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Internet im Wohngebiet verteilen

ingjone

Cadet 2nd Year
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Okt. 2014
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22
Hallo Leute,

vielleicht kann mir hier jemand helfen.

Folgende Situation:
Wir wohnen in einem kleinem Neubaugebiet (7 Häuser) auf dem Land. Internet ist hier nur über DSL2.000 verfügbar. Der Telekomtechniker, welcher bei uns den Anschluß angeschaltet hat bedachte mich nur mit einem traurigem Lächeln, als ich nachfragte, ob hier irgendwann ein Ausbau geplant ist.
Im direktem Anschluß an das Neubaugebiet befinden sich Altbauten mit Anbindung an Kabel BW, wo Internet mit 150MBit möglich ist. (Nein, Kabel BW schließt das Neubaugebiet nicht direkt an ... Zitat:"Wäre für uns und für Sie unrentabel").
Im ersten Haus im Neubaugebiet "Sieht" man das WLAN eines Altbaus, welcher schnelles Internet besitzt.

Nun kam uns gestern Abend die Idee, das Ganze nach dem Eimerkettenprinzip in alle Häuser zu verteilen, natürlich vorausgesetzt, der "InternetBereitsteller" wäre damit einverstanden.

Ist das relativ einfach realisierbar? Die Anschaffung von neuer Hardware etc wäre aber auch kein Problem.
Zur Zeit besitzt jeder Neubau einen Internetanschluß von diversen Anbietern, welcher mittels Router im Haus verteilt wird (WLAN und kabelgebunden).
Die Lösung die uns jetzt vorschwebt wäre an jeden vorhandenen Router irgend ein "Gerät" zu hängen, welches das WLAN vom Altbau empfängt, weiterleitet (verstärkt) und als Internetverbindung ins Heimnetz des Empfängers einleitet.
Dabei sollten aber die Geräte des einen Hauses im nächsten nicht im Heimnetzwerk der anderen auftauchen.

Ich bin für alle Vorschläge und Hilfe dankbar.

Liebe Grüße.
Ingo.
 
Zuletzt bearbeitet:
ingjone schrieb:
Die Lösung die uns jetzt vorschwebt wäre an jeden vorhandenen Router irgend ein "Gerät" zu hängen, welches das WLAN vom Altbau empfängt, weiterleitet (verstärkt) und als Internetverbindung ins Heimnetz des Empfängers einleitet.
Dabei sollten aber die Geräte des einen Hauses im nächsten nicht im Heimnetzwerk auftauchen.

Von wem im Altbau? Von mir sicher nicht ;-)

Nein, Kabel BW schließt das Neubaugebiet nicht direkt an ... Zitat:"Wäre für uns und für Sie unrentabel".

Das wars.
 
Du möchtest, dass jemand seine schon nicht immer schnell laufende Kabelinternetverbindung mit 7+ Parteien teilt? Ich denke, da wirst Du niemanden finden.

Und wenn Du jemanden findest, dann wirst Du es technisch nur schwer umgesetzt bekommen.
 
Hi,

...und rechtlich dürfte das Ganze auch über die AGB von Kabel BW ausgeschlossen sein, wobei ich mich gerne eines Besseren belehren lasse.

VG,
Mad
 
Das was du vorhast ist beides technisch möglich, ich denke jedoch der Altbaubesitzer wird sich nicht sehr wohlfühlen seinen Internetanschluss mit 7 weiteren Haushalten zu teilen, wo er doch rechtlich dafür verantwortlich ist wenn illegal Inhalte abgerufen werden. Denn dann steht sein Name auf dem Papier und ich glaube nicht dass es dafür eine Lösung gibt. Wenn das also nicht zufällig alles Verwandte von Euch sind, wirds schwierig.

Sehr ärgerliche Situation für Euch

Technisch: Repeater; mit anderer Subnetzmaske müsste die Netzwerke untereinander trennen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

technisch ist das auf jeden Fall machbar.
Probleme sehe ich hier eher in anderen Bereichen.

Zunächst mal kostet der Anschluss Geld und der Anschlussnehmer wird diese Kosten dann aufteilen wollen.
Nun ist es so, dass so gut wie jeder Anbieter dir per AGB untersagt den Anschluss entgeltlich an Dritte weiterzuvermieten.
Das kann man umgehen, indem man einen Verein gründet und alle Parteien Mitglied in dem Verein werden.
Es kann dann ein Mitgliedsbeitrag verlangt werden über den der Anschluss finanziert wird.
Es handelt sich dabei dann nicht um Dritte, sondern um Vereinsmitglieder.

Ist diese Hürde geschafft kommt direkt die Nächste:
Wer haftet bei Verstößen über den Anschluss?
Hier muss vermutlich eine Protokollierung aktiviert werden, über die jeder Teilnehmer informiert werden muss und dieser auch zustimmen muss.
Das benötigt meistens auch noch mal einen extra Server, je nach Anzahl der Teilnehmer.
​Der Rest kann dann recht günstig über Richtfunk erledigt werden.
 
Die Idee ist ja jemanden zu finden, der noch kein Internet über Kabel nutzt (Das Neubaugebiet ist von 3 Seiten von Altbauten, welche angeschlossen sind umschlossen. Bewohner dort größtenteils ältere Leute) und demjenigen von jedem "Mitbenutzer" einen monatlichen Betrag zu zahlen. Angenommen dies wären 10,- , so hätte der "Bereitsteller" eine feste monatliche Einnahme von 70,- ohne Aufwand. Die Grundgebühr würde natürlich auch von uns bezahlt werden.
 
