Kamera Erstkauf

hhk

Lt. Commander
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Mai 2014
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Hallo,

würde mir zum ersten mal eine Kamera kaufen wollen und bin mir sehr unsicher welche es werden soll, da ich von der Thematik
nicht so viel Ahnung habe.

Die Kamera dient hauptsächlich zum Fotos machen und Videos drehen.
Ich selbst bestize das Iphone 11 und frage mich auch ob es die Investition Wert ist, also ob die Fotos deutlich an Mehwert generieren. Die Fotos werden hauptsächlich für gewerbliche Zwecke genutzt (Produktfotos). Die Videos landen hauptsächlich im Internet (Youtube/Website). Ein Stativ mit Beleuchtung ist bereits vorhanden.

Preislich will ich ungern mehr als 300€ ausgeben.
Ich suche hauptsächlich ein gutes, bewährtes Stück.
Im Auge hatte ich die Nikon Coolpix b500.

Für mich wichtig ist:

  • Anschluss direkt an den laptop möglich, bzw. sofortiger Transport der Daten an den Rechner ( gerne auch Kabelgebunden)
  • Anschluss eines Mikrofons möglich

Grüße,

hhk
 
Bei dem Budget würde ich fast beim iPhone bleiben. Gibt es etwas, was dir am iPhone fehlt, oder mit dem du unzufrieden bist?

Anschluss eines Mikrofons ließe sich auch am iPhone machen. Ggf. würde ich dann auch eher dort und ggf. in andere Ausrüstung (z.B. Beleuchtung/Blitz) das Budget investieren.
 
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Also ich würde auch lieber beim Iphone bleiben. Um da wirklich einen großen Fortschritt zu machen, muss man schon 1000-2000€ für Kamera und Linse ausgeben.
 
1.000-2.000 Euro sehe ich jetzt nicht, muss nicht gleich die Spiegelreflex samt Objektive sein. Aber unter 300 Euro ist schon sehr hart. Da gibt es dann vielleicht noch bessere Digi-Cams, die qualitativ kaum besser sind, als das iPhone.
 
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Aus meiner Sicht ist es halt so, dass wenn man schon Geld in die Hand nimmt, lieber einmal richtig oder garnicht.
 
Also nur zur Info für dich:
-- Sensorfläche bei Kameras (genauso wie Hubraum) ist nur durch mehr davon zu ersetzen.
-- Die Coolpix b500 ist eine billige Kamera, der Pre Smartphone Ära.

Für Produktfotos würde mir locker ein IPhone 11 reichen, wenn du bessere Bilder haben magst, Stichwort Portrait, bist du, wie bereits erwähnt, bei einer Vollformat Kamera. Zum Beispiel einer Nikon Z7 II :-)
 
The_Jensie schrieb:
Um da wirklich einen großen Fortschritt zu machen, muss man schon 1000-2000€ für Kamera und Linse ausgeben.

Macht ein iphone 11 z.B. eine Nikon 5600 oder 3500 mit Sigma 105 mm F2,8 schon platt?

Alleine vom Handling dürfte das stationär schon von Vorteil sein denke ich. Von alleine kommen da natürlich keine besseren Bilder raus.
 
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Seit ich eine Sony a68 habe, möchte ich nicht wieder zu einer kompakten Kamera zurück.
Für mich ist nicht das letzte bisschen Bildqualität entscheidend, sondern die Bedienung.
Die a68 war die günstigste DSLR bei der ich zwei unabhängige Bedienrädchen für die Einstellung von Blende und Verschlusszeit habe und noch ein paar zusätzliche Funktionsknöpfe, für ISO etc. Davor hatte ich schon eine Sony Systemkamera mit APS-C Sensor und Wechselobjektiven. die würde mir von der Bildqualität auch heute noch ausreichen. Nur die Bedienung über das Menü war mir immer zu fummelig.

Wenn du also auch mal draussen was Fotografieren möchtest und wechselnde Lichtverhältnisse hast, macht es eine Kamera mit dedizierten Einstellmöglichkeiten für verschiedene Funktionen deutlich komfortabler und schneller. Wenn du hauptsächlich Indoor an einem Platz mit gleichbleibender Beleuchtung deine Produkte fotografierst, dann brauchst du das natürlich nicht.

Meine Kamera habe ich übrigens gebraucht gekauft, mit dem normalen und Tele-Kit-Objektiv. Das hatte mir zu viele lila Farbsäume auf Fotos erzeugt, in vielen Situationen. Ein gebrauchtes etwas besseres Teleobjektiv hat hier Abhilfe geschaffen.

Wenn du wirklich gute Fotos machen möchtest, dann ist wahrscheinlich das Objektiv wichtiger, als die Kamera. Je grösser der Sensor, je besser kannst du bei geringem Licht fotografieren. Bei Spiegellosen Kameras hast du dahingehend noch mehr Vorteile.

An die Einfachheit einer Smartphone-Kamera mit Touchscreen und guter Software (IPhone 11 gehört da sicherlich dazu) kommst du wahrscheinlich nicht anders heran. Wenn dir die Bildqualität hier ausreicht, würde ich auch dabei bleiben und das Geld lieber in Beleuchtung/Blitz etc. investieren.
 
Bei Produktfotos ist Beleuchtung, setup, composing und Hintergrund das A und O.

Eine Kamera mit wechselobjektiven und mindestens crop sensor schniedelt natürlich ohne wenn und aber über jede smartphonekamera. Auflösung ist eher sekundär, wenn alle anderen Parameter schlechter sind. Ich würde bspw. schon eine alte nikon d90 mit einem alten micro nikkor jedem 2020 Smartphone vorziehen.

Aber Kamera und gutes objektiv machen wie gesagt noch lange kein gutes Produktfoto.

Abseits der Bildqualität ist Bedienung nochmal so ein Faktor. Fürs Studio sollte alles manuell eingestellt (Fokus & Belichtung) und dann auch reproduzierbar sein, mit genügend Optionen und Informationen, bspw. einem Histogramm.

Ein guter Produktfotograf macht mit einem Smartphone bessere Bilder als ein Anfänger mit fetter Ausrüstung, aber eine richtige Kamera macht das ganze insgesamt einfacher und ermöglicht dann Fotos auf einem höheren Niveau. Irgendwann steigt ein Smartphone einfach aus und man bekommt die Fotos nicht mehr besser hin, bspw. Weil die Belichtungsmessung nicht korrekt und inkonsistent ist, Details von der software verschluckt werden, die Abbildungsleistung nicht ausreicht oder das Produkt durch die schlechte Optik schlicht verzogen oder zu klein abgebildet ist.

Ein großer sensor in einer dslr ab 2013 ist rauschärmer, hat bessere Farben und eine bessere Dynamik. Passende objektive haben eine viel bessere Abbildungsleistung, vorallem im Bereich der optischen Fehler wie Verzeichnung und Farb- und Abbildungsfehler (bspw LoCas und Koma).
 
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The_Jensie schrieb:
Um da wirklich einen großen Fortschritt... 1000-2000€ für Kamera und Linse ausgeben.
Piak schrieb:
... wie bereits erwähnt, bei einer Vollformat Kamera.

Nu macht die Leute nicht immer verrückt, mit diesem "du brauchst ne 1.000€ Kamera, um Smartphone xy zu schlagen"

Wenn ich ne Pizza ausliefere wird die mit nem Porsche auch nicht schöner :rolleyes:

Produktfotos kann man auch mit der Nikon machen und den Zoom können nicht immer die Beine ersetzen.

Zum TE ich persönlich würde mal nach jungen gebrauchten APS-C Kameras schauen. Sollte es in dem Preisbereich geben, inklusive Objektiv.
 
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Metis schrieb:
Wie bereits gesagt wurde ist eine Kamera für 300€ keine gute Idee, außerdem spielt die Beleuchtung eine größere Rolle als die Kamera, weswegen ich Geld für Produktfotografie erstmal in ein Lichtzelt investieren würde:
https://www.amazon.de/s?k=lichtzelt&i=photo&rh=n:331964031&__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&qid=1602688823&ref=sr_pg_1

Hallo,

danke für die zahlreichen Kommentare. Für Belichtung ist bereits gesorgt. Ich habe ein Lichzelt und ein stativ mit Kamera Licht. Da ich wie gesagt eher Hobbymäßig unterwegs bin und nicht wirklich 1000€ für ne Kamera asugeben will hatte ich eben die standardmodelle von Amazon auf dem Schirm.
Sowie ich das verstanden habe, werde ich mit gutem Lichtsetting mit dem Iphone mindestens genauso gute Fotos schießen wie mit einer 300-500€ Kamera (aka coolpix, etc.)?
 
Bei 500€ könnte man anfangen nach einer gebrauchten Kamera schauen.
 
Die Hauptfrage ist eigentlich, kommt Gebrauchtkauf in Frage oder nicht?
Wenn nicht, dann kann man das Thema abhaken und dann bleibst du am Besten bei deinem Eierfon.
Die Sache ist nämlich auch die Videografie, in dem Preisbereich <300€ glänzen nicht viele Kameras.
 
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Ich frage mich warum dann viele Leute in Ihren Videos die sie veröffentlichen Kameras im Preisbereich 400-500€ nutzen. Warum greifen die dann nicht zum Iphone wenn es dann doch keinen wirklichen Qualitätsunterschied gibt?
 
Das frage ich mich auch manchmal... die laufen auch alle mit ner DSLR herum, besitzen aber nur das Kit-Objektiv und knipsen nur auf automatik. Während das iPhone dir mehr unter die Arme greift beim Fotografieren/Filmen (wenn du keine Ahnung hast) v.A. eben von der Software her für Anfänger besser automatisch knipst als die meisten günstigeren DSLRs... Ich frag mich z.B. auch häufig, warum Streamer ein 400€-Mikrofon brauchen, dass sie dann völlig falsch positionieren, bei ihnen völlig übersteuert, oder sie dann trotzdem viel zu leise sind, kurzgesagt: es trotz besserer Hardware einfach nach Müll klingt, oder eben bei Kameras, trotz besserer Hardware nach Müll ausschaut.

Alles Fragen, zu der die meisten von uns als Antwort zumindest eine gewisse Vermutung haben.

Bedenke: 400-500€ sind wirklich nicht viel Budget für eine Kamera. Da fängt es imho gerade erst an, dass Bilder/Filme (im Auge des Laien) vielleicht etwas besser aussehen. Du sagst selber, dass es für dich nur ein Hobby ist.

DSLRs in diesem Preisbereich eignen sich oft nur bedingt zum Filmen, weil die schnell zu heiß laufen. Nur für Produktfotos würdest du aber bei 500€ sicher etwas finden, was besser abschneidet, als dein iPhone.

DSLMs sind zum Filmen pauschal gesagt etwas besser geeignet, fangen aber in dem Bereich z.B. mit einer Alpha 6000 überhaupt erst an und die ist halt okay und auch schon etwas älter. Ob die in der Hand eines Hobbyisten dann wirklich so viel besser abschneidet, als ein iPhone, sodass sich die Investition lohnt, kann ich dir nicht sagen. Kommt drauf an, wie gut du bist.

Vergleiche doch einfach selber mal Videomaterial einer etwas besseren DSLM mit dem eines iPhones. Beides darf ja durchaus bearbeitet worden sein und entscheide dann, ob du meinst, dass du dort etwas bemerkst, was dir die Entscheidung leichter macht, ob du was besseres brauchst, oder ob du merkst, dass du ggf. noch längst nicht die Möglichkeiten eines iPhones ausgeschöpft hast. Was gute Leute aus der Mini-Kamera eines Smartphones herausholen ist manchmal schon recht beeindruckend. Wichtiger ist daher auch, dass du das lernst und dann bist du ggf. auch als fortgeschrittener Nutzer bereit etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen um eine DSLM zu kaufen, bei der sich die Investition dann wirklich lohnt.
 
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Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass mein Iphone genauso gute Videos macht wie ne 500€ Kamera . . .
 
Wie gesagt: Vergleiche einfach selber mal weil den meisten Hobbyisten sollte eine gute Smartphone-Kamera ausreichen. Zumal die Software (wie bereits gesagt) oft sehr gut ist bei genereller Nachbearbeitung, Bildstabilisierung, Bildern/Videos bei Nacht, etc.

Am Ende zählt imho zu 80-90% das Können des Fotografen, um zwischen aktuellem iPhone und ner 500€-Kamera einen Unterschied zu machen, also ob der dem Foto das i-Tüpfelchen aufsetzen kann. Und gleichzeitig laufen die Anfänger mit Profi-Equipment (egal wie teuer) imho meistens in die Gefahr einer Verschlimmbesserung, weil die ihre Hardware zu schlecht kennen/nicht bedienen können/nicht beherrschen.

500€ ist dann imho auch noch das Budget, wo man eher "so tut als ob" ... Wenn der Bedarf, der Anspruch und auch die Fähigkeiten vorhanden sind, liegt auch das Budget eher im Bereich 1000-2000€.
 
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hhk schrieb:
Ich frage mich warum dann viele Leute in Ihren Videos die sie veröffentlichen Kameras im Preisbereich 400-500€ nutzen. Warum greifen die dann nicht zum Iphone wenn es dann doch keinen wirklichen Qualitätsunterschied gibt?
Kannst du welche auf YT verlinken, die mit einer 300€ Kamera rumlaufen (seit wann ist dein Budget jetzt bei 500€)?
und ein iPhone kostet auch 1000€. Da laufe Ich lieber mit ner 900€ Kamera und nem 100€ Smartphone rum.

Bis 500€ Beispiel: www.amazon.de/dp/B01GG7BNIS/
 
Man kann deutlich sehen, dass das iPhone Kontraste und Farben viel mehr anhebt als die Kamera.

Das kann man natürlich auch per Bildbearbeitung bei den Bildern der a6000 machen und kommt um Ende auch zu einem besseren Ergebnis, nicht zuletzt wegen der höheren Auflösung.

In den Videos fällt sofort die viel bessere Stabilisierung des iPhones auf. Auch hier kommt man zu einem noch besseren Ergebnis, wenn man die Kamera auf einen Gimbal montiert.

Was „besser“ ist hängt also nicht zuletzt davon ab, was man daraus macht. Nur eine teure Kamera kaufen reicht nicht. (Und mit einer 500€ wird die Ausgangslage nicht besser.)
 
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