Konfiguration PC für Video-/Bildbearbeitung 3000-4000€

Nagge

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Moin,
bin Berufsfotograf und brauche einen neuen Rechner, mein alter hat unter der Arbeitsbelastung gekündigt.

Anwendungszweck:
Hauptsächlich Bildbearbeitung in Lightroom, teilweise Photoshop, rechenintensiv durch HDR-Berechnungen und Panoramagedöns.
Weiterhin Videoschnitt, zukünftig in 4K, daher wird bestmögliche Renderpower benötigt

Kein Gaming. Habe gerne viele Tasks offen.

Der Rechner soll leise sein. Als Massenspeicher hängt ein Terramaster D4-310 mit 4x 8TB WD Red 7200 dran, der möglichst guten Zugang haben soll. Daneben als Sicherungslaufwerk ist ein WD-Book mit 2x8TB im Raid-Verbund anzubinden.

Ich habe zwei gute Monitore dran.
Card-reader für CF- und SD Karten brauche ich noch, der muss maximalschnell angebunden sein.

Im Anhang findet Ihr meine erste Konfiguration. Mir ist wichtig, dass ih da nicht irgendwo Nadelöhre drin hab, die irgendwelche teuren Komponenten ausbremsen, blicke bei den ganzen Schnittstellen kaum noch durch.

Die SSD ist das Systemlaufwerk, die WD Black das Hauptarbeitslaufwerk. Grafikkarte nicht High-End, da meine Anwendungen die nicht benötigen (stimmt das überhaupt? Meine mich zu erinnern, dass es hauptsächlich um Prozessorspeed geht). Reichen 32 GB?

Allgemein gebe ich gerne mehr Geld für Top-Leistung aus, da sich Qualität für mich rentiert, es sollten aber all-in nicht über 4000€ werden. Zusammenbauen konnte ich beim letzten Rechner noch selber, aber ich werde dann mal schauen, ob das jemand übernehmen möchte.

Würde mich über Meinungen zu der Konfiguration freuen.

VG
Lars

PC-Konfig.JPG
 
Ich glaube du solltest einen besseren CPU Kühler kaufen. Da werden über 100 W Wärme gekühlt.
 
Hast Du kein Office Paket vom alten Rechner?

Ich würde persönlich mehr RAM nehmen - 64GB - falls machbar.
 
Nagge schrieb:

Das bestimmst alleine Du. Der Rechner wird mit 32GB laufen.
Allerdings kann man beim Videoschnitt/Effekt-Rendern nie genug RAM haben. Bei dem Budget ist das RAM doch kaum der Rede wert.



Dein Rechner kann übrigens "nur" 2666er DDR4-RAM
Alles "darüber" ist OC ... kann laufen, muss nicht laufen, und Geschwindigkeits-Gewinne sind im Quadchannel eher marginal. Kauf lieber deutlich mehr langsames als wenig schnelles RAM. Das bringt bei der Plattform nicht so viel mit dem schnellen RAM. Eher gibts Probleme wenn das EGO sagt: Da steht aber 3.6Ghz drauf, warum läuft es nur mit 3.0Ghz.
 
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Hallo, also deine zusammenstellung ist nicht besonders ausgeglichen.

Als erstes würde ich mir das z.B von einem Systemhaus in deiner Nähe oder Mindfactory bzw. Alternate zusammenbau lassen.
Denn wenn etwas kaputt ist brauchst du doch bestimmt schnell ersatz bzw. ein austauschgerät.
Desweiteren ist der 1000€ Intel prozzi einfach unausgereift Teuer und wird schnell zu sehr warm.


So als Eckdaten für den neuen.

Ryzen 7 1800X
Cpu kühler aller Macho 120/140, BQ Slim Rock
Samsung ssd 256 Gb Evo (systemlaufwerk)
512 - 1TB SSD Samung Pro
b350/x370 Mb je nach ausstattung
Günstige Fire Pro bzw Quadro grafikarte je nach bedarf wegen 10Bit Farbtiefe!

