LGBTQI und das heteronormative Weltbild

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Wasserhuhn schrieb:
Ich musste schmunzeln, weil ich NipTuck gesehen habe. :)

kenn ich nicht

Wasserhuhn schrieb:
Das finde ich ist allgemein ein großes Problem.
Keine Frau sieht in echt so aus, wie auf diesen scheiß Bildern.

Des meinen Leid, des anderen Freud, wenn du es als Kriterium für's Passing anrechnen könntest. :D

Haha ja. :D
Ich schicke aber ziemlich schnell auch non-Filter Bilder weil ich kein Bock auf Zeitverschwendung habe.

Wasserhuhn schrieb:
Das finde ich ehrlich und direkt gesagt richtig scheiße.
Du nimmst vorweg, dass es für den Partner keinen Unterschied macht.

Jeder hat da seine eigene Meinung. Aber warum findest du es scheiße?
Also sorry, du kannst mir doch nicht erzählen, dass Tinder für was anderes als für Sexdates genutzt wird (zumal wenn ich da mal in meinem Posteingang schaue).

Ich hab nach dem Passing alles was auch eine cis Frau hat was für Sex / Spaß relevant ist. Wieso soll ich jetzt auf den ersten Schlag meine komplette Geschichte offenlegen müssen, wenn es die Gegenseite nicht macht? Wo ist da die Fairness? Behandelt uns doch einfach mal gleich. Wieso findet das gegenüber einen erst geil/attraktiv und dann auf einmal nicht mehr? Das ist doch total unehrlich. Erst will man sie abschleppen, und dann wird man als Verräter* bezeichnet (mir selber ist das logischerweise noch nicht passiert, aber ich habe es oft genug von befreundeten Transfrauen gehört).

*natürlich machen sowas nur wenige Männer, aber wenn man das im Umfeld erlebt hat, wird man es ja sagen dürfen.

Zumal man auch mit "Trans" im Profil auch wieder so viele Chaser* anzieht. Macht keinen Spaß.

Ich mein, ginge es um richtige Datingseiten wie z.B. Parship wo es um Beziehung geht, OK, kann ich verstehen, aber doch nicht auf Tinder.

(sorry for the emotion)

Wasserhuhn schrieb:
Wie äußert sich das bzw. gibt es eine bestimmte Altersphase, oder kann das immer auftreten bzw. gibt es bestimmte Häufungen?
Man hört ja andauernd im Fernsehen dieses Klitschee des "Ich wusste schon immer, dass ich anders war".

Hmm meiner Wahrnehmung nach gibt es da zwei Gruppen, ich habe dafür natürlich keine wissenschaftlichen Quellen - ist nur meine Wahrnehmung.

Die einen wissen es von klein auf, die anderen Entdecken sich dann erst später. Wobei da von 20 bis 50 bis jetzt alles dabei war.

rg88 schrieb:
Du hast entweder ein ziemlich kaputtes Weltbild oder irgendwas anderes passt mit deiner Wahrnehmung nicht so ganz. Sorry. Aber mit so Aussagen tust du dir absolut keinen Gefallen und im Grund ist das nur eine Diskrimierung und Abwertung gegenüber einem der anderen Geschlechter.
Wenn du denkst, dass dies der richtige Weg ist, dann bist du hier genauso auf dem Holzweg.
Das ist genauso angreifend und verletzend wie das, wogegen du hier schreibst.

Sorry wenn ich zickig werde, aber es ist wirklich ermüdend wenn ich mich immer wieder für den selben Fehler entschuldigen muss, nur weil man den ganzen Verlauf noch nicht gelesen hat....

Ja, die Formulierung war verdammt scheiße. Ich wollte nie alle Männer über einen Kamm scheren. Das wäre natürlich unsinn und unfair gegenüber den Männer.

rg88 schrieb:
Das ist ein weiteres Beispiel dafür, dass du absolut nur deine Sichtweise zulässt.

nein

rg88 schrieb:
Ich dachte hier geht es um LGBTQI+?

jup

rg88 schrieb:
Nach aktueller Rechtslage gibt es drei Geschlechter, also entsprechend auch drei verschiedenen Toiletten.
Oder im Umkehrschluss Unisex-Toiletten.

Richtig, laut Gesetz gibt es Mann / Frau / Divers.
Der Punkt ist: nachdem ich die Transition durchlaufen habe (HRT+GAOP+VÄ/PÄ+etc) bin ich sowohl aus gesellschaftlicher Sicht (=Erscheinungsbild) als auch aus rechtlicher Sicht(=Geburtsurkunde) eine Frau und eben kein Divers. Als Divers kannst du mich gerne während meine Transition bezeichnen wo das im Erscheinungsbild noch nicht deutlich sichtbar ist und wo ich meine VÄ/PÄ noch nicht habe, aber nicht am Ende. Vielleicht ist das so besser formuliert.

rg88 schrieb:
Oder hört bei dir die Toleranz da auf, wo sie für dich keine Vorteile mehr bringt? Also ist bei dir bei LGBT Schluss und bei QI+ bist du dann genauso intolerant wie die Leute, denen du selbige vorwirfst? Oder gilt bei dir sogar nur T?

Selbstverständlich nicht.
Muss ich wirklich jedes mal dazu schreiben, dass ich nur von meinem eigenen Standpunkt aus rede? Ich dachte das ist in einem Forum klar. Wenn das anders rüber kam: sorry

rg88 schrieb:
Andere fühlen sich auch nicht wohl mit ihrem Geburtsgeschlecht und leben es anders aus, eben nach aktueller Gesetzeslage als Divers. Sollten diese andere oder gar schlechtere Rechte haben als du?

siehe oben
 
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Karan S'jet schrieb:
Selbstverständlich nicht.
Muss ich wirklich jedes mal dazu schreiben, dass ich nur von meinem eigenen Standpunkt aus rede? Ich dachte das ist in einem Forum klar. Wenn das anders rüber kam: sorry
Das Problem ist, dass du zwischen allgemein und deinen persönlichen Sachen fliegend wechselst und das das Ganze ziemlich schwierig macht einen klaren Standpunkt bei dir auszumachen.
Und ja, indem du deinen eigenen Standpunkt so hart verteidigst bei einem Thread über LGTBTQI(XYZ whatever, falls ich was vergessen hab ;) ), dann darf man deine Sichtweise auch genauso ins Kreuzfeuer nehmen wie von straighten Cis-Männern, die den gleichen intaloranten, da eigenen und unreflektierten, Standpunkt vertreten.
Genau deshalb mein Beitrag.

