Jobwechsel zur IT

ascer schrieb:
Unter der Prämisse, dass man jetzt ausschließlich von Entwicklern, Ingenieuren, R&D und Ähnlichem ausgeht.

Das sind Jobs, die bei Herstellern zu finden sind. Data Scientists, Spezialisten für Blockchain, Security etc. sind dann eher beim Endkunden zu suchen, also Banken und Co.

Man könnte jetzt noch sehr viel mehr in's Detail gehen, aber das würde zu weit führen.
 
Danke an @Workstation-Fan und @ascer

Das klingt schon mal konkreter. Finde ich gut wenn Leute ihre Erfahrungen mal so detailiert schreiben.
Es ist richtig, das ich keine 5 Jahre mehr studieren möchte. Es soll wie gesagt das gleiche Geld bei rum kommen und ich will endlich wieder Spass in der Arbeit haben bzw. einen Sinn. Schließlich verbringt man die meiste Zeit seines Lebens im Betrieb. Wenn man mal vom schlafen absieht ;)

Wenn ich mir das alles so durchlese, habe ich das Gefühl, dass ich mit einer einfachen Fachinformatiker-Ausbildung auch nicht mehr sooo weit komme? Lohnniveau?

@Workstation-Fan
Dein Spruch ist sehr gut. Den halte ich mir jetzt mal jeden Tag vor die Augen. Das motiviert :)
 
Also wenn man dem IT Gehaltsvergleichsthread glauben kann, verdienen die meisten 50k-70k.
 
@can320 aber auch nicht mit reiner Fachinformatiker-Ausbildung, das sind (wurde auch im Thread diskutiert) die Wenigsten.

Je nach Branche, Region, ... wird in Statistiken irgendwo ab 40-50k die Luft bei Fachinformatikern sehr dünn.
In dem Gehaltsthread sind mehrere dann ja z.B. im Verkauf unterwegs mit Reisebereitschaft oder haben zig Zertifikate, Projekterfahrung, ...

Wenn man jetzt etwa Verantwortlicher für komplexe Datenbanken ist und da mehrere Jahre Berufserfahrung, Zertifikate/Spezialisierungen usw. hat, dann geht es natürlich auch beim Verdienst entsprechend bergauf.

Das ist aber auch bei Weitem nicht die Masse der Fachinformatiker.


Workstation-Fan schrieb:
Das sind Jobs, die bei Herstellern zu finden sind. Data Scientists, Spezialisten für Blockchain, Security etc. sind dann eher beim Endkunden zu suchen, also Banken und Co.
True. Insbesondere bei Security & Co. kommen da dann ja auch Dinge wie Consulting dazu, vor allem bei den "Big Four" respektive mittlerweile "Big Five".

Mir ging es dabei ja aber in erster Linie um den Aspekt des CVs, abgeschlossenen Studiums usw.

Gerade die Anzugträgerbranchen, also Finanzbranche, Consulting, ... legen ja noch viel mehr Wert auf entsprechende CVs.
 
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3500 EUR Brutto hatte ich in unserer Region mit Ausbildung (ITSE) und zig Zertifikaten von Oracle & Microsoft erst nach 12 Jahren Berufserfahrung und einen AG-Wechsel erreicht. Danach kam dann die Aufstiegsfortbildung und die brachte am Ende einen ordentlichen Einkommensanstieg.
Kann man natürlich versuchen direkt nach einem FISI im zweiten Bildungsweg zu fordern. Wird jedoch vorrausschauend nur mit sehr viel Glück funktionieren, das wäre wirklich eine 1%-Ausnahme.
 
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Gehaltsangaben sollte man immer in Verbindung mit dem Arbeitgeber nennen - bei einem IT Hersteller sind 3.500,- EUR Brutto ziemlich wenig bzw. hat man dann einfach sehr schlecht verhandelt.

Bei einem kleinen Systemhaus, bestenfalls noch im gehaltsschwächeren Osten, sind 3.500,- EUR Brutto schon sehr viel.

Ihr versteht sicherlich, worauf ich hinaus möchte.
 
