PastaSchuta schrieb:
Wer Microsofts Windows kritisiert, soll zu Linux oder Apple wechseln.
Ich denke, es haben sehr viel Leute mehr das gerade getan, als jemals zuvor.
Der Anstieg von Linux ist zwar je nach Quelle unterschiedlich bewertet, aber klar ist, dass die Anzahl der Linux User deutlich zugenommen hat.
Auf der anderen Seite hat Apple mit den ARM Prozessoren und auch günstiger Einstiegshardware wie dem Macbook Neo auch viele neue User gelockt.
Bei den Windows Statistiken hat Windows 11 jetzt, nach 5 Jahren, es endlich geschafft, Windows 10, was schon 11 Jahre alt ist, erst überholt. Das ist ein bezeichnend schlechter Markstart.
Es haben noch nie so viele User gewechselt wie in der jetzigen Zeit.
PastaSchuta schrieb:
Dann müsst ihr mit den Einschränkungen leben und damit, dass viele eurer genutzten Programme nicht mehr funktionieren werden,
Man muß auch nicht dasselbe Programm weiter nutzen. Ich nutze nicht mal an der Arbeit so viele Funktionen von MS Office, als dass ich das nicht 1zu1 gegen Libre Office austauschen könnte. Privat gleich dreimal nicht.
Media player classic ist jetzt bei mir mpv, Paint.Net jetzt Gimp, Irfanview jetzt Gwenview.
Es gibt dutzende FOSS Software, die meine alltägliche Tools genauso darstellen oder teils sogar besser.
Und natürlich auch Software, die es sowohl für Windows als auch Linux gibt, zum Beispiel Musicbrainz Picard oder Calibre. Natürlich muß man dazu mal seinen inneren Schweinehund besiegen und mal irgendwann schauen, ob die Software, die man 20 Jahre lang nutzt heute nicht eine bessere Alternative hat.
VLC war mal um 2003-2004 rum der Videoplayer schlechthin. Heute ist der aber von vielen Alternativen überholt worden. Da schadet es nicht, mal was anderes rauszusuchen.
PastaSchuta schrieb:
viele Spiele werdet ihr nicht mehr spielen können ohne installiertem Windows.
Was ist denn die Definition von "viele"?
Ich habe seit 1998 sicherlich so etwa 1400-1500 Spiele angesammelt. Davon gehen viele Spiele (ohne Tricks und Frickeleien) bereits schon nicht mehr unter Windows 11. Gerade was ältere Titel aus der Windows XP Zeit und davor angeht, laufen diese deutlich besser unter Linux, als unter Windows 11.
Von den aktuellen Titeln gibt es aktuell nur Probleme bei Spielen, die Tools auf dem Ring 0 installieren wollen.
Das ist eigentlich schon bezeichnend, dass Windows das überhaupt erlaubt. Das gibts nicht bei Linux, nicht bei MacOS, nicht bei IOs und auch nicht bei Android. Drittsoftware hat da einfach nichts verloren. Damit kompromittiert man das gesamte System.
Das ist so, als ob du denen deinen Haustür- und Autoschlüssel überlässt.
PastaSchuta schrieb:
Sehr viele Menschen geben bei Youtube, Social Media Plattformen freiwillig ihre Daten und ihr Leben preis.
Wer Spiele von Microsoft spielt, z.B. Gamepass Spiele, überträgt Teile seiner Daten.
Google, YouTube, Twitch, Facebook ect. überall werden eure Nutzungsdaten übertragen.
Und wenn sie von der Brücke springen, springst du hinterher? Das ist doch kein Argument, deswegen andere Datenkraken auch noch on top gewähren zu lassen. Deine genannten Beispiele, muß ich schon selbst aktiv mit Informationen füttern. Wenn ich der Software die zwischen mir, den Programmen und meiner Hardware läuft, erlaube alles anzuschauen und nach Hause zu funken, ist das nicht wirklich vergleichbar.
PastaSchuta schrieb:
Sobald man online geht, ist man gläsern, selbst bei Benutzung von VPN.
Nein ist man nicht, zumindest nicht so, wie wenn man der Software alle Türen öffnet sich bei dir umzusehen.
PastaSchuta schrieb:
Wenn der Staat auf Verdacht überwachen will, wird er das immer schaffen, egal wie ihr euch versucht zu schützen.
Wenn der BND, der zur Exekutive unseres demokratischen Staates gehört, der Meinung ist mich zu überwachen und bei uns durch die Judikative dazu ermächtigt wird, dann soll er das tun.
Der relevante Punkt ist aber, dass Microsoft nicht der BND ist. Das ist eine Aktiengesellschaft, die an Gewinne denkt und die ich nicht mit meinem Wahlzettel lenken kann. Noch schlimmer wird es wenn die Moralvorstellungen der USA dazu kommen, die Microsoft zwingen können, Daten über mich herausgeben zu müssen. Also ein völlig fremder Staat.
PastaSchuta schrieb:
Nur offline zu sein, schützt deine Daten, das will aber fast niemand mehr.
Es gibt schon noch mehrere Stufen zwischen ich ziehe mich in der Öffentlichkeit aus und ich lebe im Wald. Wenn ich aber zu jedem Mist Ja und Amen sagen, dann erlaube ich auch jedem immer und überall mir die Hose runterzuziehen.