Lan-Internet langsamer als W-Lan

Eben, vielleicht sind nur 10Mbit fest eingestellt (warum auch immer). Setz es in diesem Fall auf 1000 statt auf 10 und schau dann noch mal.
 
ich tippe auf stromsparschaltung des lan-anschlusses in der fritzbox

hatte ich auch und habe echt gesucht wieso das nas so lahm ist :)
 
Dann würde aber eine 100 MBit Verbindung bestehen. Auf 10 MBit kann man die LAN Ports der FritzBox nicht begrenzen.
 
Hallo nochmal,

ich habe jetzt in den letzten Tagen einiges ausprobiert.

- Kabel getauscht --> Keine Änderung
- Treiber automatisch herunterladen lassen --> Keine Änderung
- Treiber manuell aus dem Internet gezogen --> Keine Änderung (Aktuell habe ich wieder den ursprünglichen Treiber installiert)
- In der FritzBox wird mein Rechner unter Netzwerkverbindungen --> Aktive Verbindungen auch angezeigt mit 100 MBit/s

Hab ich was übersehen?
 

Anhänge

  • Unbenannt.jpg
    Unbenannt.jpg
    121,4 KB · Aufrufe: 169
Bist du direkt mit der FBox verbunden, oder sind da noch Netzwerkdosen dazwischen?

Und: Wieso gibt es bei dir zwei Einträge mit "Geschwindigkeit & Duplex"? Was ist im zweiten drin?
 
In der Fritzbox gibt es auch einen sog. Green Mode für die Ports. Die sollten zwar nicht auf 10 Mbit runterschalten (100 Mbit statt Gigabit) aber deaktivieren kann nicht schaden.
 
Bei einer Kabelverbindung (Ethernet/LAN) handeln üblicherweise ersteinmal beide Endpunkte der Kabelverbindung die Übertragungsrate aus. Das Resultat kann 10Mbit/s (10Base-T), 100Mbit/s (100Base-Tx), oder 1000Mbit/s (1000Base-T) sein. Der Endpunkt mit der langsamsten Übertragungsrate definiert das Resultat.

In dem einen oder anderen Gerät kann man diese automatische Aushandlung auch ausschalten und eine feste Übertragungsrate einstellen (10Mbit/s oder 100Mbit/s). Das sollte dann aber tunlichst an beiden Endpunkten geschehen. Eine Verbindung mit einem Endpunkt welcher eine feste Einstellung hat und einem Endpunkt welcher Aushandeln möchte, kommt in einen undefinierten Zustand.

Für 1000Mbit/s (1000Base-T) kann man die automatische Aushandlung nicht ausschalten (per IEEE802.3-2012 Standard). Man kann nur versuchen in der automatischen Aushandlung 1000Mbit/s zu erzwingen, mit der Voraussetzung das auch die Gegenstelle 1000Mbit/s unterstützt.

Laut Deinem Screenshot hast Du versuchst an Deinem PC 1000Mbit/s über die automatische Aushandlung zu erzwingen. Annehmend das Deine Fritz!Box nur max 100Mbit/s auf einem LAN Port unterstützt, passiert nun irgendetwas. Was hängt von den verwendeten Chipssets und Treibern ab.

=> Am besten stellst Du in den detaillierten Treibereinstellungen bei "Geschwindigkeit & Duplex" "Autom. Aushandlung" ein. Annehmend das Deine Fritz!Box max. 100Mbit/s beherrscht sollte das dann auch das Resultat der Aushandlung sein.
Voraussetzung das eingesetzte Kabel ist ein für Ethernet vorgesehenes Kabel der Kategorie 5 oder höher.

Zur Not kannst Du auch die Einstellung "Gigabit autom. deaktiveren" auf "aktivieren" stellen, um zu vermeiden das die Netzwerkschnittstelle überhaupt versucht 1000Mbit/s auszuhandeln. Das ist dann nützlich wenn nur ein 4 adriges Kabel verwendet wird. Gigabit-Ethernet braucht Kabel mit 8 Adern (sprich Cat. 5 oder höher). Ethernet mit 100Mbit/s ist auch mit einem 4 adrigen Kabel glücklich.
 