In allen seriösen Quellen (Entgeltatlas der Arbeitsagentur, Absolventa, TVöD), die ich finde und basierend auf meiner eigenen geringfügigen 21 jährigen Gesamterfahrung im IT-Umfeld verschiedener Branchen [Deutsche Post / Telekom, Stadtwerke Hannover und mein aktueller AG aus der Finanzbranche] kann ich keine 3500 EUR Einstiegsgehalt für einen FISI finden. Wirklich nirgends, auch in keiner anderen Branche oder anderen Region außerhalb von Hannover. Und die Finanzbranche, ist schon mit die zahlungskräftigste Branche in ganz Deutschland.
Erschwerend kommt dazu, dass du das als zweiten Bildungsweg bestreitest, das kommt nicht überall so gut an und wirft dich um Jahre zurück. Du startest da quasi "mitten im Leben" als "blutjunger Berufseinsteiger" und kannst dir von erfahrenen 25-Jährigen erst mal die IT-Welt erklären lassen. Das wird auch entsprechend bezahlt werden. Einen "Altersbonus" wird es dafür kaum geben.
 
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Puh. Also die Meinungen gehen auseinander. Ich würde mir natürlich wünschen, dass es bei 40k los geht nach der Ausbildung. Aber stimmt. Ich kann mir mit Anfang 30 da sicher erstmal was anhören von den "jungen".

Noch was anderes. Gibt es Möglichkeiten die ITSE Ausbildung zu verkürzen?
 
Es steht ja nicht immer alles auf der ersten Ergebnisseite. Ich bin weiß Gott kein fauler Mensch. Aber wenn ich alles googeln würde, bräuchte ich hier nicht mehr fragen bzw. gäbs das Forum nicht ^^. Im Netz steht auch ziemlich viel Mist. Und hier sind wohl Leute vom Fach ;)
 
ayngush schrieb:
3500 EUR Brutto hatte ich in unserer Region mit Ausbildung (ITSE) und zig Zertifikaten von Oracle & Microsoft erst nach 12 Jahren Berufserfahrung und einen AG-Wechsel erreicht. Danach kam dann die Aufstiegsfortbildung und die brachte am Ende einen ordentlichen Einkommensanstieg.

Ist auch meine Einschätzung. Ohne Studium wirst du nicht ernst genommen und kannst froh sein, wenn du nicht vom Amt aufstocken musst.

Im Prinzip könnte man die Berufsausbildungen eigentlich auch gleich komplett abschaffen. Finanziell betrachtet haben sie keinen Nutzen. Klar, der Arbeitgeber kann sich freuen wenn er qualifiziertes Personal zum Mindestlohn bekommt, aber für den Arbeitnehmer springt nichts dabei raus.
 
dbeuebeb schrieb:
Ist auch meine Einschätzung. Ohne Studium wirst du nicht ernst genommen und kannst froh sein, wenn du nicht vom Amt aufstocken musst.

Im Prinzip könnte man die Berufsausbildungen eigentlich auch gleich komplett abschaffen. Finanziell betrachtet haben sie keinen Nutzen. Klar, der Arbeitgeber kann sich freuen wenn er qualifiziertes Personal zum Mindestlohn bekommt, aber für den Arbeitnehmer springt nichts dabei raus.


Warum ist das Eurer Meinung so? Ich sehe in der hiesigen Zeitung massenhaft Stellenanzeigen für IT´ler. Stichwort Fachkräftemangel. Dieser ist aber (gheört und hier gelesen) nur eine Verzerrung der Wahrheit. Da der Mangel aus Kräfte besteht, die für weniger arbeiten sollen.

Ist der Markt denn so kaputt?

Mittlerweile weiß ich nicht mehr genau was tun. Einen Berufe machen der mir Spass macht aber dafür an der Armutsgrenze lebene (überspitzt formuliert) oder ich bleibe bei meinem alten, unglücklich aber abgesichtert

Seufz

PS. Inwieweit sind Ausbildungen von der IHK und vor allem HWK in der freien Wirtschaft anerkannt?
 
Die Unternehmen möchten Bewerber, die sich mit Software und/oder Hardware a,b,c,d,e,f,g.... auskennen. Und davon hätten sie gerne 10 Bewerber zur Auswahl, um sich den Besten herauszupicken. Nun hat man in der Realität aber das Problem, dass sich viele Bewerber eben nicht mit der gewünschten Konstellation auskennen und ist mal einer bei, so hat er evtl. überzogene Gehaltsvorstellungen (der Bewerber ahnt, er sei die gesuchte Wollmilchsau). Das nennt man dann "Fachkräftemangel". Es gibt viele ITler aber nicht jeder kann alles abdecken und in die neuen Arbeitnehmer möchte man auch nicht investieren und ihnen alles beibringen, er könnte ja nach 1-2 Jahren wieder weg sein.
 
