News (K)Ubuntu 6.06 LTS alias Dapper Drake fertig

Michael

Re-aktions-Pinguin
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Eigentlich sollte Ubuntu Dapper Drake je bereits im April dieses Jahres erscheinen und die Release-Nummer 6.04 tragen. Um aber den auf fünf Jahre angelegten professionellen Support bieten zu können, wurde der Release dieser Linux-Distribution um einige Wochen nach hinten verschoben. Heraus kam Ubuntu Linux 6.06 LTS alias „Dapper Drake“.

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hoschieee

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Ich will hier mein Lob an (K/ed)Ubuntu aussprechen, obwohl ich mit dem deaktivierten Root-Account kein Fan von Ubuntu bin. Es gibt standardmaessig keine Softwarefirewall, und das ist gut so (gerade weil heise.de da wieder Mist verzapft).

Softwarefirewalls haben nur in Ausnahmefaellen auf Servern eine Daseinsberechtigung, eine Verteidigungslinie auf einem mit User-Software bepackten PC macht diesen erst recht Angriffanfaellig (eine Firewall sollte immer auf extra Hardware alleine laufen). Schon mal ein Gegenfeuer im zu schuetzenden Waldabschnitt gelegt, Nein. Ah, ich auch nicht.

Ganz davon abgesehen gilt bei der PC-Administration, wie auch bei der Programmierungen KISS (Keep It Small And Simple). Alles was man nicht braucht nicht installieren (oder deinstallieren), zumindest deaktivieren, oder fall es nicht auf der Netzwerkkarte lauschen soll entsprechend konfigurieren. Bei der Firewall schalte ich ja sowieso alle Ports frei, die ich brauche und fuer die ich Programme bewusst installiert habe, also brauche ich die Ports der nicht installierten Programme nicht zu sperren - den dort hat nichts zu sein.
Firewalls werden im Heimbereich voellig uberschaetzt, in Form von Softwarefirewalls sind sie sogar gefaehrlich, da sie gegen das KISS-Prinzip verstossen.

Im allgemeinen gilt diese Regelung auch fuer Virenscanner, Spywarescanner, Trojanerscanner und was die Sicherheitindustrie fuer die Windows-Systeme nicht noch alles erfunden haben. Bei Spam sieht es anders aus. Im professionellen Firmennetzwerk, haben die Scanner und Firewalls sowieso ihre eigenen Server.

Viel wichtiger:
System sauber installieren, System regelmaessig warten, der Root-Account ist das System (und dient daher nur der Systemkonfiguration) weshalb man immer als User arbeiten muss, und ganz besonders wichtig: Lesen -> Denken -> Handeln

Insbesondere happerts beim Lesen, klar, klicken macht Spass...
Solche Leute sollten sich mal bewusst sein dass die taegliche Suche nach "pr0n+Crack" bei Google die Maschine so verseucht hat, so ein Computer mehrer Millionen Transistoren hat, und nicht einfach ist, wenn man nicht liesst.
 

timg

Ensign
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Zitat von hoschieee:
... obwohl ich mit dem deaktivierten Root-Account kein Fan von Ubuntu bin.

du meinst wohl standardmäßig deaktiviert, wenn du einen haben willst haste den auch mit 3 befehlen ;)

Naja aber im prinzip verstoßen alle großen distris, wie suse, redhat, ubuntu und co so ziemlich alle kegen das KISS prinzip...
 

hoschieee

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Gentoo* und Debian sind hier vorbildlich, da installiert man sich ein Grundsystem. Alles weiter kommt bei bedarf auf die Maschine, und kann sehr bequem konfiguriert werden (Ich sage nur USEFLAGS). Ubuntu ist ebenfalls sehr sauber, ausserdem gibts da noch die Servervariante (die dann wohl einem frisch installierten Debian aehneln duerfe).

Den Root-Account soll man, laut Ubuntu-Doku, besser nicht mit "drei" Kommandos ins Leben zurueckrufen (Gnomesu und einige Pakete sind darauf nicht vorbereitet).

*Zwei Monate ohne Desktop-Enviroment verbracht, wahr sehr angehm. FBI(DA) fuer die Bildbetrachtung, oggtools und mpg321 fuer die Musik (evetl. auch MP3Blaster), Editoren sind sowieso kein Thema. Da sieht man, dass die Shell im Gegensatz zu Windows sich massiv weiterentwickelt hat, wenn man sich mit Unix auskennt ist man mit der Shell sowieso wesentlich schneller beim Dateienschubsen und Co. ;)

Fear the might shell!
Ok, okay, Quake3 und GQView vermisst man irgendwann schon :o)
 
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MountWalker

Fleet Admiral
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Zitat von hoschieee:
... Schon mal ein Gegenfeuer im zu schuetzenden Waldabschnitt gelegt, Nein. Ah, ich auch nicht.
Ob du dir das nun vorstellen kannst oder nicht, aber eine geplante Feuerwand gegen das wütende Feuer zu setzen ist Standard bei der Bekämpfung großer Waldbrände. ;)

