Ist einer von diesen Sachen der APL?

Immer wiederkehrende negative Erfahrungen mit der Firma, die ich selbst durch habe und fortwährende negative Auswirkungen der Firmenpolitik auf mich und viele Andere in meiner Umgebung. Sollte die deutsche Telekom ihre desaströse Peering-Politik ablegen und ihre Schein-Ausbaupläne in meinem Umfeld zurücknehmen, bin ich ruhig :)
 
Ok, und auch, wenn ich eigtl. nur was zum Peering wissen wollte, bspw. für welche Anwendungsszenarien im Alltagsleben eines Konsumernutzers das i-wie eine entscheidende Rolle spielt, wär' durchaus auch noch interessant zu erfahren, wie bzw. wodurch sich denn die Firmenpolitik auf Dich persönlich negativ auswirkt?​
 
Ich erwarte von einem Internetanschluss mit beworbener Datenrate X, dass jegliche Dienste so nutzbar sind, wie bei allen anderen Providern mit einem Tarif mit vergleichbarer Datenrate auch. Ob das nun ein großer Download von einem weit entfernten Server auf der anderen Seite der Erde, ein vor 12 Jahren mal populäres Online Game oder das ganz alltägliche Zeug ist.

Durch ihren hohen dauerhaften Preis würde ich von der Telekom verlangen, dass sie diese Anforderungen übertrifft. Durch überlaufenes Peering ist aber das Gegenteil der Fall, selbst wenn nur einer von einer Million Services betroffen und somit nur eingeschränkt nutzbar wäre, wäre das für mich unentschuldbar. So lange die Telekom also nicht ihre Preise radikal senkt und mindestens zum zweitgünstigsten dauerhaften Internetanbieter wird, oder ihre Peering Policy zumindest so ändert, dass sie nur noch die zweithäufigsten eindeutigen Engpässe an irgendwelchen Netzübergängen vorweist, muss ich jeder Empfehlung zugunsten dieses Providers dringend widersprechen.

Dass die Telekom durch das Einfärben ihrer Ausbaukarte wie kein anderes Unternehmen versucht, den Ausbau durch andere Firmen und den Erfolg dieser durch Überbau und Rosinenpickerei zu verhindern, ist kein Geheimnis und in meiner Region besonders stark zu spüren. Falls du es konkret wissen willst, in meiner Kommune warten noch mehrere Dörfer auf den Ausbau von gefördertem VDSL, für welches die Telekom 2016 den Zuschlag bekommen hat. Da gibt es DSL mit 8-10 Mbit/s. Gleich im benachbarten, lukrativeren Wohngebiet der Vorstadt hat die Telekom, trotz Verfügbarkeit von Supervectoring und Kabel, vorletztes Jahr FTTH-Ausbaupläne veröffentlicht. Bis heute ist kein einziger Bautrupp unterwegs.
 
DLMttH schrieb:
Ich frage mich eher, woher deine Scheu vor o2 kommt. Und es braucht auch nicht jeder einen vollwertigen Dual Stack Anschluss. Und der Techniker, der ausrücken muss, ist unter Umständen auch der Gleiche. Spielt bei mir aber auch keine Rolle, bei der 40 Meter kurzen TAL besteht schlicht nicht das Risiko, dass der Anschluss jemals entstört werden muss und den restlichen Service stemmt jeder Provider.
der techniker wird auch bei o² beauftragt und i.d.r. ist es der gleiche wie bei der telekom, die sind nicht wirklich provider bezogen sondern gebietsbezogen... ich hatte den techniker vor kurzem hier, wegen störungen auf der leitung.

rezzler schrieb:
Wenn man da mal DSL-Kunde war und was umstellen wollte (so ganz ohne Störung) kann man das schon nachvollziehen ;)
angefangen von aol über alice bis jetzt o² haben alle wechsel von isdn - dsl, 6000 - 16000 - 50000 - 100000 problemlos funktioniert... alles was mit adsl zu tun hatte sogar über deren eigene technik...
Ergänzung ()

User007 schrieb:
bspw. für welche Anwendungsszenarien im Alltagsleben eines Konsumernutzers das i-wie eine entscheidende Rolle spiel
komtm drauf an welche internet dienste man im altag nutzt.
schlechtes peering zwischen der telekom und den anderen tier-1 providern ntt oder thalia können da durchaus drunter fallen
Ergänzung ()

ernooo schrieb:
Suche jedoch den DSL APL. Ich muss eventuell nochmals in den Keller gehen und gucken wo er sonst sein könnte.
in der regel ist dieser gar nicht nötig um dsl in deiner wohneinheit zu schalten oder wurde nach diesem explizit gefragt?
 
Zuletzt bearbeitet:
DLMttH schrieb:
in meiner Kommune warten noch mehrere Dörfer auf den Ausbau von gefördertem VDSL, für welches die Telekom 2016 den Zuschlag bekommen hat. Da gibt es DSL mit 8-10 Mbit/s.
Da schläft aber jemand ordentlich bei der Kommune/Breitbandförderung.
roket schrieb:
angefangen von aol über alice bis jetzt o² haben alle wechsel von isdn - dsl, 6000 - 16000 - 50000 - 100000 problemlos funktioniert... alles was mit adsl zu tun hatte sogar über deren eigene technik...
Ich hing beim Wechsel von VDSL25 (indoor) auf VDSL50 (outdoor) ein Vierteljahr auf 16 MBit/s fest. Sync aber bereits mit 100 MBit/s. Hab ich dann über das o2-Forum hinbekommen.
roket schrieb:
in der regel ist dieser gar nicht nötig um dsl in deiner wohneinheit zu schalten oder wurde nach diesem explizit gefragt?
Besser, man weiß es, bevor man erst ewig Leitungen ausprüfen muss.
 