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Lässt darauf schließen, dass sich die meisten IT´ler nicht unter Wert verkaufen lassen und die Arbeitgeber nach Klischee einfach kein Geld ausgeben wollen. Kein Wunder das Deutschland IT-massig abgehängt wird bzw. wurde.
 
can320 schrieb:
Also wenn man dem IT Gehaltsvergleichsthread glauben kann, verdienen die meisten 50k-70k.

Jo und wenn man nach diesem Thread gehen würde, gäbe es nur Gutverdiener auf der Welt.
Diejenigen die nicht mit ihrem Gehalt angeben können haben auch kein Interesse in diesem Thread zu posten.
 
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ayngush schrieb:
Programmieren / Softwareentwicklung lernt man am besten, indem man zuerst lernt, wie ein PC überhaupt intern funktioniert (Schichtenmodell, was sind überhaupt diese "Protokolle", ...). Dann wie die CPU intern aufgebaut ist (Prozessorarchitektur), damit man überhaupt ein allgemein grundlegendes Verständnis dafür erlangt und in der Folge beurteilen kann, was ein "Stack Overflow" oder ein "Buffer Underrun" eigentlich ist und wie man das vermeidet usw.
Genau richtig.
Wenn man die Hardware im Aufbau (Festplatten, Prozessoren, Taktgeber, Schnittstellen, ...) nicht kennt und deren Verbindungen (Bus-Systeme), kann man sie auch nicht programmieren.

Ich empfehle immer meinen Lehrschaltkreis Z80:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Z80_arch.svg .

Einfacher kann man das System des Datenflusses, der Register und Puffer nicht darstellen.
 
Nur programmieren halt die wenigsten Festplatten, Prozessoren, Taktgeber, Schnittstellen oder Bus-Systeme. Und zu wissen, wie irgendein Prozessor aus dem Jahre 1976 aufgebaut ist, hilft dir heutzutage auch nicht mehr weiter.
 
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Corto schrieb:
Jo und wenn man nach diesem Thread gehen würde, gäbe es nur Gutverdiener auf der Welt.
Diejenigen die nicht mit ihrem Gehalt angeben können haben auch kein Interesse in diesem Thread zu posten.
Naja, das würde ich nicht ganz so harsch formulieren.

Zum Einen gibt es ja durchaus auch diverse Fachinformatiker (auch wenn es mittlerweile vielleicht nicht mehr die Masse ist), die im Gehaltsthread gepostet haben und zum Anderen sind zumindest ein paar von denen ja auch in die 50k-Region vorgestoßen.

Außerdem darf bei Gutverdienern den Mehraufwand (Freizeit) und Verdienst über die Lebenszeit nicht außer acht lassen.
Ich z.B. bin jetzt mit 70k + Bonus in die Industrie eingestiegen (Forschung & Entwicklung im Bereich künstlicher Intelligenz / autonomes Fahren), habe davor aber auch von Bachelor bis Pausieren meiner PhD-Stelle fast 8 Jahre kaum nennenswert verdient.
Zusätzlich hatte man diverse Mehrausgaben.

Natürlich, in diesem Bereich ist es nicht unwahrscheinlich relativ schnell 100k+ zu machen...aber selbst damit braucht es zumindest 4-5 Jahre, um den Verdienstverlust und die Mehrausgaben zuvor auszugleichen.

Dem riesigen Aufwand (Bildung, Freizeitinvestment, ...) für solche Vakanzen gegenübergestellt lebt es sich mit 40k+ in einem Ausbildungsberuf und 9to5 gar nicht so schlecht. Vor allem, wenn man es in Tarifverträge mit weniger als 40h/Woche schafft.
 
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ascer schrieb:
Dem riesigen Aufwand (Bildung, Freizeitinvestment, ...) für solche Vakanzen gegenübergestellt lebt es sich mit 40k+ in einem Ausbildungsberuf und 9to5 gar nicht so schlecht. Vor allem, wenn man es in Tarifverträge mit weniger als 40h/Woche schafft.

Kommt halt auch auf den Standort an. Irgendwo im Osten oder auf dem Land sind 40k sicher ganz gut, aber z.B. in München, Frankfurt oder Hamburg eher nicht.

Ansonsten, klar... 8 Jahre Studium sind schon ne Ansage und da hat man sich die 70k zum Einstieg redlich verdient.
 
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