Tomislav2007 schrieb:
Zitat:
"Wir als Wissenschaftler wenden uns entschieden gegen die Vorstellung, dass Frauen und Männer nur soziale Konstrukte oder gefühlte Identitäten sind. Wir sehen Errungenschaften der Frauenbewegung bedroht, weil jeder Mann sich fortan durch eine Erklärung zur Frau deklarieren und in deren Schutzzonen eindringen kann. Maßnahmen zur Frauenförderung werden ebenso ausgehöhlt wie ihr Schutz vor Gewalt. Kindern wird noch vor vollendeter Geschlechtsreife während der Pubertät eine Entscheidung auferlegt, deren Folgen sie nicht überblicken können."
Also diesen Teil würde ich als Falsch bezeichnen. Solche Schutzzonen der Frauen angeblich bedürfen sind genau das wogegen frühe Feministinnen auf die Straße gegangen sind.
Die wollten nämlich genau wie Männer noch Nachts über den Campus gehen dürfen und nicht weg gesperrt werden um sie doch vor der ach so bösen Welt zu schützen.
Da ging es wirklich noch darum Frauen die Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit zuzusprechen, anstatt sie als wehrlose Opfer ohne eigene Handlungsfähigkeit zu behandeln.
Schutzzonen, egal ob für Frauen für Trans, egal für wen sind für Menschen die sich in einer offenen freien Gesellschaft nicht zurechtfinden können.
Das mag aufgrund traumatischer Erlebnisse sein, wo ich dies zumindest Zeitweise auch voll unterstütze.
Das mag aufgrund einer überwiegend feindseligen Haltung in der Gesellschaft sein, wie ich sie der LGBTQAI* in der Vergangenheit, oder in anderen Ländern auch in der Gegenwart zusprechen würde.
Aber diese Schutzzonen sind niemals Lösungen, sie sind notwendige Übel solange man ein Problem nicht einfach von heute auf morgen aus der Welt zaubern kann.
Und ich habe keinen Zweifel, das Menschen auch heute noch Anfeindungen erfahren. Aber ich glaube wir haben eine sehr tolerante und empathische Gesellschaft erreicht in der zumindest die angesprochenen Gruppen nicht von der Masse der Gesellschaft angefeindet werden und im Falle von Übergriffen auch Hilfe im öffentlichen Raum wie auch rechtlich erhalten wie es auch der Durchschnitt erwarten würde.
Klar, wenn ich Antifa, mit entsprechenden Symbolen bei einem rechts orientierten Burschenschaftsteffen auftauche, oder als Transvestit (wegen der überzogenen öffentlichen Darstellung) auf dem Katholischen Kirchentag die Boa vorzeige. Das erhitzt die Gemüter und erzeugt Reaktionen die nicht nur feindselig sind, sondern kann auch da eben provokativ leider auch aus dem Ruder laufen.
Im Bezug auf
@Tomislav2007 Zitat, habe ich nur die Befürchtung, das es nicht der von mir angesprochene Teil der ist welcher die deutlichen Gegenreaktionen auslöst.