Durch z.B. Reibung (deiner Füße auf z.B. Teppich ) lädst du dich elektrostatisch auf. Jede Person und eigentlich jedes Ding lädt sich irgendwie irgendwo auf. So hat nahezu alles eine individuelle elektrische Ladung. Mit Sicherheit wird sich die spezifische elektrische Ladung von dir und der Grafikkarte unterscheiden. Da die Grafikkarte vor Ladungen geschützt geliefert wird, wird die der Grafikkarte gegen 0 gehen. Also wird beim ersten Anfassen ein Ladungsausgleich hergestellt. Du versetzt also der Grafikkarte einen kleinen Stromschlag, den du nicht merkst. Dieser kann an der falschen Stelle aber ausreichen die Grafikkarte zu beschädigen. Daher ist es korrekt sich mit einem Erdungsband am Arm zu erden. Wenn man keins hat sollte man unmittelbar vor dem Anfassen der Grafikkarte etwas geerdetes, also meist einen Heizkörper oder auch das Metall eines PC-Gehäuse mit eingebautem und an die Steckdose angeschlossenem ATX-Netzteil, anfassen. Ein elektrisches Gerät mit geerdeter Metalloberfläche, das mit dem Schutzleiterverbunden (dreipolig Stecker) ist sollte auch ausreichen (Backofen, Herd, Kühlschrank, Waschmaschine,...). Danach sollte man sich am besten bis zum fertigen Einbau nicht mehr Bewegen.
Klingt kompliziert, ist es aber nicht wirklich und eigentlich etwas hypochondrisch.
Habe schon oft genug selbst ohne Erdungsmöglichkeit gearbeitet ohne was zu beschädigen.
Das mit der Erdung ist Lehrbuchmeinung, nicht ganz verkehrt und in der Theorie wichtig, praktisch liegt es in der Eigenverantwortung. Denn selbst RAM Module werden ohne antistatischer Hülle von Herstellern und Händlern ausgeliefert. Neue Hardware habe ich bisher immer geerdet eingebaut, alleine schon wegen Garantie und Gewährleistung, da ich sonst Schwierigkeiten habe mich im Falle eines Defektes darauf zu berufen, wenn ich das Teil selbst mit einem Stromschlag gefetzt habe.