News Jolla Tablet: Zweite Runde der Rückerstattung startet

M Polle

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#2
Erfreulich, dass die Backer nun sukzessive wieder an ihr Geld kommen. Bitter genug, dass es so gekommen ist.
Fand Jolla und Sailfish eigentlich ab der ersten Sekunde angenehm erfrischend. Geräte, die nicht dem Einheitsbrei der großen Hersteller entsprechen und ein OS, das größtenteils auf Gesteneingaben hin ausgelegt ist, nebenbei aber Android Apks zulässt, sind bis heute noch ein guter Ansatz mMn.

Mal schauen, wie die Geschichte jetzt weitergeht.
 

heubergen

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#3
Wieso überhaupt Geld zurückbezahlt wird ist für mich fraglich, dafür ist doch genau eine Crowdfunding-Kampagne da. Wen das Projekt scheitert muss niemand bezahlen und wenn es klappt erhält jeder ein kleines Dankeschön.


Ich selbst hatte für einige Monate auch ein Sailfish Gerät.
 

öcdc

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#4
Wen das Projekt scheitert muss niemand bezahlen und wenn es klappt erhält jeder ein kleines Dankeschön.
.
Da hast du entweder Crowdfunding oder die Situation hier nicht verstanden. Die haben eine bestimmte Menge Geld als Ziel angegeben und die wurde deutlich überschritten. Damit wurde den Backern ihr Geld abgebucht und für das Projekt bereitgestellt.
Das haben die dann ordentlich in den Sand gesetzt trotz der krassen Überfinanzierung (fast 500%!). Für so eine dreiste Schei*** kann man ne Rückzahlung wohl erwarten.
 
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#6
@heubergen
Zahlen muss man als Backer nur nicht, wenn das Finanzierungsziel (bei Kickstarter) nicht erreicht wird, also z.B. für die Entwicklung eines Spiels 800.000$ gesammelt werden sollen, aber nur 650.000$ zusammenkommen bis zum Ende der Kampagne.
Sobald aber die 800.000$ zusammenkommen wird das Geld abgebucht und ist dann weg!

Idealerweise schafft die Firma die um Crowdfunding gebeten hat damit die Entwicklung des Spieles, wenn sie sich aber stattdessen mit dem Geld in die Südsee absetzen oder die Kosten für die Entwicklung unterschätzt haben ist das Geld futsch und die Backer bekommen gar nix!

So war es beim Jolla Tablet, die übertrafen in der Kickstarterkampagne das geplante Kampagnenziel deutlich, haben es danach aber nicht gebacken bekommen mit dem gesammelten Geld das Tablet fertigzustellen. Und da das gesamte Geld bis zu dem Zeitpunkt als sie es eingesehen haben aufgebraucht war konnten sie auch nichts zurückzahlen.

Bei IndieGoGo gibt es noch eine andere, imho gefährlichere, Finanzierungsart, da kann man auch eine Kampagne starten bei der das während der Kampagne versprochene Geld immer eingezogen und an den Besitzer der Kampagne ausgezahlt wird, selbst wenn für ein Projekt welches 100.000$ kosten soll nur insgesamt 873$ von 3 Personen versprochen wurden.
Da ist das Geld dann immer weg und natürlich ist das Projekt mit dem bisschen Geld niemals umsetzbar.
 

nutzername

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#8
@ iSight2TheBlind
und wo wiederspricht sich die Aussage von @heubergen nun mit deiner? Das ist doch genau was er gesagt hat. Gemeint war wohl der merkwürdige und unfundierte Beitrag von @öcdc.

Dennoch - insgesamt noch immer erschütternd wie viele Menschen behaupten Crowdfunding zu verstehen aber scheinbar nicht einmal die Geschäftsbedinungen überflogen haben oder überhaupt zu wissen was das ist. Dies auch noch öffentlich zu posten und somit Falschwissen zu verbreiten ist ein Witz.