Zuletzt bearbeitet:
rg88 schrieb:
Bist du direkt mit der FBox verbunden, oder sind da noch Netzwerkdosen dazwischen?

Und: Wieso gibt es bei dir zwei Einträge mit "Geschwindigkeit & Duplex"? Was ist im zweiten drin?

Nein ich bin nicht direkt mit der Fritzbox verbunden. Die Fbox steht im Flur im EG und ich bin per Kabel mit der Dose in der Wand verbunden.

Warum es da einen 2. Eintrag gibt weiß ich nicht O_o da steht das Gleiche drin 1Gbit/s Vollduplex.
Ergänzung ()

WOW. Danke für deine Antwort!
Ich habe jetzt wieder auf "Autom. Aushandlung" gestellt.
Ich habe bei dem Punkt "Gigabit autom. aktivieren" nur die Auswahlmöglichkeit zwischen 1) Deaktiviert 2) Wiederverbiundg, Batterie und 3) Wiederverbindung, Batterie oder Netz. Auf aktivieren kann ich das gar nicht stellen O_o

Ich versuche es am WE mal mit neuen Kabeln zwischen Wanddose und PC.
 
Dachte du hast bereits die Kabel getauscht? jetzt also doch nicht?

ansonsten ist dein Problem die Leitung zwischen den Dosen, bzw. die Dosen selbst. Hättest das gleich erwähnt wäre die Fehlersuche viel schneller gegangen
 
Dann würde ich mal unterstellen, dass das Kabel auf der Dose nicht gescheit aufgelegt ist oder einfach Schrott ist (Klingeldraht).
 
Sehr seltsam. Sowohl 10Base-T (10Mbit/s) und 100Base-Tx (100Mbit/s) benötigen die gleichen 4 Adern für die Übertragung. Die automatische Aushandlung funktioniert noch nach dem 10Base-T Prinzip, sprich ist sehr robust. Von daher ist es unwahrscheinlich das eine geänderte Verkabelung/neues Kabel Erfolg hat und das Problem löst.

Rein von den verwendeten Übertragungsverfahren ist 10Base-T auch inkompatibel zu 100Base-Tx. Wenn also beide Seiten tatsächlich auf unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten laufen dürfte überhaupt keine Verbindung zustande kommen.

Hängt noch irgendwo ein Ethernet-Switch zwischen dem PC und der Fritz!Box?

In folgend verlinktem Thread mit gleicher Ausgangslage (nur 10MBit/s LAN) lag ein unbestimmtes PC HW Problem vor, die Lösung brachte hier ein CMOS Reset des Motherboards.

http://www.windows-board.de/index.php/Thread/19556-Netzwerk-lahmt-mit-10Mbit-s-statt-1Gbit-s/
 
was genau soll dieses "10Base-T Prinzip" sein? Warum soll es nicht an einer falsch aufgelegten Dose liegen?
 
Vielleicht mal einen anderen Port am Switch der Fritz Box versuchen? Port 1. und 2. sollten Gigabit können. Vielleicht auch mal ein 100mbit Port (3 und 4) Testen.
 
rg88 schrieb:
was genau soll dieses "10Base-T Prinzip" sein? Warum soll es nicht an einer falsch aufgelegten Dose liegen?

Das ist auch so. Mir sind aber auch schon voll beschaltene Patchkabel in die Hände gekommen wo der PC plötzlich nur noch per 10 Mbit Halfduplex verbunden war. Grund? Die Leute sind mit Ihrem Bürostuhl über das Kabel gefahren und haben dabei adern und isolation beschädigt. Funktioniert hat das Kabel noch aber der PC war statt mit 1Gbit nur noch mit 10Mbit verbunden.

Optisch hatte das kabel allerdings am Mantel keinerlei beschädigung.
 