Nettes gehäuse nach geschmack z.B Deep Silence 3 R4/5 . BQ Base 600/900
32 Gb Ram 2400Mhz sollte da ausreichend sein. 64Gb sind aber auch sinnvoll je nach anwendung.
Ein 500W Nt 90+ Gold mit Cm oder 400 W Gold ohne cm.
Am besten etwas mit 7-12 Jahren garantie :D, es hat zwar min.100 Watt zuviel aber dafür 12 Jahre garantie vom Hersteller :).
 
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Was für Monitore verwendest du? Generell ist es in deinem Fall sinnvoller bei der Grafikkarte in Richtung AMD FirePro- bzw. Nvidia Quadro zu gehen (wg. des 10 Bit Farbtiefe) - muss der Monitor natürlich ebenso mitmachen.

Bei Windows 10 rate ich bei so einem System auch dringend zur Professional Version, damit du in den Current Branch for Business (CBB) Upgrade Zweig gehen kannst. Hier bekommst du die größeren Win 10 Upgrades später wodurch diese idR ausgereifter sind und du weniger Probleme bekommen solltest

Sonst halte ich das Dark Power Pro Netzteil für zu übertrieben, genau wie den i9 7900X und eine M.2 NVMe SSD lohnt sich idR nur wenn du zwei von diesem verwendest, sonst bringt dir der Geschwindigkeitsvorteil nichts.
 
Du solltest dir auch überlegen, ob du noch auf AMDs Threadripper (bis zu 16 Kerne) warten kannst und willst. Womöglich eröffnet sich dadurch nochmal eine interessante Option wo du u.U. fürs gleiche Geld mehr potentielle Leistung bekommst.

LG
 
Stimme Tada100 da zu.

Die neuen Intel´s sind einfach nicht gut (P/L)
Auch wenn der Rechner zum arbeiten benutzt wird reicht der Ryzen komplett.

1 Samsung SSD 960 EVO 500GB, M.2 (MZ-V6E500BW)
1 Samsung SSD 850 EVO 1TB, M.2 (MZ-N5E1T0BW)
1 AMD Ryzen 7 1800X, 8x 3.60GHz, boxed ohne Kühler (YD180XBCAEWOF)
1 Corsair Vengeance LPX schwarz DIMM Kit 64GB, DDR4-2666, CL16-18-18-35 (CMK64GX4M4A2666C16)
1 ASUS ROG Crosshair VI Hero (90MB0SC0-M0EAY0)
1 ASUS BW-16D1HT schwarz, SATA, retail (90DD01E0-B20000)
1 be quiet! Dark Rock 3 (BK018)
1 Fractal Design Define R5 Black, schallgedämmt (FD-CA-DEF-R5-BK)
1 be quiet! Straight Power 10 400W ATX 2.4 (E10-400W/BN230)

Summe aller Bestpreise: € 2026,58

(Ohne GPU)

Allerdings macht es bei so einem PC echt Sinn ein Systemhaus anzufragen (sehr teuer)
Oder in einem Geschäft das ganze bauen zu lassen.

K&M Computer gibt z.B. 5 Jahre Garantie auf deren Rechner.
 
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Es ist doch interessant, wie die Meinungen beim 4K Schnitt auseinander gehen - das ist nämlich das, woran du dich orientieren solltest.

Ein Freund von mir macht das beruflich und hat mir folgendes klar gemacht:
- 4K Echtzeitschnitt braucht vor allem eines: Speicherplatz und Grafikpower.

Dann kommt es auf das Schnittprogramm an, das du nutzt. Hier würde er für Premiere Pro Minimum zu einer GTX 1070 oder eher 1080 greifen (für Echtzeitschnitt!), da Vinci Resolve frisst dir gerne mal drei von den Karten gleichzeitig weg. Und die sind dann im Zweifel auch wichtiger als 10% leistungsunterschied bei der CPU.