Crowdfunding ist und bleibt ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Man sollte sehr genau überlegen wo man Geld hineinsteckt und vor allem wie groß das zu erwartende Delta zwischen fertigem, geprüften und auf dem freien Markt verfügbaren Produkt und dem Crowdfunding-bonus wirklich ist.
Das es hier Rückzahlungen gibt ist eine löbliche Ausnahme - dass mal wieder ein Projekt gescheitert ist allerdings leider, ähnlich wie bei Early Access, die Regel.
 
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#9
@nutzername
Nö, öcdc hat völlig recht (und ich habe das was er geschrieben hat einfach ausführlicher dargestellt) und heubergen hat das System Crowdfunding/Kickstarter nicht verstanden.

Hier hat eine Finanzierung ihr Ziel erreicht und es wurde Geld eingesammelt/abgebucht - das mit der Finanzierung geplante Projekt scheiterte jedoch und damit haben die Backer ihr Geld bezahlt aber eben kein "kleines Dankeschön" erhalten.

Wen das Projekt scheitert muss niemand bezahlen
stimmt so einfach nicht bzw. ist sehr unglücklich ausgedrückt. Man muss nicht bezahlen wenn die Kickstarteraktion scheitert, also das Finanzierungsziel nicht erreicht wird, sobald es aber erreicht wird ist das Geld weg und es ist eben nicht sicher dass das zu finanzierende Projekt auch erfolgreich abgeschlossen wird und man als Backer damit das erhoffte "Dankeschön" erhält - und dieser Fall ist hier eingetreten.
 
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#10
was die Leute alles herum jammern? :D Der Eine ließ neulich sein S8 auf den Boden fliegen...Displayschaden ...300 euro Reparaturkosten...
der ganze Andere legte rund eine 1/4 Mio $ in VW Akien als priv. Pensionsvorsorge an, dann der Kurs im Keller, dann...125.000 $ weg vom Fenster...usw.

Jolla zeigt den Willen, dass man den tablet-Bockmist wieder gut machen möchte ( nur eine Marketing-Aktion). Alle Supporter werden die eh nicht bedienen können...; da lagen wohl paar Mio im Topf ? kA.
Paar Leute hatten gleich 10 Stück vorbestellt...weil halt gierig wie Hund. Da hat man allerdings kein Mitleid...mit den Zwischen-Schacheranten,
welche sich nur die eigenen Taschen füllen wollten - Konzept von Jolla nicht verstanden?

ps.
Jolla soll sich auf das Sony Xperia X + sailfishOS konzentrieren.
 
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#11
Schon aus Image Gründen muss Jolla bemüht sein, mit seinen Unterstützern fair zu verfahren.
Vertrauen ist der Stoff auf dem das Schiffchen segelt. Ohne Vertrauen gibt es keinen Grund ein alternatives OS zu nutzen, zumal Sailfish OS nicht komplett offen ist.

Ein wenig knauserig ist es aber schon, nur 100 Leute im Monat abzufinden.
Wahrscheinlich wird die Rückzahlung nicht ausreichend von den neuen Finanzgebern unterstützt.

Hoffen wir, dass Jolla wieder Fahrt aufnimmt.
Inzwischen ist das Inoi R7 ist mit Sailfish OS nun für Russland herausgekommen.
inoi-r7-unboxing
Die Pläne zum Sony xperia x wurden ja schon im Artikel angesprochen.
Leider entsteht nur ein käuflicher Port, der dann auf eigenes Risiko auf das Smartphone aufgespielt werden muss.
sony-xperia-projekt
 

heubergen

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#12
Hier hat eine Finanzierung ihr Ziel erreicht und es wurde Geld eingesammelt/abgebucht - das mit der Finanzierung geplante Projekt scheiterte jedoch und damit haben die Backer ihr Geld bezahlt aber eben kein "kleines Dankeschön" erhalten.
Ich komme bei deinen Beiträgen irgendwie nicht draus. Zuerst stimmst du mir inhaltlich zu, willst aber trotzdem dein Geld zurückhaben? Wie schon gesagt ist es das Risiko von Crowdfunding dass das Geld weg sein kann wenn das Projekt scheitert.

Projekt scheitern ≠ Finanzierung scheitern
Wenn die Finanzierung scheitert erhalte ich (spezielle Projekte z.B. auf Indiegogo abgesehen) das Geld zurück, scheitert das Projekt habe ich kein Recht Geld zurückzuerhalten.
 