@harrdy: Ja, ich tippe auch erstmal auf ein schlechtes Signal durch nicht korrekt aufgelegte Schirmung.
 
Der Kommentar von Harrdy hat mich dazu gebracht noch ein wenig zu recherchieren und es scheint Geräte zu geben, welche bei erfolglosem Versuch sich mit 1000Mbit/s (Gigabit-Ethernet) zu verbinden, direkt auf 10Mbit/s zurückfallen. Hier ist der Hintergrund eine schlechte oder fehlerhafte Verkabelung. Für die automatische Aushandlung werden nur 4 Adern benötigt, für die 1000Mbit/s Übertragung aber alle 8 und eine Verkabelung mit Cat5 Eigenschaften oder besser. Wird nun 1000Mbit/s Ausgehandelt aber die Verkabelung passt nicht für diese Übertragungsrate, dann kann es je nach eingesetztem Chipsatz einen Rückfall auf 10Mbit/s oder auch 100Mbit/s geben.

Schön wieder was dazugelernt :). Ich hoffe es hilft auch dem Autor dieses Threads und meine Entschuldigung falls ich mehr zur Verwirrung beigetragen habe.

Bezüglich des 10Base-T Prinzips:
Um festzustellen ob überhaupt eine Verbindung besteht setzt 10Base-T (10Mbit/s twisted pair Ethernet) Link Pulses ein. Das sind kurze elektrische Pulse mit mehreren Millisekunden Abstand. Für die automatische Aushandlung wurde mit der Einführung von 100Base-Tx (100Mbit/s twisted pair Ethernet) diese Link Pulses wiederbenutzt und etwas erweitert (Stichwort: Fast Link Pulses). Durch dieses einfache und rudimentäre Verfahren ist die automatische Aushandlung von Ihren Übertragungseigenschaften her sehr robust.

Selbst bei einer Verkabelung mit schlechten Eigenschaften sollte die automatische Aushandlung in z.B. 100Mbit/s resultieren, mit hinterher evtl. jeder Menge fehlerhaften Ethernet Frames durch die schlechte Übertragung.

Aber wenn die Aushandlung 1000Mbit/s ergibt, dann gibt es wohl noch die Möglichkeit des Rückfalls auf 10Mbit/s.
 
Zuletzt bearbeitet:
rg88 schrieb:
Dachte du hast bereits die Kabel getauscht? jetzt also doch nicht?

ansonsten ist dein Problem die Leitung zwischen den Dosen, bzw. die Dosen selbst. Hättest das gleich erwähnt wäre die Fehlersuche viel schneller gegangen

Ja hatte ich auch. Das Kabel ist aber auch älter. Ich vermute, dass es auch son Schrottteil ist. Ich besorge mir mal ein vernünftiges neues.
 
Achso. Denke trotzdem, dass es eher an der Dose bzw. der Leitung an sich liegt. 2 defekte Kabel sind unwahrscheinlicher bei der Konstellation
 
christianho schrieb:
Nein ich bin nicht direkt mit der Fritzbox verbunden. Die Fbox steht im Flur im EG und ich bin per Kabel mit der Dose in der Wand verbunden.
Hol dir einen Schraubenzieher, schraub beide Dosen auf und mach ein Bild von beiden, so dass wir die Adernfarben schön erkennen können
Farben sind in der Regel die folgenden: (Können aber auch andere Farben sein)
- Orange mit weißer Linie
- Orange
- Grün mit weißer Linie
- Blau
- Blau mit weißer Linie
- Grün
- Braun mit weißer Linie
- Braun

RJ45Wiring.GIF

Aber an sich ist es egal, wie die Kabel aufgelegt sind auf den beiden Dosen.
Wichtig ist nur, dass beide Seiten exakt gleich aufgelegt sind.
Nachteile durch das nicht verwenden der optimalen Auflegung (nach EIA/TIA 568 A oder B) sind je nach Länge der Leitung gewisse Störungen auf der Leitung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben