Inhouseverkabelung in einem Haus

StarvinMarvin

Ensign
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Hallo Zusammen,

ich hoffe das ich hier ein paar hilfreiche Informationen zu meiner Situation und der Inhouseversorgung mit Internet bekommen kann.

Folgende Situation:

Doppehaushälfte mit geplantem Wechsel auf Kabel Internet.

Aktuell hab ich mein Büro unterm Dach und die Fritzbox mit DSL ist hier oben angeschlossen.

Es liegen Telefonleitungen nach hier oben, wo unten mittels Verbindern die Adern aufs Büro geschaltet wurden.

Erdgeschoss ist mittels DLan verbunden.

Beim Wechsel auf Kabel entfällt natürlich die Möglichkeit mit dem Router im Büro und ich hätte wohl aktuell folgende Optionen.

1. Telefonleitung vom Keller ins Büro als LAN Kabel misbrauchen. Offen: Was kommt als Durchsatz rum? 1Gbit brauche ich nicht, aber mehr als 100 MBit sollten es sein. Da es zwei Telefonleitungen sind, müsste ich die Kabel erst mal ausfindig machen und Stecker anpinnen und testen

2. Neues LAN Kabel vom Speicher durch den Kaminzug in den Keller legen und dort dann an den Kabelrouter gehen. Wäre wohl was Durchsatz angeht das Beste

3. Da wir SAT haben und oben auch eine Buchse ist mit drei Anschlüssen, wäre eventuell noch eine Option den Kabelrouter wie den DSL Router oben unterm Dach anzuschließen, aber dann hab ich nach unten weiterhin das DLAN mit max 90 Mbit und weiß auch nicht ob das so störungsfrei funktioniert

Hab ich da irgendwo Denkfehler bei den Optionen, bzw. gibt es noch weitere Optionen, wenn ich unterm Dach an meinem Rechner auf jeden Fall eine stabile Leitung haben möchte?

Vielen Dank!
 
Das beste wäre ein IST/SOLL Bild, zum Beispiel:

2020-02-17 15 54 36.jpg


Das Lesen des Texts ist nicht so ganz einfach/verständlich.
 
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Sind die "Telefonkabel" in Leerrohren verlegt? Wenn ja, tüddel ein Cat 7 Installtionskabel dran und zieh es mit Hilfe des Telefonkabels durch. Dosen auf jedes Stockwerk und alles wird gut.
Wie gut das "Telefonkabel" als Ethernetleitung taugt, kommt auf die Anzahl der Adern, den Typ, die Länge und sinnvolle Belegung an, da selbst billigstes J-Y(St)Y Aderverseilung hat.
Es gibt viele Berichte, die bestätigen, dass bis 20m ein 8- oder mehradriges J-Y(St)Y für stabiles GbE taugt.
Du könntest auf jeden Fall schon mal ne handvoll Keystones kaufen. Die brauchst Du eh. Mit denen kannst Du dann experimentieren.
 
StarvinMarvin schrieb:
1. Telefonleitung vom Keller ins Büro als LAN Kabel misbrauchen. Offen: Was kommt als Durchsatz rum? 1Gbit brauche ich nicht, aber mehr als 100 MBit sollten es sein.
Das ist der Knackpunkt. So wie ich dich verstehe liegen 2 Telefonkabel mit je 2 Adern? Über 4 Adern gehen maximal 100Mbit.
Wenn es dein Eigentum ist, mach dir die Mühe und zieh anständig LAN-Kabel in jede Etage.
Du wirst es garantiert nicht bereuen.
 
Das mit der "Telefonleitung" als LAN Kabel mißbrauchen wirst du vermutlich vergessen können.
Ja, über "4 Adern" gehen i.d.R. 100MBit... wenn die Störungen wegen mangelnder Schirmung zu groß werden, geht die Transferrate in den Keller... und/oder es wird auf 10MBit gedrosselt... und selbst das muß nicht zwingend sauber laufen.