@DLMttH:
Mglw. bin ich ja zu dumm und/oder naiv, aber was hat denn die beworbene Datenrate X für eine Verantwortlichkeit, dass ein Dienst eines Anbieters grundsätzlich nutzbar ist - kommt's da nicht auf die Anbindung, Routen usw. an? Dann wär's für mich durchaus nachvollziehbar, dass es Unterschiede gibt. 🤷‍♂️
Und, sorry, aber solche Zuweisung​
DLMttH schrieb:
[...] selbst wenn nur einer von einer Million Services betroffen und somit nur eingeschränkt nutzbar wäre, wäre das für mich unentschuldbar.
find' ich überaus fatalistisch und nicht wirklich an der Lebensrealität orientiert - außerdem wird sie auch nicht dem Fairneßprinzip gerecht, wenn man bedenkt, dass es auf diesem Planeten eben nichts Unfehlbares gibt.
Deine Meinung sei Dir unbenommen und auch wenn ich Deinen Unmut durchaus nachvollziehen kann, so vermag ich daraus allerdings auch nicht wirklich die von Dir erwähnte persönliche Negativauswirkung erkennen.

@roket:
Danke für den Hinweis.

Dennoch ist mir immer noch nicht klar, was denn eigtl. die Definition für "schlechtes Peering" ist und letztlich bedeutet oder sich als Auswirkung im Alltagsgebrauch zeigt. 🤔

Btw.:
Übrigens bitte ich um Nachsicht für die (halbwegs 😉) von mir erfolgte "Kaperung" des Threads, allerdings konnte ich ja auch nicht diese Entwicklung erahnen und hoffentlich ist auch das Anliegen des TE bereits für ihn zufriedenstellend beantwortet - ansonsten gern einen entsprechenden Hinweis geben. 😇​
 
User007 schrieb:
Dennoch ist mir immer noch nicht klar, was denn eigtl. die Definition für "schlechtes Peering" ist und letztlich bedeutet oder sich als Auswirkung im Alltagsgebrauch zeigt. 🤔
ping pikes bis hin zu schlechten datenraten & paketverlusten, die nahezu auschließlich dann auftreten wenn man direktkunde bei der Telekom ist (o², 1&1 und viele andere proider haben das problem nicht in dem umfang) zu den dahinter liegenden zielnetzen. NTT bindet bsp. vieles in asien und japan an, hat aber miterweile auch in eurupa etliche gute verbindungen zu rechenzentren, GTT mit denen es mit der d-tag auch öfter probleme gibt bindet einiges in den USA an. lange zeit gab es auch probleme mit lumen (auch bekannt unter dem namen level 3) Telia ist vorrangig schweden, finnland und litauen.

verbindungen über diese sogenanten Tier1 provider erfolgen in der regel immer dann wenn es ansonsten keine andere direkte oder günstigere route gibt.
Die telekom gehört auch zur riege der Tier1 provider.

Tier 2 provider (u.a. vodafone) sind die die downstream bei Tier-1 einkaufen müssen (zwischen tier-1 ist der traffic üblicherweise kostenneutral) natürlich peeren diese auch mit anderen netzen und untereinander.

tier 3 sind die kleinsten provider, meistens nur lokal, (z.b. stadtwerke) diese kaufen in aller regel bei Tier 2 & Tier1 providern upstream ein, weil lokal kaum weitere peering partner zu finden sind.

solltest du noch mehr details benötigen frag dort https://www.computerbase.de/forum/t...eering-verschiedener-isps-diskussion.2063955/
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: User007
@roket:
Nochmals danke... und dann ziehe ich mich hier auch zurück.
 
roket schrieb:
in der regel ist dieser gar nicht nötig um dsl in deiner wohneinheit zu schalten oder wurde nach diesem explizit gefragt?
Zugang zum APL ist immer nötig, wenn der Anbieter einen Techniker mit Kundentermin schickt.
Man kann Glück haben und es geht mit Techniker vor Ort auch ohne APL, aber in der Regel werden nur Kundentermine gemacht wenn man an den APL muss.
Bei Aufträgen ohne Kundenbesuch bekommt der Kunde heutzutage nur eine Mitteilung, dass kein Techniker in die Wohnung müsste und nur außerhalb des Hauses geschaltet wird. Auch hier kann ein Zugang zum APL erforderlich sein, wenn der Techniker nach der Schaltung des Anschlusses den Router nicht messen kann. Wenn der Kunde dann bejaht, dass dieser korrekt angeschlossen ist, wird der Techniker nach Zugang zur Wohnung und zum APL Fragen. Dort müsste dann als nächstes geprüft/geschaltet werden, um den Anschluss in Gang zu bringen.

Im Ausnahmefall (wenn APL nicht gefunden/nicht zugänglich) kann der Techniker auch rückwärts prüfen (d.h. Leitungssucher/-generator an die Telefondose) und dann zum nächsten Verteiler außerhalb des Hauses um zu schauen ob das Signal dort ankommt. Das ist aber nicht die Regel und mit zusätzlichen Zeitaufwand verbunden und wird meistens nur gemacht wenn man den APL partout nicht findet bzw. der Kunde nicht verantwortlich gemacht werden kann für den fehlenden Zugang zum APL (z.B. APL im Nachbarhaus etc. was vorher durch die Telekom nicht kommuniziert wurde).
 
Zurück
Oben