Tomislav2007 schrieb:
kann man sich da nicht mal auf ein Zeichen einigen ?
Zugegeben fände ich das auch nicht verkehrt, aber immerhin kennst du sie alle. Eine Unterscheidung scheint vermutlich auch nicht allzu schwierig zu sein. Bei Text-to-speech-Software gibt es scheinbar noch Probleme, wenn auch die nicht so immens sein dürften, dass ein Satz so komplett aus dem Kontext gerissen wird. Die Schreibweisen, die mir am häufigsten begegnen, sind das Binnen-I und der Doppelpunkt.
Tomislav2007 schrieb:
Ich habe noch nie jemanden gebeten oder gar aufgefordert ebenfalls zu plenken, das gleich erwarte ich auch von den Befürwortern der Gendersprache.
Und wenn es mich triggert und meinen Lesefluss stört? Das ist ja eben das, was auch bei Gendersprache kritisiert wird.
Tomislav2007 schrieb:
"Dass es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt, ist zumindest an der Humboldt-Uni Konsens. Der Anteil von Menschen, die sich weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zuordnen lassen, liegt bei 0,2 Prozent der Bevölkerung."
Okay. Und wie hoch muss der Anteil an der Gesamtbevölkerung sein, bis sie eine solche Relevanz hätte, dass sie wichtig wäre?
Apacon schrieb:
Naja, ich freue mich wenn ich bald ins Berufsleben einsteige, das Unternehmen meiner Wahl hat die gesamte Unternehmenskommunikation auf Englisch umgestellt. Damit hat sich das Problem erledigt.
Auch im Englischen gendert man. Ist nur seltener nötig, weil die Sprache im Vergleich zu Deutsch tendenziell schon geschlechtsneutraler ist.
Incanus schrieb:
Ich fühle mich als Mitarbeiterin aber nicht angesprochen und genau so klingt ausgesprochen diese gegenderte Schreibweise.
Dann würdest du dich offenkundig als Mitarbeiterung ebensowenig von "Mitarbeiter" angesprochen fühlen. Ist leider immer noch u.a. in vielen Jobangeboten der Fall.
Incanus schrieb:
Hier werden von einer Minderheit neue Begriffe ausgedacht, die sich die Mehrheit dann aneignen soll.
Wie soll man durch Differenzierung die Dinge denn sonst benennen, wenn nicht durch neue Begriffe? Und nicht sollst du dir diese aneignen, aber es wäre empfehlenswert.
Incanus schrieb:
Da regt sich natürlich Widerstand, weil man sich nicht mitgenommen, sondern überfahren fühlt.
Sollen die Minderheiten dich also erst bei der Hand nehmen und dich in einen Prozess miteinbeziehen, der dich gar nicht betrifft?
Incanus schrieb:
Und die Wissenschaft hat mit breitem Konsens erklärt, dass die Bezeichnung Mann nicht mehr zutreffend ist, sondern CIS-Dude richtig sei?
Wo habe ich oder hat irgendwer das behauptet? Ansonsten wurde allerlei Erklärung ja schon gegeben und ob ich mich selbst als Mann, Cis-Mann, Dude, Kerl oder sonstwas bezeichne, darf ich zum Glück individuell entscheiden. Und ich identifiziere mich eben mit meinem biologischen Geschlecht, finde aber deswegen Transrechte nicht unwichtig. Aber es gibt auch Individuen, die würden mich schon aufgrund meiner Sexualität nicht als Mann bezeichnen. Denen würde ich es auch wieder nicht Recht machen können.
Irgendwas ist halt immer.