LGBTQI und das heteronormative Weltbild

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The_waron schrieb:
Seite nicht selten dasselbe Maß an Intoleranz zeigt was sie ihren vermeintlichen "Gegnern" vorwirft.

Hat einen einfachen Grund. Tolerant zu sein, heißt auch intolerant gegenüber andere Intoleranz zu sein. Denn sonst müssten wir auch ganz andere Sachen tolerieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

The_waron schrieb:
Es ist eben diese toxische Identitätspolitik

Klar, die Gruppe welche gejagt, bedrängt und ausgeschlossen wird, sind plötzlich die bösen Täter. Ist immer wieder das selbe Spiel, wenn sich die priviligierte Gruppe aus der eigenen Komfortzone bewegen soll.

1.jpg

Ist leider immer noch bittere Realität, und eure Verhaltensweisen unterstützen sowas nur.
 
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Karan S'jet schrieb:
Hat einen einfachen Grund. Tolerant zu sein, heißt auch intolerant gegenüber andere Intoleranz zu sein. Denn sonst müssten wir auch ganz andere Sachen tolerieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Nein, tolerant zu sein heißt den uralten Merksatz, den wir alle kennen und zu schnell vergessen bei einer Auseinandersetzung: Leben und leben lassen.

Es ist scheiss egal das irgendwo auf der Welt jemand sagt es gibt nur zwei Geschlechter, es ist scheiss egal wenn jemand in der inneren Mongolei behauptet er seie Dschinghis Khan, es ist genauso scheiss egal wenn irgendein Troll behauptet die Welt sei flach.

Die Erwartungshaltung das die Mehrheit oder nahezu alle Menschen die eigene Lebensweise akzeptieren ist absurd und kann nur in Frustration und Radikalisierung enden.

Karan S'jet schrieb:
Klar, die Gruppe welche gejagt, bedrängt und ausgeschlossen wird, sind plötzlich die bösen Täter. Ist immer wieder das selbe Spiel, wenn sich die priviligierte Gruppe aus der eigenen Komfortzone bewegen soll.
Du möchtest mit Vorurteilen aufräumen in dem du dieselben Strohmänner bringst, die immer bei der Thematik gebracht werden?
 
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The_waron schrieb:
Kollektivschuld, Kontaktschuld und "Erbschuld" in einem und dann wundert man sich das in der breiten Masse bei der Thematik nur noch Kopfschütteln herrscht und man abwinkt.

Nebelkerzen zünden und sich dann über toxisches Klima beschweren... sind mir die richtigen.
Ergänzung ()

The_waron schrieb:
Du möchtest mit Vorurteilen aufräumen in dem du dieselben Strohmänner bringst, die immer bei der Thematik gebracht werden?

Ich versuche dir nur zu erklären, was in der Realität hier abgeht.
 
The_waron schrieb:
Deine gefühlte Realität ist nicht zwingend jene der anderen.

Achso, dann bilde ich mir nur den Hass ein der mir ständig entgegen gebracht wird. Dann bilde ich mir nur ein, dass ich wegen meiner Identität körperlich angegangen wurde. Hab mir die Augen wohl selber blau gehauen.
Hat schon was vom Schlage "wenn wir kein Corona Tests mehr machen, gibt es auch kein Corona mehr".

Und mir dann was von leben und leben lassen erzählen wollen. Veräppeln kann ich mich alleine. Wie gesagt, bin hier raus.
 
@Karan S'jet ich denke wir sind und einig, das wir uns nicht einig werden. Habe bitte Verständnis das ich auf deine permanenten Strohmannargumente nicht eingehen werde, da es vermutlich die Diskussion nicht sachlicher gestaltet.
 
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Hallo

Karan S'jet schrieb:
Naja, aber gerade du hast in den letzten Seiten doch bewiesen, dass auch du nicht frei von Vorurteilen bist.
Ich glaube wir müssen alle einsehen das wir alle nicht frei von Vorurteilen sind, Heteronormative haben Vorurteile gegenüber Transpersonen, Transpersonen haben Vorurteile gegenüber Heteronormativen.

