RaptorTP schrieb:
und ich auch nicht eingeschränkt bin, was die Lautstärke angeht.
Lautstärke im Sinne von "laut" ist nicht äquivalent mit Klang gleichzusetzen. Selbstverständlich macht gewisse Musik erst mit richtig viel Pegel auch ordentlich Spaß, aber guter Klang funktioniert grundlegend anders sofern ein gewisser Grundpegel vorhanden ist. Wirklich richtig "laut" kommt automatisch als gern genommenes Nebenprodukt mit, sofern das richtige Equipment vorhanden ist - sag ich immer
RaptorTP schrieb:
Lautsprecher mäßig bin ich zudem eigentlich recht versorgt.
Und wie würdest du das klangliche Verhältnis zwischen deinem Lautsprechersetup und deinen Kopfhörern vergleichen?
- Bühne (Breite + Tiefe)
- Auflösung
- Grob- und Feindynamik
- Nicht-Ortbarkeit der Lautsprecher
- Staffelung auf der Bühne
- Bassfundament
- etc.
RaptorTP schrieb:
Kann nur nicht so frei beschallen wie ich möchte.
Wie meinst du das? Lautsprecher gehören nach Möglichkeit sehr weit auseinander aufgestellt und je nach Lautsprecher und Raum (nicht pauschal !) möglichst etwas von der Wand (hinten und seitlich) abgerückt. Erneut: muss nicht pauschal sein, man kann Wände auch bewusst als Hornkonstrukt verwenden.
Die Sitzposition sollte in dem Fall auch klar sein: möglichst mittig im Stereidreieck, das dabei aber keinesfalls gleichschenklig sein muss. Je nach Raummoden und eigenem Gehör (da muss man einfach rumprobieren) sitzt man auch mal einen Hauch weiter links oder rechts vom Stereodreieck oder eben weiter vorn oder weiter hinten (erneut: nicht gleichschenklig).
Wichtig ist jedoch immer, die Lautsprecher passend anzuwinkeln und auch hier gibt es keine Pauschale, da viel zu sehr abhängig vom Raum, dem eigenen Gehör, dem Equipment UND sogar der abzuspielenden Aufnahme. Mittel- und Hochtöner sollten jedoch stets auf Ohrhöhe oder einen ganz kleinen Ticken darüber abstrahlen.
RaptorTP schrieb:
Vielleicht fange ich auch einfach mit einem KH Verstärker an.
Damit wird vermutlich auch nochmal einiges rauszuholen sein, sollte der nicht sowieso schon vorhanden sein.
Das ist beim Lautsprecher aber genau dasselbe. Ein simpler Digitalverstärker ohne viele Bauteile im Weg mit beispielsweise 20 Watt pro Kanal klingt komplett anders, als ein ausgewachsener, großer Class A (oder A/B)-Verstärker mit richtig viel Dampf in der Hütte - auch, wenn beim Hören beide Male der selbe Pegel anliegt.
EDIT:
Thema Musik ist natürlich auch wichtig. Wenn du mit irgend einem zu Tode komprimierten Mist daherkommst, dann bringt dir auch das beste Equipment der Welt nichts. Und damit meine ich nicht eine 128 Kbit MP3, sondern das Mastering!
Billie Eilish, Taylor Swift, Ariana Grande und wie sie alle heißen mögen, diese tollen Pop-Modepüppchen für die heutige Langweil-Musikjugend... da kannst du auch zurück zu den Sony Walkman-Kopfhörern aus den 80ern greifen.
Backup? Gerne mal hier stöbern:
https://dr.loudness-war.info
Dynamikumfang ist gewiss nicht alles, aber ein in der Regel und meiner Erfahrung nach praktisch immer zutreffender und sehr ernstzunehmender Anhaltspunkt für das, was man mit "dieser" Aufnahme aus dem eigenen Equipment herausholen kann.
Und so leid es mir tut und auch, wenn niemand das hören will: über Vinyl (und vereinzelt auch Tonbänder <- Masters aus den Studios bzw. Kassetten) geht leider nichts hinaus.