Ich will hier auch überhaupt keine Partei beziehen gegen dich, versteh mich da bitte nicht falsch. Musst dich auch nicht entschuldigen. Ich sag wie gesagt nur meine Meinung zu dem Thema. Ob sie jemanden interessiert ist jedem selbst überlassen.
Karan S'jet schrieb:
Sorry wenn ich zickig werde, aber es ist wirklich ermüdend wenn ich mich immer wieder für den selben Fehler entschuldigen muss, nur weil man den ganzen Verlauf noch nicht gelesen hat....
Ich hab auch durchaus deine Beiträge danach gelesen und gesehen, dass du zurück gerudert bist. Unabhängig davon wurden die Aussagen getätigt und deshalb hab ich sie kommentiert.
Wie sagt eine alte Bekannte von mir so schön "Verzeihen kann man immer, aber ein gesprochenes Wort kann man nicht zurücknehmen".
Das also zeugt bei dir von Einsicht einerseits, ändert aber nichts daran, wie anscheinend deine Sichtweise ist. Kein Mensch ändert sich in Minuten um 180Grad. Und ich glaub das ist genau das, was du am besten wissen solltest.
Karan S'jet schrieb:
Behandelt uns doch einfach mal gleich.
Wer sind "uns" und wer soll euch gleich behandeln?
Karan S'jet schrieb:
Zumal man auch mit "Trans" im Profil auch wieder so viele Chaser* anzieht. Macht keinen Spaß.
? zu dem Sternchen gabs jetzt keine richtige Erklärung, oder?
Karan S'jet schrieb:
bin ich sowohl aus gesellschaftlicher Sicht (=Erscheinungsbild) als auch aus rechtlicher Sicht(=Geburtsurkunde) eine Frau und eben kein Divers. Als Divers kannst du mich gerne während meine Transition bezeichnen, aber nicht am Ende. Vielleicht ist das so besser formuliert.
Dann versteh ich das Toilettenthema nicht? Wenn du rechtlich eine Frau bist und körperlich (was immer zweiteres bedeuten mag, siehe das I im Thema), warum gibts dann überhaupt diese Diskussion?
Wie ist dein Standpunkt eigentlich zu Unisex oder 3-Geschlechter-Trennung?
Karan S'jet schrieb:
Ja, die Formulierung war verdammt scheiße. Ich wollte nie alle Männer über einen Kamm scheren. Das wäre natürlich unsinn und unfair gegenüber den Männer.
verziehen ;)
Aber es gibt hier auch eine Edit-Funktion. Wenn ich mich mal gewaltig vergreife, streich ich meinen Beitrag auch enfach mal durch um das klar zu machen und ohne gegen Forenregeln zu verstoßen, die ein späteres entfernen von Diskussionrelevaten Infos verbieten.
Karan S'jet schrieb:
Ich hab nach dem Passing alles was auch eine cis Frau hat was für Sex / Spaß relevant ist.
Karan S'jet schrieb:
Wieso findet das gegenüber einen erst geil/attraktiv und dann auf einmal nicht mehr? Das ist doch total unehrlich. Erst will man sie abschleppen, und dann wird man als Verräter bezeichnet
Sorry, aber da sind wir jetzt wieder genau soweit, dass du dich auf ein Podest setzt, das sich freiheiten rausnimmt.
"Passing" hast du auch schon, wenn du oberflächlich als Frau durchgehst, dazu braucht es nicht mal eine OP.
Geil und attraktiv und Vorspiegelung falscher Tatsachen? Ich würde sofort die Sache beenden und mir ziemlich verarscht vorkommen, wenn eine Person so ein "unwichtiges" Detail im Vorfeld verschweigt. Genau will ich wissen, ob eine Person von Geschlechtskrankheiten weiß. Und nein, ich stelle hier das Thema nicht mit einer Krankheit gleich, sondern man kann solche intimen einfach Sachen nicht beurteilen, bevor man eine Person nackt gesehen hat.

Und ich weiß auch nicht, was hier für komische Sachen ablaufen, wie andere Leute sexuelle Kontakte haben.
Ich für meinen Teil brauche dazu ein Mindestmaß an Ehrlichkeit. Wenn ich sowas davor weiß, dann kann ich es entscheiden, ob ich das will oder nicht. Und das gehört aus meiner Sicht zur sexuellen Selbstbestimmung dazu. Ansonsten gibts dann nur noch den durchaus peinlichen und unangenehmen Ausweg, dass man abbricht.
Damit musst man aber dann rechnen, wenn man so eine Aktion durchzieht.
Das hat nichts mit fehlender Akzeptanz oder Toleranz zu tun. Das ist einfach eine Sache der Ehrlichkeit auf die manche Menschen wert legen.

Zudem finde ich das auch etwas anmaßend, dass man anderen vorwirft, dass sie keinen Sex haben wollen, wenn das für sie nicht das richtige ist.
Wenn man einen MTF oder eine FTM plötzlich im Bett hat und das nicht weiß im Vorfeld, wie soll aus so etwas jemals die Basis für eine ehrliche Beziehung werden, selbst wenn der Akt einmal vollzogen wird?
 
rg88 schrieb:
Das Problem ist, dass du zwischen allgemein und deinen persönlichen Sachen fliegend wechselst und das das Ganze ziemlich schwierig macht einen klaren Standpunkt bei dir auszumachen.
Und ja, indem du deinen eigenen Standpunkt so hart verteidigst bei einem Thread über LGTBTQI(XYZ whatever, falls ich was vergessen hab ;) ), dann darf man deine Sichtweise auch genauso ins Kreuzfeuer nehmen wie von straighten Cis-Männern, die den gleichen intaloranten, da eigenen und unreflektierten, Standpunkt vertreten.
Genau deshalb mein Beitrag.

Ich nehme die Kritik gerne an, aber ich versuche mal zu erklären warum da so ist.
Das Problem ist halt, dass das ganze - eventuell auch unbewusst - ziemlich schnell auf die emotionale Ebene getragen wird, und du weißt ja wie das ist wenn Emotionen im Spiel ist.

Wenn jemand (sinngemäß) schreibt "von Männern, die sich nur als Frau fühlen und auf Frauentoiletten gehen [...]" fühle ich mich damit natürlich persönlich angegriffen, weil damit ja indirekt meine Identität geleugnet wird [so kommt es jedenfalls bei mir an. Ob das so gemeint ist kann ich nicht sagen, ist halt das Problem bei der geschriebenen Form].

rg88 schrieb:
Ich will hier auch überhaupt keine Partei beziehen gegen dich, versteh mich da bitte nicht falsch. Musst dich auch nicht entschuldigen. Ich sag wie gesagt nur meine Meinung zu dem Thema. Ob sie jemanden interessiert ist jedem selbst überlassen.

Oki und naja, dafür ist doch ein Forum da. Zum diskutieren.
Für ein Monolog könnte ich auch ein Blog oder Youtubekanal machen :).

rg88 schrieb:
Wer sind "uns" und wer soll euch gleich behandeln?

"Uns" Transfrauen. Damit ist gemeint, dass wir wie Frauen behandelt werden wollen, genauso wie Transmänner in der Regel als Männer behandelt werden wollen.

[und ja, dass ist eigentlich unglücklich formuliert, weil ich ja nur für mich selber sprechen kann. Sehe ich ein]

rg88 schrieb:
? zu dem Sternchen gabs jetzt keine richtige Erklärung, oder?

Oh sorry, vergessen.

[Triggerwarnung, ich sage explizit das ich hier nicht alle Männer über einen Kamm scheren will]

Also, mit einem Chaser bezeichnet man eine Person welche sich auf toxischer Art und Weise zu Transpersonen [vor der GAOP] hinzugezogen fühlt.
Oft [= nicht immer] sind es cis Männer die sich zu Transfrauen hingezogen werden ("man kann ja mal mit einem Penis schlafen, ohne gleich den homosexuellen-Stempel zu bekommen, weil ist ja eine Frau" - original Zitat von einem Chaser).
Es gibt das Phänomen aber auch bei cis Frauen zu Transmänner (selbes Spiel mit dem Stempel).