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#13
Inzwischen ist das Inoi R7 ist mit Sailfish OS nun für Russland herausgekommen.
inoi-r7-unboxing]
mit band20/Lte support...aber immer noch mit mieser Kamera...prinzipiell der gleiche
Hardwareschrott vs. Jolla C.
Dazu ein unfähiger Verkäufer in Russland, welcher nichts auf die Reihe bekommt.
Geht der Akku kaputt, darf man sich ein Neugerät bestellen und das Alte weg-werfen...toll


, der dann auf eigenes Risiko auf das Smartphone aufgespielt werden muss ]
so lange es dann kein Briefbeschwerer wird ?
Warum kann Sony nicht ein sfOS nativ aufspielen und den Kram verkaufen?
für einen Konzern eine lächerliche Einstellung...Der Endkunde soll selber herum
Wurschteln ? toll
 

Lemiiker

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#14
Da hast du entweder Crowdfunding oder die Situation hier nicht verstanden. Die haben eine bestimmte Menge Geld als Ziel angegeben und die wurde deutlich überschritten. Damit wurde den Backern ihr Geld abgebucht und für das Projekt bereitgestellt.
Das haben die dann ordentlich in den Sand gesetzt trotz der krassen Überfinanzierung (fast 500%!). Für so eine dreiste Schei*** kann man ne Rückzahlung wohl erwarten.
Du bist das beste Beispiel, warum so viele Leute mit Crowdfunding auf die Nase fliegen.

Das ist kein Kredit, keine Anleihe oder so was. Das ist eine reine, 100% spekulative Investition! Du bist ein Investor, wenn du backst. Du wettest, dass dir völlig fremde Personen mit dem Geld was gscheites anstellen. Kann gut gehen, kann völlig schief gehen. Du hast 0 Sicherheiten. Im Unterschied ein professioneller Investor, der einen Teil der Firma bzw. einen Anteil am Gewinn des Projekts bekommt.
 

öcdc

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#15
Du bist das beste Beispiel, warum so viele Leute mit Crowdfunding auf die Nase fliegen.
Wieso bin ich das?
Ich backe genau aus den Gründen die du genannt hast nichts. Ich habe auch nirgendwo geschrieben, dass die Backer eine Rückzahlung o.Ä. erwarten sollten oder gar ein Recht darauf haben.

Ich habe lediglich erklärt wie dreist und unprofessionell es m.M.n ist, das fast fünffache der ursprünglich ausgemachten Summe zu bekommen und dann so eine Schei*** damit abzuziehen und nicht liefern zu können.
Danach nach und nach Rückzahlungen an ein paar Backer zu leisten finde ich ist das moralisch Mindeste was die tun können.
Sie müssen es selbstverständlich nicht und es gibt genug Crowdsourcing-Beispiele die trotz erreichen der Summe gescheitert sind und wo ich auch nicht sagen würde die Backer sollten was zurück erhalten. Hier ist das aber m.M.n. nicht der Fall.
 

fethomm

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#16
Wieso bin ich das?
...
Ich habe lediglich erklärt wie dreist und unprofessionell es m.M.n ist, das fast fünffache der ursprünglich ausgemachten Summe zu bekommen und dann so eine Schei*** damit abzuziehen und nicht liefern zu können.
Danach nach und nach Rückzahlungen an ein paar Backer zu leisten finde ich ist das moralisch Mindeste was die tun können.
Sie müssen es selbstverständlich nicht und es gibt genug Crowdsourcing-Beispiele die trotz erreichen der Summe gescheitert sind und wo ich auch nicht sagen würde die Backer sollten was zurück erhalten. Hier ist das aber m.M.n. nicht der Fall.
Du scheinst hier Absicht zu unterstellen. Das würde ich im Fall Jolla nicht unterschreiben. Die haben lediglich eine Lehrstunde erhalten, wie schwierig es ist, als kleines Unternehmen Hardware produzieren zu lassen. Das potenziert sich nochmals wenn man es mit chinesischen Fertigern zu tun hat. Jolla wäre nicht das erste Tablet, was nicht realisierbar ist. Das KDE-Projekt und der Entwickler Aaron Seigo haben auch (hauptsächlich eigenes) Lehrgeld bezahlt beim Versuch, das Vivaldi-Tablet auf der Basis freier Hardware zu erstellen. Ich finde es lobenswert, dass Jolla sich Mühe gibt, das Problem aus der Welt zu schaffen. Mehr als stückweise können die halt grade nicht.
 