The_waron schrieb:
In Summe kann man diesen Thread als den drillionsten Pro-LGT...ansehen wie es ihn zu Hauf in Foren und auf Twitter gibt,
Es gibt hier zumindest auch einen Contra LGBTQI Thread im Aquarium, woanders wird kommentarlos komplett gelöscht.

Grüße Tomi
 
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The_waron schrieb:
Es ist eben diese toxische Identitätspolitik die jedes gesunde Maß längst verlassen hat und die ein Maximum an Intoleranz aufweist und jeden Widerspruch mit Buzzwords belegt, damit man sich auf garkeinen Fall in der eigenen Blase mit konträren Meinungen all zu sehr auseindersetzen muss.
False Balance zu verhindern hat nichts mit Intoleranz zu tun. Außerdem haben die Studis nur eine Demo angekündigt. Wenn die Uni dann die Veranstaltung absagt ist das deren Entscheidung.

The_waron schrieb:
Es ist scheiss egal das irgendwo auf der Welt jemand sagt es gibt nur zwei Geschlechter, es ist scheiss egal wenn jemand in der inneren Mongolei behauptet er seie Dschinghis Khan, es ist genauso scheiss egal wenn irgendein Troll behauptet die Welt sei flach.

Die Erwartungshaltung das die Mehrheit oder nahezu alle Menschen die eigene Lebensweise akzeptieren ist absurd und kann nur in Frustration und Radikalisierung enden.

Es ist vielleicht für nicht betroffene scheiss egal. Konservatismus zusammengefasst. Danke dafür.
 
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Zeitlupe_1982 schrieb:
Wenn die Uni dann die Veranstaltung absagt ist das deren Entscheidung.
Es war zwar ihre Entscheidung ... aber eben nicht ihre Schuld (so klingt es hier jedenfalls).

Jeder Mensch kann Petitionen ins Leben rufen oder Demos organisieren, und damit versuchen, sich gegen Dinge zur wehr zu setzen, die ihm nicht gefallen.
Man sollte sich deswegen auch nicht beschweren, wenn Petitionen oder auch Demonstrationen etwas verhindern, was man für wichtig gehalten hätte ... man hätte ja selbst aktiv werden können ... "die" schaffen das schließlich auch ... "und dabei sind das alles so komische Leute" ... aber denen nimmt das auch keiner ab :lol:

Eine Gegendemo zum CSD habe ich noch nie gesehen (aber ich habe vielleicht nur Glück gehabt).
Daraus könnte ich jetzt schließen, dass die LGBTQIA*-Community in Deutschland sehr breit akzeptiert wird.
Genau, wie andere aus ihren Daten schlussfolgern, dass 75% der Bundesbevölkerung gegen das Gendern in offiziellen Briefen sind ... dabei wissen die das sicher nur von 75% der Befragten (bei mir sind es halt Beobachtungen, aber hey ... ich bin Wissenschaftler ... ich habe das studiert und kann das sogar nachweisen).

Aber man barucht gar keine Demo zu machen, denn die Öffentlichkeit meckert schon allein aus Gewohnheit über jede Art politischen Aktivismus. Das auffälligste daran ist für die meisten nämlich, dass das beim Alltagsvollzug irgendwie immer stört - der Gegenstand einer Demo oder Kundgebung tritt dahinter fast immer zurück, oder verschlimmert die Situation sogar (Ochnööö ... die schon wieder).
 