Dann brauchst du je nach Länge und Rohmaterial der Videos viel Platz, da ist eine 1TB SSD ruckzuck voll. Du wirst also mehrere davon brauchen plus Backup-Laufwerke (die du ja hast). Hier lohnt sich auch eine PCIe-SSD bzw. mehrere davon, wenn du wirklich richtig daten hin- und herschiebst.

Vor dem Hintergrund kann ich es nicht so ganz verstehen, wenn da einige mit ner Gamer-Konfig kommen, so von wegen 500GB SATA-SSD und irgendeine Budget-GraKa.

Klar kann man sich seine Zeit auch mit umcodieren in Intermediate-Formate um die Ohren schlagen, aber bei dem Budget kannst du mit ProRes und Echtzeit-Schnitt arbeiten.
 
für den intel prozessor müsstest du auf jedenfall entweder auf den größten noctua kühler oder eine high end AIO setzen, oder direkt custom loop. der be quiet würde nichtmal den boot überleben :rolleyes:

ryzen ist sicherlich die schlauere alternative, wenn auch ein paar prozent langsamer. (dafür kostets die hälfte und kühlung ist wesentlich unproblematischer).

eine option wäre noch threadripper abzuwarten.

@über mir:

die grafikkarte ist sicherlich n punkt, die hier zu wenig beachtung findet. ggf. sollte die sogar den größten einzelposten darstellen.
 
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Also ich würde Finger von hitzköpfigen Skyfail lassen.
 
Hab einfach mal die Hinweise, insbesondere den von djducky, in einen Warenkorb gepackt.
Realisiert mit einem 8-Kerner, 64GB RAM, einer Thunderbolt-Schnittstelle zur Anbindung des Kartenlesers, zwei SATA-SSD, eine für OS/ Programme, die große fürs cache und Rohfootage. Die Grafiklösung ist eine GTX1080ti und eine kleine Decklink.

https://geizhals.de/?cat=WL-823643

Puget CPU-Vergleich
https://www.pugetsystems.com/labs/articles/Premiere-Pro-CC-2017-1-2-CPU-Comparison-Skylake-X-Kaby-Lake-X-Broadwell-E-Skylake-Ryzen-7-969/

Puget GPU-Vergleich
https://www.pugetsystems.com/labs/articles/Premiere-Pro-CC-2017-GeForce-GTX-1080-Ti-11GB-Performance-912/
 
Ich muss dazu sagen: ich bin selbst kein Experte und will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Mein Kumpel meinte es wäre ggf. sinnvoll, sich eine 1080 zu besorgen und bei bedarf eine zweite dazu. Wenn ich jetzt die Puget vergleiche sehe, scheint das aber auch mit einer 1080 Ti und Echtzeit 4K schnitt ganz gut zu gehen. Für Da Vinci Resolve echtzeitschnitt bzw. Echtzeit-Farbkorrektur wären die Anforderungen definitiv höher. Das Board kann ja auch 3x SLI.

Wenn du wirklich bei Skylake X bleiben willst, dann macht eine WaKü sicher Sinn, das Gehäuse ist auch passend gewählt. Wobei ich mich auch mit WaKüs nicht auskenne. hier könnte man ja auch über eine komplett waKü nachdenken, auch für die GraKa. Würde aber eben auch den Preis bzw. Aufwand nach oben treiben sowie die Nachrüstbarkeit erschweren.

Generell finde ich, dass du recht vernünftig und mit Augenmaß da rangehst. Über PCIe/NVMe SSDs würde ich trotzdem mal nachdenken, es sei denn der Speed der SATA SSDs reicht dir zum Daten verschieben. Ist dann natürlich auch eine Frage, was du für einen Durchlauf an Projekten hast. Für meinen Kumpel ist Zeit Geld, für dich vielleicht weniger.
 