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#17
Warum kann Sony nicht ein sfOS nativ aufspielen und den Kram verkaufen?
für einen Konzern eine lächerliche Einstellung...Der Endkunde soll selber herum
Wurschteln ? toll
Stimmt schon, allerdings ist damit nicht erklärt wieso das auch kein anderer großer Hardwarehersteller tut.
Ich denke mir, dass Google schon seine Mittel hat, die Industrie bei der Stange zu halten.

Jolla selbst hat leider keine Vertriebsabteilung mehr.
Es ist aber auch positiv zu sehen, wenn Jolla ein Modell entwickelt das BS inc. seiner proprietären Anteile feil zu bieten.
Dies könnte Fairphone ermöglichen einen offiziellen Port für das FS2 anzubieten.

P.S,: Möcht fethomm hier beipflichten wollen:
Jolla ist gleich an drei Fronten bein Tablet gescheitert.
Die Umsetzung der Software auf x86 wurde völlig unterschätzt.
Die Chinesen haben der Firma etliche Streiche gespielt und
nicht zuletzt ist ein wichtiger Finanzierer komplett ausgefallen.
Mehr Unglück kann man kaum haben.
 
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gaelic

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#18
Wobei das Jolla Tablet in diesem Augenblick in Reinkarnierter Form wieder als youyota Tablet auflegt wird (95% gleiche Hardware).

Ich bin immer noch ein zufriedener Jolla C Nutzer. Hin und wieder versuche ich mal das Android Tel von meiner Freundin. Die Bedieung ist ein Graus. Da können sich die Damen und Herren bei google & Apple einiges abschauen.
 
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#19
Ich habe lediglich erklärt wie dreist und unprofessionell es m.M.n ist, das fast fünffache der ursprünglich ausgemachten Summe zu bekommen und dann so eine Schei*** damit abzuziehen und nicht liefern zu können.
Was heisst da Scheisse damit abziehen... Die Jolla Leute hatten ein Pilotprojekt gestartet und sich am Ende verkalkuliert. Das ist alles.
Vermutlich wäre es betriebswirtschaftlich besser gewesen, wenn diese sich auf ein neues Telefon konzentriert hätten -
die tablet-Nummer war zu groß für den kleinen Laden.

Dass damit einer von Denen die Kohle im Puff vervögelt hatte...glaube ich jezt eher weniger. Der Knackpunkt ist, dass es für dieses Projekt keine Mäzenaten
gibt, weil die Gestopften alle mit einem iPhone herum laufen - es könnte ja weniger Dividende raus springen, bei der nächsten Aktonä(h)rs-Versammlung ?
Jeder Hasenmist wird für die Müllhalden produziert...für ein gescheites Projekt haben die Invstoren aber keine Kohle - ( schuld sind auch die ganzen
Spielkinder, welcher notorisch herum jammern....äähhh, keine Programme am Start ...aber dann Jammern, wenn android wieder Sicherheitslöcher offen
wie Scheunentore hat; iOS kaum besser, BB10 beerdigt ...)

Die Ubuntu Leute können mit ihrem BQ ubuntu-Telefon + tablet auch nichts mehr anfangen, dank Ubuntu Schüttelkorns oder Shuttelworts Rückzieher.
Tablet auf dem Markt...aber keine Software mehr am Start.... toll
 

scratch

Lieutenant
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#20
Find's immer noch schade, dass das Jolla Tablet nicht den Weg auf den Markt geschafft hat. Gibt es momentan noch irgendwelche interessanten Entwicklungen, auf die es sich lohnt zu warten? Ich bin immer noch auf der Suche nach meinem Frühstücks-Nachrichten-und Chattablet ohne Account-u. Datengeißel und Bloatware... :/
 
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