species_0001 schrieb:
Das Problem ist einfach, dass die Auflösung @240Hz außerhalb der Bandbreite Displayport 1.4 liegt.
Naja, wenn wir die Auflösung schon gar nicht erreichen, auch bei niedrigeren Refreshrates, dann ist das Problem vermutlich erstmal unabhängig davon. Die Monitore habe eigentlich immer auch 60Hz etc. in der Liste. Und Windows würde immer noch sehen was die "native" = empfohlene Auflösung ist. Das würde nur die Auflösung runter schrauben, wenn der Nutzer manuell eine "zu hohe" Refreshrate wählt (die mit dem Sternchen).
Das mit der Bandbreite wird schwer. Denn 4xHBR3 sind max. 25.9 Gbit/s. Das würde nicht mehr reichen für 5120x1440@240 unkomprimiert. Aber mit DSC wäre das noch drin.
Also selbst das würde gehen, wenn alle Geräte auf dem Weg DSC durchleiten können und die 4xHBR3 Bandbreite haben.
Das hat nun das vom OP erwähnte KVM+Dock nicht, das es DP Alt mode mit USB3 nutzt (also nur 2 Lanes. Und wenn es auf HBR3 limitiert bleibt also 2xHBR3 und damit ~12.9 Gbit/s). Also ja, das KVM Dock ist ein Bottleneck, man könnte den Monitor damit nicht ausfahren. Aber 60Hz oder 120Hz oder so ähnlich wenn der Monitor noch was zwischen 60 und 240 hat sollten DP Bandbreitenmäßig gehen.
Hier aber die sehr wahrscheinliche Ursache bei diesem KVM Dock:
Die HDMI Ausgänge.
Heißt, das KVM-Dock macht
a) aktive Konvertierung von DP nach HDMI. Da sitzt vermutlich auch der Grund für die Format-Probleme
b) die HDMI Ausgänge scheinen auf HDMI TMDS 18G limitiert zu sein (also HDMI 2.0-Niveau). Und damit ist DSC auch raus und die Bandbreite noch unter dem was DP-seitig ginge.
HDMI kommt aus der HiFi-Welt und ist vom HDMI Konsortium selbst nur für TV-Auflösungen gemacht. Der Videotiming Standard der zu HDMI gehört (und was HiFi-Geräte ausschließlich nutzen) hat eine fixe Tabelle von Auflösungen + Refresh Rates. Nichts anderes ist offiziell supported. Und da gibt es noch nichtmal 2560x1440 drin ,geschweige denn Ultrawide Auflösungen.
Viele Monitore machen das dennoch, die nehmen dann einfach einen anderen Video-Timing Standard als HDMI (zB CVT-RB, den der typischerweise mit DP genutzt wird). Damit ist das nicht mehr voll HDMI (HiFi) Kompatibel. Viele billigen oder fest verbauten aktiven DP-HDMI Adapter sind schlicht nicht darauf ausgelegt oder getestet. Ein Grund mehr DP bei DP zu belassen und NIE freiwillig zu HDMI zu konvertieren.
Also, wenn man eine KVM Lösung wählt die DP schaltet und HBR3 Geschwindigkeiten kann, dann sollte 5120x1440@60 locker drin sein.
Wenn DSC geboten wird geht mehr. Spätestens mit 4 Lanes (also kein eingebautes DP-Alt Mode Docking mit USB3 über einen einzigen USB-C Stecker ohne USB4) geht auch das Maximum vom Monitor.
Die neuen UHBRxx Geschwindigkeiten werden nicht gebraucht. Sie würden nur ermöglichen weniger Kompression zu nutzen. Was aber komplett egal ist.
Man könnte denken, dass wenn DSC in manchen Kombinationen nicht geht, man vllt alles planen will so dass es auch ohne DSC geht, aber das ist eher geschuldet, dass es die HBR3 Geschwindigkeit vor DSC gab.
Mit den neuen UHBRxx Geschwindigkeiten ist DSC fest etabliert und überall vorgeschrieben. Also gibt quasi nichts dass die UHBR Geschwindigkeiten kann aber kein DSC. Damit ist es dann auch egal bis man so viele Pixel/s antreiben will dass auch 4xHBR3 + maximales DSC nicht mehr reichen (und das ist dann schon am Limit der meisten GPUs bevor man ans HBR3 Limit stößt).
Ganz grundsätzlich bin ich aber auch ein Fan davon Dock und KVM nicht zu kombinieren. Dann hält man sich wesentlich mehr Optionen frei. aus einem Kabel aufsplitten und zwischen 2 Sätzen an Inputs umschalten sind auch grundsätzlich unabhängige Dinge.