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Hallo

DerOlf schrieb:
Eine Gegendemo zum CSD habe ich noch nie gesehen (aber ich habe vielleicht nur Glück gehabt).
Daraus könnte ich jetzt schließen, dass die LGBTQIA*-Community in Deutschland sehr breit akzeptiert wird.
Evtl. traut sich auch niemand gegen die LGBTQIA* Community zu demonstrieren, weil die meisten nicht Transphob, Rechts, Altmodisch, Rückständig, Alter weißer Mann, etc. genannt werden wollen.
Gegen die AfD zu demonstrieren ist leicht weil man damit auf der guten Seite landet, gegen die LGBTQIA* Community zu demonstrieren ist nicht so leicht weil man damit auf der bösen Seite landet.
Ich denke das nicht alle Heteronormativen wissen das der CSD eigentlich eine politische Demo ist (was beim Mainstream CSD auch schwer fällt), viele sehen im CSD evtl. nur eine Art Karnevalsumzug.
Ich kenne viele Heteronormative die nur zum feiern/saufen zum CSD gehen (weil beim CSD eine gute Partystimmung ist), ich habe noch nie gehört das Heteronormative zum demonstrieren hingehen.
Die LGBTQIA* Community sollte mMn den CSD anders aufziehen wenn sie als politische Demo gesehen werden wollen, so gehen einige Hetero Männer nur zum CSD um (halb) nackte Frauen zu sehen.

Grüße Tomi
 
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Genau, die sollen das doch bitte so aufziehen, wie es der heteronormative sich vorstellt und für richtig hält.

Wers nicht so traurig, man könnt glatt drüber lachen bei dieser der argumentation innewohnenden Ironie…
 
DerOlf schrieb:
LGBTQIA*-Community

Vorab, auch wenn ich dich zitiert habe, @DerOlf, das geht nicht direkt an dich sondern soll meine Beobachtungen die letzten Tage einfach mal schildern. Dabei hege ich keinen Anspruch darauf Recht zu haben oder zum richtigen Schluss gekommen zu sein.

Diese ganze Communty-Szene scheint mir allein aus der Sache heraus schon recht fragmentiert. Das LGBTQIA*-Banner ist meiner Schlussfolgerung ein zweckdienlicher Oberbegriff als Sammelbecken für viele Splittergruppen und viele Strömungen, welche teilweise wohl in die gleiche Richtung ziehen aber sich scheinbar teilweise auch spinnefeind sind. Verschiedene Gruppen innerhalb dieser "Community" scheinen auch recht stark daran interessiert den ein oder anderen Buchstaben und damit Gruppierunge aus dieser Community herauszustreichen.

Im Vorfeld des CSDs in Köln wurde beispielsweise eine Gruppe lesbischer Demonstrantinnen von Transfrauen körperlich attackiert weil sie eben der Meinung sind, dass Frauen keine Penisse haben. Scheinbar bekommt man das typisch männliche Aggressionspotential mit Hormonen und/oder Operationen doch nicht so einfach weg. Der vielfach beschworene Leidensdruck scheint hier nicht in Depression zu enden - eher in Gewalt. Das zeigt mir nur, dass diese Community eine reine Zweckgemeinschaft ist. Solange die eigenen Ziele erreicht werden ist jeder mein Freund.

Als Mann kann man ja fast schon erleichtert sein, dass eine Gruppe Frauen war, welche es geschafft haben einer Frau an der HU Berlin einen wissenschaftlichen Vortrag zu untersagen. Man stelle sich mal vor es wären Männer gewesen. Die Debatte wäre Wochenlang im Sommerloch von den üblichen Verdächtigen vorangetrieben worden.

Mir scheint, dass ein rationaler Diskurs, in welchem der eigenen Weltanschauung auch konträre Meinungen möglich sind - nein, sogar sein müssen- nicht möglich ist. Das ist doch reinster Fanatismus, welcher an den Anspruch religiöser Deutungshoheit erinnert. Man versucht die Wissenschaft für sich einzunehmen solange sie das eigene Mantra unterstützt. Abweichende Untersuchungen werden abgewertet, abgekanzelt und kreischend als denkdirwasaus-phob deklariert. Es scheint unmöglich zu sein abweichende Meinungen auszuhalten.