Es geht hier nicht nur um einen "Kink" oder "Fetisch". Es geht darum, dass die Trans* Person in dem Fall komplett zu einem sexuellen Lustobjekt bzw. Gegenstand degradiert wird - und zwar auf die unterste menschenunwürdigste Art und Weise. Man ist eben die Penisfrau, ganz salopp gesagt.
Wichtig: Es ist völlig OK wenn man Vorlieben hat welche Transpersonen mit einbezieht - solange man mit dem Gegenüber respektvoll umgeht und die Personen nicht als Gegenstände behandelt. Genauso wenig wie eine cis Frau nur als Sexobjekt gesehen werden will oder ein cis Mann, der nur als laufender Phallus/Samenspender gesehen wird. Das will niemand - keine cis Person und auch keine Transperson - ich glaube, da sind wir konform, oder?

Und ich sage es nochmal: ich will eindrücklich nicht alle Männer über einen Kamm scheren. Ganz im Gegenteil, ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit ordentlich und liebenswürdig ist.
Wenn ich aber in mein Profil reinschaue, ist das Problem aber auch nicht so klein, dass man darüber schweigen könnte. Und ich weiß, dass diese Probleme auch andere Transfrauen und Transmänner haben.

rg88 schrieb:
Dann versteh ich das Toilettenthema nicht? Wenn du rechtlich eine Frau bist und körperlich (was immer zweiteres bedeuten mag, siehe das I im Thema), warum gibts dann überhaupt diese Diskussion?
Wie ist dein Standpunkt eigentlich zu Unisex oder 3-Geschlechter-Trennung?

Alsoooo.
Das Problem ist ja, dass die Transition eine sehr lange Zeit braucht - und währenddessen ist man eventuell nicht zu M oder F zuzuordnen.

Das Problem ist, bei transidenten Personen geht es wie gesagt um die Identität. Und wenn du da jetzt sagst "ihr müsst auf die Diverse-Toilette", bekommt man jedes mall aufs Silvertablett serviert, dass man eben doch anders ist als man sich identifiziert. Bei anderen Gruppen könnte Divers passen (z.B. Intersexualität), da kenne ich mich nicht aus weswegen ich da nichts falsches erzählen will.

Für mich als Transperson fände ich daher entweder die Unisex Toilette besser [weil da jeder Mensch gleich ist], oder eben das bisherige System, dass ich mich selber da einordne, wo ich am wenigstens aufsehen errege.

Ich habe z.B. mit meinem Sportstudio wegen den Umkleiden gesprochen. Da haben wir nun folgende Absprache: so lange ich noch männlich [wie jetzt] aussehe, gehe ich in die Männerumkleide. Sobald ich optisch eher weiblich aussehe, soll ich in die Frauenumkleide (unabhängig von dem Genitalbereich / der GAOP). Und wenn da jemand dumme Kommentare ablässt, soll ich mich bei den Trainern melden.
So wird am wenigsten aufsehen erregt und ich hab auch Rückendeckung von den Betreibern.

Ich werde da aber auch nicht Duschen gehen oder so, weil ich das sowieso total unangenehm finde [und ich auch keine Lust auf das Konfliktpotenzial habe wenn da auf einmal ein Penis zu sehen ist]. Ich ziehe mir beim Sport immer nur die passenden Schuhe in der Umkleide an und den Rest mache ich zu Hause. Der Scham ist sonst zu groß.


rg88 schrieb:
Sorry, aber da sind wir jetzt wieder genau soweit, dass du dich auf ein Podest setzt, das sich freiheiten rausnimmt.

Wieso? Ich nehme das persönlich eher gegenteilig war. Du forderst, ich soll meine komplette Historie offenlegen, aber selber machst du es nicht?

rg88 schrieb:
Genau will ich wissen, ob eine Person von Geschlechtskrankheiten weiß. Und nein, ich stelle hier das Thema nicht mit einer Krankheit gleich, sondern man kann solche intimen einfach Sachen nicht beurteilen, bevor man eine Person nackt gesehen hat.

Ja, und wie oft wird das beim ONS gesagt? Jetzt sei mal ehrlich? Hab ich persönlich noch nie erlebt. Daher immer mit Kondom.
Nur das für dich persönlich keine körperliche Gefahr besteht, wenn du mit einer Transfrau mit GAOP schläfst.

rg88 schrieb:
Wenn man einen MTF oder eine FTM plötzlich im Bett hat und das nicht weiß im Vorfeld, wie soll aus so etwas jemals die Basis für eine ehrliche Beziehung werden, selbst wenn der Akt einmal vollzogen wird?
Warum?
(ich zitiere hier mal eine Freundin, ich bin ja noch nicht so weit)

Wenn ich wie eine Frau aussehe?
Wenn ich mich wie eine Frau verhalte?
Wenn ich mich wie eine Frau rieche?
Wenn ich mich beim vaginalen Sex wie eine Frau anfühle? [laut den Männern]

Warum sollte ich mich dann nicht wie eine verhalten dürfen?

Ich weiß jetzt nicht aus welcher Generation du kommst [no offence], in meiner Generation - und in meinem Umfeld - ist ein Tinderdate in der Regel ein ONS. Das bedeutet: man trifft sich, man hat Spaß und danach sieht man sich nicht wieder.

Und ich hab doch gesagt, wenn bei dem vorherigen Schreiben klar wird, dass die Vorlieben eher in Richtung Beziehung und und nicht Sex gehen, dann berichte ich ja auch von meinem Hintergrund.

Ach ich muss hier einfach mal einer meiner lieblings Youtuberin in der Transszene zitieren. Sie sagt nämlich nicht, dass sie eine Transfrau ist, sondern "im a woman with transgender expierence". Ich finde das hört sich viel besser an. Können wir uns darauf einigen?
Das wäre auch was, was ich eher im Profil lassen könnte - wenn es für die cis Personen dann fair ist.
Weil damit stellt man ja klar, dass man jetzt eine Frau ist, aber einen Transhintergrund hat. Aber ich kann mich eben auch als Frau identifizieren - und das ist mir wichtig, weil ich als Frau und nicht als Transfrau geliebt werden will.

Ergänzung ()

Hab den kritischen Teil aus dem alten Post mal durchgestrichen
 
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Karan S'jet schrieb:
Das wäre auch was, was ich eher im Profil lassen könnte - wenn es für die cis Personen dann fair ist.
Tue dir bitte selbst einen gefallen und denk zwar mal drüber nach, aber denk dich nicht Kaputt daran was da fair ist.
Diese sozialen Interaktionen gerade im Intimen Bereich haben viele ungeschriebenen und wenige wirkliche Gesetze. Und jeder Mensch setzt da seine eigenen Maßstäbe und muss diese dann mit den Gegenüber aushandeln.

Den Schuh mit der Verletzung der Einvernehmlichkeit musst du dir in keinem Fall anziehen und bei Fairness geht es überwiegend darum das du selbst hinterher mit dir im Reinen sein kannst. Und da halte ich es für ganz normal, das man mal Dinge macht die man bereut weil es einem das Gegenüber übel genommen hat, und man seinen Maßstab an Fairness hin und wieder nachjustieren muss.