Zunächst einmal mein Beileid.
Rein technisch stellt das Vorhaben ganze kein Problem dar.
Aber wenn wirklich alle 7 Häuser kein vernüftiges Internet erhalten, würde ich gleich richtig beginnen und Kabel verlegen.
Bis zu 100Meter sind mit CATE7 Kabel kein Thema.
Dann hat man im "Altbau" einen größeren Switch mit erweiterbaren Adressenraum so das man jeder Partei eine gewisse Bandbreite zu ordnen kann und gut ist.
Ich meine ein großen Stress hinten im Garten ein 3" Hohlrohr zu verlegen stellt dies ja nicht dar.
Und dann hat man auch etwas vernüftiges.

Denke auch das es schwierriger sein wird, jemanden zu finden der das mitmacht.

BlubbsDE schrieb:
Du möchtest, dass jemand seine schon nicht immer schnell laufende Kabelinternetverbindung mit 7+ Parteien teilt?

Wie kommst du auf diese Idee? Bei mir liegen seit Jahren rund um die Uhr die vollen 150Mbit/s an. (vorher 100)
Und ich kenne niemanden in meinen Bekanntenkreis bei dem dies anders wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
ingjone schrieb:
Die Idee ist ja jemanden zu finden, der noch kein Internet über Kabel nutzt (Das Neubaugebiet ist von 3 Seiten von Altbauten, welche angeschlossen sind umschlossen. Bewohner dort größtenteils ältere Leute) und demjenigen von jedem "Mitbenutzer" einen monatlichen Betrag zu zahlen. Angenommen dies wären 10,- , so hätte der "Bereitsteller" eine feste monatliche Einnahme von 70,- ohne Aufwand. Die Grundgebühr würde natürlich auch von uns bezahlt werden

Du meinst, ihr macht eine alte Oma zu Provider für Eure 7 Haushalte und dieser Provider hat formal Verträge, Ausgaben, Gewinn und Einkommen?

Viel Spaß. Vor allem, wenn einer Eurer 7 Haushalte ein "Power-Sauger" ist und ein anderer auf illegaler Pornographie steht.
 
Ja, kenn ich. Bin damals mit 14.400er Analogmodem aufgewachsen, maximum waren damals 33.600 (die 56k modems kamen entweder erst später oder in D ging es erst später oder so...), da war der Wechsel zu ISDN schon Hammer (und ich kann bis heute nicht verstehen, wieso 56k populär wurde, ISDN war schneller im Downstream und sehr sehr viel schneller im Upstream. Damit kann man sogar gut zocken).

Und anderer Gedankengang: Wer haftet, wenn etwas illegales Heruntergeladen wurde?
 
Technisch absolut kein Problem.

Rechtlich evtl. eine Grauzone, aber manchmal muss man halt einfach.
Evtl. kann man ja eine Kammer in einem Altbau "mieten", am besten weit oben und von dort das Verteilen starten.

Am Anschluß evtl. noch eine Fritzbox (oder ähnliches) setzen und grob Illegales zu unterdrücken (torrent und co.). Danach das Signal in die Häuser in einem seperaten Netz verteilen (zumindest eigener WLAN-kanal). In den Häusern dann ein 2. Hausnetz aufmachen.

Wenn man Hardwarereste rumliegen hat, kann man dd-wrt oder andere freie Firmware nutzen und die Infos in den Foren studieren, wie die Infrastruktur aufgebaut werden sollte

Erfahrung:
Es ist problemlos möglich. mit einem VDSL50 Anschluß 1 kleines Dorf zu versorgen, zumindest die Summe an Normal- und Wenignutzern.

Evtl. wird irgendwann ein Aufschlag wegen Vielnutzung verlangt, aber die 10-20€ zahlt der nächste Mitnutzer einfach...


Rechtlich ... ist der Anschlußinhaber zwar als erstes dran bei Verstößen, aber er kann den Schwarzen Peter weiter reichen. Falls man dort eine Person findet, der es ehh egal ist, die nix zu verlieren hat und sich über 50-100€/Monat freut, ist niemanden geschadet.

Der Internetanbieter kann grob erahnen wieviel IP-Devices hinter einem Router liegen (unterschiedliche Timer der Ip-Packete, ACK -Messages, usw.), aber Patentumgehung und Umgehungspatent sag ich da nur.

http://www.wlan-shop24.de/

Was du wirklich beachten musst sind gesetzliche Strahlungswerte bei verwenden von Richtfunkantennen!

Viel Spass beim Projekt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und für die Kabelverbindung über Land bräuchtest du noch mindestens am 'Einspeiser' einen Übertrager um das ganze Potenzialfrei hinzubekommen. Wobei es praktischer ist, an jedem Endpunkt einen Übertrager zu nehmen.
 
Wie wäre es mit Freifunk zur Lösung der Rechtsfragen?
Damit shared man seine Internetverbindung aber nicht über seine Eigne IP sondern über einen VPN Tunnel. Damit ist die Haftungsfrage geklärt. Und dazu Outdoor Antennen.
 
Die "alte Oma" muss ja nicht mal den Vertrag mit Kabel BW machen. Als ich meinen DSL-Vertrag abschloss hat keinen Interessiert ob ich dort wohne wo dieser angeschlossen werden soll oder nicht. Es ist ja auch völlig egal. Die "alte Oma" ist somit völlig aus der Geleichung ausgeschlossen.
 
@Alufoliengrille: Wenn DSL 2000 nich reicht, dann ist meistens auch das Volumen ein Problem. Alle Volumenbeschränkten Tarife sind meiner Ansicht nach zur Versorgung zuhause völlig ungeeignet.
 
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