Es ist absolut pharisäerhaft von Toleranz (wir sind noch lange nicht bei Akzeptanz eher bei selbst gewählter Ignoranz) zu sprechen oder gar zu fordern wenn gar nicht klar wer in bunt und wer in braun marschiert.
 
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Hallo

Erkekjetter schrieb:
Genau, die sollen das doch bitte so aufziehen, wie es der heteronormative sich vorstellt und für richtig hält.
Da es keine bis kaum Gegendemonstrationen zum CSD von Heteronormativen gibt scheinen Heteronormative kein (großes) Problem mit dem CSD (so wie es jetzt abläuft) zu haben.

Erkekjetter schrieb:
Wers nicht so traurig, man könnt glatt drüber lachen bei dieser der argumentation innewohnenden Ironie…
Ist es nicht eher traurig das der eigentliche Sinn und Zweck des CSD von vielen gar nicht (richtig) wahrgenommen wird und der CSD seinen eigentlichen Sinn und Zweck verfehlt ?

Grüße Tomi
 
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strempe schrieb:
Mir scheint, dass ein rationaler Diskurs, in welchem der eigenen Weltanschauung auch konträre Meinungen möglich sind - nein, sogar sein müssen- nicht möglich ist. Das ist doch reinster Fanatismus, welcher an den Anspruch religiöser Deutungshoheit erinnert.

das ist seit den letzten Jahren, bei jedem Thema so

daran kann man eigentlich sehen, wie dekadent die Gesellschaft in den letzten Jahren geworden ist
 
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zum Thema Finanzierung von Trans Behandlungen
Behandlungen von Schädigungen die bewußt selbst zugefügt wurden, z.b. durch Rauschmittel oder Übergewicht, finanzieren wir in den Krankenkassen mit. Beide Bsp. erfolgen über einen längeren Zeitraum und wiederholt - um sie von einem "kann ja mal passieren" abzugrenzen.
Trans Behandlungen sind hingegen nicht die Folge einer ungesunden Lebensweise. Sodaß letztere bei Gleichbehandlung m.M.n. mehr Anspruch auf Unterstützung hätten als obige Beispiele.
 
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@strempe
Also im Grunde wie überall. Sei es Tierschützer'innen, Veganer'innen, Umweltschützer'innen, oder der Menschheit im allgemeinen. Deshalb gibt es z.B. bei den Grünen auch die Realo und die Fundis. Das es so etwas auch in der LGBTQI Szene gibt, ist somit nichts ungewöhnliches.
 
Jo oder die linke szene. Wenn du da 3 leute nach Israel/Palästina fragst bekommst du mindestens 4 meinungen und es bildet sich wenigstens eine Splittergruppe.

Der Teil der da aber so radikal gegen andere Meinungen ist das es zu Gewalt kommen kann ist aber genauso verschwinden gering wie bei der LGBTQI Szene oder anderen Szenen.

ich höre mir jetzt mal den gecancelten Vortrag an, ist auf youtube leicht zu finden.
Kollege von mir ist auch Biologe und trotzdem pro-LGBTQ - das schließt sich also überhaupt nicht aus.

Edit: OK, die gute Frau ist bekannt und fährt schon länger u.a. in social Media eine transfeindliche Agenda. Das ist also der Punkt wieso sie gecancelt wurde und nicht wissenschaftsfeindlichkeit.
 
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Wie man hier die "Toleranz" dermaßen missbraucht, geht mir schon ziemlich auf den Geist.
Toleranz bedeutet nicht, dass man die selbe Meinung hat, dass man etwas "gut" findet oder etwas "befürwortet". Wäre das der Fall, würde jegliche Diskussion über eine Sache stets der Inbegriff von Intoleranz sein, ja, streng genommen wäre nach diesem Denken sogar die Demokratie schon fast das Wesen einer Intoleranz.
Toleranz bedeutet, dass man eine andere Meinung/Sichtweise etc. pp. "duldet", sie insofern "akzeptiert", dass man trotz anderer Meinung oder Sichtweise damit in Frieden lebt und sich bemüht, aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen das Gegenüber nicht benachteiligt. Daraus resultiert NICHT, dass man die andere Sichtweise oder Meinung als logisch, sinnvoll, erstrebenswert oder hastenichgesehen betrachtet.

Darüber hinaus werden auch Begriffe wie "aktuell", "der Zeitgeist" oder "zeitgemäß" immer so zurechtgebogen, wie es gerade passt.
Dabei ist die Bedeutung stets relativ, ofmals regional und gibt bei weitem keine Auskunft darüber, inwiefern eine Sache "richtig" oder "falsch" ist. Sie gibt höchstens nur das Verhalten oder die Denke einer Mehrheit innerhalb einer bestimmten Gruppe (das mag ein Land, eine Region, ein Kontinent etc. pp. ) sein, wieder.

Wer mit seiner ".. ist nicht mehr zeitgemäß" oder ".. xy ist jetzt zeitgemäß" Argumentation ehrlich und konsequent wäre, würde jegliche von Menschen begangene Verbrechen, die es in der Vergangenheit gab und durchaus zu ihrer Zeit "zeitgemäß" waren, auch im Nachhinein als richtig deklarieren.
Es gab Zeiten, da war es "zeitgemäß", dass Frauen nicht wählen durften, dass schwarze Menschen versklavt wurden, dass bestimmte Menschen gefoltert wurden. All diese Dinge müsste dann von den Zeitgemäßargumentierern auch im Nachgang so bewertet werden, dass die "Mitmacher" in diesen Zeiten ja nichts falsch gemacht hätten.
 
Hallo

Corto schrieb:
OK, die gute Frau ist bekannt und fährt schon länger u.a. in social Media eine transfeindliche Agenda. Das ist also der Punkt wieso sie gecancelt wurde und nicht wissenschaftsfeindlichkeit.
Das die Frau Contra Trans ist macht Ihre Aussagen weder falscher noch richtiger, es sind auch garantiert nicht alle Unterstützer/Unterzeichner Contra Trans nur weil sie das unterstützen/unterzeichnen.
Ich finde es problematisch das die Frau gecancelt wurde weil sie kritisch gegenüber Trans ist und nicht wegen Ihrer Meinungen/Aussagen, ihre Meinungen/Aussagen hat man sich nicht einmal angehört.

Was ist an dem folgenden Zitat aus diesem Link falsch? https://www.evaengelken.de/aufruf-s...attung-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks/
Zitat:
"Wir als Wissenschaftler wenden uns entschieden gegen die Vorstellung, dass Frauen und Männer nur soziale Konstrukte oder gefühlte Identitäten sind. Wir sehen Errungenschaften der Frauenbewegung bedroht, weil jeder Mann sich fortan durch eine Erklärung zur Frau deklarieren und in deren Schutzzonen eindringen kann. Maßnahmen zur Frauenförderung werden ebenso ausgehöhlt wie ihr Schutz vor Gewalt. Kindern wird noch vor vollendeter Geschlechtsreife während der Pubertät eine Entscheidung auferlegt, deren Folgen sie nicht überblicken können."

In einer Diskussion muss man auch abweichende Meinungen zulassen, wenn man nur Meinungen von Befürwortern zuläßt ist es keine Diskussion sondern nur ein Gespräch unter Gleichgesinnten.
Ich finde es merkwürdig von Feinden zu sprechen nur weil man abweichende Meinungen nicht aushält, Feinde sind für mich etwas anderes als nur abweichende Meinungen (da gehört mehr dazu).
Was ist das für eine Unsitte geworden von Feinden zu sprechen nur weil man nicht dafür ist ? Ich mag Sushi nicht, bin ich deswegen Sushiphob und ein Sushifeind ? Nein, mir schmeckt es nur nicht.