Zitat von hoschieee:
... Im allgemeinen gilt diese Regelung auch fuer Virenscanner, Spywarescanner, ...
Ja, wenn ich bspw. Tauschbörsen nutze, deren Nutzung durchaus auch sehr sinnvoll sein kann (nein, man beklommt dort nicht nur Warez), dann darf ich die Dateien auf keinen Fall mit einem Virenscanner scannen, das könnte neue Sicherheitslücken auf mein System schleusen! :evillol: Imho sollte ClamAV bei jeder Distro standardmäßig in den offiziellen Quellen stehen und dort mit bester regelmäßigkeit gepflegt werden, wer auf Virenscanner verzichtet hat nen Schatten und komm mir jetzt nicht wieder mit deinen Online-Scannern - Ich habe keinen Bock einmalig mein System oder Dateien auf meinem Rechner über das Internet noch dazu über eine ungeschützte Verbindung scannen zu lassen und dann bezahlen zu müssen, wenn ich das öfter als alle zwei Monate machen will, ClamAV ist da deutlich sinnvoller und für Klickibuntis wie mich gibts dafür auch ein schnieke KDE-Frontend. ;)
 
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supersonic

Lt. Commander
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wow, habe eigtl gedacht, dass noch ein RC kommen wird und prompt ist die Final da. Hoffentlich ist Dapper Drake n00b-freundlicher als der Vorgänger :D

mfg
 

moqwai

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was ist der Unterschied zwischen DVD und CD? Sind auf der DVD alle Versionen drauf oder was?

hab nix gefunden...
 

hoschieee

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@7: Bei der Firewall, was fuer einen tiefgruendigem unerwarteten Sachverhalt willst du jetzt damit nochmal darlegen? Nochmal, zum mitschreiben: Ich rede vom zu schuetzenden Waldabschnitt, nicht vom zu opfernden Waldabschnitt :-)

Ich bin nicht gegen Virenscanner an sich, der gehoert aber auf den Mailserver im Firmennetzwerk. Und sonst, lade ich, beim gesunden Menschenverstand. Keine ausfuehrbaren Dateien aus tauschboersen, ich weiss ja nicht was du so treibst. ClamAV verliert dadurch aber natuerlich nicht bei jedem seinen Sinn, wenn man auch gleich eher den Paketmanager oder Vertrauenswuerdigen Quellen vorziehen sollte.
 

moqwai

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Thargor

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Zitat von MountWalker:
Zitat von [B:
hoschieee[/B]]... Schon mal ein Gegenfeuer im zu schuetzenden Waldabschnitt gelegt, Nein. Ah, ich auch nicht.
Ob du dir das nun vorstellen kannst oder nicht, aber eine geplante Feuerwand gegen das wütende Feuer zu setzen ist Standard bei der Bekämpfung großer Waldbrände. ;)

man beachte das Partizip (zu schuetzenden)
da werden selten feuer gelegt :D
 

micktg

Ensign
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In der DVD Version sind wiedermal Live CD und Desptop CD zusammengepackt, also die einfache Installer Version und die Espresso und auch zusätzlich Paketet geschnürt.
Ich lad sie grade per torrent, einmal als amd64 und einmal als x86 :cool_alt:

P.S. I love Ubuntu and Mark Shuttleworth!
 

SiWi

Ensign
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Ich hab mir vor 2h die Live-CD gezogen und muss sagen: Super!
Es ist einfach enorm praktisch das ganze erst ausprobieren und dann ohne jegliche Vorkentnisse enorm einfach Ubuntu installieren zu können. Genial! Diese Funktion wird ubuntu sicherlich jede Menge neue User beschern.
I love Ubuntu. :love:
 

Quidoff

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Also ich habe mittlerweile Dapper Drake installiert und hab auch schon das erste Problem. Und zwar wurde ich bei der Installation nicht gefragt, wo ich mein GRUB Bootloader installieren will. Deshalb hat der Installer einfach den Windows Bootloader überschrieben. Bei Breezy konnte ich noch auswählen, wo ich den installieren will. Ich hab den Bootloader lieber auf einer Diskette. Also die logische Frage: Wie bekomme ich den Bootloader auf Diskette? Und wie stelle ich den Standard Bootloader (also dass gleich Windows XP geladen wird und ich nichts auswählen muss) von Windows wiederher?
 

gonzos-revenge

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XP-CD rein
Rechner neu starten
von CD booten
bei der Installation Wiederherstellungskonsole wählen
Eingabe: fix boot, fix mbr
Standard Windows ist wieder hergestellt.
 

Quidoff

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Aber vorher muss ich doch noch den GRUB Bootloader auf Diskette speichern. Und genau da sind im Moment meine Probleme. Bei Breezy hatte ich damit keine Probleme, wenn ich mich an diese Anleitung gehalten habe.
Doch unter Dapper Drake kommt bei dieser Zeile:
Code:
install (fd0)/boot/stage1 (fd0) (fd0)/boot/stage2 p (fd0)/boot/menu.lst
Folgender Fehler:
Code:
Error 29: Disk write error
Ich hab die Diskette mittlerweile in Windows getestet und habe auch schon eine andere Diskette probiert. Ein Hardwarefehler kann deshalb sehr wahrscheinlich ausgeschlossen werden.
 

Schorsch

Lieutenant
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Ich würde Dir empfehlen, dieses Problem in einem Ubuntuforum anzusprechen. Da es sich scheinbar um ein Dapper-Drake spezifisches Problem handelt, kann Dir dort sicher eher jemand helfen.

@Topic:
Lade mir gerade die DVD-Version per Bittorent runter und freue mich schon, es am Wochenende ausgiebig zu testen. Ist schon genial was Mark Shuttleworth und das Ubuntu Team da alles auf die Beine stellen.
Es gibt sogar eine Ubuntu TV-Show namens "Go Open", die im südafrikanischen Fernsehen ausgestrahlt wird. Man kann sie aber auch hier herunterladen.
 
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