Informatikstudium mit wissenschaftlicher und internationaler Ausrichtung - Welche Uni

Ein Gastprofessor aus Großbritannien, bei dem ich eine Vorlesung gehört habe, hat das Amerikanische System sehr gelobt; er selbst ging nach seinem Oxford-Bachelor für einen Master nach Harvard. Er meinte, dass diese Unis zwar die Kinder reicher Eltern gut schröpfen, dafür aber viele Stipendien, HiWi-Stellen etc. anböten, mit denen man sich auch ohne dickes Konto sein Studium gut finanzieren könne.

Seine Zeit müsste allerdings locker 30 Jahre her sein, inwiefern das noch aktuell ist, kann ich nicht beurteilen.
 
snow1 schrieb:
Die Rankings fallen ja nicht einfach so vom Himmel. In gewisser Weise habe die durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Natürlich, aber die Aussagekraft ist wie immer recht gering. Für einen Bachelorstundenten dürfte es beispielweise recht unwichtig sein, wie gut die Forschung einer Uni ist, was viele Rankings, wie das der Times sehr stark gewichten(deswegen stehen die deutschen Hochschulen weltweit auch so schlecht da - außerdem werden nur englischsprachige Publikationen beachtet ). Das dürfte frühsten im Master, eher bei der Promotion wichtig sein.

@Fidel

Die meisten Stipendien sind eh nur Sportstipendien.....
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Die Nachteile des amerikanischen Systems sind vor allem die Hohe Verschuldung der Studenten aufgrund von Krediten und das vielen nicht die Möglichkeit geboten werden kann zu studieren, weil die finanzielle Traglast/Risiko zu hoch ist. Wenn man sich dann noch schöne Geschichten anhört, wie Studentinnen ihre Eizellen verkaufen um sich ein Semester zu finanzieren.....


Denke nicht, dass das etwas für mich ist, das geht doch dann vermutlich ziemlich in den Bereich Physik, oder?

Weiß ich nicht genau, aber sollte ähnlich wie die E-Technik im Studiengang technische Informatik sein. Sprich "hardwarenahes Entwickeln".
Außerdem schadet ein bisschen Physik ja nie. Z.B. "Shannonsche Abtasttheorom und Diracsche Deltafuntkion"(ist Physik zur idealen Signalabtastung) kommen auch in der nomalen Informatik vor(Grafikbereich, wo Kenntnisse in Linearer Algebra essentiell sind).
 
Zuletzt bearbeitet:
Airbag schrieb:
@Fidel

Die meisten Stipendien sind eh nur Sportstipendien.....
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Das des Amerikanischen Systems ist vor allem die Hohe Verschuldung der Studenten aufgrund von Krediten bzw. das vielen nicht die Möglichkeit geboten werden zu studieren, weil die finanzielle Traglast/Risiko zu hoch ist. Wenn man sich dann noch schöne Geschichten anhört, wie Studentinnen ihre Eizellen verkaufen um sich ein Semester zu finanzieren.....

Wo hast du denn das her? Bild.de?

Dass es ohne Stipendien schwer ist, darüber müssen wir nicht diskutieren. Die Frage war ja, welche Möglichkeiten sich mit Stipendien u.U. eröffnen. Harvard z.B. schreibt dazu:

Applying for financial aid does not jeopardize a student's chance for admission. Indeed, the Admissions Committee may respond favorably to evidence that a candidate has overcome significant obstacles, financial or otherwise. All of Harvard's financial aid is awarded on the basis of demonstrated financial need - there are no academic, athletic or merit-based awards. Harvard meets the full need of every student, including international students, for all four years.

Admitted students who apply for assistance will receive a financial aid award at the time of their admission in early April. The Financial Aid Committee considers carefully each admitted student's family financial circumstances and strives to ensure that a Harvard education remains fully accessible to those talented students we admit. Each student's demonstrated financial need is fully met with a combination of jobs and scholarship assistance. In the 2009-10 academic year we awarded over $145 million in need-based scholarships.
 
Die Aussage war nicht nur auf Havard(nehmen in dem Fall eine Sonderstellung ein, ähnlich Yale, MIT und Co ) bezogen.
 
Aber die Befürchtungen des TO bezüglich der Studienfinanzierung waren das, er wird sich das MIT nicht wegen des tollen Akronyms rausgesucht haben, sondern wegen der damit verbundenen Reputation.

So pauschal wie deine Aussage war, ist sie ohnehin kaum belegbar, da ist dann auch egal, ob mein Gegenbeispiel eine Ausnahme darstellt. Eine Statistik, an welche Bedingungen sich die Förderung für undergrads in den USA so knüpft, würde mich durchaus auch interessieren. Aber Gemeinplätze und Hörensagen helfen der Diskussion nicht.
 
Airbag schrieb:
Natürlich, aber die Aussagekraft ist wie immer recht gering. Für einen Bachelorstundenten dürfte es beispielweise recht unwichtig sein, wie gut die Forschung einer Uni ist, was viele Rankings, wie das der Times sehr stark gewichten(deswegen stehen die deutschen Hochschulen weltweit auch so schlecht da - außerdem werden nur englischsprachige Publikationen beachtet ). Das dürfte frühsten im Master, eher bei der Promotion wichtig sein.