ShiftC schrieb:
Toleranz bedeutet, dass man eine andere Meinung/Sichtweise etc. pp. "duldet", sie insofern "akzeptiert", dass man trotz anderer Meinung oder Sichtweise damit in Frieden lebt und sich bemüht, aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen das Gegenüber nicht benachteiligt. Daraus resultiert NICHT, dass man die andere Sichtweise oder Meinung als logisch, sinnvoll, erstrebenswert oder hastenichgesehen betrachtet.
Zumindest sollte man sich andere Meinungen/Sichtweisen anhören/durchlesen und nicht direkt ungehört/ungelesen ablehnen nur weil diese Meinungen/Sichtweisen nicht von Gleichgesinnten kommen.

Grüße Tomi
 
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Tomislav2007 schrieb:
Zitat:
"Wir als Wissenschaftler wenden uns entschieden gegen die Vorstellung, dass Frauen und Männer nur soziale Konstrukte oder gefühlte Identitäten sind. Wir sehen Errungenschaften der Frauenbewegung bedroht, weil jeder Mann sich fortan durch eine Erklärung zur Frau deklarieren und in deren Schutzzonen eindringen kann. Maßnahmen zur Frauenförderung werden ebenso ausgehöhlt wie ihr Schutz vor Gewalt. Kindern wird noch vor vollendeter Geschlechtsreife während der Pubertät eine Entscheidung auferlegt, deren Folgen sie nicht überblicken können."
Also diesen Teil würde ich als Falsch bezeichnen. Solche Schutzzonen der Frauen angeblich bedürfen sind genau das wogegen frühe Feministinnen auf die Straße gegangen sind.
Die wollten nämlich genau wie Männer noch Nachts über den Campus gehen dürfen und nicht weg gesperrt werden um sie doch vor der ach so bösen Welt zu schützen.

Da ging es wirklich noch darum Frauen die Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit zuzusprechen, anstatt sie als wehrlose Opfer ohne eigene Handlungsfähigkeit zu behandeln.

Schutzzonen, egal ob für Frauen für Trans, egal für wen sind für Menschen die sich in einer offenen freien Gesellschaft nicht zurechtfinden können.
Das mag aufgrund traumatischer Erlebnisse sein, wo ich dies zumindest Zeitweise auch voll unterstütze.
Das mag aufgrund einer überwiegend feindseligen Haltung in der Gesellschaft sein, wie ich sie der LGBTQAI* in der Vergangenheit, oder in anderen Ländern auch in der Gegenwart zusprechen würde.

Aber diese Schutzzonen sind niemals Lösungen, sie sind notwendige Übel solange man ein Problem nicht einfach von heute auf morgen aus der Welt zaubern kann.

Und ich habe keinen Zweifel, das Menschen auch heute noch Anfeindungen erfahren. Aber ich glaube wir haben eine sehr tolerante und empathische Gesellschaft erreicht in der zumindest die angesprochenen Gruppen nicht von der Masse der Gesellschaft angefeindet werden und im Falle von Übergriffen auch Hilfe im öffentlichen Raum wie auch rechtlich erhalten wie es auch der Durchschnitt erwarten würde.

Klar, wenn ich Antifa, mit entsprechenden Symbolen bei einem rechts orientierten Burschenschaftsteffen auftauche, oder als Transvestit (wegen der überzogenen öffentlichen Darstellung) auf dem Katholischen Kirchentag die Boa vorzeige. Das erhitzt die Gemüter und erzeugt Reaktionen die nicht nur feindselig sind, sondern kann auch da eben provokativ leider auch aus dem Ruder laufen.

Im Bezug auf @Tomislav2007 Zitat, habe ich nur die Befürchtung, das es nicht der von mir angesprochene Teil der ist welcher die deutlichen Gegenreaktionen auslöst.
 
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