Ich kann ja die Kollegen sogar verstehen. Die Vorstellung jemanden Nahe zu kommen und dann zu erfahren das es eine Transfrau ist wirft auch bei mir einige Reaktionen hervor bei denen das Gefühl betrogen zu sein wohl noch der höflich sachliche Teil ist. (auch ich kann mich nicht dagegen wehren das das alles sehr Fremd und fern von meinen Idealen ist)
Aber von dir zu verlangen im Vorfeld alles anzukündigen ist ziemlich äquivalent wie von mir zu fordern jedes mal nach zu fragen. Will auch keiner in so einer Situation.
Einige mögen meinen aufgrund der Norm seien hier die Transidenten in der Pflicht, aber das Argument ist doch sehr schwach für das intime Zwischenmenschliche. Und die Idee es seinen ja viel weniger Fälle mit der trans-cis Interaktion, als mit cis-cis, für den Transidenten ist dann trotzdem jede Interaktion betroffen.

Aber für @Wasserhuhn wäre das tatsächlich mein Vorschlag. Wenn es für dich so relevant ist, dann Frag doch einfach im Vorfeld immer. Wenn du dann angelogen wirst, kann ich auch den Betrug und ggf. sogar das fehlende Einvernehmen nachvollziehen.
Aber die Vorstellung bei jeden potentiellen Kontakt noch mal alles aufs Spiel zu setzen und mit dem Thema rein zu Platzen ist dann vielleicht auch dir zu blöd.
 
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Karan S'jet schrieb:
Wenn jemand (sinngemäß) schreibt "von Männern, die sich nur als Frau fühlen und auf Frauentoiletten gehen [...]" fühle ich mich damit natürlich persönlich angegriffen, weil damit ja indirekt meine Identität geleugnet wird [so kommt es jedenfalls bei mir an. Ob das so gemeint ist kann ich nicht sagen, ist halt das Problem bei der geschriebenen Form].
ja, das kann ich absolut verstehen und das find ich auch mehr als unangebracht.
Jeder sollte ander so akzeptieren wie sie sind.
Und wenn du eine Frau bist, dann solltest du auch gesellschaftlich so behandelt werden und nicht als "Mann der gerne eine Frau sein will".
Karan S'jet schrieb:
"Uns" Transfrauen. Damit ist gemeint, dass wir wie Frauen behandelt werden wollen, genauso wie Transmänner in der Regel als Männer behandelt werden wollen.

[und ja, dass ist eigentlich unglücklich formuliert, weil ich ja nur für mich selber sprechen kann. Sehe ich ein]
Das ist verständlich und nachvollziehbar. Hier sehe ich es genau wie du.
Karan S'jet schrieb:
und in meinem Umfeld - ist ein Tinderdate in der Regel ein ONS. Das bedeutet: man trifft sich, man hat Spaß und danach sieht man sich nicht wieder.
ja, da sind wir aber jetzt im Widerspruch zu oben mit "reinem Lustobjekt".
Das willst du ja zu dem Punkt sein, nur ohne, dass du deinen Background erwähnst. Das kann ich leider nicht nachvollziehen und auch nicht gutheißen, weil ich das schlicht falsch und unfair finde.
Zu dem zu sich stehen ist doch eigentlich das wichtigste.

So wie ich das rauslese bist du körperlich noch männlich (bzw. hast noch männliche Geschlechtorgane, um mich hier nicht falsch auszudrücken), oder?
Das ging vorher aus den Beiträgen nicht hervor. Das finde ich jetzt richtig weird, weil du eigentlich über etwas schreibst, was du so nicht bist (körperlich) und von Erfahrungen bzw. Verhalten berichtest, welche ja überhaupt nicht dem entsprechen, was du eigentlich erlebt haben kannst, was das Thema Sex angeht.
Karan S'jet schrieb:
Bei anderen Gruppen könnte Divers passen (z.B. Intersexualität), da kenne ich mich nicht aus weswegen ich da nichts falsches erzählen will.
Da sind wir jetzt glaub ich wieder an diesem Punkt, dass du als "Divers" eine Vorstellung hast, dass das die Restrampe ist, für Leute die nirgends dazu passen. Glaub das ist das Problem was ich mit Teilen deiner Beiträge etwas habe, warum ich auch gefragt habe, wo die Buchstaben bei dir aufhören.
Du willst dich im Grunde selbst in eines der beiden "klassischen" Geschlechter einordnen, obwohl du das aktuell nicht bist (per Defintion, klassich, konservativ, du weißt was ich mein).

Karan S'jet schrieb:
Ach ich muss hier einfach mal einer meiner lieblings Youtuberin in der Transszene zitieren. Sie sagt nämlich nicht, dass sie eine Transfrau ist, sondern "im a woman with transgender expierence". Ich finde das hört sich viel besser an. Können wir uns darauf einigen?
mir sind Bezeichnungen eigentlich ziemlich egal. Das soll jeder für sich entscheiden, wie er sich nennen will.
Ich bin der letzte der sich da irgendwie aufregen oder dagegen reden würde.
Was das Genderthema angeht, ist es eine Sache, was diese Gesellschaft noch lernen muss hier liberaler zu werden und auch offener.
Dass das nicht ohne Kontroversen und Konfrontationen geht ist auch klar. Hätte die LGB-Community immer nur auf Toleranz und Verständnis gesetzt und nicht auch mal rebelliert, hätten wir immer noch Paragraph 175.

Für mich ist es immer nur unverständlich, warum sich Leute die dem "normalen" Bild nicht entsprechen (bzw. nicht vorspielen, was wohl viel mehr tun, als es zugeben würden) nicht mehr "verbinden" und solidarisieren und stattdessen nur bis zum eigenen Standpunkt die Themen verfolgen.
Damit verbaut man sich doch selbst die Akzeptanz, wenn man nur als kleine Randgruppe wahrgenommen wird, anstatt als richtige Bewegung die zeigt, dass sie einen signifikanten und relevanten Teil der Bevölkerung ausmacht.

Ich kenne das selbst aus meinem Bekanntenkreis, wenn sich Schwule über Lesben auslassen oder umgekehrt, als ob sich gegenseitig natürliche Feinde wären oder sich zumindest nicht ausstehen können.
Die Toleranz die jeder für sich einfordert, sollte er auch anderen gegenüber zeigen und leben.