Über PCIe/NVMe SSDs würde ich trotzdem mal nachdenken,
Aus eigener Erfahrung, das lohnt nicht. Es gibt nichtmals eine Handvoll Kameras, die RAW oberhalb 4k überhaupt noch schreiben können und die liegen in schwindelerregender Preisgrößenordnung. Alles andere komprimiert, das 'schlimmste' was ich im Betrieb meines Vaters verarbeite ist ProRes4444 einer Arri, da lese ich ich dann im Schnitt mit <130MB/s . PCIe-SSD kommen bei uns wirklich nur zum Einsatz, wenn riesige unkomprimierte Dateien aus dem Filmscanner eingesetzt werden.
 
Okay, dann lohnt es sich für dich wegen zu geringer Datenmenge halt nicht. :)
 
Hat damit nichts zu tun- mehr an Bandbreite schafft keine CPU/GPU der Welt.
 
Nö, ich meinte halt das Verschieben von Daten von einer Platte auf die andere. Dass du beim Schnitt selbst das nicht erreichst ist schon klar.
 
Ist für @Te garantiert interessant, wenn er das Rohfootage aufs NAS verschiebt. Immer wieder der Fehler, schaut euch die Bandbreite an- gibt leider so viele Empfehlungen, auf eine SSD zu encodieren, das ist einfach lächerlich. Jede HDD schreibt die Datenraten locker weg, wenn keine transcoder eingesetzt werden.
 
Vielen Dank für Eure Meinungen.
Das verschieben der Daten ist für mich tatsächlich ein relevanter Punkt, da ich ständig irgendwas hin- und herschiebe.
Die Variante mit der kleinen OS-SSD und einer 1TB SSD als Arbeitslaufwerk zzgl. der 4TB-WD (black oder blue?) macht Sinn, denke ich.

Danke für den Tipp mit dem Thinderbolt-Anschluss für den Kartenleser, das hatte ich gar nicht auf der Rechnung und ist ein klarer Vorteil für mich, da das die erste Aufgabe ist Abends, die Daten zu übertragen.

Hauptarbeitsgebiet bei mir ist der Fotobereich, aber es soll zukunftssicher sein für den wachsenden Videozweig und das mit der vernünftigen GraKa macht tatsächlich Sin. Auch hier Danke für den Tipp. Das kleine DeckLink ist dann sozusagen eine Mini-GraKa für die Monitoransteuerung?

Was den Prozessor angeht: Der i9 muss doch irgendwie vernünftig zu kühlen sein, sonst würden die den nicht verkaufen? Ist es nicht ein Vorteil, das System dann auf dem 2066er Sockel zu haben, um später mal upgraden zu können? (Muss zugeben, hab noch nie ein System upgegraded, da es nach 2-3 Jahren eh neu musste, aber wer weiss....).
Die knapp 20% höhere Benchmarkleistung des 8-Kerners gegenüber dem Ryzen finde ich schon interessant.
Ich möchte bei dieser Position eigentlich wenig kompromisse machen, weil Lightroom stark prozessorabhängig ist (wenn ich richtig informiert bin).

Über welche Schnittstelle binde ich denn mein externes Laufwerk am besten an?
Vom Workflow her schiebe ich die Daten Abends von meiner CF-Karte auf die Lokale Festplatte und kopiere sie dann manuell auf das externe Laufwerk als Backup.
 
Ich hab alle letzten High-End-Sockel von Intel gehabt (x58, X79, X99)
Bei mir gabs da auch nie ein Upgrade. Dazu ist die Zeit, die die Sockel "aktuell" sind viel zu kurz, und die Leistungssteigerung innerhalb der Prozessor-Familie zu klein.
Klar, Du kannst dann irgendwann mal vom 10-Kerner zum 18-Kerner "aufrüsten". Aber viel wahrscheinlicher wirst Du Dir gleich einen neuen Sockel der neuen "Features" kaufen (PCIe4.0 z.b.) anstatt einen dann "alten" Prozessor zu kaufen, nur weil er ein paar Kerne mehr aufweist. Deine Foto-Arbeiten werden wahrscheinlich sowieso wenig von vielen Kernen profitieren.
Man schaue sich Photoshop doch nur mal an ... läuft alles mit ganz wenigen Kernen.
Nur die Video-Arbeiten profitieren von der Parallelität.
 
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