kaum Durchfluss

Palit2018

Cadet 4th Year
Registriert
Jan. 2019
Beiträge
92
hallo leute, hab mir neulich meine wasserkühlung zusammengestellt, jedoch fließt das Wasser sehr langsam. Das Durchflussrad nach der Cpu dreht sich nicht mal. Weiß jemand woran das liegen kann?

Pumpe : ek waterblocks d5 bei stufe 2(2550rpm) eingestellt.
2radiatoren 280 und 360
cpu und gpu gekühlt
flüssigkeit erstmal nur destilliertes wasser.
alles ist neu bis auf dem cpu kühler eisblock xpx ca 1,5 jahre alt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sinusspass schrieb:
Für die Radi- und Lüfterdiskussion: Ja, Frischluft auf allen Radiatoren ist besser, zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht es oft genug anders aus.

Sieht auch in der Praxis nicht anders aus, nur misst niemand die Leistung, sondern nur (mehr oder weniger genau) die Temperatur mit Messtoleranzen von bis zu 1 K, da fällt das dann kaum auf.

Sinusspass schrieb:
Im geschlossenen Gehäuse muss die Luft aber irgendwo raus. Das geht über den Hecklüfter, aber da kann wohl keiner sagen, dass der so viel Luft fördern kann wie das vielfache an einblasenden Lüftern.

Verstehe ich nicht. Ein Rohr mit einem innen liegenden Axiallüfter benötigt am Ausgang auch keinen Lüfter, da die Luft durch die Öffnung frei ausströmen kann. Nichts anderes geschieht in einen üblichen Gehäuse. Die Luft kann frei durch die unzähligen und sehr grobmaschigen Belüftungsnetze entweichen und dafür sind diese doch da. Die Restriktion dieser Belüftungsnetze ist kaum von Relevanz, wenn der Brutto-Öffnungsquerschnitt nicht viel kleiner als der von den einblasenden Lüfter ist. So gesehen stellt dann auch dann die Silhouette von jeden Kabel und Komponente im "Windschatten" eine Restriktion dar. Mit ausblasenden Lüfter erhöht man nur den effektiven Volumenstrom. Da aber in der Regel der Druckabfall im Gehäuse sehr klein ausfällt, deutlich kleiner als bei einen Radiator, erhöht sich der Volumenstrom bei der Verdoppelung des statischen Druckes mit einem zusätzlichen ausblasenden Lüfter kaum, so wenig, das es eigentlich keine Rolle spielt.

Sinusspass schrieb:
Sprich, bei all-in am geschlossenen Gehäuse fördert ein einzelner Radiatorlüfter deutlich weniger Luft.

Im Bezug auf einem zusätzlichen ausblasenden Lufter, nein, da hier eine Verdoppelung des statischen Druckes wegen der geringen Restriktion des Gehäuses kaum einen Mehrwert bietet.

Sinusspass schrieb:
Da hat der Aufbau vorne rein, oben raus seine Vorteile, weil da die Luft, die vorne reingefördert wird, oben wieder rausgeschafft wird.

Ich sehe hier nur Nachteile, um so geringer die Drehzahl wird, umso obsoleter wird dann dieser Radiator. Mehrgewinn z.B. Bei 800 rpm, gerade einmal 5 - 20%, im Gegensatz zu eine nahe Verdoppelung.

Sinusspass schrieb:
Man hat also prinzipiell weniger Fläche, die mit Frischluft arbeitet, aber gleichzeitig einen deutlich besseren Airflow, weil die Luft eben sauber durch das Gehäuse geleitet wird und nicht -überspitzt formuliert- mit Gewalt aus irgendwelchen Ritzen gepresst werden muss.

Fast jedes Gehäuse hat ausreichende Belüftungsnetze, die Restriktion ist nicht von Relevanz, ein nahe zu luftdichtes Gehäuse mit nur wenigen Ritzen ist mir nicht bekannt. Wenn ja, dann wäre es ein Fehlkauf. Zumal auch schon alleine die vorgesehene Öffnung eines ausblasenden Lüfters ausreichen würde. Also so gesehen gibt es aus technischer Sicht keine geschlossenen Gehäuse mit irgendwelchen kleinen "Ritzen".


Sinusspass schrieb:
Deshalb sind die Unterschiede in der Praxis oft gering, je nach Gesamtaufbau hat mal der eine, mal der andere Aufbau Vorteile.

In der Praxis hat der eine Aufbau immer Nachteile und grundsätzlich immer die höheren Temperaturen

Sinusspass schrieb:
Solange man aber nicht ausreichend Lüfter zum Abtransport der warmen Luft hat, kann man nicht pauschal all-in als die zweifellos beste Lösung propagieren.