Hoffe du verstehst, auf was ich hinaus wollte und siehst das auch wirklich als Diskussion an und nicht als Angriff :)
 
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rg88 schrieb:
So wie ich das rauslese bist du körperlich noch männlich (bzw. hast noch männliche Geschlechtorgane, um mich hier nicht falsch auszudrücken), oder?
Das ging vorher aus den Beiträgen nicht hervor. Das finde ich jetzt richtig weird, weil du eigentlich über etwas schreibst, was du so nicht bist (körperlich) und von Erfahrungen bzw. Verhalten berichtest, welche ja überhaupt nicht dem entsprechen, was du eigentlich erlebt haben kannst, was das Thema Sex angeht.
Da hast du wohl einige Punkte überlesen. Sie hat an mindestens zwei Stellen geschrieben, das sie aktuell vor der GAOP deutlich zu erkennen Transident im Profil stehen hat. Erst nach der GAOP und dem Abschluss rechtlichen und körperlichen Transformationen zur Frau will sie auch ohne Hinweise auf die dann vergangene Umwandlung auftreten.
Ich kann mich da auch gegen ein paar Bauchschmerzen nicht wehren, aber ein gutes Argument warum sie das anders handhaben sollte sehe ich nicht.
rg88 schrieb:
Du willst dich im Grunde selbst in eines der beiden "klassischen" Geschlechter einordnen, obwohl du das aktuell nicht bist (per Defintion, klassich, konservativ, du weißt was ich mein).
Hier hast du die Transsexuelle/Transidente Problematik nicht ganz verstanden. Von der Identität her wird zumindest medizinisch/psychologisch voll Anerkannt, das Betroffene ein klassisches Geschlecht haben.
Deshalb sind ja auch die Änderungen der körperlichen Merkmale nicht notwendig weil man Trans ist, sondern weil bei Problemen mit diesem Selbstbild (welche eben nicht selten sind) eben ein Leidensdruck entsteht der selbst als Krankheit eingestuft wird.
Wenn du jetzt sagst, das Sie dieses klassische Geschlecht nicht ist. hängt es sehr stark vom Kontext ab ob man das bejahren kann oder nicht. Für den überwiegenden Teil ist sie das bereits, da sie die rechtliche Anerkennung schon durch hat. Und dann kommt am Ende eine ganze Menge gesellschaftliche Aktzeptanz ihrer Geschlechtsidentiät dazu welche hier ja gerade Thema ist. Ist ein Eunuch kein Mann mehr? eine Frau ohne Funktionierende Gebärmutter keine Frau oder @Karan S'jet aktuell noch mit Penis keine Frau?
 
Zuletzt bearbeitet:
Keylan schrieb:
Da hast du wohl einige Punkte überlesen.
kann durchaus sein. Ich hab wie im ersten Beitrag hier bereits erwähnt, mir noch nicht den kompletten Thread durchgelesen. Sorry dafür.
Bin nur über das Aquarium überhaupt auf den Thread aufmerksam geworden und bin dann irgendwo eingstiegen.
Mein Fehler natürlich und etwas, was ich sonst anderen immer gern vorwerfe.
Asche auf mein Haupt.
Keylan schrieb:
Ich kann mich da auch gegen ein paar Bauchschmerzen nicht wehren, aber ein gutes Argument warum sie das anders handhaben sollte sehe ich nicht.
Dem widerspreche ich eigentlich auch auch überhaupt nicht.
Eigentlich -> Weil ich das trotzdem in gewisser Hinsicht nicht richtig finde, dass jemand das erst kurz vorm Akt herausfindet und sich dann entsprechend in einer ziemlichen miesen Lage befindet. Glaub das hab ich auch so beschrieben.
Man kann nicht Fairness verlangen und selbst unfair spielen. Es sollte jedem selbst die Entscheidung überlassen werden, ob er mit einer Frau nach einer GAOP schlafen will oder nicht. So etwas bringt nur Stress und Ärger und für manche sicherlich auch religiöse Probleme.
Ich würde jetzt nicht soweit gehen das als Nötigung zu bezeichnen wie eine Vorredner, aber es ist definitiv kein fairer Zug aus meine Sicht..
Und ich halte echt absolut nicht auf Religionen und sonstige Märchen, aber für Leuten denen sowas wichtig ist, kann das sicherlich zu einem seelischen Dilemma führen, wenn nicht gar zu einer Eskalation die weit darüber hinaus geht.
Man kann eben nicht einfach für sich alle Rechte und Toleranz beanspruchen, wenn man dabei die Belange, Rechte und Ansichten von anderen nicht beachtet. Das ist Gift für eine Gesellschaft, egal ob es aus Ideologie, Religion, Fanatismus oder Extremismus passiert. Und auch egal, wie sich die Person im Recht fühlt.
Keylan schrieb:
Hier hast du die Transsexuelle/Transidente Problematik nicht ganz verstanden.
Da magst du vielleicht recht haben. Aber ich widerspreche der Behauptung einfach insofern, weil ich das als gesamtes sehe. Also Geschlechter per se nicht so definieren will, weil ich damit nur den Einzugsbereich der klassischen Geschlechter erweitern würde, es aber nicht an der Grundproblematik ändert, dass dieses Bild eben nicht der Realität entspricht und weiterhin viele ander ausgrenzt, nur eben zu einer kleineren und unbedeutenderen Gruppe mit "weniger Stimme".
Das ist auch das, worauf ich im zweiten Teil meines obigen Beitrags hinaus wollte.
Keylan schrieb:
Wenn du jetzt sagst, das Sie dieses klassische Geschlecht nicht ist. hängt es sehr stark vom Kontext ab ob man das bejahren kann oder nicht. Für den überwiegenden Teil ist sie das bereits, da sie die rechtliche Anerkennung schon durch hat.
Die Frage ist viel mehr: Ist dieses klassische Geschlecht denn überhaupt so existent wie es den Anschein macht? Warum versteift man sich so darauf und akzeptiert nicht einfach, dass es fließende Übergänge gibt?
Ja, wahrscheinlich bin ich hier falsch in meiner Ansicht, kann natürlich auch sein.
Ich sehe das nur nicht als die richtige Lösung an, dass die Geschlechterdefintion starr klassisch/konservativ bleibt und man sich rechtlich in ein anderes einträgt und für jeden den zwei nicht passen das dritte eingeführt wurde. Das ist doch im Grunde ein veraltetes Schema auf neue Herausforderungen und moderene entwicklungen anzupassen, obwohl diese Schablone einfach nicht mehr passt.
Jetzt machen wir ein drittes als Hilfsmittel, um das rechtlich zumindest irgendwie abzudecken. Das ist natürlich ein immenser Fortschritt, aber immer noch weit entfernt vom Idealzustand.
 
Karan S'jet schrieb:
Sorry wenn ich zickig werde, aber es ist wirklich ermüdend wenn ich mich immer wieder für den selben Fehler entschuldigen muss, nur weil man den ganzen Verlauf noch nicht gelesen hat....
Pack doch einen Link ins Aquarium zu der Aussage und eine kurze Erklärung (hast sie ja mehrmals gegeben, also geht copy&paste oder sogar Zitat.
rg88 schrieb:
Kein Mensch ändert sich in Minuten um 180Grad
Das geschah in diesem Fall auch nicht gerade in Minuten. Und es war genaugenommen auch keine 180° Wende.
Die Aussage war zu pauschal ... aber das trifft auch auf viele entgegenete Aussagen zu ... deswegen liegt die Klärung ja bei den Fischen (aber wenigstens kann man sie da noch nachlesen und man kann sogar drauf verlinken, wenn einen die Nachhakerei auf die Nerven geht).
 
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rg88 schrieb:
Die Frage ist viel mehr: Ist dieses klassische Geschlecht denn überhaupt so existent wie es den Anschein macht? Warum versteift man sich so darauf und akzeptiert nicht einfach, dass es fließende Übergänge gibt?
Die Frage ist im Kontext LBGTQIA* schon gut aufgehoben und mit der inhomogenen Gruppe der Genderfluid recht schnell beantwortet. Wenn man nicht nur die Zwischenstufen wie Homosexualität sondern Genderfluid komplett akzeptiert ist Sexualität ein Spektrum. Noch dazu eines was mehr als zwei Enden hat (z. B. Asexualität). Aber das Problem wo wir eben gerade noch einem Transidenten Fall waren ist, das diese eben keine Zwischenstufe sind. Sie haben je ein Identifikation mit einem der klassischen Geschlechter. Es ist nur nicht das, welches ihnen bei Geburt in die Urkunde geschrieben wurde.
Üblicherweise steht es damit auch noch entgegen ihrem genetischen Geschlecht und ihrer primären Geschlechtsmerkmale aber selbst diese beiden Kategorien sind nur überwiegend und nicht vollständig Binär.
rg88 schrieb:
Jetzt machen wir ein drittes als Hilfsmittel, um das rechtlich zumindest irgendwie abzudecken. Das ist natürlich ein immenser Fortschritt, aber immer noch weit entfernt vom Idealzustand.
Für die Betroffenen sind diese Entwicklungen immens wichtig. Aber machen wir uns nichts vor, für die große Masse der Bevölkerung ist das ein Spektakel am Rande.
Die klassischen Geschlechterrollen haben sich immer über die Zeit gewandelt, aber die Zuordnung männlich/weiblich klappt für den Großteil der Menschen schon gut und wird wohl nicht so schnell einfach unter den Tisch fallen.
 
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Keylan schrieb:
Für den überwiegenden Teil ist sie das bereits, da sie die rechtliche Anerkennung schon durch hat. Und dann kommt am Ende eine ganze Menge gesellschaftliche Aktzeptanz ihrer Geschlechtsidentiät dazu welche hier ja gerade Thema ist. Ist ein Eunuch kein Mann mehr? eine Frau ohne Funktionierende Gebärmutter keine Frau oder @Karan S'jet aktuell noch mit Penis keine Frau?
Du, ich akzeptiere das auch voll und ganz. Wenn jemand sich als Frau oder Mann fühlt, behandle und rede ich mit der Person auch genauso.
Auf was ich mich bezog, war diese Diskussion, die auf das bewusste verschweigen der GAOP abzielte und hierzu hab ich einfach eine andere Sichtweise.

Für mich gibts eine Grenze zwischen Toleranz und Akzeptanz und die ist denke ich auch zwischenmenschlich irgendwie in dieser Gesellschaft notwendig.
Ich will nicht mal sagen, dass es mich persönlich tangieren würde. Mir gehts einfach darum, was so etwas gesellschaftlich für eine Missstimmung auslösen kann bei vielen und das kann man schlicht nciht wegdiskutieren und schönreden. Sowas knallt einfach dann, weil wir eben nicht in einer Zuckerwattewelt leben.
Ich erinnere mich da noch sehr gut und vorallem ungern an eine Geschichte, als ein Bekannter an einen Ladyboy in Thailand "geraten" ist. Natürlich ist das dann übertriebene, toxische "Männlichkeit", aber so reagieren Leute nunmal und man kann die Menschen nicht in einer halben Generation alle ändern.
Man soll sich nicht verstecken müssen und offen sein können in unserer sonst so moderenen und fortschrittlichen Gesellschaft, aber man muss auch akzeptieren, dass das nicht jeder so sieht bzw. auf dem selben "Entwicklungsstand" ist und das muss man akzeptieren und einberechnen.

Nicht schön, aber so ist nunmal die Realität.

DerOlf schrieb:
Das geschah in diesem Fall auch nicht gerade in Minuten. Und es war genaugenommen auch keine 180° Wende.
Die Aussage war zu pauschal ... aber das trifft auch auf viele entgegenete Aussagen zu ... deswegen liegt die Klärung ja bei den Fischen (aber wenigstens kann man sie da noch nachlesen und man kann sogar drauf verlinken, wenn einen die Nachhakerei auf die Nerven geht).
ja sorry. Das ist halt das Problem, wenn man so spät und nur teilweise ins Thema einsteigt. Mein Fehler.

Keylan schrieb:
Die klassischen Geschlechterrollen haben sich immer über die Zeit gewandelt, aber die Zuordnung männlich/weiblich klappt für den Großteil der Menschen schon gut und wird wohl nicht so schnell einfach unter den Tisch fallen.
Die Sexualität hat sich gewandelt würde ich eher sagen. Die Geschlechter waren relativ starr und binär (definiert), nur war das wahrscheinlich weniger relevant.
Wenn man schaut, wie normal und offen Homosexualität noch von früheren Kulturen akzeptiert wurde, haben wir halt einfach einige hunderte Jahre Mittelalter gerade hinter uns und kommen langsam wieder auf einen natürlichen Pfad, den es im Tierreich genauso gibt.

Keylan schrieb:
und mit der inhomogenen Gruppe der Genderfluid recht schnell beantwortet.
Der Ausdruck war mir jetzt neu. Habe keine Genderstudies studiert ;)
Aber interessant, dass meine Gedanken auch schon mal andere wohl ähnlich "angedenkt" haben.
Bin in dem ganzen Thema nicht bewandert und will hier auch nicht so tun, als ob ich hier irgendeine Kompetenz aufweisen könnte.
Aber gesellschaftlich ist das Thema zumindest durchaus relevant und deshalb schreib ich halt meinen "Senf" dazu.
Ist ja schön, dass man hier mal wieder anständig diskutieren kann und es nicht ständig eskaliert.
(Zumindest ist das Aquarium deutlich leerer als ich es bei so einem Thema erwarten würde bei 10 (noch vorhandenen) Seiten.)
Also bitte, maßregelt mich und erklärt es mir, wenn ich irgendwas missverstehe oder jemandem Unrecht tue.
 
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rg88 schrieb:
Habe keine Genderstudies studiert ;)
Mein Mathematik Diplom hatte wenig Einfluss auf meinen Kenntnisstand um hier mitreden zu können.

Ich glaube ich bin vor ein paar Jahren in die Thematik gerutscht weil in einigen Medien die Aktivisten doch sehr über die Strenge geschlagen haben und mein bis dahin liberales und progressives Weltbild dahingehend angekratzt haben, das ein Maß an Progress gefordert wurde was zum einem deutlich Männerfreindlich war und damit meine Rechtsempfinden triggerte, aber auch so Progressiv das es allgemein mit meiner Idee von Verantwortung und individuellen Rechten Konflikte aufbrachte.
Über die Jahre hat man dann von verschiedenen Seiten diverse Argumente gesammelt und hinterfragt und aus gesiebt.
Anfangs war dabei der dritte Welle Feminismus schon nahe am Feindbild, aber ich bin kein Freund von Feindbildern und versuche für gute Argumente und gegen schlechte Argumente von allen Seiten eine Position zu finden die meinen Wertvorstellungen gerecht wird und Kompromisse sucht und dabei zumindest im Versuch halbwegs Objektiv bleibt.
Ein guter Ansatz für mich, versetze dich in die Position des anderen und überlege was fair ist, und dann komm zurück und schau ob das immer noch fair ist. Bringt einen nicht gleich ans Ziel, aber meistens dicht genug um Diskutieren zu können und sich dann Schrittweise anzunähern. Oftmals gibt es aber auch gar kein eindeutiges Ziel.
 
rg88 schrieb:
ja sorry. Das ist halt das Problem, wenn man so spät und nur teilweise ins Thema einsteigt. Mein Fehler.
Kein Grund, sich zu entschuldigen ... es gibt ja auch keinen Hinweis darauf, dass da ein paar Seiten im Aquarium verschwunden sind (diesen Hinweis kriegen nur die, die auf diesen Seiten was geschrieben haben).

Es ist halt auch von niemandem zu erwarten, vor einem Beitrag erstmal das Aquarium zu durchforsten.

Durch die meisten Studiengänge kommt man gut durch, ohne sich je mit Genderthemen beschäftigt zu haben. In meinem Mathestudium waren Studien integraler bestandteil, die sich mit der Frage beschäftigten, warum Mädchen in Mathe oft schlechter abschneiden als Jungs ... natürlich hat mich das auch weiter sensibilisiert.

Meine Meinung/Position hat sich in fast 30 Jahren "drüber lesen, reden und nachdenken" gebildet.
Ich war ab anfang der 1990er an einer ziemlich lieberalen Schule (die von einem ehemaligen NRW-Kultusminister gerne als linke Kaderschule bezeichnet wurde ... ein Stück weit ist es das sicherlich auch gewesen).
Dort wurde schon in den 1990ern intensiv darüber diskutiert, was so alles sexuelle Belästigung sein kann, bzw. welche für "vollkommen unbedenklich" gehaltenen Verhaltensweisen als sexuell belästigend empfunden werden können.
Im Studium habe ich das dann weiter verfolgt, habe zu Genderthemen gearbeitet ... und dabei entdeckt, dass es auch literatur zu "hegemonialer Männlichkeit" gibt (eine Autorin heißt soweit ich das recht erinnere Raewyn Connell). Der Begriff selbst geht auf Antonio Gramsci zurück.
Im Studium bahnte sich dann die Erkenntnis an, dass nicht nur Frauen und vom heteronormativen Bild abweichende Männer von der existierenden Geschlechterordnung bisweilen unterdrückt werden, sondern ganz einfach alle Menschen, mit Ausnahme derer (meist cis Männer und Frauen), die in diesem System voll aufgehen, und Probleme grundsätzlich auf die beziehen, die sie äussern.

Bei Michel Foucault lernte ich dann, dass Repression auch kreative Momente beinhaltet, und wie alt das System an sich schon ist (man kann das bis in die Antike zurückverfolgen).
Wieder eine Leseempfehlung (diesmal aber wirklich was langes):
Michel Foucault: Sexualität und Wahrheit ... insbesondere Band 1.
Das könnte man "eine kurze Diskursgeschichte der Heteronormativität und der Abweichungs-Pathologisierung" nennen.


Ich finde es nebenbei sehr gut, dass im IDC-11 der WHO und im DSM-5 der APA Transsexualität nun nicht mehr als "Geisteskrankheit" (dieser Begriff passt auch bei den Vorgängern schon nicht mehrso ganz) geführt wird.
Der wichtigste Passus ist aber wohl der, dass Transpersonen oder Transidente auf Basis ihrer Andersartigkeit in unserer Gesellschaft Probleme entwickeln können, die dann als behandlungswürdige Krankheitswerte betrachtret werden können.
Da steckt der Ursprung der psychologischen Leiden nämlich drin ... der Umgang der Gesellschaft mit diesen Individuen. Die Genderdysphorie hat ihren Ursprung in der Passung zwischen biologisch festgelegter und subjektiv erlebter Geschlechtsidentität ... die psychologischen Problemlagen, die daraus entstehen können, gehen aber drauf zurück, dass gesellschaftlich eine Passung vorrausgesetzt wird, die es nach Connell oft genug nichtmal bei cis-Personen gibt.
Nicht die abweichende Sexualität ist das eigentliche Problem, sondern der Umgang unserer Gesellschaft damit.

Bei "Thinking Sex" von Gayle Rubin kann man noch ganz andere Dinge lesen ... die bezieht sich in ihrem Text (weiter oben habe ich ihn verlinkt) aufs DSM-3 der APA.
Wenn man diesen Text liest, und danach die Ausszüge aus den modernen Fassungen bei @Lipovitan dann fühlt man schon so etwas wie Hoffnung und Freude für die Betroffenen. "Thinking Sex" ist ja auch schon gut 35 Jahre alt.
 
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Die Frage die ich mir stelle ist folgende:

@Karan S'jet
Wie würde dein Leben aussehen, wenn du nicht den Luxus von Operationen und Hormontherapie hättest?

DerOlf schrieb:
Nicht die abweichende Sexualität ist das eigentliche Problem, sondern der Umgang unserer Gesellschaft damit.
Naja ... es ist eine Gradwanderung ...

Wenn jeder eine Extrawurst verlangt, wird die Toleranz rapide abnehmen.
Einfaches Beispiel wäre auch das Stichwort Essen in der Kantine ... Vegan, Halal, usw. usw.

Irgendwann überspannt man einfach den Bogen.

Es ist unmöglich es JEDEM GLEICHZEITIG Recht machen zu wollen.
 
Andy8891 schrieb:
Wenn jeder eine Extrawurst verlangt, wird die Toleranz rapide abnehmen.
Das gleiche passiert, wenn die Gesellschaft jede art von Extrawurst strikt verweigert. leider überfüllt das gleichzeitig auch noch unsere Irrenanstalten. Denn nicht ganz wenige Abweichler drehen in unserer Gesellschaft halt einfach durch, und brauchen dann tatsächlich psychologische und therapeutische Betreuung.
Andy8891 schrieb:
Einfaches Beispiel wäre auch das Stichwort Essen in der Kantine ... Vegan, Halal, usw. usw.
Auch Rubin vergleicht Sexualität an einer Stelle mit Essensgewohnheiten oder -präferenzen und fragt, wie die Welt wohl wäre, wenn wir bei den Essensvorlieben der menschen den gleichen Buhei machen würden, wie das bei sexuellen Präferenzen bisweilen der Fall ist.

Wie sähe die Welt aus, wenn wir "Schnitzelhasser" komplett ausgrenzen und pathologisieren würden, oder eine unüberwindbare Akzeptanzlinie zwischen "Jägerschnitzel" und "Wiener Schnitzel" ziehen würden? Oder wenn es ekel hervorriefe, nur weil jemand zu seinem Schnitzel lieber Nudeln stat Kartoffeln isst, und diese Präferenz auch klar kommuniziert.

Fakt ist, dass wir uns bei sehr vielen "Vorlieben-Themen" sehr viel mehr Freiheit zugestehen, als bei der Sexualität. Die Ernährung ist dafür nur ein besonders leicht zu verstehendes Beispiel.
Aber auch da liegt einiges im Busch, wenn z.B. Vegane sich als "nächste Evolutionsstufe der Menschheit" sehen wollen und alle nichtveganen Esser:innen damit zu Primitiven erklären oder zu dem "Typ Mensch", von dem Nietzsche glaubte, er müsse sowieso überwunden werden.
 
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DerOlf schrieb:
Wie sähe die Welt aus, wenn wir "Schnitzelhasser" komplett ausgrenzen und pathologisieren würden, oder eine unüberwindbare Akzeptanzlinie zwischen "Jägerschnitzel" und "Wiener Schnitzel" ziehen würden? Oder wenn es ekel hervorriefe, nur weil jemand zu seinem Schnitzel lieber Nudeln stat Kartoffeln isst, und diese Präferenz auch klar kommuniziert.
Kennst du nicht die Memes von der Ananaspizza und Co? :D
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DerOlf schrieb:
Fakt ist, dass wir uns bei sehr vielen "Vorlieben-Themen" sehr viel mehr Freiheit zugestehen, als bei der Sexualität.
Weil die meisten der Themen auch deutlich weniger Konsequenzen haben. Das Problem ist einfach, das man Dinge gleich sehen möchte, die nicht gleich sind.

Das Essensbeispiel wird dadurch gelöst, das es eben spezialisierte Restaurants gibt, eben weil nicht ein Restaurant ALLES abdecken kann.

Wie genau soll das bei Menschen funktionieren? Gated Communities?
 
Andy8891 schrieb:
Das Essensbeispiel wird dadurch gelöst, das es eben spezialisierte Restaurants gibt, eben weil nicht ein Restaurant ALLES abdecken kann.
Du kommst nicht aus einer Großstadt, oder? :D

Andy8891 schrieb:
Weil die meisten der Themen auch deutlich weniger Konsequenzen haben. Das Problem ist einfach, das man Dinge gleich sehen möchte, die nicht gleich sind.

Wo genau siehst du denn, dass man Dinge gleich sehen möchte, die nicht gleich sind?
Die körperliche Ungleichheit der Menschen ist ein Fakt und jedem ersichtlich. Deshalb ist man dazu übergangen, etwas gleiches zu definieren, was auf alle Menschen zutrifft. Eben die Gleichheit vor dem Gesetz. Eine transidente Person hat genau das selbe Recht ihre Geschlechtsidentität auszuleben, wie jeder andere Mensch auch. Das ist ja die einzige Gleichheit, die gefordert wird.

Andy8891 schrieb:
Wie genau soll das bei Menschen funktionieren? Gated Communities?
Wofür sollte man die hier brauchen?
 
Andy8891 schrieb:
Wie genau soll das bei Menschen funktionieren? Gated Communities?
Beim Essen konnten sich die Spezialrestaurants auch nur deswegen herausbilden, weil wir diese Entscheidungen im allgemeinen den Individuen überlassen und weil wir die Vielfalt auf diesem Gebiet kulturell legitimieren können.

Bei der Sexualität ist das allerdings anders.
Sex gibts auch in "griechisch" (anal) ... aber das ist weit weniger akzeptiert, als ein Gyropsteller mit Pommes und Krautsalat. Bei griechischem Essen mag man das entweder, oder man mag es halt nicht ... aber man wird nicht schräg angeschaut, weil man das mag. Denn das empfindet nunmal wirklich jeder als Geschmackssache.
strempe schrieb:
Ich würde behaupten, dass der Vergleich dann nicht geeignet ist.
Wieso ... nur weil der das Sexualregime als straffes Korsett erscheinen lässt, bei dem Vielfalt für etwas beinahe gefährliches gehalten wird?
Ich finde den Vergleich extrem passend ... denn es geht um Präferenzen.
Niemand zwingt dich, jeden tag nur Erbesensuppe zu essen, und es verurteilt dich auch niemand, weil du gerne ins Nachbardorf gehst, wo es halt jeden Tag Linsensuppe gibt.
Bei der Sexualität ist aber genau das der Fall ... dafür muss man es nichtmal stark überzeichnen.
 
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DerOlf schrieb:
Niemand zwingt dich, jeden tag nur Erbesensuppe zu essen.

erlebter Zwang oder doch eher gefühlter Drang? Ich denke, dass die Motivation (innerlich oder äußerlich) hier doch einen entscheidenden Einfluß hat. Ich kann also jeden Tag Erbsensuppe essen wenn es mich danach drängt.
Genauso ist doch eher ein Drang als ein Zwang z.B. eine Transition zu "erfahren" (welches Verb wäre hier geeigneter?), sexuelle Vorlieben zu haben, zu erleben oder auch eine Facette der Vielfalt zu sein.

Ich tu mir persönlich etwas schwer mit dem Begriff "Zwang". Was geschieht davon aus Zwang?
 
Zeitlupe_1982 schrieb:
Wofür sollte man die hier brauchen?
Gute Frage ... Sexualität ist für die meisten Menschen doch eher eine Privatangelegenheit, die eher selten mehr als zwei Individuen direkt betrifft.
strempe schrieb:
Was geschieht davon aus Zwang?
Wie definierst du Zwang?
Wenn du mit deinen Präferenzen regelmäßig aneckst, dann kann es passieren, dass du drei mal überlegst, bevor du diese Präferenzen äusserst.
Eine Äusserung ist allgemein ohnehin nur bei Abweichung von der Norm notwendig, denn im allgemeinen gehen Menschen (auch aufgeklärte und auch transidente) beim Gegenüber erstmal davon aus, dass dieser Mensch der Norm entspricht.

Daher wrd es ja auch als unehrlich oder "falsch" betrachtet, wenn @Karan S'jet nach Abschluss des GA-Prozesses die Hinweise aus ihrem Tinderprofil entfernen möchte.
Dabei ist genau das eben ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum passing ... denn es bedeutet, sich selbst nicht mehr "besondern" zu müssen ... also nicht mehr den Hinweis "Achtung, ich bin anders (als du denkst)" vor sich her tragen zu müssen.
Man muss sich ja auch mal überlegen, dass das eine Markierung ist, die sich Tranidente selbst verpassen, weil sie fühlen oder sogar erlebt haben, dass das Fehlen zu unschönen Überraschungen führen kann.
Wenn man sich in andere hineinversetzen kann, dann sollte man auch verstehen, in was für einer finsteren Welt ein solcher Mensch unter Umständen lebt, und was es für den für eine Befreiung bedeutet, dieses passive Selbstmarkierungsbedürfnis nach der GA und den Hormonbehandlungen endlich los zu sein.

Die männliche Stimme bleibt ja auch erhalten ... aber keine Angst, sogar Mann kann das üben, und klingt dann zumindest wie Lilo Wanders.

@Karan S'jet
Ich freue mich für dich, denn nach der GA hast du dann auch endlich einen Körper, der sich auch so bewegen kann, wie das in unserer Gesellschaft von weiblichen Körpern erwartet wird (viele dieser Bewegungsabläufe sind für Männer mindestens gewöhnungsbedürftig).
Ich kann machen, was ich will, die Beine beim Sitzen so wie meine Schwester übereinander zu schlagen, fühlt sich für mich nicht angenehm an. Also schlage ich die Beine ganz automatisch anders über ... eher Knie zu Knöchel, als Knie zu Knie. Die "Denkerpose" verursacht mir Schmerzen am Gemächt (aber nicht nur da, diese Pose ist alles andere, als angenehm).
 
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