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Mir und dir wird auch nichts weggenommen, wenn du nicht mehr ein "Mitarbeiter" bist, sondern "ein:e Mitarbeiter:in". Wo ist das Problem? Du bist doch weiterhin mitgemeint...
Ich fühle mich als Mitarbeiterin aber nicht angesprochen und genau so klingt ausgesprochen diese gegenderte Schreibweise. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist holprig aber spricht alle an, MitarbeiterInnen eben nicht. Insgesamt wirken all diese Änderungen umständlich und unharmonisch, verbessern die Verständlichkeit in meinen Augen nicht.
TheManneken schrieb:
Ich bin ein Cis-Dude und wurde vom generischen Maskulinum immer schon "mitgemeint" bzw. natürlich fühle ich mich angesprochen.
Ich bin kein 'CIS-Dude', sondern ein Mann. Hier werden von einer Minderheit neue Begriffe ausgedacht, die sich die Mehrheit dann aneignen soll. Da regt sich natürlich Widerstand, weil man sich nicht mitgenommen, sondern überfahren fühlt.
@Karan S'jet: Wenn alle angesprochen werden, wird niemand ausgeklammert. Und die Wissenschaft hat mit breitem Konsens erklärt, dass die Bezeichnung Mann nicht mehr zutreffend ist, sondern CIS-Dude richtig sei?
Sorry, aber Du schwankst hier ständig zwischen komplett nachvollziehbaren Beiträgen, die mir einen Einblick in eine mir unbekannte Erfahrungswelt ermöglichen zu einer in meinen Augen übertriebenen Abwehrhaltung gegen andere Sichtweisen. Du musst doch auch uns zugestehen, dass wir Dinge aus unserer Erfahrung anders empfinden können.
Verdreh nicht schon wieder Aussagen damit sie dir gefallen, niemand hat geschrieben/ behauptet das die Wissenschaft eine Minderheit ist.
Die Aussage ist: "Der Anteil von Diversen die sich weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zuordnen lassen sind eine Minderheit."
https://de.wikipedia.org/wiki/Divers
Zitat:
"Bis Ende September 2020 hatten laut einer Umfrage des Bundesinnenministeriums unter den 16 Bundesländern insgesamt 394 Personen den Eintrag „divers“ oder „ohne Angabe“ nach eigener Wahl erhalten (etwa 70 % „divers“, vermutlich 275 Personen); 19 Neugeborene wurden als „divers“ eingetragen und 11 „ohne Angabe“ des Geschlechts (offengelassen)."
Das Problem ist doch: nicht binäre Personen ordnen sich zu keinem der beiden Geschlechter zu. Wie sollen diese sich angesprochen fühlen ?
Ich bin ja binär Trans -> bedeutet, für mich ist „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ in Ordnung (von mir aus kann man auch den M zu erst nennen), aber ich kann ja schlecht für die nicht binären Menschen sprechen.
Diverse werden bei der Geburt meistens eben als männlich / weiblich "bestimmt", was dann eine Operation zur Folge hat. Das ganze im frühkindlichen Alter, lange bevor sie ihre eigene Identität entwickelt haben und mitbestimmen könnten. Habe glaube ich recht am Anfang einen Videobeitrag dazu verlinkt. Deshalb ist es jedenfalls nicht überraschend, dass kaum Neugeborene von ihren Eltern als divers eingetragen werden. Da ist die gesellschaftliche Akzeptanz wohl noch nicht so hoch, alle diversen erstmal tatsächlich als divers einzustufen und nicht eine Richtung zu bestimmen.
Bei den Älteren gibt es dann später keinen grund, sich als divers zu identifizieren, wenn sie mit ihrer aktuellen geschlechtsidentität im reinen sind.
Bei den älteren sind es auch nicht sehr viele: https://de.wikipedia.org/wiki/Divers
Zitat:
"Bis Ende September 2020 hatten laut einer Umfrage des Bundesinnenministeriums unter den 16 Bundesländern insgesamt 394 Personen den Eintrag „divers“ oder „ohne Angabe“ nach eigener Wahl erhalten (etwa 70 % „divers“, vermutlich 275 Personen); 19 Neugeborene wurden als „divers“ eingetragen und 11 „ohne Angabe“ des Geschlechts (offengelassen)."
Der ganze Aufriss für unter 500 Personen in Deutschland, sollen wir echt die deutsche Sprache und den gesamten Schriftverkehr für unter 500 Personen ändern ?
Wir wissen nicht, wieviele es in Zukunft noch beanspruchen werden.
Wir wissen nicht, aus welchen Gründen intersexuelle es nicht beanspruchen
der größte anteil der intersexuellen identifiziert sie sich wohl mit dem geschlecht, welches ihnen zu geordnet wurde?
einige haben bestimmt vorbehalte, weil es eine menge aufwand nach sich zieht, man muss sich erstmal beim AG outen, was viele vielleicht nicht wollen und deshalb in ihrer zugewiesenen geschlechtsidentiät leben
man muss afaik allen laufenden verträgen und versicherungen die personenstandsänderung mitteilen (da bin ich mir nicht sicher, wäre schön wenn das jemand bestätigen/widerlegen könnte)
Punkt 2 und 3 treffen so auch beim neuen transsexuellengesetz zu, sodass es unwahrscheinlich ist, dass eine person einfach so ihren namen ändert um mal zu gucken, was passieren wird. Da hinter muss nachwievor eine rationale Entscheidung stehen.
Der Lehrstuhl zwingt einem auch Zitierweisw, Schriftgrösse, Zeilenabstands, Seitenränder, Silbentrennung uvm. auf. Gendern ist wenn es vom LS erwünscht ist, einfach eine Formalia.
Das magst du so sehen, ich sehe es als einen Eingriff in den Sprachgebrauch.
Korrekt zu zitieren, Schriftgrößen, Zeilenabstände usw... sind technische Gegebenheiten die ich einhalten muss. Gendern geht aber darüber hinaus, gendern betrifft konkret die inhaltliche Anfertigung meiner Arbeit und zwingt mir einen spezifischen (und in der Regel grammatikalisch falschen) Sprachgebrauch auf, welche meiner Arbeit über technische Formalia hinaus beeinflusst.
Ergänzung ()
Karan S'jet schrieb:
Und wenn ich gender und jemand anders sich deswegen angegriffen fühlt, liegt das Problem nicht bei mir..
Gendern ist immer noch kein offizieller Teil der deutschen Rechtschreibung und grammatikalisch falsch.
Der Rat für deutsche Rechtschreibung lehnt es immer noch ab Gendern ins Regelwerk aufzunehmen.
Naja, ich freue mich wenn ich bald ins Berufsleben einsteige, das Unternehmen meiner Wahl hat die gesamte Unternehmenskommunikation auf Englisch umgestellt. Damit hat sich das Problem erledigt.
Also wenn hier schon Cismann/Cisfrau und als logische Konsequenz Transmann/Transfrau als Begrifflichkeit abgelehnt wird weil "neuer Begriff einer Minderheit" (der schon seit ewigen Jahren benutzt wird...), dann ist die ganze Diskussion doch reichlich überflüssig.
Und für diejenigen, die behaupten gendergerechte Sprache wäre grammatisch nicht vertretbar, stehen ganz schlechte Nachrichten in "Regeln und Wörterverzeichnis - Aktualisierte Fassung des amtlichen Regelwerks entsprechend den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung" in der Fassung von 2016/2018. Z. B. auf Seite 9 oder 20 oder 54 oder 56 oder 64 oder 103.