wie tot. Das hat mich unwahrscheinlich geprägt, und ich habe dadurch vielleicht gelernt, besser mit dem "Tod" umzugehen. Ihn als Wesen zu betrachten. Denn es gibt auch schöne dinge, die mit dem Tod zusammenhängen. ZB: die Liebe. Wie oft wollte ich schon für dieses Mädchen sterben :) Tod ist auch befreieung. wenn auch unfreiwillig. aber alles hat seinen Sinn. an wiedergebrut und an den himmel/die hölle glaube ich nicht, aber es geht immer weiter. nicht nur im Leben. vielleicht ist das auch nur einmal mehr ein irrglaube des menschen.

Religion und Tod ist auch so ne sache. ZB: die christen. bei denen muss man vergeben und so genannte sünden beichten um nicht ins fegefeuer zu kommen. Bei den Buddhisten wird man wiedergeboren. ist doch ne schöne ansicht oder? Also: Tod ist Ansichtsache und nicht definierbar.
 
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Auch von mir Herzliches Beileid :(

Vor einem Jahr ist meine Oma gestoben, und dieses Jahr ist meine Tante. Das hatte mich vorallem so fertig gemacht, da ich sie üer ein Jahr nicht gesehen habe, auch nicht als sie beerdigt wurde. Ich habe geheult und brauchte Halt der Familie. Mir hat es aber wieder Kraft gegeben, als ich die Personen, die ihr am nahesten standen umarmen konnte.

Wenn ich so zurück gedacht habe, bin ich froh, dass es ihr jetzt nur besser gehen kann. Keine Schmerzen mehr und diese Worte: "Ich kann nicht mehr". Ich habe mir dann in den Kopf gesetzt, ich kann daran nichts mehr ändern und wünschte ihr die Erfüllung ihrer schönen Träume.

Im Fall meiner Oma war es kaum anders, als bei meiner Tante. Nur war es bei ihr leider so extrem, dass sie nichts mehr essen wollte und immer dünner wurde. Ich sah sie kurz nach ihrem Tod.

Nur ist Trauer für jeden (wie es Simon schon sagte) Verschieden. Der eine Trauernde ist lieber alleine für sich und der Andere braucht jemanden, bei dem er seine Trauer raus lassen kann.

Ich wünsche dir Kraft, weil ich weiß, dass du diese jetzt am nötigsten brauchst. Und gib nicht auf sondern sieh es (wenn es auch etwas schwierig ist) positiv. Ihm kann es jetzt nur besser gehen. Ich weiß, dass es eine Glaubensfrage ist. Aber ich bin davon überzeugt, dass es einem Menschen besser geht, nach dem er gelitten hat.

Gruß Andy
 
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Natürlich auch von mir Herzliches Beileid.

Ich bin eigentlich auch ein Mensch der lange braucht eh er mal über seine Probleme redet oder so.
Aber es Hilft das weiss ich. Leider fange ich meistens erst zuspät damit an.

Man sollte schon darüber reden. aber ich bin auch nicht der der gerne mit seinen Eltern darüber spricht.

MFg Nico
 
Ich kann KLOk nur zustimmen, gegen die Trauer selbst kann man nichts machen, ob man weint, redet, das ist völlig egal, die Schmerzen bleiben. Lass dich nur nicht von ihnen auffressen, das Leben geht weiter ;) . Gut leichter gesagt als getan, ich weiß es, ich hab auch schon geliebte Menschen verloren, und es dauert Jahre bis man darüber hinweg kommt. Jedoch hab ich in den Jahren was gelernt: Trauern ist nichts schlimmes, es ist nur ein Ausdruck davon wie sehr man seine Freunde, Angehörige geliebt hat. Ich weiß es ist schwer den Schmerz einfach mal beiseite zu lassen, aber dir tut es auch nicht gut, wenn du nur trauerst. Im Gegenteil, je mehr man sich darin vertieft, um so schmerzhafter wird es. Du sagst, dass du ein paar Freunde hast, zwar keine Real Friends, aber mach was mit ihnen, irgendwas, was dich ablenkt. Da Depressivität keiner Freundschaft gut tut, und ich glaube du willst jetzt nicht auch noch deine Freunde verliern oder? Denn zum trauern wirst du immer Zeit haben.
 
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Du Armer,

wenn du etwas Aufmunterung brauchst dann meld dich bei mir im ICQ, ich weiß es ist manchmal schwer zu verstehen, ich hoffe das es dir schnell besser geht. Solche Tage sind immer schrecklich, ich kenne das nur zu gut. Man darf trotzdem nicht vergessen, dass die Person bestimmt ein schönes Leben hatte und das Leben weiter geht. Ich hoff du schaffst das.
 
Hum, Danke an alle fuer Eure Tipps und das ihr hier in diesen Thread gepostet habt! Ihr koennt den Thread ja noch aufrecht, fuer andere zB, erhalten.

MfG
 
Mein Beileid.

Ich habe letztes Jahr meine beiden Großeltern bis zum Tod gepflegt.
Irgendwann kam dann auch der Zeitpunkt wo ich ins Schlafzimmer kam
und es war vorbei. Hab dann noch mal den Puls geprüft, aber da war nix (Scheiß Gefühl...)
Und das hatte ich zweimal innerhalb von 3 Monaten. Nich schön...
Ich habe mich in der ersten Zeit erstmal abgelenkt und gezockt oder mit Kollegen
was unternommen. Erst nach so 2-3 Wochen habe ich mich mit den Thema wieder
beschäftigt. Auch erst dann habe ich den Abschiedsbrief meines Großvaters gelesen.
Natürlich habe ich auch mit den anderen aus der Familie gesprochen.
Aber auch die haben das Ganze erstmal sacken lassen wie ich.
Das war so für uns am einfachsten. Aber es kommt auch immer darauf an wie nahe
man der Person stand. Wenn man sich wie ich rund um die Uhr um die Person über ein
Jahr gekümmert hat ist daß noch was ganz anderes als wenn es nur jemand ist den
man paar Mal im Jahr sieht.
Es ist und bleibt aber eine schwere Sache.
 
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Als erstes möchte ich dir sagen, dass es mir Leid tut.
Du kannst dich jederzeit bei mir über icq (332652790) melden, wenn du aufmunterung brauchst.
Meine Oma könnte man im Moment, als "halbtot" bezeichnen, sie hat Krebs im Kehlkopf (bzw. Halsgegend) nun hat sie ein loch im Hals (wie unser alter Papst), dass Problem ist nur, dass diese Luftzufuhr als verstopft, und sie dann als 3mal täglich halb erstickt, ich kann dir sagen, dass ist sehr schlimm, jemanden so leiden zu sehen, ohne etwas unternehmen zu können.
 
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