Wenn du 100MBit haben willst... kommst du an Cat5e Kabel vermutlich nicht vorbei...

Ich habe hier Cat6a liegen und habe maximal 120Mb/s bei Datenübertragungen... 30Mb/s waren es mit Cat5e. Was ein "Telefonkabel" dann bringt, kannst du ja etwa abschätzen, sofern es überhaupt läuft.
 
0ldn3rd schrieb:
Das mit der "Telefonleitung" als LAN Kabel mißbrauchen wirst du vermutlich vergessen können.
Das hängt maßgeblich von der Länge ab. Schirmung ist für GbE irrelevant, gerade bei schlechten Leitungen sogar eher nachteilig, da sie HF relevante Parameter wie zum Beispiel Leitungskapazität verschlechtert.
Geschirmt wird bei Ethernet hauptsächlich zur Eindämmung der Störaussendung und nicht um die Störfestigkeit zu erhöhen.
0ldn3rd schrieb:
30Mb/s waren es mit Cat5e
Das lag zu 99,9% nicht am verwendeten Kabel.
 
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Kabel durch Kamin ist der Königsweg. Wenn Du schon dabei bist, gleich mindestens ein Kabel pro Etage über Kamin einziehen. Loch in Kaminzug auf jeder Etage bohren. Dünnes Metall-Teil (10er HSS- Bohrer) an Schnur reinstecken und mit Schnur Cat Kabel von oben einziehen und unten durch Reinigungsöffnung raus ziehen. Unten zuvor den Kaminzug sauber machen, heist Asche Russ raus machen. Kabel wird zwar schmutzig, aber dann bist Du gerüstet für einige Jahre. Mit 2 Mann schnell erledigt. Dosen setzen nicht crimpen. Das wird sonst nix. Unten Patch-Panal setzen oder Zwillings-Dosen.
Bei den Telefon-Kabeln weist Du ja nicht über wie viele Dosen die laufen. Da kannst Du einen Tag mit verbringen ohne Erfolg. Vom Möbel-rücken ganz zu schweigen. Nicht das dann noch irgendwo eine Dose hinter Kleiderschrank ist. Sowas kann man nur machen, wenn man die Leitungsführung genau kennt.
Die vorhandene Fritzbox kannst Du unterm Dach als Portswitch und AP verwenden. Patch Kabel aus Dose in LAN 1.
Wenn Du die als Telefonie-Gerät einrichtest kannst Du auch Telefon dort anschliessen. Ggf auch DECT anmelden, wenn die Kabel-Box eine Fritzbox ist.
 
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Danke für die Antworten.

Also die Telefonkabel haben hier nicht nur 2 Adern, sondern einige mehr. Muss da gleich mal nachschauen. Bringt mir aber in der Tat nichts, wenn es da nicht vernünftig läuft.

Mir wäre es auch am liebsten die alten Telfonkabel zu ersetzen, aber niemand weiß wo die langführen und ich wette bei meinem Glück das ich da nicht mal eben das alte rausziehen und dann ein neues Lankabel reinziehen kann.

Der Kamin hier hat den Vorteil das in einem Zug schon die KAbel der Sat-Schüssel liegen und ich müsste unterm Dach praktisch nur ein Loch bohren, Kabel nach unten schieben und dann ist dort schon ein Loch wo die SatKabel aus dem Kamin kommen. Da brauch ich nicht noch extra bohren. Muss dann nur das Kabel durch die kleine Öffnung irgendwie greifen.
Ergänzung ()

pebas schrieb:
Hast du Kabel TV schon im Haus ?

Kabel liegt zwar unten im Keller und in jedem Stockwerk sind auch Dosen mit 3 Anschlüssen, aber wir nutzen SAT TV und haben von TechniSat einen UniCable Router. Da geht aber glaube ich auch das Kabel für Kabel TV rein.
 
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