Also bezüglich IT-Orga / Projektmanagement: Man kann da gewisse Dinge lernen. Ich hatte 2017 eine der IT-Aufstiegsfortbildungen (mit 37 Jahren - es ist nie zu spät) abgeschlossen. Da ging es zum Beispiel quasi ausschließlich um die Orga / um das Projektmanagement. Von Mitarbeiterführung über Arbeitsrecht und "IT-Recht" (Datenschutz, Informationssicherheitsgesetz) über Dokumentationstechniken (BPMN, EPC/EPK, Netzwerkdiagramme, GANNT, ...) bis hin zu Methoden wie 369, Morphologischer Kasten, und Modelle (Architekturmodelle, ...) uvm. Betriebswirtschaft und ein paar Ermittlungsmethoden (ABC-Analyse, TCO, ROI, Break Even, EVA [earned value analysis - zum Glück nicht für mich als geprüfter IT-Entwickler, das war Projektleiter-Land], ...) war da auch ein großer Teil. Das alles macht einen aber noch nicht zum PM. Dazu braucht man dann noch Erfahrung und nochmal Erfahrung. Jedoch ebnet einen so eine Fortbildung den Weg sich als Junior mit dran zu hängen und nach ein paar Jahren Erfahrung kann man dann selbst als Projektverantwortlicher versuchen ein Team zu leiten. Oder man schlägt dann so eine Fachidiotenkarriere ein, wie ich das gemacht habe und wirft alles, was mit Führung zu tun hat wieder weg und konzentriert sich rein auf das technische (Anforderungsanalyse, Systemarchitektur, Softwareentwicklung)
Die Aufstiegsfortbildungen setzen aber entweder eine IT-Ausbildung und Berufserfahrung voraus oder sehr viel einschlägige Berufserfahrung (10 Jahre) in einen spezifischen IT-Umfeld in einem Unternehmen voraus.
Alternativ kann man das auch alles oder spezifische Teile davon während eines Studiums, Wirtschaftsinformatik z.B., erlernen und dann, da studiert, gleich über Trainee-Stellen etwas höher in der Hierarchie (Abteilungsleiter, Fachgebietsleiter, ...) in die größeren Konzerne einsteigen.
Insgesamt wird man "IT-Chef" aber über drei valide Möglichkeiten:
- "Pappas Sohn" / Vitamin Beziehung
- Erfahrung und Ausdauer
- Selbst gründen
Für ganz wenige Spitzenabsolventen steht dann der Direkteinstieg noch offen aber das ist eher die Ausnahme, denn die Regel.
Und naja, als einziger IT'ler in einem Mittelstandsbetrieb ist man ja auch irgendwie "IT-Leiter" / Gesamtvearantwortlicher für die IT, jedoch ohne Personalverantwortung und mit etwas schlechter Bezahlung. Das würde ich aber trotzdem nicht wirklich IT-Leiter nennen... Denn zu einer Führungsposition gehört für mich nicht nur fachliche Verantwortung, sondern Personalverantwortung. Fachlich hat jeder einzelne IT'ler immer eine hohe Verantwortung. Oft ist man auch irgendwie "Geheimnisträger" und wenn ich morgen früh
UPDATE Personen SET Name = 'Nö'; in die SQL-Konsole hämmer, dann war es das erst mal mit dem CRM-System. Allerdings versaue ich mir damit selber den Tag, also ist man möglichst wach, wenn man DML irgendwo hintippt und ausführt...
Ich würde ggf. mal schauen, ob es nicht einen Weg für dich gibt, eventuell neben der Arbeit, über den staatlichen geprüften Informatiker den Einstieg zu machen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Staatlich_geprüfter_Informatiker
Müsstest dich mal Informieren, wie das in deinem Bundesland abläuft und was die Zugangsvoraussetzungen als Fortbildung auf deinen bestehenden Job oder als zweiter Ausbildungsgang dazu sind. Das Ding steht halt irgendwo zwischen Ausbildung und Studium und hat den Vorteil, dass es 1. ein anerkannter Abschluss ist und 2., dass es in einer Schule gelehrt wird, was eventuell mit deinen jetzigen Job vereinbar sein könnte. Zumindest eher vereinbar, als einen Ausbildungsbetrieb zu suchen und für knappe 1000 EUR pro Monat eine IT-Ausbildung zu machen, was ja karrietechnisch auch eher ein großer Seitenschritt für dich wäre, anstatt ein Schritt nach vorne.