Die Wassergekühlten Komponenten sind hier am kühlsten und wer nur auf diese Temperatur achtet, ist bestens mit dieser Lösung bedient. Alternativ alle ausblasend. Vorgewärmte Luft durch einen Radiator zu fördern ist jeden Falls keine Option und hat zweifellos immer die höchsten Temperaturen und somit nur Nachteile
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: immortuos
Duke711 schrieb:
Sieht auch in der Praxis nicht anders aus, nur misst niemand die Leistung, sondern nur (mehr oder weniger genau) die Temperatur mit Messtoleranzen von bis zu 1 K, da fällt das dann kaum auf.
Und die Temperaturdifferenz hängt bei ansonsten gleichen Parametern an der abgeführten Leistung bzw. umgekehrt. Für die Praxis ist es daher nützlicher, mit der Temperaturdifferenz zu arbeiten. Die Leistung bekommt man immer weg, die Frage ist, bei welcher Differenz.
Duke711 schrieb:
So gesehen stellt dann auch dann die Silhouette von jeden Kabel und Komponente im "Windschatten" eine Restriktion dar. Mit ausblasenden Lüfter erhöht man nur den effektiven Volumenstrom. Da aber in der Regel der Druckabfall im Gehäuse sehr klein ausfällt, deutlich kleiner als bei einen Radiator, erhöht sich der Volumenstrom bei der Verdoppelung des statischen Druckes mit einem zusätzlichen ausblasenden Lüfter kaum, so wenig, das es eigentlich keine Rolle spielt.
Schön, wenn es so wäre. Man hat im Gehäuse nur keinen sonderlich gerichteten Luftstrom mehr. Die Luft muss also über Gitter und Ritzen entweichen, wovon, wenn man sich Gehäuse ansieht, doch im Verhältnis zu geschlossenen Flächen gar nicht mal so viele da sind.
Natürlich entweicht die eingeblasene Luft, aber die Belastung für diesen Lufttransport geht auf die Radiatorlüfter. Bisschen Überdruck, und sei es 1/10 mm Wassersäule, braucht man für den Transport aus dem Gehäuse schon.
Um es bildlich zu beschreiben: Mehrere Lüfter fördern Luft in einen Kanal. Nun ist der aber verwinkelt, es sind Gegenstände im Weg und du hast an einer Stelle eine Öffnung von der Größe eines Lüfters, sonst nur paar Ritzen. Da werden die Lüfter nicht ihren maximalen Durchsatz schaffen, sondern es wird ein Gegendruck entstehen, der die Lüfter in ihrer Leistung beschränkt. Setzt man dann noch einen Widerstand in welcher Form auch immer vor die Lüfter, so werden diese in ihrem Durchsatz durch den Widerstand und durch den Gegendruck des Kanals/Gehäuses eingeschränkt.
Duke711 schrieb:
Im Bezug auf einem zusätzlichen ausblasenden Lufter, nein, da hier eine Verdoppelung des statischen Druckes wegen der geringen Restriktion des Gehäuses kaum einen Mehrwert bietet.
Und genau da geht es weiter. Durch den beschriebenen Gegendruck des Gehäuses werden die Lüfter in ihren Durchsatz eingeschränkt und fördern weniger Luft. Da ist dann genau der Punkt. Eine doppelte Anzahl an einblasenden Lüftern fördert absolut zwar mehr als eine einfache Anzahl, aber durch diesen Gegendruck eben nicht das doppelte. So leistet relativ ein einzelner Lüfter für sich genommen weniger und man hat in dem durch den Lüfter durchströmten Bereich des Radiators weniger Luftstrom als bei einem Aufbau ohne diesen Gegendruck.
Ein einzelner Lüfter im Heck kann eben nicht so viel Luft fördern, dass er die durch die Radiatorlüfter eingeblasene Luft komplett herausbläst und sich kein Gegendruck bildet.
Wenn es so wäre, wie du sagst und die Luft einfach so durch die Öffnungen des Gehäuses entweichen kann, dann bräuchte niemand zusätzliche ausblasende Lüfter und hätte auch keinerlei Temperaturgewinn dadurch.
Duke711 schrieb:
Ich sehe hier nur Nachteile, um so geringer die Drehzahl wird, umso obsoleter wird dann dieser Radiator. Mehrgewinn z.B. Bei 800 rpm, gerade einmal 5 - 20%, im Gegensatz zu eine nahe Verdoppelung.
Ja, mit steigender Drehzahl verbessert sich die Leistung der durchströmenden Variante stärker als All-In. Ist eben ein Radisandwich.
Übrigens ist der höhere Drehzahlbereich bei normal großen Gehäusen der unter Last übliche Bereich.
Duke711 schrieb:
Fast jedes Gehäuse hat ausreichende Belüftungsnetze, die Restriktion ist nicht von Relevanz, ein nahe zu luftdichtes Gehäuse mit nur wenigen Ritzen ist mir nicht bekannt. Wenn ja, dann wäre es ein Fehlkauf.
Die heutigen Backofengehäuse melden sich hier mal zu Wort....
Duke711 schrieb:
In der Praxis hat der eine Aufbau immer Nachteile und grundsätzlich immer die höheren Temperaturen
Eben nicht. Da hat es schon mehrere Leute gegeben, bei denen der durchströmende Aufbau gegenüber all-in einen Vorteil gebracht hat.
Duke711 schrieb:
Die Wassergekühlten Komponenten sind hier am kühlsten und wer nur auf diese Temperatur achtet, ist bestens mit dieser Lösung bedient. Alternativ alle ausblasend. Vorgewärmte Luft durch einen Radiator zu fördern ist jeden Falls keine Option und hat zweifellos immer die höchsten Temperaturen und somit nur Nachteile
All-in oder all-out funktionieren beide nur ideal, wenn es auch genügend aus- bzw. einblasende Lüfter geht. Sonst geht der Wirkungsgrad, wenn man das so nennen will, auch in den Keller.
 
Zurück
Oben