Glaub mir, die Uni strahlt auch auf die Absolventen ab. Ob berechtigt oder nicht.


Airbag schrieb:
Weiß ich nicht genau, aber sollte ähnlich wie die E-Technik im Studiengang technische Informatik sein. Sprich "hardwarenahes Entwickeln".
Außerdem schadet ein bisschen Physik ja nie. Z.B. "Shannonsche Abtasttheorom und Diracsche Deltafuntkion"(ist Physik zur idealen Signalabtastung) kommen auch in der nomalen Informatik vor(Grafikbereich, wo Kenntnisse in Linearer Algebra essentiell sind).

Dem TE geht es um theoretische Informatik, nicht um technische Informatik!
 
Natürlich geht es dem TE darum. Aber man sollte definitiv damit rechnen, dass man als Informatikstudent mit E-technik in Kontakt kommt. Auch wenn es "theoretische Informatik" ist.

Glaub mir, die Uni strahlt auch auf die Absolventen ab. Ob berechtigt oder nicht.

Ich glaube dir durchaus. Ich habe mich unteranderem auch damals bei den Rankings umgesehen und zufällig lag die Tu Darmstadt für Winf auf Platz 1 vor der TU München (auch wenns nur 0.x Prozent Unterschied waren - hatten beide so um die 20% von den Personalern erhalten)
Aber letztendlich ist die Entscheidung eher aufgrund anderer Aspekte gefallen. Sprich was ist in den Semesterbeiträgen enthalten, gibt es Studiengebühren, wie ist die Region (auch Lebenerhaltungskosten und Fahrtkosten mit einbezogen ), etc...
Und da war mir das Rhein Main Gebiet halt lieber als München.

edit:
Eine Statistik, an welche Bedingungen sich die Förderung für undergrads in den USA so knüpf

Würde ich auch gerne. Ich kann mich noch an einen Artikel der Süddeutschen vor einem halben Jahr errinnern, in dem die Sportspendien und die jährlichen Ausgaben und Verluste für den Sport thematisiert wurden, jedoch ist es schwer eine Gesamtausgabe zu treffen, weil keine Vergleichszahlen gennant wurden.
 
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Airbag schrieb:
Natürlich geht es dem TE darum. Aber man sollte definitiv damit rechnen, dass man als Informatikstudent mit E-technik in Kontakt kommt. Auch wenn es "theoretische Informatik" ist.

Komische Logik :freak:
 
Na, das ist ja eine muntere Diskussion geworden :)

Ich überlege mir aber immer noch, ob die Uni Saarland nicht genau das wäre, was ich möchte. Keine Studiengebühren, laut CHE Ranking bessere Forschung als TU München oder Darmstadt, ab dem 5. Semester alle Vorlesungen auf Englisch, Master komplett auf Englisch, Möglichkeit zur Promotion nach dem BA, internationale Ausrichtung mit Gastprofessoren, günstige Mieten, enge Verbindung zu den ansässigen Forschungsinstituten, zudem entsteht dort offenbar gerade ein Forschungszentrum zu Cybersicherheit, was sicherlich auch ein sehr interessantes Forschungsfeld ist: http://www.cs.uni-saarland.de/


Ist vll. jemand da, der dort studiert (hat) oder jemanden kennt, der dort ist?
 
Promotion nach dem Bachelor ist theoretisch überall möglich, du wirst nur schlicht keinen Doktorvater finden der dich als Bachelor promovieren lässt.
 
Ich werf nun einfach mal die TU Ilmenau in den Raum.

Ist im Zeit Ranking Platz 4 (keine Ahnung, ob das noch aktuell ist). Ich habe dort Informatik studiert (auf Diplom, bin letzten Oktober fertig geworden).

Theoretisch gehts da echt hoch her. Die Theo Inf Professoren haben es meiner Meinung nach bestens drauf.
International? Nunja, ich hab mein Fachpraktikum + DA im Ausland (Irland) gemacht. An der National University of Ireland, Galway. Da bin ich sogar noch als Reseacher angestellt :)
Ich haette auch ne Promotion hinterherlegen koennen, aber ich bin dem Ruf nach Amerika gefolgt bzw. werde folgen.

Promotion kannst du in Ilm auch machen und die Lebenshaltungskosten sind unschlagbar guenstig. Frauenhofer ist vor Ort, sowie andere Institute, deren Namen ich leider schon wieder vergessen habe.

Schoene Gruesse,
Prok
 
bzgl auslandskrams bietet z.b. die karlsruher uni sehr sehr viele informationen, schau dich z.b. mal hier um:
http://www.aaa.kit.edu/124.php
die haben logischerweise auch sprechstunden etc. es gibt auch erasmus gruppen usw, wo du leute kennenlernen kannst, die z.b. in karlsruhe erasmus machen und über erasmus könntest du dann diese leute besuchen gehen...
 
@Proktologe: Die TU Illmenau habe ich mir auch schon angesehen, die ist ja auch im CHE Ranking ganz gut aufgestellt.

Hm... das sind alles irgendwie sehr interessante Vorschläge, ich denke mal ich nehme die TU München, TU Illmenau, Karlsruhe, RWTH AAchen und die Uni Saarbrücken in die genauere Auswahl.

Vorab ist es natürlich schwer zu sagen, welche nun besser zu einem passt.


Danke an alle für die interessanten Antworten :)
 
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